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Kooperative Ingenieurausbildung –
Ein erfolgreiches Studienmodell Phänomen Farbe 26.07.2004. Seit etwa zehn Jahren kombiniert der attraktive Studiengang „Kooperative Ingenieurausbildung“ an der Hochschule Niederrhein in Krefeld die Ausbildung zum Lacklaboranten mit einem Studium zum Lackingenieur. Die Vorteile einer fundierten praktischen Lehre werden so verbunden mit den zusätzlichen theoretischen Kenntnissen einer Fachhochschulausbildung. Dieses Studium wird in einer Informationsveranstaltung des Verbandes der deutschen Lackindustrie e.V. (VdL) gemeinsam mit der Hochschule Niederrhein am 13. Oktober 2004 in Krefeld vorgestellt. Der VdL führt seit dem Jahr 2002 eine breit angelegte Ausbildungskampagne durch. Nachdem im ersten Jahr der Schwerpunkt ausschließlich auf den Bereichen Lacklaborant/ Lacklaborantin, Chemikant/Chemikantin, Chemiebetriebswerker/ Chemiebetriebswerkerin lag, stand im Jahr 2003 die Werbung für Lackingenieure im Mittelpunkt. In diesem Jahr soll mit dem Studiengang „Kooperative Ingenieurausbildung“ ein völlig maßgeschneiderter Ausbildungsweg für die Lackindustrie vorgestellt werden, der sich zu einem Erfolgsmodell für die Branche entwickeln könnte. Neben diesem Ausbildungsgang sollen im Rahmen der Veranstaltung auch die Studienabschlüsse Bachelor und Master, die in absehbarer Zeit den klassischen Diplom-Ingenieur an der FH ablösen, vorgestellt werden. Um dem Fachkräftemangel in der Lackindustrie entgegenzuwirken, ist es unerlässlich, dass sich alle Firmen bemühen, geeignete Kandidaten für die unterschiedlichen Ausbildungsgänge anzuwerben. Mit dem Modell der „Kooperativen Ingenieurausbildung“ wird den Unternehmen hierzu ein weiteres interessantes Qualifizierungsangebot ermöglicht. Die Informationsveranstaltung wendet sich vor allem an Personalverantwortliche und Ausbilder. Weitere Informationen zu der Veranstaltung erhalten Sie beim Verband der deutschen Lackindustrie e.V. in Frankfurt, Telefon 069-25 56 1411; Telefax 069-25 56 13 58. Die Kooperative Ingenieurausbildung Chemieingenieurwesen bietet Abiturienten und Fachoberschülern die Möglichkeit, in einem kompakten Ausbildungsgang von ca. vier Jahren Studiendauer und anschließender Diplomarbeit einen Berufsabschluss und den Abschluss als Diplom-Ingenieurin (FH)/ Diplom-Ingenieur (FH) zu erreichen. Außerdem wird in dieser Zeit eine Zusatzausbildung in den Bereichen Menschenführung und Organisationslehre vermittelt. Diese Qualifikation - eine gediegene Praxisausbildung -, gekoppelt mit anspruchsvoller ingenieurwissenschaftlicher Ausbildung, ist geeignet, hervorragende Berufschancen zu vermitteln. Sie erfordert allerdings auch ein hohes Maß an Engagement und Arbeitsfreude während des Studiums, bietet aber auch Vorteile für die Betriebe dadurch, dass beide Partner, Student und Betrieb, sich im Laufe der Ausbildungs- und Studienzeit sehr intensiv kennenlernen und bei Übernahme des Studierenden nach dem Abschluss des Studiums eine Einarbeitung nicht mehr notwendig ist. Das Studium der Kooperativen Ingenieurausbildung Chemieingenieurwesen setzt die Einschreibung bei der Hochschule Niederrhein und den Abschluss eines Ausbildungsvertrages mit einem Ausbildungsbetrieb voraus. Die Teilnehmer sind Studenten und in den ersten vier Semestern gleichzeitig Auszubildende. Die betriebliche Ausbildung richtet sich nach dem Ausbildungsvertrag, der von der Hochschule und der Industrie- und Handelskammer festgelegte Rahmenbedingungen berücksichtigt. Ziel der betrieblichen Ausbildung soll es sein - neben der Aneignung der Fertigkeiten und Kenntnisse zum Bestehen der Abschlussprüfung -, dem Studierenden/Auszubildenden jene Verhaltensweisen zu vermitteln, die zur Erfüllung der technologischen und ökonomischen, der organisatorischen und sozialen Aufgaben des Betriebes notwendig sind. Dieses geschieht in den ersten beiden Jahren durch die Ausbildung und durch aktive Mitarbeit, durch Übernahme persönlicher Verantwortung im Rahmen dieser Mitarbeit und durch Integration in die jeweilige Arbeitsgruppe. Die praktische Ausbildung übernimmt der jeweilige Ausbilder im Betrieb. In einem Zeitraum von zwei Jahren sollen die Fertigkeiten und Kenntnisse vermittelt werden, die nach den geltenden Bestimmungen Gegenstand der Ausbildung zum jeweiligen Ausbildungsberuf sind: z.B. kann in den Chemieberufen - z.B. Chemiefachwerker, Chemielaborant, Textillaborant (chemisch-technisch) - und Textilveredlungsberufen ausgebildet werden. Ausbildungsordnungen hält die IHK bereit. Für die betriebliche Ausbildung stehen bis zur Facharbeiterprüfung in der Regel drei Tage in der Woche zur Verfügung. In der zweiten Phase der betrieblichen Ausbildung nach dem Berufsabschluss mit Prüfung vor der IHK verkürzt sich die praktische Ausbildungszeit um einen Tag. Die Teilnehmer sollen in dieser Zeit an betriebspraktische Aufgaben herangeführt werden, die in Übereinstimmung mit den Ausbildungsbetrieben zu wählen sind. Als Assistenten in der jeweiligen Gruppe bzw. Abteilung sollen die Teilnehmer unter Anleitung der Führungskräfte zu Sonderaufgaben herangezogen werden, um unter ständigen Kontakten mit ihnen Einblick in die jeweiligen betrieblichen Abläufe zu bekommen. Für die Tätigkeit in den verschiedenen Bereichen steht insgesamt ein Ausbildungszeitraum von einem Jahr zur Verfügung.
FHN: Mankiewicz-Innovationspreis für Mönchengladbacherin Phänomen Farbe 04.07.2004. Lack sollte bei der Produktion möglichst wenig schäumen und an der Oberfläche wenig Spannung aufbauen. Um das zu erreichen, werden spezielle Netzmittel zugesetzt. Welche dieser „Surfactants" hier die beste Wirkung erzielen, hat die 24jährige Mönchengladbacherin Sandra Maslek in ihrer an der Hochschule Niederrhein vorgelegten Diplomarbeit bei der Tego Chemie Service GmbH in Essen untersucht. Das Ergebnis kann sich in jeder Hinsicht sehen lassen: von ihrem Betreuer Prof. Dr. Michael Groteklaes bekam sie ein „sehr gut", von dem Unternehmen, das neue Produkte auf den Markt bringen konnte, einen Job und von der Hamburger Lackfabrik Mankiewicz den mit 1.000 Euro dotierten diesjährigen Innovationspreis. Überreicht wurde er von Geschäftsführer Michael Grau beim 3. Krefelder Lackfest im Audimax des Fachbereichs Chemie. Daran nahmen befreundete Industrieunternehmen sowie zahlreiche Absolventen der Studienrichtung Lackingenieurwesen teil, die in dieser Form in Deutschland einzigartig ist. Seit geraumer Zeit gibt es ein Kompetenzzentrum für Lack- und Oberflächentechnik. Das hier konzentrierte know-how wird im Euregio Coatings Net seit Anfang des Jahres auch über die deutsch-niederländische Grenze transferiert. Für die Studierenden, die an Drittmittelprojekten mitwirken, bedeute das eine Ausbildung ganz am Puls der Praxis, so Prof. Dr. Thomas Brock. Dass der Anwendungsbezug nicht immer nur durch die Industrie vorgegeben wird, zeigen die Lichtobjekte der Designerin Heike Ulrich, die im Lacklabor mit farbigen Effektpigmenten experimentierte und dabei „glänzende" Resultate erzielte. CHE: Hochschulranking - Esslingen und Krefeld mit Bestnoten Phänomen Farbe 14.05.2004. Das neue Hochschulranking von CHE (Centrum für Hochschulentwicklung) und Stern zeigt, dass die Studierenden im Fachbereich Chemieingenieurwesen in Esslingen und Krefeld mit ihren Hochschulen sehr zufrieden sind. Dieses positive Ergebnis ist eine objektive Entscheidungshilfe für alle, die gerne ein Fach aus dem Bereich Chemieingenieurwesen studieren möchten und nach einer geeigneten Hochschule suchen. Die Studierenden in Krefeld und Esslingen bewerteten ihre Studienbedingungen im Fachbereich Chemieingenieurwesen so positiv, dass die Fachbereiche beider Hochschulen in der Spitzengruppe landeten. Außer Krefeld und Esslingen gelang dies nur den entsprechenden Fachbereichen von drei weiteren Fachhochschulen. Insgesamt wurden im Fachbereich Chemieingenieurwesen bundesweit 60 Fachhochschulen bewertet. Das Hochschulranking von CHE und Stern bietet eine differenzierte Betrachtung der Leistungen der deutschen Hochschulen. Insgesamt umfasst das Ranking 34 Fächer, die das Fächerspektrum von mehr als 75 Prozent aller Studienanfänger abdecken. Neben Fakten zu Studium, Lehre, Ausstattung und Forschung zeigt das Ranking die Urteile der Studierenden über die Studienbedingungen an ihrer Hochschule und die Reputation der Fachbereiche unter den Professoren der einzelnen Fächer. Die Daten werden nicht zu einer Gesamtpunktzahl für eine komplette Hochschule verrechnet, sondern zeichnen ein differenziertes Bild der Stärken und Schwächen der einzelnen Fachbereiche an Universitäten und Fachhochschulen. www.dashochschulranking.de/
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Studium in Krefeld - praxisorientiert und kurz Der Fachbereich Chemie der Hochschule Niederrhein in Krefeld ist seit Jahrzehnten der größte Chemie-Fachbereich an Fachhochschulen in Deutschland in Bezug auf Neuanfänger, Studenten und dem zu Folge auch Absolventen.Die Hochschule Niederrhein in Krefeld, in der Nähe von Düsseldorf und Mönchengladbach gelegen, bildet seit mehr als 80 Jahren Lackingenieure aus. Damit zählt Krefeld zu den Top-Adressen in Deutschland, wo der Nachwuchs für die Lack- und Lackrohstoffindustrie ausgebildet wird. Viele aktuelle Führungskräfte der Lack- und Farbenbranche haben ihr Studium in Krefeld absolviert. Während des Studiums in Krefeld lernen Sie alle Facetten der Beschichtungstechnologie kennen – Chemie, Technologie der Verarbeitung und Lackierprozesse, Prüfung von Farben und Lacken, Vorbereitung der Untergründe und Korrosionsschutz. Das Studium schließt mit dem akademischen Titel Diplom-Chemieingenieur (FH), Fachrichtung Lackingenieurwesen - oder kurz und knapp: Lackingenieur/in ab. Neben dem eigentlichen Studiengang hat Krefeld noch eine weitere interessante Wahlmöglichkeit zu bieten: Bei der „Kooperativen Ingenieurausbildung" kann in zehn Semestern ein gewerblicher (Lacklaborant) und ein Ingenieur-Abschluss erreicht werden, in Absprache und Zusammenarbeit mit einem ausbildenden Betrieb.Das sollten Sie mitbringen - Zulassungsvoraussetzungen Um das Studium in Krefeld beginnen zu können, müssen Sie eine der folgenden Zugangsvoraussetzungen erfüllen:
Praktika sind Pflicht In allen Fällen ist vor Beginn des Studiums ein 3-monatiges Grundpraktikum zu absolvieren. Wie und wo man am besten einen Praktikumsplatz bekommt, können Sie auf diesen Seiten erfahren. Bis zum 4. Semester ist zusätzlich ein ebenso langes Fachpraktikum zu leisten. Abi und Ausbildung Sehr gute Voraussetzungen bringen Sie natürlich auch mit, wenn Sie sich in der Ausbildung zum Lacklaboranten befinden oder diese bereits abgeschlossen haben. Wenn Sie noch über keine spezifische Berufspraxis verfügen, lernen Sie die Arbeit als Lackingenieur/in im Rahmen des Praxissemesters kennen. Sie können das Studium zum Lackingenieur jährlich zum Wintersemester beginnen. Das erwartet Sie in Krefeld Das Studium zum Lackingenieur in Krefeld dauert acht Semester. In dieser Zeit absolvieren Sie auch ein Praxissemester und schreiben Ihre Diplomarbeit. Folgende Fächer sind im Grund- und Hauptstudium angesagt: Grundstudium: (1. - 3. Semester) Das 1. – 3. Semester ist für alle Studierenden des Studienganges Chemieingenieurwesen gleich.
Download Studienpläne Studienpläne für das Grund- und Hauptstudium sowie Studien- und Prüfungsordnung können Sie hier downloaden. Hauptstudium: (4. – 8. Semester) Allgemeine Fächer des Chemieingenieurwesens:
Lackspezifische Fächer
Noch mehr Informationen Für weitere Informationen über das Studium zum Lackingenieur an der Hochschule Krefeld, wenden Sie sich bitte an folgende Ansprechpartner: Hochschule Niederrhein Studentensekretariat Reinarzstraße 49
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Krefeld: |
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Europäischen Aktivitäten (zusammen mit den beiden Lackkollegen in Krefeld): Einrichtung eines europäischen Studiums für Lackingenieure zusammen mit der Hogeschool in Enschede/NL (dreisprachig, mit Studium und Diplomarbeit im Ausland und zusätzlichem holländischem Diplom) 1999 Gründung des European Center for Coatings and Surface Technology (ECCS), einem Beratungs-, FuE- und Technologietransfer-Center, mit mehreren deutschen und holländischen Partnern. (www.eccs-online.org) 1998 Gründung des Fördervereins Lackingenieurwesen, um die finanziell desolate Lage (durch praktisch nicht vorhandene reguläre Hochschulförderung und finanzierung) abzumildern.
Adressen: Brock, Prof. Dr. Thomas, Groteklaes, Prof. Dr. Michael, Mischke, Prof. Dr. Peter,
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Prof. Dr.Michael Groteklaes ist Professor für Anorganische Chemie und Lackchemie an der Hochschule Niederrhein in Krefeld. Er studierte Chemie an der RWTH Aachen. Nach seiner Promotion arbeitete er mehrere Jahre in der chemischen Industrie in Deutschland und in Österreich in der Entwicklung und Anwendungstechnik für Polymercompounds und für Additive. Schwerpunkt seiner Arbeiten an der Hochschule Niederrhein sind die Dispergierung und Stabilisierung von Pigmenten in Wasserlacken sowie Pulverlacke.In der Lehre ist Prof. Dr. Groteklaes mit Vorlesungen über Pigmente und Füllstoffe, Korrosions- und Bautenschutz, Untergründe und ihre Vorbehandlung, Pulverlacke und zur Rezeptierung von Beschichtungsstoffen für die eher anorganische Seite des Lackes zuständig. Zusammen mit Prof. Dr. Brock und Prof. Dr. Mischke ist er Herausgeber des Lehrbuch der Lacktechnologie. Neben seiner Lehr- und Forschungstätigkeit an der Hochschule Niederrhein ist Prof. Dr. Groteklaes in der beruflichen Weiterbildung sowohl für technisches als auch für kaufmännisches Personal der Lackbranche engagiert. ![]() Prof. Dr. Peter Mischke, Jahrgang 1951, studierte über den zweiten Bildungsweg Chemie in Hamburg. Nach insgesamt sechs Jahren Industrietätigkeit auf den Gebieten chemische Metalloberflächenvorbehandlung und Lackharzchemie folgte er 1991 dem Ruf an die Hochschule Niederrhein. Lehrgebiete: Lackchemie, insbesondere Bindemittel, und Grundlagen der chemischen Verfahrenstechnik. Aktuelle F&E-Projekte: Harzdispergierung, Vernetzungsreaktionen (Pulverlack). |
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Krefeld hat für viele in der Lackindustrie den Nimbus einer, wenn nicht sogar d e r Keimzelle der Ausbildung für Lackingenieure. Dass es gelungen ist, diese Tradition als Image-Baustein in unsere Zeit herüber zu retten, wird allseits anerkannt. In der Tat hat sich ja nicht nur die Wirtschaft verändert, sondern auch die Ausbildung.
Schon Ende des 19. Jahrhunderts wurde in Krefeld mit der Schulung des lacktechnischen Nachwuchses in Lehrlaboratorien begonnen, die Kurse dauerten ca. 6 Wochen. Am 13. April 1923 konnte die Fachschule für die Lack- und Farbenindustrie zu Krefeld eröffnet werden. Sie wurde der Preußischen höhere Fachschule für Textilindustrie, Färberei- und Appreturschule, Krefeld (kurz: Färbereischule) angegliedert. Es war die Wiege der Lackchemie in Deutschland.
Am 1. August 1971 erfolgte die
Gründung der Hochschule Niederrhein. Die Textilingenieurschule Krefeld ging im
Fachbereich Chemie der FH Niederrhein auf. Die Abteilung Farben und Lacke befand sich von
da an als Studienschwerpunkt Lacke und Anstrichtechnik im Studiengang
Chemieingenieurwesen. Später, am 1.September 1998 wurde der Studienschwerpunkt
Lack- und Anstrichtechnik in die Studienrichtung
Lackingenieurwesen umgewandelt. Im November 1999 konnten neue Laboratorien
bezogen werden. Sehenswert die neugestaltete web site: www.fh-niederrhein.de/fb01
Phänomen Farbe sprach mit Prof. Dr. Thomas Brock, Lacktechnologie, Hochschule Niederrhein, University of Applied Sciences, Fachbereich Chemie, über die Ausbildung von Lackingenieuren in Krefeld und die besonderen Aktivitäten am Niederrhein.
Phänomen Farbe: Man hat manchmal den Eindruck, Forschung und Lehre auf unserem Fachgebiet seien vor allem auf die Praxis fixiert. Ist das so? Und ist das richtig?
Prof. Dr. Thomas Brock: Richtig ist das sicherlich für Fachhochschulen. Diese sollen keine Instrumente der Grundlagenforschung sein. Studenten und damit auch die Ausstattung streben hier beide mehr Richtung Anwendungstechnik bzw. Entwicklungstätigkeit.. Für Forschung im engeren Sinn gibt es z.B. physikalische Chemie, Polymerkunde-Lehrstühle an Universitäten und weitere Fächer.
Phänomen Farbe: Vor allem der Trend hin zur anwendungsbezogenen Ausrichtung der Ausbildung scheint anzuhalten. Die Lacktechnik (-chemie) hatte (hat?) hier einen großen Nachholbedarf und konnte bisher nur mühsam der Anlagentechnik folgen. Überhaupt schienen im vergangenen Jahrzehnt die Anlagenbauer die treibende Kraft für neue Lacksysteme zu sein. Bleibt also die Anwendungstechnik für die Ausbildung auch in Zukunft so bedeutend wie jetzt noch? Und wo geht nun der Blick in die Zukunft hin?
Prof. Dr. Thomas Brock: Die treibende Kraft für neue Lacksysteme waren m.E. NICHT die Anlagenbauer, sondern stets der Markt, verknüpft mit Gesetzgebung bzw. den öffentlichen Trends, die Lackhersteller sowie in manchen Fällen, bes. in der Automobilindustrie, auch der einzelne starke Kunde mit speziellen Anforderungen. Beispiele heute: a) Erhöhung der Kratzfestigkeit: Forderung der Endverbraucher und als Folge davon der Autohersteller. b) Pulverlacke am Auto: Hintergrund Gesetzgebung/Trends; Auslöser: Einzelne Personen der Autoindustrie. Über Motive und Zwänge könnte man noch ein separates Buch schreiben. Die Anlagenhersteller waren an sich kaum jemals Auslöser einer Lackentwicklung. Sie wurden und werden natürlich stets möglichst frühzeitig mit ins Boot genommen, um Teillösungen beizutragen.
Phänomen Farbe: Betrachtet man die großen Entwicklungsschritte in der Lacktechnik (PUR, Pulver, Strahlenhärtung, Floppende Pigmente, Nanotechnik etc.), so waren es wohl immer Kreative aus anderen Disziplinen, kaum aber Lackfachleute, die das bewirkt haben. Welches Rüstzeug brauchen eigentlich die Lackspezialisten von morgen? Und wie sehen Sie dabei die künftige Rolle der Krefelder Ausbildung?
Prof. Dr. Thomas Brock: Die genannten Entwicklungsschritte wurden natürlich weniger in der Lack-FuE gemacht, sondern meistens in der Lackrohstoffindustrie. Aber sie wären undenkbar ohne gleichzeitige Anwesenheit von viel Lackkompetenz. Oft gehen ja Lackfachleute (Ingenieure ebenso wie Chemiker) aus der Lackindustrie in die Lackrohstoffindustrie, spezialisieren sich dort weiter und sind dann mit ihrem Lackwissen im Hinterkopf in der Lage, Pigmente und Bindemittel weiter zu entwickeln. Dafür gibt es unzählige Beispiele. Rohstoffhersteller haben meist einen chronischen Mangel an Lack-know how und versuchen, ihn durch Einkauf von lackerfahrenen Kräften aus der Lackindustrie zu beseitigen. Ist ja so auch sinnvoll. Und hier liegt auch in Zukunft die Chance und Bedeutung der Lackingenieure (und der anderen Lackfachleute): Sowohl bei der FuE der Lackhersteller der Kern der Labormannschaft zu sein als auch in der Lackrohstoffherstellung. Nicht ohne Grund sind Lackingenieure dort genauso begehrt.
Phänomen Farbe: Wenn wir die Zahl der organisierten Fachleute in Deutschland auf derzeit etwa 1.200 schätzen, die Zahl der studierenden Lackingenieure aber vielleicht nur bei 40 Personen (Jahrgang?) liegt, scheint uns das bedrohlich, was meinen Sie dazu? Und: Woran liegt das? Bzw.: Was müsste getan werden, um das zu ändern?
Prof. Dr. Thomas Brock: Natürlich sind 40 Absolventen/Jahr viel zu wenige. Zumal es z.Zt. sogar noch weniger sind. Über die Gründe und Maßnahmen haben wir in zahlreichen Gremien schon diskutiert Die Gründe liegen- in verbreiteter Technikfeindlichkeit von Teilen der Schulen bzw. einzelner Lehrer (zuwenig Studenten allgemein in Fächern wie Chemie, Maschinenbau etc..)- in schlechtem oder teilw. sogar sogar "bösen" Image der Naturwissenschaften in der Öffentlichkeit- in der Tatsache, dass gerade die Chemie als mathematisch und theoretisch besonders anspruchsvoll gilt. Wir haben, zusammen mit Verbänden, Arbeitsämtern, der Unternehmerschaft Chemie und einer Reihe von Schulen schon zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen durchgeführt. Mit allerdings stets recht spärlicher Ausbeute..Hier machen wir natürlich weiter.
Phänomen Farbe: Die Attraktivität der Ausbildung hängt gewiss auch von der Attraktivität der Ausbildungsstätten ab. Sie arbeiten ja erfolgreich mit dem Förderkreis der "Vereinigung zur Förderung des Lackingenieurwesens an der Hochschule Niederrhein Krefeld" zusammen.
Prof. Dr. Thomas Brock: Was inzwischen immer wichtiger ist und zum Handeln veranlasst, ist: Die Kluft zwischen Ausstattung und Lernumfeld für die Studierenden auf der einen und industriegerechten Arbeitsnotwendigkeiten auf der anderen Seite wird dank kontinuierlich sinkender Hochschulbudgets größer und größer,- und das in einer Situation des zunehmenden Mangels an Lackingenieuren als Nachwuchskräften in der Lackindustrie und in vielen damit verknüpften Bereichen. Die Ausbildung an unserer Hochschule ist kein Selbstzweck, sondern Dienstleistung für die abnehmende Industrie. Um also das Niveau der Lackingenieurausbildung zu sichern bzw. zu verbessern - durch Anhebung der lacktechnischen, allgemein apparativen und personellen Ausstattung im neu bezogenen Laborgebäude - und um gleichzeitig unser Serviceangebot an interessierte Unternehmen zu modernisieren (Diplomarbeiten, F&E-Projekte etc.; der Verbund mit der eigentlichen Ausbildung soll dabei noch enger werden), wurde im Dezember 1998 für die Studienrichtung Lackingenieurwesen dieser Förderverein gegründet.
Phänomen Farbe: Was bietet dieser Förderverein?
Prof. Dr. Thomas Brock: Er ermöglicht Mitteilungen aus Krefeld zu Aktivitäten und Veränderungen, über Diplomarbeiten und Projekte (soweit im Rahmen der Vertraulichkeit zulässig). Er vermittelt bei Bedarf bevorzugt Absolventen / Diplomanden / Praxissemester-Studenten. Die fördernden Mitglieder sind dazu am schwarzen Brett der Schule präsent, von den Mitglieder vorgeschlagene theoretische und praktische Wissensinhalte werden bei der Ausbildung der Studenten, soweit in den Ausbildungsrahmen passend, berücksichtigt. Die Mitglieder tauschen sich untereinander mittels Workshops, Kolloquien etc. fachlich aktuell aus und helfen die Kontakte zwischen und zu den ehemaligen Krefeldern aufrecht zu erhalten.
Phänomen Farbe: Ein großer Schritt für Krefeld war die Einrichtung neuer Labore im vergangenen Jahr.
Prof. Dr. Thomas Brock: Im Zuge der Sanierung des Fachbereiches Chemie der Hochschule Niederrhein wurden auch für den Lackbereich neue Laboratorien eingerichtet. Sie befinden sich in den Räumen der ehemaligen Textilfärberei der früheren Textilingenieurschule in der Adlerstrasse. Die alten Shedhallen wurden entkernt und innen vollständig neu ausgebaut. Die neuen Laboratorien wurden im Mai 2000 im Rahmen einer großen Feier, an der zahlreiche Vertreter der Industrie und der Verbände sowie natürlich viele ehemalige und jetzige Lackstudenten teilnahmen, eingeweiht. Der Lackbereich verfügt jetzt über modern eingerichtete Laboratorien und einen eigenen Klimaraum. Im Rahmen des Umzuges wurden auch viele ältere Geräte ersetzt, so dass die Laboratorien heute zeitgerecht ausgestattet sind. Das Land NRW stellte dazu 500.000 DM bereit; weitere Mittel verdanken wir ECCS
Phänomen Farbe: Seit beinahe zwei Jahren bieten Sie das Europäische Studium Lackingenieurwesen an.
Prof. Dr. Thomas Brock: Seit 1999 bietet die Fachhochschule Niederrhein zusammen mit der Saxion Hogeschool Enschede ein Europäisches Studium Lackingenieurwesen - Materiaalbescherming an. (Die neue niederländische Bezeichnung lautet Coating Technology.) In diesem Studium werden die Kernkompetenzen der beiden Hochschulen, Lackrohstoffe, -rezeptierung, -herstellung, -applikation und -prüfung in Krefeld sowie Untergründe und ihre Vorbehandlung, Bautenschutz und Materialmanagement in Enschede, in einem gesamtheitlichen Studium gebündelt und vereint. Die Studenten können das Studium an der Hogeschool Enschede oder der Hochschule Niederrhein beginnen. Inhaltlich entspricht es den beiden ersten Studienjahren entsprechenden des nationalen Studienganges an der jeweiligen Hochschule. Vor Beginn des Hauptstudiums müssen die Studenten eine Sprachprüfung in der Sprache der Partnerhochschule, deutsche Studenten in Niederländisch und niederländische Studenten in Deutsch, und in Englisch bestehen. Besonders interessant: Die Absolventen bekommen je ein deutsches und niederländisches Diplom.
Phänomen Farbe: In diesem Zusammenhang sollte man das Projekt ECCS erklären.
Prof. Dr. Thomas Brock: Hinter
der Projektabkürzung ECCS verbirgt sich das "European Center for Coatings and
Surface Technology". Es handelt sich um eine Kooperation der Hochschule Niederrhein
(Krefeld), der Saxion Hogeschool Enschede (NL) (FH Enschede), der Hochschule Osnabrück,
der Stichting Innovatie Projecten Noord en Midden Limburg, der Deutschen
Forschungsgesellschaft für Oberflächenbehandlung e.V. (DFO), der Europäischen
Gesellschaft für Lackiertechnik e.V. (EGL), der Vereniging voor Oppervlaktetechnieken van
Materialien (VOM) (Vereinigung für Materialoberflächentechniken) und des
niederländischen Lackverbandes, der Vereniging van Verf- en Drukinktfabrikanten (VVVF).
Zielsetzung des ECCS ist die Veranlassung und Bearbeitung von Forschung und Entwicklung,
die Optimierung von Prozessen und Anlagen, die Internationale Erarbeitung und der Transfer
von Know How, die fachliche Aus- und Weiterbildung und die internationale Kooperation der
beteiligten Branchen. Dazu gehören Lackierereien, Lack- und Rohstoffhersteller,
Vorbehandlungsfachfirmen, Anlagen- und Gerätehersteller und Studierende mit dem
Schwerpunkt Lacke/Lackiertechnik. Gefördert wird ECCS als Interreg-II-Projekt von der
Europäischen Union.
Phänomen Farbe: Ihre Zusammenarbeit mit Enschede im ECCS-Projekt lässt uns fragen, wie es mit der Zusammenarbeit mit anderen Schulen in Sachen Ausbildung in Deutschland selbst steht. Gibt es einen Konsens über die Ausbildungsziele und den Weg zu deren Erreichung. Oder haben sich hier Schwerpunkte herausgebildet, die für den Studierenden (Studienanfänger) als Kriterien zur Wahl s e i n e r Schule dienen können? Wie definieren Sie dann das Krefelder Profil? Und wie wollen Sie es weiter entwickeln?
Prof. Dr. Thomas Brock: Wir
arbeiten zusammen mit einer Reihe von Fachhochschulen und Universitäten und zusätzlich
seit einiger Zeit, zus. mit DFO/EGL mit der Berufschule in Münster, wo Pilotaktivitäten
zum neuen Berufsbild und zur neu konzipierten Ausbildung des "Verfahrensmechanikers
für Beschichtungstechnik".Die Schwerpunkte und Kennzeichen der 3 Ausbildungsstätten
Paderborn, Esslingen und Krefeld unterscheiden sich an sich nicht gravierend. Hinsichtlich
Gewichtung von z.B. Chemie/Design/Applikations-technik/Instandhaltung/
Korrosionsschutz etc. gibt es leichte Unterschiede. In Krefeld liegt sicherlich etwas mehr
Gewicht auf der Chemie der Lacke und der Rohstoffe. Das liegt auch etwas an unserer Lage
an der Rhein/Ruhr-Chemie. Wir merken immer wieder, dass diese Kenntnisse auch erwartet
werden. Insofern entwickeln wir diese Stärke auch noch weiter, z.B. durch frühzeitige
Einbindung der Studenten in Kooperationsprojekte mit der einschlägigen Industrie.
Phänomen Farbe: Wie ist die Zusammenarbeit mit Berufs- und Branchenverbänden wie z.B. VdL Verband der deutschen Lackindustrie, CEPE (Euro-Lackverband) und anderen internationalen Verbänden (Amerika etc) organisiert? Gibt es Verbindungen nach Osteuropa, Fernost etc.? Welche Auswirkungen hat das auf Ihre Arbeit und künftige Planung?
Prof. Dr. Thomas Brock: In Europa bestehen gute Kontakte zum VdL, zum VILF, zur Fachgruppe APi der GDCh und zur FATIPEC (jeweils regelmäßige Beiträge, Referate und Mitarbeit in Gremien). Nach Nordamerika oder Osteuropa eher gelegentliche Kontakte, z.B. wenn es um Duchführung einer Diplomarbeit im Ausland geht. Die Hauptzielrichtung ist einfach die Industrielandschaft in Deutschland. Wir können ja nicht Absolventen, die nicht da sind, auch noch woanders anbieten. Wissenschaftliche Kontakte zwecks FuE werden natürlich europaweit gepflegt. Ständige Kontakte brächten wenig Synergie durch den hohen Aufwand. In bestimmten Projekten finden allerdings gezielte Kooperationen statt, z.B. mit Barcelona, Turin u.a.m.
Phänomen Farbe: Bei all dem ist ja zu bedenken, dass im Zuge der Globalisierung von Herstellern, Anwendern und Zulieferern nicht nur überall vergleichbare Qualität der Produkte und Verfahren erwartet wird, sondern auch ein weitgehend vergleichbarer Standard für die Fachleute. Sehen Sie das auch so?
Prof. Dr. Thomas Brock: Der vergleichbare Standard für Fachleute ist leider, wie bei vielen Spezialausbildungen, ein Wunschtraum. In Amerika existiert ja nicht einmal eine Lackiererausbildung. Meines Wissens gibt es weltweit nicht ein dem Lackingenieurstudium vergleichbares Ausbildungsangebot. Die Bezeichnung stößt immer wieder auf Verwunderung, wenn es z.B. darum geht, einen Diplomarbeitsplatz zu organisieren. Auch in England, erst recht in Nordamerika.
Phänomen Farbe: Abschließend könnten Sie uns noch einen Einblick in Ihre persönliche Philosophie geben.
Prof. Dr. Thomas Brock: Mir geht es so wie offensichtlich den meisten Lackkollegen: Nach dem Studium ist man (meist per Zufall) irgendwie in den Lack "gerutscht", genauer gesagt: ins kalte Wasser geworfen worden. Man hat ja als gemeiner Chemiker nicht "Lack gelernt". Je länger man dann dabei ist, desto faszinierender sind Chemie und Technologie rund um den Lack, und man ist immer wieder erstaunt, obwohl man es wissen sollte, wie wenig sich Außenstehende etwas unter dieser Materie vorstellen können. Da liegt sicher eine tolle zusätzliche Zukunftsaufgabe: Lackfremden zumindest Teilaspekte interessant vorzustellen.Ich versuche das hin und wieder durch Verknüpfung von Alchemie und Lack bzw. Farbe in kleinen Schauveranstaltungen, vor Schülern ebenso wie vor Unternehmern.Wenn dann auch nur bei Einem etwas Begeisterung übergesprungen ist, hat sich´s schon gelohnt..
Phänomen Farbe: Vielen Dank und alles Gute für Krefeld Herr Professor Brock!
Europäisches Kompetenzzentrum für Lack- und Oberflächentechnik ECCS (European Center for Coatings and Surface Technology) wurde am 15.10.01 in Stiftung überführt
Phänomen Farbe 24.10.2001. Die Hochschule Niederrhein, die Fachhochschulen Münster und Osnabrück, die niederländische Saxion Hogeschool in Enschede und Syntens/Venlo haben ihre Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Lack- und Oberflächentechnik jetzt auf eine noch solidere Basis gestellt. Zur Sicherstellung der Nachhaltigkeit der ECCS-Aktiviäten und des Fortbestandes von ECCS über Interreg-Förderungen hinaus sind damit Schritte zu einer eigenständigen und dauerhaften Einrichtung eingeleitet.
In der Euregio-Geschäftsstelle im deutsch-niederländischen Grenzort Glanerbrug errichteten Vertreter der Hochschulen jetzt eine Stiftung für den weiteren Aufbau und Betrieb eines binationalen, europäisch orientierten Netzwerkes. Es soll die verschiedenartigen Ressourcen und Spezialitäten bei Ausbildung, angewandter Forschung, Prüfung, Zertifizierung und Beratung bündeln.
Seit zwei Jahren arbeiten die Hochschulen bereits mit Förderung aus Brüssel (Interreg-II-Programm) in einem europäischen Kompetenzzentrum eng zusammen. "Durch die Stiftung sichern wir diese Kooperation finanziell ab. Durch einen Vorstand, einen Aufsichtsrat, einen wissenschaftlichen Beirat und einen Beirat für Ausbildung und Lehre sind nun auch die organisatorischen Voraussetzungen geschaffen für einen effektiven Know-how-Transfer in die Wirtschaft", so Prorektor Prof. Dr. Wolfgang Sieber, der für die Hochschule Niederrhein die Stiftungssatzung unterzeichnete. Weitere niederländische und deutsche Fachverbände wollen sich in Kürze dem Verbund anschließen.
Die bisher durchgeführten Forschungsvorhaben und Beratungen für die regionale Wirtschaft verfolgten nach Angaben von Prof. Dr. Thomas Brock (Hochschule Niederrhein) hauptsächlich das Ziel, umweltfreundlichere Materialien und Verfahren einzusetzen und Kosten zu reduzieren. Das führte zu Qualitätssteigerungen, einer störungsfreieren Herstellung und Verarbeitung von Beschichtungsmaterialien, Verringerung von Fehlerquoten und Ausschuß, weniger Lieferproblemen, weniger Ressourcen- und Materialvergeudung sowie weniger Emissionen und Umweltbeeinträchtigungen. Bestehende Arbeitsplätze konnten gesichert und neue geschaffen werden.
Das deutsch-niederländische Grenzgebiet zusammen mit dem Rhein/Ruhr-Gebiet ist eines der Zentren der europäischen Lack- und Oberflächentechnologie.
Informationen und Kontakt über: www.eccs-online.org
. Der nächste ECCS-Messeauftritt mit eigenem Stand wird auf der Nürnberger Powder Coatings Europe", PCE, sein, vom 15. bis 17. Januar 2002.HN Krefeld: Lackingenieurwesen verstärkt
Phänomen Farbe 15.5.2002. Paolo
Nanetti, Jahrgang 46, verstärkt seit 1.4.2002 das „Lackingenieurwesen"
im Fachbereich Chemie an der Hochschule Niederrhein in Krefeld. Viel
Erfahrung konnte P. Nanetti n der Lackentwicklung und –prüfung sowie in der
Rohstoffkunde bis hin zu langjähriger didaktischer Praxis in der
Lacklaborantenausbildung ansammeln: Bei Spies Hecker, dann Herberts und
schließlich DuPont Performance Coatings in Köln. Damit sind beste
Voraussetzungen gegeben für seine neue Tätigkeit. In Fachkreisen hat sich
Paolo Nanetti bereits durch zwei Bücher und durch seine Referententätigkeit
einen Namen gemacht. H. Nanetti wird schwerpunktmäßig in der Ausbildung der
Lackingenieure und in der Bearbeitung von F&E-Projekten tätig sein. Im
Hochschul-Verbund des European Center for Coatings and Surface Technology (ECCS)
arbeiten somit jetzt allein in Krefeld derzeit 10 Mitarbeiter an
Drittmittelprojekten. Attraktivität und Finanzierungsbasis der
Studienrichtung Lackingenieurwesen versprechen (wieder) gute
Zukunftsaussichten.
Beispiele gelungener Öffentlichkeitsarbeit - Ausrisse aus der "Rheinischen Post"

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colour-europe.de – 15.06.2008 – (HN) Die Technische Universität Amirkabir hatte organisiert und eingeladen: Zum Workshop on Automotive Coatings kamen am 13. und 14. Mai 2008 etwa 130 Fachleute aus der persischen Automobil-, Lack- und Rohstoffindustrie sowie Hochschullehrer und Studenten zusammen. Was eigentlich als kleinerer Workshop geplant war, geriet aufgrund des starken Interesses zur großvolumigen Seminarveranstaltung. |
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Die Referenten (und Adressaten zahlloser Diskussionsfragen) waren Dr. Werner Olberding (IGOS Institut für Galvano- und Oberflächentechnik, Solingen) und Prof. Dr. Thomas Brock (Hochschule Niederrhein, Krefeld). Die Themenpalette reichte von aktuellen Themen der Oberflächen-Vorbehandlung bis zu Lackfehlern, Trends bei der Autolackierung, Nanotechnologie und Material- und Energieeinsparung. Der Workshop im „AudiMax" |
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Keimzelle der schon lange währenden Zusammenarbeit zwischen
Krefeld und Teheran sind seit über 25 Jahren einige Krefelder Absolventen, die
nach dem Lackstudium nach Teheran zurückgekehrt waren. Mit ihrem Engagement und
unterstützt durch Herausgabe zahlreicher persischer Lackchemie-Fachbücher gelang
an der Faculty of Polymer Engineering (gegr. 1982) der Amirkabir TU (soeben 50
Jahre alt) der Aufbau eines in der Gulf-Region weithin bekannten Polymer- und
Lackstudiums. Das Institut für Polymer Engineering der TU Amirkabir |
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M. Kassiriha, heute Dozent an der TU, initiierte nun auch den Workshop. Seit 1982 wurden mehr als 400 BSc, 100 MSc and 20 PhD in Colour and Surface Coating Eng. graduiert,- mit hervorragenden Arbeitsmöglichkeiten. Die Automobilindustrie gilt als Vorzeigeindustrie im Iran. Über 800.000 Autos werden jährlich produziert, vor allem von IRAN Khodro und SAIPA. Von den 300 iranischen Lackherstellern zählen 15 zu den OEM-Zulieferanten. Seit einiger Zeit existiert eine enge Zusammenarbeit zwischen der TU und der Automobilindustrie. Ein weiterer Ausbau der guten Beziehungen zwischen den Hochschulen in Krefeld und Teheran und ebenso zwischen persischen und deutschen Industriepartnern wurde von vielen Seiten ausdrücklich gewünscht und ist auch geplant. Thomas Brock
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HN: Eindrücke von einer Lackmesse mit Kongress in Teheran Phänomen Farbe 22.3.2003.
Es waren einmal drei iranische Studenten - so begann die Geschichte vor ca. 25
Jahren mit dem Studium in Deutschland für S.M. Kassiriha und H. Zabihi
(beide wurden Lackingenieure in Krefeld) und H. Raghami (Polymerchemiker
in Saarbrücken). Nach erfolgreichen Examina kehrten sie in ihre Heimat Teheran
zurück und bauten dort Erstaunliches auf:H. Rhagami machte sich selbständig, H.
Zabihi übernahm Industrievertretungen für deutsche Firmen auf dem
Coatings-Sektor, und beide halfen „von außen" mit, während S.M. Kassiriha zur
Amirkabir University of Technology ging und dort fast aus dem Nichts ein Studium
für Polymers and Colors etablierte (Polymer & Paint Dept.).Paints and Polymers
an der Amirkabir University of Technology: Jährlich absolvieren nun ca. 30
Bacchelors, Masters und z.T. Ph.D.´s ihr Studium an dem renommierten Institut
und werden bereitwillig von der (durch zeitweise Isolation recht autark
gewachsenen) iranischen Rohstoff- und Lackindustrie aufgenommen. Aufgrund des
Studiums in Deutschland wurden übrigens viele Kenntnisse unserer (Mess-)Geräte-
und Rohstoffe von hier mitgenommen. Nebenbei gründeten die drei das Amirkabir
Paint Research Institute – METRA - , in dem F&E, Labordienstleistung, Beratung,
Zertifizierung und Weiterbildung geboten wird, von Rohstoffen und
Untergrund-Vorbehandlung über Lacke und Farben bis hin zu Overspray-Recycling
von Pulverlacken. Eine Fachzeitschrift darf nicht fehlen: Das Journal of
Science & Technology of Polymers, Coatings, Adhesives and Resins (Ed.Dir.:
S.M. Kassiriha). Außerdem schrieb das Trio noch einige Bücher, in denen
nun erstmals Lackchemie und –coloristik auf persisch vorliegt.Gewachsen trotz
bzw. durch Isolation: Inzwischen ist im Iran das Wirtschaftsleben sehr
liberalisiert worden, und es findet ein zunehmender Austausch v.a. mit dem
regionalen Ausland statt. Natürlich ist das Technologieniveau, v.a. bei den
Rohstoffen, oft nicht westeuropäischer Standard. Man hat aber in der Zeit nach
der Revolution viel Eigenständiges aufgebaut bis hin zu Autoserien- und
Autoreparaturlacken für den allgegenwärtigen iranischen „Volkswagen" IranKHODRO
(mit einem der letzten Reservate für die ATL) oder für die zahlreichen
Lizenzfabrikate. Pulverlacke sind bereits recht verbreitet; ansonsten stecken
Umwelt- und Arbeitsschutz noch in den Anfängen.Rekordzahlen bei der
Coatings-Messe: Einen guten Querschnitt durch die Rohstoff- und Lackindustrie
bot die im Februar stattgefundene 2nd Int´l Paint, Resin, Coatings & Chemical
Industrial Fair. In Zahlen:52 Lackrohstoffhersteller bzw. Handelsfirmen59
Produzenten von Lacken und Farben2 Forschungsinstitut und Lackverband7
Aussteller zu Anwendung und Applikation16 Hersteller von Prüf- und
Produktionsgerätetechnik und21 sonstige Aussteller,Auf 157 Ständen stellten auf
ca. 3000 m2 in 3 Stockwerken aus und waren von fast 10.000 Besuchern
(Veranstalter-Angabe) stark umlagert. Sponsoren waren die Amirkabir University
und die Iran Petrochemical Commercial Company.Professionell: Die Konferenz: Von
dieser Messe eingerahmt, fand im Februar 2003 im benachbarten Komplex die 2nd
Int. Conference for Paints, Coatings and related Chemicals – P.C.C. 2003 –
statt. Von ca. 300 Fachleuten gut besucht, wurden 15 Vorträge mit durchweg hohem
Niveau geboten, von physikalisch-chemischen Grundlagen bis hin zu Perspektiven
für neue Lackiersysteme. Werbe- bzw. Produktvorträge waren konsequent vermieden
worden.Sieben Vorträge kamen von Studenten bzw. Mitarbeitern der Amirkabir
University
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