Staatlich geprüfter Techniker für Farb-
und Lacktechnik
in Stuttgart
Ausbildung als Lack- oder Chemielaborant, Chemikant,
Chemiefacharbeiter, Maler und Lackierer, Fahrzeuglackierer. Abschluss: Staatlich
geprüfter Techniker für Farb- und Lacktechnik und Fachhochschulreife. Eignung
für Führungspositionen in der Lack- und Lackrohstoffindustrie, im
Entwicklungslabor, in der Produktion, in der Anwendungstechnik, im Vertrieb,
Abteilungsleiter im Handwerk oder Tätigkeit als technischer Berater.
Studium an einer Fachhochschule
Entwicklung
der Schule seit 1963
Der erste Jahrgang beginnt im April 1963 an der
Technikerschule für Farben, Lacke, Anstrichstoffe in Stuttgart. Lehrer und
Mitstreiter war u.a. in dieser ersten Stunde kein geringerer als der legendäre
Dr. Hans Kittel (Lehrbuch der Lacke und Beschichtungen). Die
Schüleraufnahme erfolgte halbjährlich. Dauer der Ausbildung war 3 Semester und
endete mit einer staatlichen Abschlussprüfung.
- 1970
Ab Herbst führt die Schule den Namen Technikerschule für
Farbe-Lack-Kunststoff Stuttgart
- 1973
Ein Teil der Lehrer unterrichten sowohl an der Technikerschule
für Farbe-Lack-Kunststoff Stuttgart (Lacktechniker) als auch an dem aus dieser
Schule neu hervorgehenden Studiengang Farbe (Chemie) an der Fachhochschule in
Stuttgart (Lackingenieur)-jetzt FHTE Esslingen.
- 1983
Umbenennung der Schule in Fachschule für Technik, Fachrichtung
Farb- und Lacktechnik, Schwerpunkt Lack- und Kunststofftechnik aufgrund der am
01.08.1983 in Kraft getretenen Verordnung des Kultusministeriums über die
Ausbildung und Prüfung an den zweijährigen Fachschulen für Technik.
- 1995
Auf die Schwerpunktbezeichnung wird nach Vorgaben des
Kultusministeriums verzichtet. Offizielle Bezeichnung der Schule: Fachschule
für Farb- und Lacktechnik Stuttgart.
- 1999
Eine Überarbeitung der Lehrpläne führt zum gleichzeitigen Erwerb
der Fachhochschulreife
Ein neu erarbeiteter Lehrplan sowie eine neue Stundentafel mit
innovativen Inhalten wird umgesetzt. Die Zwischenprüfung entfällt. Es besteht
die Möglichkeit zum Erwerb der Ausbildereignungsprüfung vor der IHK. Mit
der Verabschiedung von Abteilungsleiter Dr. Hägele wurde der
Generationswechsel vollzogen. Alban Wekenmann wird Leiter der Fachschule
für Lacktechnik.
Fortbildung zum Lacktechniker öffnet
Wege in die Farben- und Lackindustrie
Das überarbeitete Konzept der Fachschule orientiert sich ganz
nah an den veränderten Ansprüchen der Industrie und bietet dadurch den
Absolventen optimale Voraussetzungen für eine Karriere in der Farben- und
Lackindustrie. Derzeit kommen auf einen Absolventen ca. drei freie Stellen auf
dem Arbeitsmarkt. Ein Überblick zeigt, daß keine andere Fachschule aus dem
Bereich Lacktechnik in der Vielfalt und Vollständigkeit der Lehrinhalte
vergleichbar mit der "Stuttgarter Lacktechnikerschule" ist.
Lehrinhalte:
- Im ersten Jahr der zweijährigen Ausbildung liegt der Schwerpunkt im
Erarbeiten von Grundlagen in den Fächern Chemie, Physik, Mathematik,
Analytik und Computeranwendung.
- Der Bereich Bauten- und Korrosionsschutztechnik wird sowohl
theoretisch als auch im praktischen Unterricht gelehrt.
- Im zweiten Jahr erarbeiten die Schüler Problemlösungen in den Bereichen
Lacktechnologie und Lackherstellung in Theorie und Praxis. Bei der
Lackentwicklung werden eigene Formulierungen erstellt, produziert, geprüft und
optimiert.
- Die Eigenschaften von Lackrohstoffen, Beschichtungssystemen und
Beschichtungen werden in den Fächern Physikalische Chemie (Theorie)
sowie im physikalisch- chemischen Praktikum erarbeitet.
- Industrielle Applikationsverfahren, Aufbau und Besonderheiten von Anlagen
und die daraus resultierenden umweltrelevanten Faktoren werden im Fach
Verfahrens- und Umwelttechnik theoretisch behandelt. Durch Exkursionen zur
lackverarbeitenden Industrie wird ein direkter Praxisbezug geschaffen.
- Der gesamte betriebswirtschaftliche Teil der Ausbildung wurde
aufgrund der Forderung nach ganzheitlicher Ausbildung entsprechend vergrößert.
In den Bereichen Marketing, Produktmanagement und Betriebswirtschaftslehre
werden die Grundlagen für betriebswirtschaftliches und marktorientiertes
Denken der Absolventen geschult.
- Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit werden derzeit als
Voraussetzungen für ein erfolgreiches, zielorientiertes Arbeiten in der
Industrie angesehen. Im Fach Betriebliche Kommunikation werden
Konfliktsituationen angesprochen und Lösungsmöglichkeiten erarbeitet und
diskutiert.
- In einer Zusatzprüfung vor der IHK kann die Ausbildereignungsprüfung
abgelegt werden.
- Die zunehmende Globalisierung fordert heute von den Absolventen das
Beherrschen von Fremdsprachen. Dabei wird im Fach Englisch darauf Wert
gelegt, daß sowohl Umgangssprache, als auch fachspezifisches Englisch gelehrt
wird.
- Die Abschlußarbeit (Technikerarbeit) behandelt ein aktuelles Thema
aus dem Bereich der Lacktechnologie. Dabei wird versucht, eng mit der
Lackindustrie zusammen zu arbeiten. An der Lacktechnikerschule wird die
gesamte Abschlußarbeit in Teams geplant, erarbeitet und einem Fachpublikum
präsentiert. Die besten Arbeiten werden werden von der Firma BYK-Chemie
prämiert.
- Ein Vortrags- und Exkursionsprogramm unter dem Namen "Lacktreff
Technikerschule Stuttgart" komplettiert die Lehrinhalte. Im 2.
Ausbildungsjahr wird dabei an einem bestimmten Wochentag ein Vortrag von
Fachreferenten aus dem Bereich der Lacktechnik gehalten, oder es wird eine
Exkursion zu Lackfabriken, Rohstoffherstellern oder Applikationsbetrieben
durchgeführt. Dadurch wird der Kontakt zur Farben- und Lackindustrie vertieft.
Berufsaussichten
Die Absolventen der Fachschule sind im gesamten Bereich der
Lackindustrie tätig.
- Als Anwendungstechniker lösen sie Probleme sowohl in der
industriellen Lackierung (Möbel, Automobil, Kfz-Handwerk,
Industrielackierbetriebe etc.) als auch im gesamten Bereich des Bauten- und
Korrosionsschutzes.
- In der Forschung und Entwicklung sind sie in den Farben- und
Lackfabriken sowie bei Rohstoffherstellern mitverantwortlich für die
Entwicklung neuer Produkte und die Weiterentwicklung von bestehenden Farben,
Lacken und Rohstoffen. Umweltschutzgesetze und ein verändertes
Umweltbewußtsein der Kunden verlangen hierbei innovative Ideen junger,
kreativer Fachleute. In den nächsten Jahren müssen umweltverträgliche
Beschichtungssysteme weiter verbessert bzw. neu konzipiert werden.
- Neue Verfahren in der Prüftechnik werden angewendet, um die
Eigenschaften der Beschichtungsstoffe zu ermitteln und für gleichbleibende
Qualität bei der Herstellung der Materialien zu sorgen. Hierbei sind die
Absolventen der Fachschule im Bereich Qualitätsmanagement tätig.
- In der lackverarbeitenden Industrie sind Lacktechniker verantwortlich für
die Auswahl der Beschichtungssysteme und die Betreuung von
Lackieranlagen. Speziell in der Automobilindustrie gibt es attraktive
Positionen in den prozesstechnischen Abteilungen.
Durch ihr Fachwissen sowohl im betriebswirtschaftlichen als auch
im technischen Bereich sind Lacktechniker im Außendienst und in der
technischen Beratung Ansprechpersonen, wenn es darum geht, den richtigen
Beschichtungsstoff für ein Beschichtungsproblem anzubieten.
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Lacktreffs |
19. März 2012 |
Statistische
Versuchsplanung
19. März 2012, 13.00 Uhr.
Dr. Albert Rössler, Leiter Forschung und Entwicklung, Lackfabrik Adler GmbH
& Co KG, A-6130 Schwaz
Der Vortrag will Studierenden, Entwicklern und in der Praxis stehenden
Lacktechnikern einen Einblick in das Thema der statistischen Versuchsplanung
geben, wobei vor allem die Denk- und Arbeitsweise beleuchtet wird. Wirkung
und Nutzen sowie Anforderungen werden anhand von praktischen Beispielen aus
der Lackentwicklung erläutert. Oliver Groß und Rainer Schuler
Tel: 0711/89025 232
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