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Geschichten

aus einer farbigen

Vergangenheit





Höpner Lacke GmbH
Fabrikstr. 4    
02906 Niesky
Tel. 03588/204353

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Dem VdL, Frankfurt am Main, danken wir für freundliche Hinweise
 

 



Höpner:

Die wohl älteste aktive
deutsche Lackfabrik

 











 

  Phänomen Farbe 29.10.2011
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  das deutsche Lackarchiv  Das Deutsche Lackarchiv
       
 

1892 erbaute Siederei







 
 Die aktuelle Packungsgestaltung
 

Höpner Lacke GmbH

Niesky – (höpner) Die Ursprünge der Lackproduktion in Niesky gehen sicherlich einher mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Ortes, welcher 1742 durch Ansiedlung von Tschechen auf dem Gutsland des Herrn von Gersdorf entstand. Ein des Lackkochens kundiger Mann namens Peter Birk errichtete 1787 ein „feuerfestes Laboratorium“ und verkochte dort natürliche Lackrohstoffe zu Produkten, die in Niesky und Umgebung zur Beschichtung und Konservierung von Holz und anderen Materialien nützlich waren. Seine Fertigungsstätte vererbte er der Evangelischen Brüdergemeine Niesky. Ab 1895 ging die Firma Birk & Comp. in die Hand der Deutschen Brüder-Unität Herrnhut über. Unter der Leitung von Theodor Höpner, welcher außer der Lackproduktion noch eine Eisenwarenhandlung und ein Kohlenhandelsgeschäft betrieb, wurde der Firma Höpner & Comp. in Niesky im Jahre 1908 die Genehmigung zum Bau einer „Lackniederlage“ am heutigen Standort erteilt. Zu dem Namen "Höpner" gelangte die Firma zur  Anerkennung der  treuen Dienste  seines  Vaters  Julius Höpner.

Die beiden Kriege des letzten Jahrhunderts bremsten die anfänglich gute Entwicklung des Betriebes, zudem wurden Gebäude und Anlagen in den letzten Kriegswochen des Jahres 1945 schwer getroffen. Erst in den 60er und 70er Jahren wurden erhebliche Investitionsmaßnahmen durchgeführt und der Betrieb entwickelte sich trotz sozialistischer Mangelwirtschaft stetig. Nitroanstrichstoffe für Holz, Metall und Plaste sowie Einbrennfarben für Industriegüter, Kopallacke und diverse Sonderanfertigungen gehörten zum umfangreichen Sortiment, welches vom  „volkseigenen“  Kombinat  planmäßig zugeteilt wurde.

Nach der politischen Wende in Ostdeutschland gab es einen dramatischen Absatzrückgang, da bisherige Abnehmer praktisch über Nacht geschlossen oder von Firmen aus den Altbundesländern übernommen wurden. Zudem verloren Zertifikate, beispielsweise für Spielwarenlacke, ihre Gültigkeit und mussten unter hohem Kosten- und Zeitaufwand neu erbracht werden. Gestandene Firmen aus den alten Bundesländern nutzten die Situation zum Verdrängungswettbewerb. Dies alles führte zum Produktionsrückgang von damals über 2000 Tonnen Beschichtungsstoffen und Verdünnern auf ca. 250 Tonnen pro Jahr. Einher ging eine drastische Personalreduzierung.

Durch eine Umwandlungserklärung des Gesellschafters entstand 1991 die Höpner Lacke GmbH.

Neue Kundenstrukturen, Umgestaltung des Produktsortimentes und Berücksichtigung der Entwicklung des Marktes führten ab 1997 zu einer positiven Entwicklung. Einher ging dabei auch  die im letzten Jahrzehnt durchgeführte und noch andauernde Altlastsanierung, welche  durch das Sächsische Staatsministerium gefördert wird. Die hohen Anforderungen der gesetzlich geltenden Vorschriften für Lackfabriken  erfordern große Anstrengungen um den Sanierungsprozess kontinuierlich fortzusetzen. Um so erfreulicher ist es, dass im Jahr 2000 ein neues Tanklager für Lösemittel in Betrieb genommen werden konnte und 2007 ein Lager für brennbare Flüssigkeiten fertig gestellt wurde.

Heute werden mit 10 Mitarbeitern ca.500 t verschiedenster Produkte hergestellt. Dachbeschichter, Spielwarenhersteller, die Erzgebirgische Volkskunst gehören ebenso zu unseren Kunden wie Handwerker, Stahlbaubetriebe und Selbststreicher. Zunehmend gewinnen Spezialprodukte an Bedeutung.

Geschäftsdührer ist Christian Weiske.

Auf der Basis eines zufriedenen Kundenpotentials, durch Entwicklung neuer Produkte und durch Suche neuer Absatzchancen wird  die positive Entwicklung der Firma ausgebaut.

Heiko Klingenberg

 

  Blick zurück:
1895 ging die Firma Birk & Comp. (siehe oben) in die Hand der Deutschen Brüder-Unität Herrnhut über.
 

Kurze Geschichte der Herrnhuter Brüdergemeine

(wikipedia) Herrnhut wird 1722 gegründet, doch seine Geschichte beginnt viel früher. 1457, vor mehr als 500 Jahren, entsteht eine der ersten evangelischen Kirchen in Böhmen, die Unitas Fratrum oder Brüder-Unität.

Die »Böhmischen Brüder«, wie sie auch genannt werden, berufen sich auf den Reformator Jan Hus, der 1415 in Konstanz als Ketzer verbrannt worden ist. Für ihre Gemeinschaft gelten einzig und allein die Aussagen der Bibel.

In Folge der Gegenreformation kommen sie als Glaubensflüchtlinge Anfang des 18. Jahrhunderts auf das Gut von Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf in der Oberlausitz (Sachsen). Er gewährt ihnen Asyl. Herrnhut, eine christliche Glaubensgemeinschaft, entsteht. Die Ausstrahlung dieser neuen Arbeits- und Lebensgemeinschaft erreicht in kürzester Zeit Menschen aus anderen Kirchen. Es sind nicht zuletzt die besonderen Gaben des Grafen Zinzendorf, der seine vom Pietismus geprägte Theologie weiterentwickelt.

1732, zehn Jahre nach der Gründung Herrnhuts, beginnt die Missionsarbeit in der Karibik. Auf allen Kontinenten entstehen in den folgenden Jahrzehnten Missionsstationen. Die Brüdergemeine wird - entgegen den ursprünglichen Bestrebungen von Graf Zinzendorf - eine selbständige Kirche.

Heute ist die Evangelische Brüdergemeine in Deutschland nur noch eine von weltweit 19 Provinzen der Brüder-Unität mit rund 825.000 Mitgliedern. Nach wie vor nimmt sie ihre missionarischen Aufgaben wahr und unterstützt vor allem die Brüdergemeinen in Afrika, Asien sowie Mittel- und Südamerika.