DVF Deutscher Verband Farbe





 

 






 

 

 

 

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Präsident: Dr.-Ing. Gerhard Rösler
eMail: roesler_gerhard@t-online.de


Vizepräsident: Prof. Dr.-Ing. Bernhard Hill
Schatzmeister: Dipl.-Ing. Lutz Grambow

Sekretär und Geschäftsstelle:
Deutsche farbwissenschaftliche Gesellschaft e.V.
DfwG Geschäftsstelle
Dipl.-Ing. Frank Rochow
Gralsburgsteig 35
13465 Berlin
Tel: 030 393 4028
Fax: 030 30811513
e-mail: offices@rochow-berlin.de
Internet: www.dfwg.de    


Über die DfwG
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Aktuell
 
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125 Jahre Lichttechnik an der TU Berlin

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Deutsche farbwissenschaftliche Gesellschaft e.V. (DfwG)

Die DfwG, gegründet 1974, ist ein farbwissenschaftlicher, nicht auf Erwerb ausgerichteter Verein. Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, wissenschaftlich-technische Ziele, durch Förderung der Forschung und Verbreitung neuerer Erkenntnisse auf dem Gebiet der Farbwissenschaft. Als Mittel zur Erreichung dieses Zieles dienen Tagungen, Vorträge sowie Berichte über Forschung und Fortschritte auf dem Gebiet der Farbwissenschaft. Alle Tagungen und Vortragsveranstaltungen stehen der Allgemeinheit zur Teilnahme offen. Die DfwG fördert weiterhin die farbwissenschaftliche Forschung durch Auszeichnung einer hervorragenden wissenschaftlichen Arbeit auf dem Gebiet der Farbwissenschaften mit dem DfwG Förderpreis alle zwei Jahre. Neue farbwissenschaftliche Erkenntnisse werden regelmäßig zeitnah veröffentlicht.

Diese jährlich stattfindende Tagung ist für alle diejenigen, die Interesse an der Farbwissenschaft und deren Anwendung in der Industrie, Forschung und Lehre haben. Über 300 Experten bilden ein Netzwerk, das immer wichtiger wird auch für die Vorbereitung von z.B. DIN, CIE Normen. Die DfwG e.V. ist eine Plattform für den Meinungsaustausch, Weiterbildung, Forschung und Entwicklung und die industrielle Anwendung der farb- wissenschaftlichen Ergebnisse und Methoden.

Die dreitägige Veranstaltung bietet allen Teilnehmern informative Vorträge aus Wissenschaft und praxisrelevanten Anwendungen der Industrie aus folgenden Arbeitsgruppen:

AG Farbbildverarbeitung
AG Industrielle Farbtoleranzen
AG Multigeometrie Farbmessung
AG Farbmetrik, Grundlagen
AG Fluoreszenz

AG Farbbildverarbeitung (Prof. Hill) Die dynamischen Entwicklungen in diesem Bereich erfordern die Zusammenarbeit auch in Deutschland. Die DfwG ist das deutsche Spiegelgremium der CIE Division 8 Image Technology (Colour Appearance Models, Gamut Mapping, Adaptation under Mixed Illumination Conditions u.a.).   

AG Farbmetrik und Grundlagen (Dr. Witt) Die national und international aktiven Mitglieder der DfwG arbeiten mit an der Weiterentwicklung der Farbwissenschaft. Es ist ein guter Stand erreicht worden, aber es gibt auch noch sehr viele neue Themen. Die DfwG ist daher auch das deutsches Spiegelgremium der CIE Division 1.

AG Industrielle Farbtoleranzen (Dr. Rösler) Farbmessung ist in vielen Anwendungen eine wichtige objektive Methode zur Qualitätssicherung an deren Weiterentwicklung, Normung und Anwendung in der industriellen Praxis DfwG Mitglieder aktiv mitarbeiten. Ein wichtiges Ergebnis ist der emfindungsgemäßere,   einfach anwendbare DIN 99 Farbenraum (DIN 6176).

AG Multigeometrie Farbmessung (Dr. Rösler) Die Farbmessung von Effektmaterialien (z.B. Metalliclackierungen von Farhrzeugen) erfordert neue Methoden. Mitglieder der DfwG arbeiten national und international an der Erarbeitung neuer Methoden und deren nationale und internationale Normung.

AG Fluoreszenz (Dr. Puebla) Farbmessung fluoreszierender Proben, z.B. Textilien, Papieren, Sicherheitsfarben erfordert die Beachtung einiger grundlegender Methoden der Messung und Auswertung. Deren Weiterentwicklung und Anwendungsrichtlinien werden bearbeitet.

IDie Deutsche farbwissenschaftliche Gesellschaft e.V. (DfwG) arbeitet mit dem Deutschen Farbenzentrum e.V. (DFZ) und dem FNF des DIN im Dachverband Deutscher Verband Farbe  (DVF) zusammen. Der DVF vertritt die o.g. Vereine in der Association Internationale de la Couleur (AIC).
 

 

DfwG Firmenmitglieder

Quelle: www.dfwg.de/ -
Alphabetische Reihenfolge (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):


3M Laboratory Europe http://cms.3m.com/cms/DE/de/1-1/llrFEX/view.jhtml
Allianz-Zentrum für Technik (AZT) GmbH, Kfz.-Technik http://www.allianz.de/
Autronic-Melchers GmbH http://www.autronic-melchers.com
Axiphos GmbH    http://www.axiphos.com/
Bä.RO GmbH & Co.KG   http://www.baero.de/
Byk - Gardner   http://www.byk-gardner.de
Canon GmbH http://www.canon.de/
CBW Chemie GmbH, Farbstoffe http://www.cbwchem.com/
Clariant (Deutschland) GmbH http://www.clariant.de/
Color Control Farbmeßtechnik GmbH . http://www.colour-control.com
Datacolor International   http://www.datacolor.com
Dieter J. Maetz GmbH http://www.forschung-technik.de
Dr. Gröbel UV-Elektronik GmbH http://www.uv-groebel.de
Druckfarben Kandern GmbH
Druckfarbenfabrik Gebr. Schmidt GmbH http://www.gs-druckfarben.de/
Drustvo Koloristov Slovenije http://www.uni-mb.si/
FMTS Farbmesstechnik Schröder, http://www.farbmessung.com/
FOGRA Forschungsgesellschaft Druck http://www.fogra.org/
Forchheim und Willing GmbH http://www.forchheim-willing.de
Forschungsinstitut Hohenstein http://www.hohenstein.de/
Gigahertz-Optik http://www.gigahertz-optik.de/
Göttinger Farbfilter GmbH
GretagMacbeth http://www.gretagmacbeth.com     http://www.farbmessung.de
Heidelberger Druckmaschinen AG http://www.heidelberg.com
Ingenieur-Atelier Fink & Partner
Inst. f. Druckmasch. u. Druckverf. TU Darmstadt http://www.tu-darmstadt.de/fb/mb/idd/IDD/idd.html
Institut f. Lacke u. Farben e.V http://www.lackinstitut-magdeburg.de/
Instrument Systems GmbH, Optische Messtechnik http://www.instrumentsystems.de/
Interprint GmbH & Co KG   www.interprint.com
Just Normlicht Vertriebs GmbH http://www.just-normlicht.de/
Köth Elektronik GmbH http://www.koeth.de/
LMT Lichtmeßtechnik GmbH   http://www.lmt-berlin.de
MASSEN machine vision systems GmbH http://www.massen.com/
Mechatronic http://www.mechatronic.de/
Microcolor GmbH
Minolta Europe Industrial Instruments http://www.minoltaeurope.com/ii/industrial_instruments.html
Muster-Schmidt http://www.muster-schmidt.de/
Olbrich know how http://www.olbrichknowhow-web.de/
Pausch-Messtechnik GmbH http://www.pausch.com/
RAL Dt. Inst. f. Gütes.u. Kennz.e.V http://www.ral.de/farben/
Ringier Print Zofingen AG http://www.ringierprint.ch/zofingen/infos/infos_1.cfm
Schweizer Ingenieurschule für Druck u. Verpackung
Stora Enso Research  FPB Holding GmbH & Co.KG http://www.storaenso.com/
Techkon    http://www.techkon.com
Textilforschungsinst. Thüringen-Vogtland e.V. http://www.titv-greiz.de/
W.Ostwald-Gesellschaft  zu Großbothen e.V. http://www.wilhelm-ostwald.de/
Willing Licht & Technik GmbH, http://www.willing-online.com
X-Rite GmbH   http://www.x-rite.com



 

Aktuell

DfwG Jahrestagung 2011
4.-6. Oktober 2011 an der PTB Braunschweig

"Farbwissenschaft und ihre Anwendung in der Industrie"

Die 37. Jahrestagung der Deutschen farbwissenschaftlichen Gesellschaft e. V. (DfwG) findet als Gemeinschaftsveranstaltung mit der Physikalisch Technischen Bundesanstalt PTB vom 6.- 8. Oktober 2011 in Braunschweig statt www.ptb.de . Dieses Jahr feiern wir den 80. Jahrestag des 2° Normalbeobachters.  Herr Dr. Höpe, Leiter der AG 4.52 "Reflektometrie" und der DfwG Vorstand freuen sich auf viele Teilnehmer, interessante Vorträge, Diskussionen und Gespräche auch bei den Abendessen.

Mittwoch 5. Oktober 2011
Ort: Raum 234 Viewegbau (oder neues Konferenzzentrum), PTB, Bundesallee 100, 38116 Braunschweig

13:00 Eröffnung 37. DfwG Jahrestagung
Begrüßung, Ehrungen
13:30 Grußworte Leitung PTB
14:00 Vorträge

15:00 Pause

15:30 Vorträge

16:30 Pause

Donnerstag 6. Oktober 2011
Ort:
Raum 234 Viewegbau (oder neues Konferenzzentrum), PTB, Bundesallee 100, 38116 Braunschweig

09:00 Vorträge

10:30: Pause

11:00 Vorträge

12:00 Ende der DfwG Jahrestagung 2011

ab 13:00 Besichtigung einiger Abteilungen der PTB

 

DfwG Jahrestagung 2010,
6. - 8. Oktober 2010 in Darmstadt

"Farbwissenschaft und ihre Anwendung in der Industrie"
Die 36. Jahrestagung der Deutschen farbwissenschaftlichen Gesellschaft e. V. (DfwG) findet auf Einladung der Technischen Universität Darmstadt, Institut für Druckmaschinen und Druckverfahren (Prof. Dörsam) und Fachgebiet Lichttechnik (Prof. Khanh) vom 6.- 8. Oktober 2010 im Zentrum von Darmstadt statt.

Programm

Mittwoch 6. Oktober 2010

Ort:
Seminarraum Institut für Druckmaschinen und Druckverfahren, Magdalenenstrasse 2, 64289 Darmstadt
10:00 DIN Normenausschusssitzung FNF 24 (nur für Mitglieder)

13:30 Arbeitssitzung Multigeometrie Farbmessung (Dr. Rösler)
Industrielle Anforderungen aus der Lackindustrie
Projektplanung: Visuelle Überprüfung DIN 6175-2
Aktivitäten CIE TC 2-53
15:30 Pause
16:00 Fortsetzung Multigeometrie Farbmessung
17:00 Ende
19:00 Vorbesprechung: City Braustüb'l, Wilhelminenstraße 31, 64283 Darmstadt

Donnerstag 7. Oktober 2010

Ort:
Technische Universität Darmstadt, Raum S3/20, Rundeturmstrasse 10, 64238 Darmstadt
08:30 Arbeitssitzung AG Fluoreszenz (Dr. Puebla)
10:30 Pause
11:00 Arbeitssitzung AG Farbbildverarbeitung (Prof. Hill)
12:00 Imbiss

13:00 Eröffnung DfwG Jahrestagung 2010
Begrüßung, Ehrungen,

13:30 Vorträge
H. I. Lissner, H. Urban (TU Darmstadt): Aktuelle und zukünftige Forschung der Farbgruppe am Institut für Druckmaschinen und Druckverfahren
H. S. Brückner (TU Darmstadt): Licht und Farbqualität in der Innenraumbeleuchtung? Ergebnisse von jüngsten wahrnehmungspsychologischen Feldtests.  
H. A. Kraushaar (Fogra): Untersuchung von Messgeräteunterschieden von Labormessgeräten zur Bewertung von Normlichtkabinen
15:15 Pause

15:45 Vorträge
H. S. Helling (Caddon): Eine Anwendung der Multispektralkamera in der Qualitätssicherung
H. A. Höpe (PTB): Rückführung von diffusen Reflexionsstandards für die Farbmessung in Multigeometriekonfigurationen
16:45 Pause

17:00 DfwG Mitgliederversammlung
Tagesordnung
0.    Genehmigung der Tagesordnung
1.    Genehmigung des Protokolls der Mitgliederversammlung
       am 07. Oktober 2009 in Berlin

2.    Kassenbericht 2009
3.    Weiterentwicklung DfwG, Arbeitsgruppen
4.    Verschiedenes

18:30 Tagungsabend; Restaurant Sitte, Karlstraße 15, 64283 Darmstadt

Freitag 8. Oktober 2010

Ort:
Technische Universität Darmstadt, Raum S3/20, Rundeturmstrasse 10, 64238 Darmstadt
09:00 Grußworte von Prof. Khanh und Prof. Dörsam


09:30 Vorträge
H. P. Bodrogi (TU Darmstadt): Farbflächeneffekt: Farberscheinungen großflächiger Farbreize
Fr. K. Kehren (TU Darmstadt): Ergebnisse einer Messgerätestudie mit Mehrwinkelspektralphotometern
10:30: Pause
11:00 Vorträge
H. G. Meichsner, Fr. R. Hiesgen (Hochschule Esslingen): DIN 99 in der Praxis.  
Diskussion über die Anwendung von DIN 99

12:00 Ende der DfwG Jahrestagung 2010
Imbiss

Besichtigung der einladenden Institute (Lichttechnik und Drucktechnik)

 

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DfwG: Jahrestagung 2009 im Oktober in Berlin

Berlin - Die Jahrestagung 2009 der Deutschen farbwissenschaftlichen Gesellschaft (dfwg) fand vom 6.-9. Oktober 2009 als Gemeinschaftsveranstaltung an der BAM in Berlin statt - BAM-Zweiggelände Fabeckstraße, unter den Eichen 44-46. Geholfen hat Prof. Daum von der BAM, er  bot als Hausherr ideale Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Tagung an der ehemaligen Wirkungsstätte von Prof. Manfred Richter, Dr. Witt, Dr. Döring, Dr. Czepluch, Dr. Gundlach, Prof. Terstiege. roesler_gerhard@t-online.de
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Dr.Konrad Hoffmann
Ein Nachruf von Klaus Witt

Berlin - (dfwg-Report 1/2009) Der bei Hoechst langjährig beschäftigte Farbmetriker Dr. Konrad Hoffmann ist am 12.10.2008 knapp 97 -jährig in Frankfurt-Höchst verstorben. Er wurde am 12.12.1911 in Berlin Lichterfelde als Sohn des Kaufmanns Kurt Hoffmann geboren, besuchte ab 1918 die Realgymnasien in Berlin-Lankwitz und ab 1922 in Zoppot bei Danzig, wo er 1930 sein Abitur bestand. Danach studierte er in Innsbruck und Leipzig Physik, Chemie und Mathematik und schloss sein Studium mit einer Doktorarbeit über Messungen von gestreuter kohärenter und inkohärenter Röntgenstrahlung an Gasen,am physikalischen Institut in Leipzig 1937 ab. Prof. Debye, Nobelpreistrager 1936 für dieses Fachgebiet (!), attestierte ihm 1943 eine besondere Begabung auf konstruktiv technischem Gebiet (insbesondere Versuch, eine Röntgenröhre mit Drehanode zu konstruieren), die ihn auch in seiner weiteren wissenschaftlichen Laufbahn nicht verlassen sollte. Nach der Dissertation wurde er Assistent am physikalisch-chemischen Institut in Leipzig bei Prof. Carl Wilhelm Wolfgang Ostwald, dem Inhaber des ersten Lehrstuhls für Kolloidchemie und Sohn des berühmten Nobelpreisträgers. Hier befasste er sich vor allem mit kolloidphysikalischen Problemen. Aus der Eheschließung 1939 gingen zwei' Kinder hervor: Karl-Wolf und Sabine. Unterbrochen durch eineinhalbjährigen Kriegsdienst blieb er bis 1944 am Institut, das er nach dem Tod des Chefs und der Zerstörung des Instituts verlassen musste. In der Firma Hugo Schneider AG Leipzig fand er kurzzeitig eine neue Wirkungsstätte, wo er sich als Leiter der Abteilung für Technische Physik mit der Fernsteuerung von Raketen und elektrisch-optischen Ausrüstungen von Flugzeugen beschäftigte. Nach Kriegsende warde er .von...den amerikanischen Behörden im Zuge der Zonenaufteilung Deutschlands, nach Weilburg evakuiert und arbeitete im Rahmen eines technisch-wissenschaftlichen Literaturdienstes bei US.FIAT.

Nach der Erinnerung von Dr. Friedrich Gläser ist er um 1948/49 bei Hoechst eingestellt und mit breit gefächerten physikalischen Arbeiten betraut worden, die von der Materialprüfung mit Röntgen- und Gammastrahlen über die Ermittlung sicherheitstechnischer Kenndaten explosiver Gemische bis hin zu spektroskopischen Untersuchungen in allen verfügbaren Wellenlängenbereichen reichten. So entwickelte er photoelektrisch arbeitende Weißgrad- und Feuchtemessgeräte sowie im Infrarotbereich arbeitende Geräte zur kontinuierlichen Erfassung des Wassergehaltes von Materialien in der Produktion.

Besondere Verdienste erarbeitete er sich auf dem Gebiet der Farbmetrik, das erst in den 1950er Jahren allmählich in den Bereich der farbgebenden Industrie als objektives Kontrollsystem vordrang und erhebliche Pionierarbeit der Messtechnik und Interpretationsverfahren erforderlich machte. Er stand hier an vorderster Front! Legendär ist sein Hardy-Spektrometer der Firma General-Electric, auf das er wegen seiner Genauigkeit in vielen Vorträgen auch noch in seinem Ruhestand verwies. Weiterer Eigenbau auf der Basis Bauch & Lomb und Beckmann führten zu Spektrometern mit höchster Präzision, z. B. mit umkehrbarer Messgeometrie (d/8°) bzw. (8°/d), wahlweiser spektraler Bandbreite von 20, 10 und 1-2 nm und im Infrarotbereich zur Messung von Tarnfarben und deren Rezeptierung. Er untersuchte den Einfluss des Glanzes, der Polarisationseffekte und der Erwärmung von Proben auf das Mess­ergebnis und versuchte durch optische Maßnahmen Störeffekte zu umgehen. Er erkannte u. a. in der Farbmetrik des 2° -Normalbeobachters ein Defizit in den Spektralwertkurven vor allem im blauen Farbbereich und entwickelte einen "Blau­Beobachter" bevor international der 10°-Normalbeobachter geboren wurde. Aber nicht nur die Messtechnik selbst, sondern ihre Anwendung beschäftigte ihn intensiv. So entwickelte er ein Farbrezepturprogramm für Textilien nach der Einkonstanten-Theorie von Kubelka und Munk, das im damals modernen Time-Sharing-Verfahren auf Großrechner lauffähig war und versuchte die nötigen Schnittstellen und Ablaufverfahren oft mit Eigenbau zu optimieren. Seine in den frühen 1970er Jahren entwickelte Theorie transparenter Schichten auf streuendem Untergrund wurde später die Grundlage für das erste praxistaugliche Rezeptiersystem für Druckfarben. Die spektrometrischen Messungen an seinen modifizierten Geräten mit variabler Messgeometrie führten schließlich zu einem erfolgreichen Rezeptiersystem für Metallic- und PerIglanz-Effektlacke.

Seine große Erfahrung in der Messtechnik stellte er in verschiedenen Normenaus-schüssen der Farbmetrik und seiner Anwendungen zur Verfügung. Selbst im Ruhestand seit 1976 ließ er nicht locker. Sein Steckenpferd war die Farbmessung an Brillanten, deren Gelbstich er messtechnisch erfassen wollte. Ich selbst erinnere mich an verschiedene Vorträge aus den späten 1970er Jahren, in denen er immer noch Ergebnisse aus seiner aktiven Zeit (z. B. zur Frage der Glanzkorrektur bei der Rezeptierung von Lacken) aber auch aus dem Gebiet seines neuen Steckenpferdes vortrug. Erstaunlicherweise hat er bei der Präsentation kaum den Schritt in eine damals moderne Diavorführung getan, sondern Folien von Handgrafiken auf Millimeterpapier gezeigt, in die sich der leidvolle Zuschauer meist nur schwer hineinversetzen konnte.

Was bleibt ist die gute und ehrende Erinnerung an einen engagierten Physiker, der als begnadeter Konstrukteur,. .um mit Prof. Debye zu sprechen, in seiner Zeit wichtige Weichen in der aufkommenden farbmetrischen Messtechnik gestellt hat, "nicht wahr". (leicht bearbeitet - Redaktion)

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Rückblicke

DfwG Jahrestagung 2005
vom 4.- 6. Oktober 2005 in Berlin

Die 31. Jahrestagung der Deutschen farbwissenschaftlichen Gesellschaft, DfwG e.V. findet in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) vom 4. – 6. Oktober 2005 in Berlin statt. Die Veranstaltung ist zu Ehren des 100. Geburtstags von Prof. Manfred Richter und hat das Thema:

"Farbwissenschaft und ihre Anwendung in der Industrie"

DfwG-Jahrestagung 2008

8.-10.10.2008, München
Kurzfassungen der Vorträge

Ein Softproof-Arbeitsplatz für die Messung von Farbdifferenzen
Kamerasystem und Algorithmen für die multispektrale Farbbildaufnahme
Über 100 Jahre: MUNSELL - das Farbordnungssystem
Systemtheorie von Form- und Farbwahrnehmung
Die Anwendung moderner Farbabstandsformeln in der grafischen Industrie
Verlauf der Sättigungslinien in der DIN 6164 urid- der Reinheitslinien in der TGl 21579
Über die interpersonellen Unterschiede bei der Farbwahrnehmung an Hand der Datenanalyse der Stiles-Burch-Ergebnisse 1955-1959
Visuelle Beurteilung von kleinen und großen Farbunterschieden und Beschreibung mit Farbabstandsformeln
Multispektralaufnahmen mit Blitzlichtquellen
Optimalfarben für den Dreifarbdruck
Übersicht über die CIE Aktivitäten

 

Ein Softproof-Arbeitsplatz für die Messung von Farbdifferenzen

Bernhard Hili, Forschungsgruppe Farbwissenschaft und Farbbildverarbeitung, RWTH Aachen University, Templergraben 55, 52056 Aachen, hill@ ite.rwth-aachen.de

Es wird ein Softproof-Arbeitsplatz für die Reproduktion von Farben auf einem LCD Bildschirm vorgestellt,der eiris direkte Möglichkeit zum Vergleich von reproduzierten und originalem Farben ermöglicht. Der Bildschirm ist dazu in einer Betrachtungsfläche unter einer definierten Beleuchtung und einer angenäherten 45/0o-Geometrie angeordnet. Ein direkter visueller Vergleich von originalen und reproduzierten Farben wird dadurch erreicht, dass originale Farben wie z.B. Druckfarben auf einem Maskenträger angebracht werden, der auf den Bildschirm aufgelegt wird. Die originalen Farben sind in Fenstern der Maske angeordnet und bedecken jeweils die Hälfte eines Fensters, während unter der freien zweiten Hälfte die zu reproduzierenden Farben des Bildschirmes sichtbar sind. Eine originale und die zugeordnete reproduzierte Farbe auf. dem Bildschirm grenzen dadurch direkt aneinander und erlauben einen Farbvergleich höchster Empfindlichkeit. Eventuelle visuelle Farbunterschiede können über die Software visuell minimiert und dadurch entstehenden Differenzen der Farbkomponenten in Farbunterschieden wie z.B. CIE-ßEOO ausgedrückt werden.

Die Berechnung einer zu reproduzierenden Farbe erfordert eine genaue spektrale Beschreibung der originalen Farbe und der Beleuchtung. Ferner muss die spektrale Reflexion von Licht an der Bildschirmoberfläche berücksichtigt werden. Für eine exakte Kalibrierung des Bildschirms ist ein neuer nichtlinearer Algorithmus entwickelt worden, der eine Reproduktion von XYZ-Komponenten mit einer Genauigkeit von 1 bis 2 Promille erlaubt. Ferner fließt in die Reproduktion eine exakte Beschreibung der ortsabhängigen Verteilung der Beleuchtung über der Bildschirmoberfläche ein, damit an jeder Stelle des Bildschirms der direkte VergleicbVon Original mit Reproduktion ermöglicht wird. Da die Reproduktion von Farben für einen Beobachter auf einem LCD-Bildschirm nach wie vor winkelabhängig ist, wird allerdings gefordert, dass der Beobachter senkrecht auf den Bildschirm blickt.

Der sehr genaue Farbvergteich mit der beschriebenen Methode zeigt deutlich die Grenzen derReproduktion von Farben durch die Mischung mit nur 3 Primärfarben des Bildschirms auf. Eine Vermeidung dieses Problems kann nur erwartet..werden, wenn in Zukunft auch Bildschirme verfügbar werden, welche den spektralen Farbreiz vollständig reproduzieren. Die Metamerieprobleme des Bildschirmes führen zu visuell sichtbaren Farbunterschieden unterschiedlicher Beobachter und sogar zu Unterschieden bei der visuellen Betrachtung mit nur dem rechten oder linken Auge eines Beobachters. Die Software für die Reproduktion und Kalibrierung des Bildschirmes wurde daher für die Eingabe von Spektralwertkurven beliebiger Beobachter entwickelt und enthält eine Datenbank von Beobachtern und zugeordneten Bildschirmparametern, mit der in einem Bild die Reproduktion von Farbflächen für verschiedene Beobachter realisiert werden kann. Als Beispiel wurgen der CIE 1931 20-Standardbeobachter und der CIE 1964 10°-Beobachter eingeführt und eine allgemeine Einstellmöglichkeit für die Abhängigkeit vom Beobachterwinkel und dem Alter eines Beobachters nacjl dem von der CIE im Bericht 170-1 vorgeschlagenen Bobachtermodell.

Erste experimentelle Ergebnisse zur Anwendung der Abhängigkeit vom Beobachterwinkel und dem Alter des Beobachters zeigen tendenziell mit dem visuellen Ergebnis übereinstimmende Abhängigkeiten. Die sehr ungleichförmige spektrale Verteilung der Primärfarben und die dadurch bedingte starke Gerätemetamerie des Bildschirmes lässt jedoch noch keine absolute Zuordnung von Beobachterwinkel und Alter zu den Ergebnissen des Modells. zu,. . -

Im Vortrag werden der Aufbau des Arbeitsplatzes, die Fragen: der Kalibrierung und weitere experimentelle Ergebnisse diskutiert.

Der Softproof-Arbeitsplatz ist eine gemeinschaftliche Entwicklung mit der Firma caddon color technology GmbH

Kamerasystem und Algorithmen für die multispektrale Farbbildaufnahme

Stephan Helling Forschungsgruppe Farbwissenschaft und Farbbildverarbeitung RWTH Aachen University, Templergraben 55, 52056 Aachen Tel.: 0241/8027718, helling@ite.rwth-aachen.de

Mit hochauflösenden professionellen Multispektralkameras, wie sie z.B. mit 16 Kanälen seit längerem in Forschung und Industrie Einsatz finden, können Aufnahmen erzeugt werden, die in jedem Bildpunkt die spektrale Information des aufgenommenen Objekts tragen. In aller Regel sind solche Kameras jedoch schwer transportabel und für den mobilen Einsatz nicht geeignet. Auf der anderen Seite erlaubt die konventionelle Digitalfotografie, die mit drei spektralen Kanälen arbeitet, das Erzeugen von schönen, ansprechenden Bildern, die allerdings aufgrund der Verletzung der Luther-Bedingung keine farbverbindlichen Informationen beinhalten. Auf der anderen Seite werden solche Kameras aufgrund ihrer geringen Größe problemlos im mobilen Einsatz verwendet.

Um die Lücke zwischen professioneller Multispektraltechnik und konventioneller Digitalfotografie zu schließen, wurde in den vergangenen Jahren eine mobile Multispektralkamera mit sieben spektralen Kanälen aufgebaut. Sie verknüpft den Vorteil der multispektralen Aufnahme mit der aus der konventionellen Fotografie bekannten Mobilität. Aufgrund der im Vergleich zu professionellen Systemen reduzierten Zahl der Kanäle treten einige spezifische Problemstellungen auf, die behandelt und deren Lösungen zum Teil bereits in den letzten Jahren an dieser Stelle präsentiert wurden. Dazu gehört die Frage nach der Auswahl geeigneter spektraler Filter für die sieben Kanäle. Hier wurde zwischen schmalbandigen, etwa gaußförmigen Filterkurven und breitbandigen Filterkurven unterschieden. Für beide Fälle wurden unter den gegebenen Randbedingungen optimale Konfigurationen im Sinne bestmöglicher Schätzergebnisse gefunden. Weiterhin wurde die Erzeugung (Schätzung) eines Spektrums aus dem siebendimensionalen Kamerasignal behandelt. Zwar verfügt die Kamera über eine im Vergleich zur Dreikanaltechnik erhöhte Zahl von Kanälen, die Sensormetamerie ist aber dennoch stärker ausgeprägt, als dies bei z.B. 16 Kanälen der Fall ist. Es können jedoch statistische Eigenschaften natürlicher Remissionsspektren ausgenützt werden, um dennoch gute spektrale Schätzergebnisse zu erreichen. Ferner wurde die mathematische Herleitung und Beschreibung von sogenannten KameraGamuts behandelt, mit dereQ 'Hilfe angegeben werden kann, innerhalb welcher Bereiche im Farbraum eine Kamera fehlerfrei o.d~r fehlerbehaftet aufnimmt. Weiterhin wurden die praktischen Probleme behandelt, die beim Aufbau des Labormodells entstanden. Durch den Einbau des Filterrades zwischen Objektiv und Kamerasens,?r entstehen störende optische Effekte, wie z.B. die Erzeugung von Streulicht und ein gewisser Pixelvers?ltz der aufgenommenen Bilder zwischen den sieben Kanälen untereinander. Es konnten Algorithmen angegebenen werden, mit denen diese Effekte sehr gut kompensiert werden konnten. Im Vortrag werden .kurz die erzielten Ergebnisse bezüglich dieser Problemstellungen zusammengefasst.

Eine weitere, zentrale und hier detailliert dargelegte Fragestellung befasst sich mit der Schätzung der bei der Aufnahme vorliegenden Lichtquelle, da aufgrund des mobilen Einsatzes der Kamera nicht davon ausgegangen werden kann, dass der spektrale Verlauf der Lichtquelle immer bekannt ist. Z.B. bei Außenaufnahmen, bei denen sich die Beleuchtung sogar innerhalb kurzer Zeit ändern kann, ist dies gegeben. In der Dreikanaltechnik ist dieses Problem unter dem Begriff der Farbkonstanz (color constancy) bekannt, bezüglich der umfangreichen Forschungsergeönisse in der Literatur existieren. Hier wurden einige der aus der Dreikanaltechnik bekannten Algorithmen auf siebendimensionale Sensorsignale und direkt im spektralen Raum angewendet mit dem ZieH; -die Antwort der Kamera auf die Lichtquelle bzw. das Spektrum derselben direkt zu schätzen. Es wurden zusätzlich zwei Algorithmen ("Graue Varianz" und "Graues Delta") entwickelt, mit denen Schätzergebnisse erzielt werden, die denen der traditionellen Methoden überlegen sind. Die beiden neuen Algorithmen berücksichtigen dabei statistische Kenngrößen, die aus der aufgenommenen Szene berechnet werden und leiten daraus eine Schätzung für die Lichtquelle ab. Es werden detaillierte Ergebnisse dieser beiden Methoden im Vergleich zu den traditionellen Methoden dargstellt.

Über 100 Jahre: MUNSELL - das Farbordnungssystem

Eine Gemeinschaftsarbeit von Sylvia Goergen und Renate Wolber

anläßlich des 150. Geburtstags des Wissenschaftlers, Forschers, Lehrers und Malers Prof. Albert Henry Munsell -

Teil 1 - Eine Recherche in die Vergangenheit

Werdegang und Intentionen eines Mannes, der sein gesamtes Leben den Farben widmete

Ausstellung: historische Dokumente und Gegenstände

Teil 2 - Das Munsell Farbordnungssystem - Aufbau und Besonderheiten

Ausstellung: dreidimensionaler Farbenbaum

Teil 3 - Munsell' s geistiges Erbe in der Gegenwart

Ausstellung: aktuelle Produkte .,~'

Kontakt: , Dipl.-Chem. Sylvia Goergen, www..-busiless.de Renate Wolber, Torso-Verlag, www.unitycolor.de - Den ausführlichen Vortrag finden Sie in diesem Report.

Systemtheorie von Form- und Farbwahrnehmung

G. Hauske, TU München gert.hauske@tum.de
Andreas Kraushaar, Fogra, Kraushaar@fogra.org

Visuelle Objekte benötigen als wesentliche Formmerkmale Begrenzungen definiert durch lokale Inhomogenitäten von Helligkeit und/oder Farbe (aber auch Textur). Ziel des vorliegenden Beitrages ist es zunächst, den Anteil von Helligkeits- und Farbinhomogenitäten an der Entstehung von Formmerkmalen vergleichend zu analysieren.

Eine systemtheoretische Analyse zeigt dabei ein zeitlich und.örtlich hochauflösendes Helligkeitssystem mit Bandpasscharakteristik und ein deutlich (urn einen Faktor 3) .niedriger auflösendes Farbsystem mit Tiefpassverhalten.

An Bildbeispielen mit farb- und helligkeitsmäßig entsprechend gestalteten (Farbe und Helligkeit jeweils getrennt variierenden) Sinusgitte.rn, Kanten und Rampen wird die örtlich und zeitlich unterschiedliche Wahrnehmung von Helligkeits- und Farbkontrasten erläutert, systemtheoretisch interpretiert und mit dem neurophysiologischen Korrelat in Bezug gebracht.

Über die Gewinnung von Formmerkmalen hinaus ist in diesem Zusammenhang ein weiteres wichtiges Phänomen eine über größere Flächenbereiche erfolgende und von entsprechenden Inhomogenitätsstellen ausgehende Extrapolation von Helligkeit und Farbe. Eigenschaften dieses sog. Craik-O'Brien-Effekts werden an hand anschaulicher Beispiele dargestellt und erklärt.

Über die Gewinnung von Formmerkmalen hinaus muss somit die Modellstruktur für das visuelle System um eine ausgedehnte Flächenbereiche berücksichtigende Komponente ergänzt werden. Man erhält als Ergebnis ein Modell mit einer hierarchischen Anordnung von form- und farbspezifischen Komponenten sehr unterschiedlicher Auflösung (oder reziprok betrachtet Flächendeckung), das in guter Übereinstimmung mit aktuellen neurophysiologischen Befunden über die im visuellen Kortex gefundenen Areale (V1 .bis V 4) ist.

Die Anwendung moderner Farbabstandsformeln in der grafischen Industrie

G. Hauske, TU München gert.hauske@tum.de
Andreas Kraushaar, Fogra, Kraushaar@fogra.org

Dieser Vortrag basiert auf dem kürzlich abgeschlossenen AiF-Projekt „Untersuchung von Farbabstandsformeln".

In dem Vortrag werden moderne Farbdifferenzmetriken (Farbabstandsformeln) im Hinblick auf eine bessere, d.h. empfindungsgemäße Beurteilung der Farbwiedergabe in der Druckindustrie dargestellt. Nach einer kurzen Darstellung der Grundlagen und Anwendungstipps bei der Farbabstandsbewertung mit dem Schwerpunkt auf der grafischen Industrie, wird der Versuchsaufbau zur Ermittlung eines experimentellen Datensatzes geschildert. Er hat zum Ziel, moderne Farbabstandsformeln wie z.B. CIEDE94, CIEDE2000, CMC, DIN990, CIECAM02 und die Lübbe-Formel auf die empfindungsgemäße Gleichabständigkeit hin zu untersuchen. Ferner werden für Sonderfarben typische Farbabstände abgeleitet, die unter realen drucktechnischen Schwankungen auftreten. Sie dienen der Erweiterung des ProzessStandards Offsetdruck auf dieses Gebiet. Letztlich erfolgt eine gesonderte Analyse und farbpsychologische Bewertung von Farbbereichen, die speziell für Softproofanwendungen interessant ist.

Der hierzu etablierte umfangreiche farbpsychologische Datensatz steht nunmehr allen Interessierten auf der kostenlosen Themen-Webseite der Fogra zur Verfügung. Es hat sich herausgestellt, dass die CIEDE2000 Formel, trotz ihrer mathematischen Komplexität und ihrer vergleichsweise geringeren Anschaulichkeit (da eine intuitive Interpretation der einzelnen Komponenten nicht mehr möglich ist), am besten-abschneidet. Vielversprechend ist die von Urban aufgestellte Euklidisierung der CIEDE2000-Farbabstandsmetrik.

Die Farbabstandsbewertupg V9n Bildern und .die Abmusterung bei nicht neutralgrauen Umfeldern bleiben weiter Gegenstand aktueller Forschung.

Verlauf der Sättigungslinien in der DIN 6164 urid- der Reinheitslinien in der TGl 21579

Eva Luebbe

Obwohl die DIN 6164 die Sättigung einer Farbe behandelt und die TGL mit dem Reinheitsbegriff arbeitet, der sowohl Weiß- als auch SChwarzzumrschu.ng ~ipt, sollte man im Falle der Weißzumischung gleiche

Linien in der xy-Ebene der Farbtafel erwarten.

Die Arbeit mit den beiden Normen Hat intere~sante Unterschiede 'im: Verlauf der Linien gezeigt und ist auch historisch interessant, sowohl in Bezug auf- die Methoden als auch in Hinblick auf die Begriffe "Sättigung" und "Reinheit".

Misst man Sättigungslinien, so findet man Schwankungen, die nicht ausgeglichen werden dürfen und über die es sich lohnt, nachzudenken.

Über die interpersonellen Unterschiede bei der Farbwahrnehmung an Hand der Datenanalyse der Stiles-Burch-Ergebnisse 1955-1959

Cand.-Ing. Anja Frohnapfei, Dipl.-Ing. S. Brückner, Prof. P.Bodrogi, Prof. T.Q. Khanh, Fachgebiet Lichttechnik, Technische Universität Darmstadt

Bei Farbmanagement und Farbwahrnehmungs-Modellen bildet immer ein Satz der drei spektralen Empfindlic.Qkeitsfunktionen des menschlichen Gehirnapparates die Grundlage der analytischen Betrachtung. Das sind mittlere Funktionen.

In der Farbpraxis wie z.B. in der Druck-und Papierindustrie, in der Filmtechnik und in der Beleuchtungstechnik gibt es von Betrachter zu Betrachter für die gleiche Sehbedingung unterschiedliche Farbwqhrnehmungen. Diese sind zum Teil bedingt durch die Erfahrungen und psychologische Einstellung und Absichten, aber sehr stark auch durch die interpersonellen Unterschiede in spektralen Empfindlichkeitskurven. Die Konsequenz ist, dass diese Wahrnehmungsunterschiede in der industriellen Farbprüfungspraxis und in der akademischen Diskussion um die Farbwiedergabethematik berücksichtigt und deren Größenordnung abgeschätzt werden sollen.

Ein der bis heute am sichersten geltenden psychophysischen Datensätze ist der Datensatz von StilesBurch in den Jahren 1955-1959 für die spektralen Empfindlichkeitsfunktionen vom 100-Sehfeldwinkel, der mit einem großen Kollektiv an Testpersonen gewonnen wurde. Mit der mittleren Funktion dieser Daten als Referenz werden die Farbdifferenzen nach CIEDE2000 berechnet, wobei

die Komponenten der Berechnungen sind.

Die Ergebnisse wurden auf der Tagung DfwG 2008 durch Cand. -Ing. Anja Frohnapfel präsentiert.

Visuelle Beurteilung von kleinen und großen Farbunterschieden und Beschreibung mit Farbabstandsformeln

Philipp Kittelmann philipp.kittelmann@bam.de

'Im experimentellen Teil dieser Arbeit wurden durch 40 Probanden visuelle Farbschwellen ermittelt und große Farbunterschiede bewertet. Die 'E*perimente wurde für Körperfarben bei einer Beleuchtung mit der Normlichtart 065, für die Gesichtsfeldgröße von 2° und für aneinander grenzende Farbmuster durchgeführt. In einem Skalierungsexperiment wurde der Übergang von den Farbschwellen zu kleinen Farbunterschieden untersucht. Die Farbschwellen bei verschiedenen geometrischen Abständen zwischen den Farbmustern wurden bestimmt. Im Anschluss daran wurde die' Eignung ausgewählter Farbabstandsformeln zur Beschreibung von Farbschwellen und großen Farbunterschieden überprüft. Neben der CIELAB-Farbabstandsformel wurde vor allem die Eignung der CIEDE2000Farbabstandsformel geprüft.

Für die Farbschwellen ergeben sich bei den aneinander grenzenden,.. Farbmustern mittlere Farbabstandswerte von 0,417 für CIELAB und von 0,308 für CIEDE2000. Die Fafbschwellen werden für aneinander grenzende Farbmuster durch die Farbabstandsformel CIEDE2000 signifikant besser beschrieben als durch CIELAB. Der STRESS-Wert S der CIEDE2000-Farbabstandsformel ist 15 % geringer als der von CIELAB. Für die Farbschwellen ist die DIN99-Farbabstandsformel signifikant besser als die CIEDE2000-Formel. Der STRESS-Wert S der DIN99-Farbabstandsformel ist 22% geringer als jener von CIEDE2000 und 40 % geringer gegenüber CIELAB. Für die Farbschwellen hat die Gelb-Blau-Differenz Δb* einen größeren Einfluss auf den CIELAB-Farbabstand ΔE*ab als die Helligkeitsdifferenz ΔL* und die Rot-Grün-Differenz Δa*.

Bei der Untersuchung der großen Farbunterschißde mit einem C1ELAB-Farbal?stc~md ΔE*ab > 10 zeigt die CIELAB-Formel eine statistisch insignifikant bessere Korrelation zwischen visueller Bewertung und

farbmetrischer Berechnung als die anderen Farbabstandsformeln. .

Multispektralaufnahmen mit Blitzlichtquellen

Johannes Brauers1, Stephan Helling2, TiI Aach1

1Lehrstuhl für Bildverarbeitung, RWTH Aachen University, Templergraben 55, 52056 Aachen, Johannes.Brauers@lfb.rwth-aachen.de

2Forschungsgruppe Farbwissenschaft und Farbbildverarbeitung, RWTH Aachen University, Templergraben 55. 52056 Aachen

Dieser Beitrag beschreibt ein multispektrales Aufnahmesystem, das eine Kamera mit optischen Bandpassfiltern und eine Blitzlichtquelle einsetzt. Die Filter der Kamera sind in einem Filterrad angeordnet und befinden sich zwischen einem Graustufensensor und dem Objektiv. Für jede Filterradposition wird der Blitz innerhalb der Belichtungszeit der Kamera atlsgelöst und ein Graustufenbild aufgenommen. Anschließend werden alle Graustufenbilder zu einem Multispektralbild zusammengesetzt. Der Einsatz von schmalbandigen Filtern zur Aufspaltung des sichtbaren elektromagnetischen Spektrums in verschiedene spektrale Bänder reduziert die Lichtleistung am Sensor drastisch. Im Fall von kontinuierlichen Lichtquellen muss daher eine leistungsstarke Beleuchtung verwendet und entsprechend lange Belichtungszeiten gewählt werden. Im Gegensatz dazu gibt eine Blitzlichtquelle ihre Energie in einem sehr kurzen Zeitintervall ab und erlaubt damit kurze Belichtungszeiten sowie eine geringe Wärmeentwicklung.

In einer detaillierten Farbanalyse, bei der die Farbaufnahmegenauigkeit mit der Blitzlichtquelle gemessen sowie mit einer Halogenbeleuchtung verglichen wird, wird gezeigt, dass das beschriebene Aufnahmesystem sehr gut für multispektrale Aufnahmen geeignet ist. In Bezug auf die Blitzlichtquelle wurde ein mittlerer Farbfehler von 1.75 CIEDEOO ermittelt. In diesem Beitrag werden weitere praktische Aspekte in Bezug auf den Einsatz von Blitzlichtquellen diskutiert, wie z.B. die spektrale Wiederholgenauigkeit, die Homogenität der Beleuchtung, die Synchronisation und Kalibration des Systems. Um Intensitätsschwankungen des Blitzes auszugleichen, werden zwei Kalibrationsmethoden vorgestellt.

Optimalfarben für den Dreifarbdruck

Dipl.-Ing. Kathrin Happel, Prof. Dr.-lng. Edgar Dörsam, Institut für Druckmaschinen und Druckverfahren, Technische Universität Darmstadt

Optimalfarben sind all jene Farben, deren Remissions- oder Transmissionsspektren einen rechteckigen Verlauf und lediglich Sprünge' von 0 auf 1 und umgekehrt aufweisen. Bereits Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts wurden vbn H. E. Neugebauer die besten Optimalfarben für den Dreifarbdruck bestimmt, die jeweils zwei Bereiche des Spektrums ideal. remittieren und einen Bereich ideal absorbieren. Hieraus entstand im Laufe der Zeit der Mythos der 2/3-Farben.

Im Rahmen dieses Vortrags wird ein Vergleich der verschiedenen Theorien der besten Farben für den Dreifarbdruck angestellt. Dafür eignen sich insbesondere die Farbkörper, die sich aus der autotypischen Mischung der Primärfarben ergeben. Das Volumen eines Farbkörpers dient als Bewertungskriterium über die Güte der Primärfarben und ihrer Eignung für den Dreifarbdruck. Es wird gezeigt, dass die 2/3-Farben weit hinter den von Neugebauer festgelegten Optimalfarben zurückstehen. Außerdem wird die Frage aufgeworfen, ob nicht geeignetere Optimalfarben, als jene von Neugebauer, denkbar sind.

Übersicht über die CIE Aktivitäten

Gerhard Rösler,:groesler@xrite.com

Aufgabe der CIE in der internationaIen Normung ist die Erarbeitung von Grundlagennormen u.a. im Bereich Farbe, die von anderen Normungsorganisationen, z.B. ISO übernommen werden. Es werden die Arbeitsbereiche speziell in den Divisionen 1 und 2 dargestellt.

 

DfwG-Jahrestagung 2007

"Farbwissenschaft und ihre Anwendung in der Industrie"

Die 33. Jahrestagung der Deutschen farbwissenschaftlichen Gesellschaft e. V. (DfwG) im Deutschen Verband Farbe findet auf Einladung der Technischen Universität Darmstadt, Fachgebiet  Druckmaschinen und Drucktechnik (Prof. Dörsam) und Lichttechnik (Prof. Khanh) vom 9.-11. Oktober 2007 im Zentrum von Darmstadt statt. Der Tagungsraum im Schloß am Marktplatz 15 in Darmstadt ist S3 13 / 36.

Die Ausrichter und der DfwG Vorstand freuen sich auf viele Teilnehmer, interessante Vorträge, Dikussionen und Gespräche auch bei den Abendessen. Die Besichtigungen der beiden ausrichtenden Institute sowie der Firma Merck, führender Hersteller von modernen Effektpigmenten auf Einladung unseres Mitglieds Dr. Gabel, werden ebenfalls sehr interessant sein.

Der Vorstand dankt allen an der Organisation beteiligten Personen für Ihre Beiträge und freut sich, viele von Ihnen in Darmstadt zu treffen.

Die Teilnehmer der Tagung in Darmstadt

Bild: DfwG Report 3/2007

 

 

 

 

Dienstag, 9. Oktober 2007
Vorläufiges Programm

12:30 Gelegenheit zum Mittagessen

13:30 Arbeitssitzung AG Fluoreszenz (Dr. Puebla)
15:30 Pause
16:00 Fortsetzung
17:30 Ende

19:00 Vorbesprechung Jahrestagung im Darmstädter Ratskeller, Marktplatz 8, Darmstadt

Mittwoch, 10. Oktober 2007
Vorläufiges Programm

09:00 Arbeitssitzung AG Farbmetrik und Grundlagen (Dr. Kettler)
10:00 Pause
10:30 Arbeitssitzung AG Farbbildverarbeitung (Prof. Hill)
11:30 Arbeitssitzung AG Multigeometrie Farbmessung (Dr. Rösler)
12:00 Mittagspause

13:00 Eröffnung DfwG Jahrestagung 2007
Begrüßung, Ehrungen

13:30 Gastgebervorträge

14:00 Vorträge aus der AG Farbbildverarbeitung (Leitung Prof. Hill)
H. Kraushaar: Softproof
H. Helling: Spektrale Schätzung von Farbreizen aus den Signalen einer Multispektralkamera durch Erzeugen eines metameren Spektrums mit einem iterativen Schätzalgorithmus
H. Urban: Reproduktion von Multispektralbildern mit autotypischer Farbmischung
15:30 Pause
16:00 Institutsbesichtigungen: Lichttechnik und Druckmaschinen, Drucktechnik
x
17:30 DfwG Mitgliederversammlung
Tagesordnungsvorschlag

1) Genehmigung der Tagesordnung
2) Genehmigung des Protokolls der Mitgliederversammlung 2006 in Dresden
3) Bericht des Vorstands
4) Aussprache
5) Kassenbericht
6) Entlastung des Vorstands
7) Erklärung des Schatzmeisters
8) Kurz- und mittelfristige Finanzplanung für die DfwG
9) Statusberichte der Arbeitsgruppen
10) Diskussion, Beschlußfassungen

19:00 Tagungsabend im Bräustüberl, Goebelstraße 7, Darmstadt

Donnerstag, 11. Oktober 2007
Vorläufiges Programm

09:00 Vorträge
H. Becker: Messung der Richtungsabhängigkeit von farbmetrischen Kenngrößen bei LCD Monitoren
NN
NN
10:30 Pause
11:00 Vorträge
H. Gabel: Übersicht über die Typen und Herstellung von Interferenz Effektpigmenten (Vorbereitung auf die Besichtigung der Fa. Merck)
Fr. Hupp: Anforderungen der Druckindustrie für die Farbmessung von Perlglanz- / Interferenzeffektfarben
H. Rösler: Fortschritte bei der Normung von Meßverfahren für Interferenz Effektfarben
13:00 Ende der DfwG Jahrestagung 2007

Abfahrt zur Besichtigung der Firma Merck, Effektpigmente

 

DfwG-Jahrestagung 2006
26.-28.September 2006
Universität Dresden

"Farbwissenschaft und ihre Anwendung in der Industrie"

30.07.2006 www.dfwg.de (Quelle) Die 32. Jahrestagung der Deutschen farbwissenschaftlichen Gesellschaft e. V. (DfwG) im Deutschen Verband Farbe findet 2006 in Kooperation mit der Technischen Universität Dresden, Institut für Grundlagen der Gestaltung und Darstellung (IGGD), und mit Unterstützung des Instituts für Angewandte Photophysik (IAPP), der Universitätssammlungen "Kunst + Technik" / Kustodie sowie des Informations-Portals www.FarbenKompass.info als Medienpartner der TU, in Dresden statt.

Im Anschluß an die DfwG Tagung findet die Tagung "Farbinfo 06" des Deutschen Farbenzentrums im Deutschen Verband Farbe statt. Der Besuch der Vortragsveranstaltungen am Donnerstag 28.9.2006 ist sowohl für die DfwG als auch die DFZ Teilnehmer eingeschlossen. Die weiteren Tage der "Farbinfo 06" (bis 1.10.2006) können von DfwG Mitgliedern dazugebucht werden. DFZ-Programm siehe

Dienstag, 26. September 2006

12:30 Gelegenheit zum Mittagessen (Mensa Bergstraße)

Institut frür Angewandte Photophysik, Bayer Bau, HS...

13:30 Arbeitssitzung AG Fluoreszenz (Dr. Puebla)
15:30 Pause
16:00 Fortsetzung
17:30 Ende

19:00 Vorbesprechung Jahrestagung

Mittwoch, 27. September 2006

Institut frür Angewandte Photophysik, Bayer Bau, HS...

09:00 Arbeitssitzung AG Farbmetrik und Grundlagen (Dr. Kettler)
10:00 Pause
10:30 Arbeitssitzung AG Farbbildverarbeitung (Prof. Hill)
11:30 Arbeitssitzung AG Multigeometrie Farbmessung (Dr. Rösler)
12:00 Mittagspause (Mensa Bergstraße)

13:00 Eröffnung DfwG Jahrestagung 2006
Begrüßung, Ehrungen,

13:30 Gastgebervortrag: Institutsgeschichte und Forschungsprofil (Prof. Eng, Dir. des IAPP)
14:00 2 Vorträge aus der AG Farbbildverarbeitung (Leitung Prof. Hill)
15:00 Kurzpräsentationen der Postervorträge im Plenum
15:30 Posterausstellung und Kaffeepause
16:30 2 Vorträge

17:30 DfwG Mitgliederversammlung

19:00 "Schnittstelle Farbe II"
Eröffnung der tagungsbegleitenden Ausstellung der "Sammlung Farbenlehre"

Donnerstag, 28. September 2006

Institut frür Angewandte Photophysik, Bayer Bau, HS...
09:00 3 Vorträge
10:30 Exkursion
11:00 Besichtigung
13:00 Mittagessen (Mensa Bergstraße)

Plenum Hörsaalzentrum (HS 20)
14:00 Abschlußveranstaltung "Jahrestagung DfwG". Verleihung der DfwG Förderpreises
Vortrag des DfwG Förderpreisträgers

Auftaktveranstaltung zur "Farbinfo 06" des DFZ
Einzelheiten zum DFZ-Tagungsprogram

15:00 Kaffeepause
20:00 "Ent-Spannung" (Tagungsparty)
in der Hochspannungshalle / TU Campus, Mommsenstraße