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Verband der Ingenieure des Lack- und Farbenfaches e.V.

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Regionale
Veranstaltungen
 

 

 Bezirksgruppe
Leverkusen

colour-europe.de  - Krefeld. Die Lacktreffs am Rhein werden gemeinsam von VILF und der GDCh-Fachgruppe „Lackchemie“ veranstaltet. Nachdem seit 2008 das traditionelle „Et Bröckske“ in Krefeld nicht mehr für Diskussionsabende zur Verfügung stand, konnte mit dem Bayer-Gästekasino in Leverkusen ein neuer geeigneter Veranstaltungsort mit schönem Ambiente gefunden werden. Er liegt verkehrsgünstig (500 m zur S-Bahn, nahe dem Kölner Autobahnring) und hat gute Parkmöglichkeiten.

Themen und Termine werden durch die Verbände veröffentlicht. Durch die thematische Schwerpunkt-Bildung mit jeweils mehreren Beiträgen wird die Teilnahme noch lohnenswerter, zumal sich im Anschluss die Möglichkeit zu einem gemeinsamen Umtrunk bzw. Abendessen im Restaurant "Zum Löwen" oder im Sommer auf der Sonnenterrasse bietet. So kann Netzwerken sein!

Infos: www.vilf.de / www gdch.de/lackchemie
Adresse und Wegbeschreibung:
www.bayer-gastronomie.de/de/hotel-kasino.html Organisatoren/Ansprechpartner:
Thomas von Oppenkowski. (VILF) und
Prof. Thomas Brock (Hochschule Niederrhein und GDCh-Fachgruppe Lackchemie)

BG Leverkusen Lacktreffs 2012
mehr dazu

24.05.GDCh
13.09. VILF
29.11. GDCh

Nächste Veranstaltung:
18. Leverkusener Lacktreff

Am 24. Mai 2012 , um 18 Uhr im Bayer-Casino in Leverkusen, Kaiser-Wilhelm-Allee 3, 51373 Leverkusen (Anfahrt: www.bayer-gastronomie.de/de/hotel-kasino.html)

Es ist nicht alles Glanz… Erfassung und Steuerung des richtigen Matteffektes

Unsere Referenten:

Glanz und Glanzschleier, Brigitte Dicke – BYK-Gardner GmbH, Geretsried Glanz als eine optische Eigenschaft von Beschichtungen entsteht durch den Anteil gerichteter Oberflächenreflexion. Der Vortrag beschäftigt sich mit den Einflussfaktoren und den Möglichkeiten der Messung in Übereinstimmung mit der visuellen Beurteilung.

Mattierungsmittel – Vielfalt und Wirkungsweise mikroskaliger Füllstoff-Partikel zur Oberflächenstrukturierung, Dr. Manfred Oppermann – Colorants Coatings Consulting, Wuppertal Mikrostrukturierte Oberflächen und damit erwünschte diffuse Lichtstreuung lassen sich mittels definierter Füllstoff-Partikel - sogenannter Mattierungsmittel - generieren. Der Vortrag bietet einen kleinen Exkurs in das Gebiet lacktypischer Mattierungsfüllstoffe und zeigt Modellvorstellungen, Wirkungen und Nebenwirkungen auf.

Excimer-VUV-Strahlung zur Mattierung und Vernetzung von Acrylatlacken“, Dr. Carsten Riedel, IOT Innovative Oberflächentechnologien GmbH, Leipzig

Vorgestellt werden das Wirkprinzip und die technische Umsetzung der Vakuum-UV-Strahler zur neuartigen physikalischen Mattierung (ohne Mattierungsmittel). An die Beschreibung der „Real-Time Faltungskammer“ RTFK schließt sich ein Ausblick auf weitere Anwendungen der VUV-Strahlung an.

Im Anschluss an die Veranstaltung, also ca. 19:30/20:00 Uhr, besteht wieder die Möglichkeit zu einem gemeinsamen Umtrunk bzw. Abendessen im Restaurant "Zum Löwen". Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Anmeldungen sind nicht erforderlich. Kollegen, Freunde und Interessenten sind als Gäste gerne willkommen.

 

Bezirksgruppe
MOL
(Münsterland/
Ostwestfalen/Lippe)

 

BG MOL(Münsterland/Ostwestfalen/Lippe) 2012
08.03. Sikkative/AK-Harze
28.06. Farbmetrik
20.09. Verfahrenstechnik-Claassen

   
Bezirksgruppe
Nord
BG Nord
31.05. Bremen
20.09. Hamburg
 
Bezirksgruppe
Stuttgart
Branchen Treff Stuttgart
Farbe-Lack-Oberfläche 2012
03.05. Rheologie- Anton Paar/PPG
mehr dazu
Bezirksgruppe
Rhein/Main
nicht aktiv
   

Edwin Tafelmeier

www.ni-lack.de

NIL: Lacktreff „Neue Additive“

Fürth - Die NIL, Nürnberger Interessengruppe Lack, lädt zum nächsten Lacktreff am 17. April 2012 um 19 Uhr nach Nürnberg (wieder ins AROTEL) ein. Unterstützt wird der Abend von Nordmann, Rassmann. Die Referate:
1. Umweltfreundliche Additive: - Kennzeichnungsfreie Hautverhinderungsmittel und neue „short-chain“- Fluortenside. Referentin: Barbara Marinos-Patzke,  Leiterin AWT/Entwicklung Lackadditive, Gebietsverkaufsleiterin, Bernd Schwegmann GmbH & Co. KG
2. HDK® pyrogene Kieselsäuren als Additiv zur Rheologiesteuerung in wässrigen Lacksystemen. Referent: Dr. Jörg Heinlein, Technical Service Manager Silica, Wacker Chemie AG
Nach den Vorträgen lädt Nordmann, Rassmann zum gemeinsamen Abendessen mit Erfahrungsaustausch unter Kollegen ein. info@kiroff.de

 

VILF
Jahrestagung
2011

10.-12. 11.2011

Abstracts 2011

Die letzte Ölung?
Dr. Dietmar Eichstädt, Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V.

Mit der Verwendung erdölbasierter Rohstoffe hat die Lackindustrie entscheidende Fortschritte gemacht und technisch hochwertige Beschichtungsstoffe herstellen können. Aber Erdöl ist eine endliche Ressource und somit nicht nachhaltig. Generell wird von Politik und Öffentlichkeit ein Umstieg auf andere, nämlich nachwachsende Rohstoffe – auch Lackrohstoffe – gefordert, jedoch muss geprüft werden, ob dies technisch machbar ist und den qualitativen Anforderungen genügt. Andernfalls ist die Erfüllung der Nachhaltigkeitskriterien in Frage gestellt; ein erzwungener Abschied vom Erdöl ohne Rücksicht auf die Qualität der Ersatzprodukte ist sicher nicht zielführend. Dennoch scheint der Weg unumkehrbar zu sein. Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sind deshalb zu forcieren. Der Vortrag beleuchtet verschiedene Aspekte, die Einfluss auf die Umstellung der Rohstoffbasis haben.

Die Grüne Welle
Dr. Peter Grochal, Dr. Grochal Consulting

Abgesehen von temporären Wirtschafts- und Finanzkrisen gibt es auf unserem Planeten einige Megatrends, die ernsthaft unsere Zukunft bedrohen. Die wichtigsten davon sind sicherlich die Klimaänderung und der schnelle Verbrauch der fossilen Brennstoffe wie Erdöl und Erdgas. Neben diesen globalen Faktoren sind es auch die regionalen Einflüsse wie Versäuerung, Überdüngung und photochemische Smog-Bildung, die die Umwelt nicht minder schädigen. Daher ist es folgerichtig, dass auch die Lack- und Druckfarbenindustrie nach Wegen sucht, mit ihrem Beitrag die Umweltprobleme im Gleichgewicht zu halten. Traditionsgemäß verwendet unsere Branche ganze Mengen nachwachsender Rohstoffe, und die Anzahl ist erfreulicher Weise steigend. Sind aber alle diese Produkte auch „grün“ genug? Erst eine Analyse der Rohstoffe und des Lebenslaufes eines Produktes zeigt, ob es sich um ein ökologisches, ökoeffizientes oder sogar um ein nachhaltiges Produkt handelt. Bedingt durch die progressive Entwicklung der Bewertungsmethoden in der Bauindustrie wurde auch die Beschichtungsindustrie mit erfasst und hat heute die besten Möglichkeiten ihre Produkte objektiv zu beurteilen. Im Vortrag wird die aktuelle Bewertungsmethodik für Beschichtungen aufgezeigt.

Coating ohne Erdöl – Unsere Rohstoffe haben wir geerntet!
Dr. Ulla Eggers, Reincke Naturfarben GmbH, Buxtehude

Die Natur gab uns die Idee. Farben und Lacke vom Acker sind heute kein Traum ökologisch bewusster Bauherren mehr, sondern bieten Chancen für ein wohngesundes Leben.

Naturfarben werden aus natürlichen, mineralischen und möglichst nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Wichtige Entscheidungskriterien bei der Auswahl der Rohstoffe sind hohe Humanverträglichkeit, gute Umweltverträglichkeit und hervorragende technische Eigenschaften. Die Erfüllung hoher technischer Anforderungen ist die wesentliche Voraussetzung beim Einsatz der Farben. Wasserfestigkeit, hohe Deckkraft, Chemikalienbeständigkeit sind u.a. Ansprüche, die an die Auswahl der natürlichen Rohstoffe gelegt werden. Zu den besonderen technischen Vorteilen gehören die Bildung elastischer Filme, einfache Renovierbarkeit und vor allem der Erhalt der natürlichen Werkstoffeigenschaften der Hölzer. Die Anwendungsgebiete sind sehr vielfältig und geeignet für den privaten Bauherren, den Verarbeiter und die Industrie.

Das Auswahlkriterium „natürlich“ ist aber kein hinreichendes Argument. Auch Naturstoffe können Gesundheitsgefahren und Umweltbelastungen mit sich bringen. Diese Grenzen gilt es auszuloten, denn unsere Verantwortung gilt der Gesundheit des Menschen und der Schonung unserer Umwelt.

Autoreparaturlackierung – Komplettaufbau mit wasserbasierenden Systemen
Dr. Uwe Rohr, MIPA AG

Die Verringerung der Lösemittelemission bei der Autoreparaturlackierung ist weiterhin ein zentrales Thema. Während Wasserbasislacke spätestens seit 2004 aufgrund der VOCReglementierung die lösemittelhaltigen Basislacke abgelöst haben, sind die typischen Vormaterialien wie Spachtel, Haftgrundierung, Grundierfiller, Schleiffüller, Nass-in-Nass-Füller und auch der Klarlack noch von lösemittelhaltigen Systemen dominiert. MIPA AG hat deshalb als weltweit erster Anbieter einen kompletten Reparaturaufbau auf Wasserbasis entwickelt und dadurch die Grundlage für die weitere Verringerung der Lösemittelemission zukünftiger Autoreparaturlackierungen geschaffen.

Die Hauptvorteile des wasserbasierten Aufbaus zur Emissionsreduzierung sind: 􀂄 Reduktion der Lösemittelemission bei der Autoreparaturlackierung durch den Einsatz wasserbasierter Systeme in allen Schichten um ca. 55 % 􀂄 Schutzwirkung, mechanische Eigenschaften und Chemikalienbeständigkeit sind vergleichbar mit Standard-Lösemittelaufbauten 􀂄 Die Arbeitsgeschwindigkeit mit wasserbasierten System ist etwas geringer im Vergleich zu Lösemittelsystemen, kann mit Anblasdüsen aber beschleunigt werden. 􀂄 Kein zusätzliches Investment für den Lackierbetrieb 􀂄 Kaum Umstellung der gewohnten Arbeitsweise 􀂄 Wirtschaftlichkeit Diese Aussagen werden durch messtechnische Ergebnisse (Vergleich wasserbasierter Aufbau zu konventionellem Aufbau) untermauert. Im Einzelnen werden folgende Messergebnisse vorgestellt:

􀂄 Salzsprühnebelprüfung 􀂄 Q-UVA-Test 􀂄 Chemikalienbeständigkeit 􀂄 Erichsen-Tiefung 􀂄 Steinschlagtest 􀂄 Kugelschlagprüfung 􀂄 Amtec-Kistler-Waschstrassentest 􀂄 Vergleich der Arbeitsgeschwindigkeiten 􀂄 VOC-Bilanz bei der Umlackierung eines Kleinwagens

Coatings aus Pflanzenöl – Anspruch und Wirklichkeit
Wolfgang Geuking, Technical Sales Manager Coatings and Polymers, Croda Nederland B.V.

Bereits seit Urzeiten werden Harze für Beschichtungen auf der Basis nachwachsender Rohstoffe hergestellt. In dieser Tradition steht auch die Croda mit ihren Produkten auf der Basis von Pflanzenölen. Als Beispiel für eine bekannte Anwendung seien hier die Alkydharze genannt, die bis zu 80 % aus natürlichen Fettsäuren bestehen. Aber es gibt eine viel breitere Palette von Anwendungen, in denen oleochemische Produkte auf Grund ihrer technischen Vorteile verwendet werden. Insbesondere Dimerfettsäuren eröffneten viele Möglichkeiten in Polykondensations und Polyadditionspolymeren, z.B. reaktiven Polyamiden für Epoxyhärter, hydrolysestabile Polyester und Epoxyester. Durch kontinuierliche Innovationen stellt Croda stets mehr Funktionalitäten bereit, um den Anteil nachwachsender Rohstoffe in Harzsystemen als auch in Tensiden für wasserbasierende Beschichtungssysteme kontinuierlich zu verbreitern, womit häufig sogar bessere Eigenschaften erhalten werden als mit auf Erdöl basierenden Produkten. Beispiele hierfür sind hydrolysebeständige Polyurethandispersionen, Schlagzähigkeitsverbesserer für Epoxide, niedrigviskose, VOC-freie amin-funktionelle Epoxidhärter sowie flexibilisierende Komponenten für strahlungshärtende Beschichtungen.

Polyurethandispersionen auf Basis nachwachsender Rohstoffe – auf zu neuen Ufern! -  Eine etablierte Bindemittelklasse in völlig neuen Anwendungen – VOC freie Produkte für Farben & Beschichtungen
Dr. Manfred Diedering, Alberdingk Boley GmbH

Mit zunehmender Wichtigkeit der Schonung von Ressourcen und stetig steigenden Preisen für mineralölbasierte Rohstoffe wächst der Druck und der Willen, bei Neuentwicklungen verstärkt auf nachwachsende Rohstoffe zurückzugreifen.

Bei Beschichtungsstoffen sind die Alkydharze und die Polyurethane unter den wichtigen Stoffgruppen, die zu einem bedeutenden Anteil auf nachwachsender Basis hergestellt werden können. Besonders Polyurethandispersionen sind aufgrund der breiten Variationsmöglichkeiten in Bezug auf die chemischen und mechanischen Eigenschaften prädestiniert für den Einsatz in immer neuen Anwendungsgebieten. Ein Bereich, in dem es aufgrund der üblicherweise eingesetzten Rohstoffbasis (Styrolacrylate) schwierig ist, auf nachwachsender Basis zu arbeiten, sind Farben, insbesondere Innenwandfarben. In diesem Bereich sind für ein gesundes Wohnklima eine Reihe zusätzlicher Anforderungen zu erfüllen.

Alberdingk Boley stellt aktuelle Entwicklungen auf einem Gebiet vor, das für PUD Neuland darstellt: Bindemittel für Innenwandfarben mit einem bedeutendem Anteil nachwachsender Rohstoffe, die gleichzeitig amin- und VOC-frei sind.

Alkydharze – naturnahe Bindemittel Gestern – Heute – Morgen
Dr. Monika Schneider, ATCOAT GmbH

Noch lange nicht „zum alten Eisen“ gehören die sich seit ca. 1930 im Einsatz befindlichen Alkydharze. Mit Ihrem hohen Anteil an biologisch erneuerbaren Rohstoffen stellen sich diese Harze den aktuellen Anforderungen des Nachhaltigkeitsgedanken und der Umweltfreundlichkeit. Während es sich früher um eher lösemittelreiche, oft auch dunkler gefärbte Alkydharze handelte, hat diese altbekannte Gruppe der Kunstharze eine enorme Entwicklung durchgemacht hin zu qualitativ hochwertigen, lösemittelarmen bzw. -freien Harzsystemen. Es werden die prägnanten Meilensteine aufgezeigt und heutige High-Solid-Alkydsysteme als auch Alkydemulsionen vorgestellt.

Wie ein Ausblick zeigen soll, wird das Potential der Alkydharze auch in Zukunft noch nicht ausgeschöpft sein.

Umweltfreundliche Additive – ein systematischer Ansatz
Dr. Gerald Kirchner, BYK Chemie GmbH

In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach „grünen“ Formulierungen deutlich gestiegen. Wissenschaftliche Forschungseinrichtungen überall auf der Welt wie auch verschiedene Unternehmen sind daher längst damit beschäftigt, umweltfreundliche Lacksysteme – einschließlich der entsprechenden Bindemittelsysteme und Pigmente – zu entwickeln. Deshalb ist es notwendig, dass die Additive, die in derlei Beschichtungen zum Einsatz kommen, ebenfalls das Kriterium „grün“ erfüllen.

Dieser Vortrag gibt eine Definition, was „grün“ bedeutet und welche Kriterien als besonders umweltfreundlich gelten. Ferner wird eine systematische Herangehensweise an „grüne“ Additive beschrieben.

Grünes Wachs für Blauen Engel -  Mattierung von umweltfreundlichen Lacksystemen mit einem Polymer-Wachs aus nachwachsenden Rohstoffen
Petra Lenz, BYK Chemie GmbH

Herkömmliche Wachsadditive basieren auf synthetischen Rohstoffen. Diese Produkte eignen sich zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften von Lacken. Ihr Einfluss auf die Mattierung ist abhängig von der Teilchengröße und -basis. Sie zeichnen sich durch gute Einarbeitbarkeit aus und wirken nur gering viskositätserhöhend. Im Vergleich zu Silika-Mattierungsmitteln weisen die Teilchen eine geringere Oberfläche auf, so dass die Glanzreduzierung niedriger ist. Auch finden fossile Rohstoffe wie Paraffin Einsatz. Produkte auf dieser Basis zeichnen sich durch gute Wasserabweisung und Blockfestigkeit aus. Natürliche Rohstoffe wie Bienenwachs oder Carnaubawachs sind nicht in gleichbleibender Qualität erhältlich und nur begrenzt verfügbar.

Mit einem natürlichen Polymer wurde ein neuartiges Material entwickelt, das sich durch herausragende Mattierungseigenschaften und einem angenehmem Griff auszeichnet. Die Qualität der Oberflächen von umweltfreundlichen Lacksystemen wird darüber hinaus erhöht.

Kriminelle Bedrohungen in Industrie und Wirtschaft
Andreas Nenner, Infineon Technologies Dresden GmbH

􀂉 Polizeiliche Kriminalitätsstatistik 􀂉 Hellfeld vers. Dunkelfeld 􀂉 Plagiate – Beispiele 􀂉 Wirtschaftsspionage 􀂉 Täter und Tatgründe 􀂉 Projekt „Sicheres Unternehmen“

Welches Grün hätten Sie gern?
Susanne Struck, Evonik Tego Chemie GmbH

In diesem Vortrag gewähren die Autoren Einblick in die Anforderungen, die heute an einen High-Performance-Additivhersteller aus der Lack- und Druckfarbenindustrie herangetragen werden. Sie diskutieren exemplarisch die Kriterien für "grüne Produkte" gehen der Frage nach, ob der Einsatz nachwachsender Rohstoffe der einzige ökologisch valide Approach ist. Schließlich wird anhand von Anwendungsbeispielen aufgezeigt, wie unter anderem durch Veredlung (chemischer Modifizierung) nachwachsender Rohstoffe sehr leistungsfähige Additive entwickelt werden können.

Eastman Solus™ family of performance additives driving compliance and performance for high solids and waterborne coatings
Hans van der Kort, Eastman Chemical BV

The Eastman Solus™ family of performance additives is specifically engineered to help formulators meet their Volatile Organic Compound (VOC) needs/requirements and performance goals. Derived from natural and renewable cellulose material, these products offer maximized performance across a broad range of applications and help deliver improved productivity and regulatory compliance. Past two European Coatings Shows new cellulose ester grades have been launched for high solids solventborne coatings systems. This year our latest innovation, a cellulose ester for waterborne coatings systems has been added to the cellulose ester family of products. (Vortrag wird auf Deutsch gehalten werden)

Pribelance – Ein innovatives naturbasierendes multifunktionelles Additiv zur Vereinfachung von Lack- und Farbenformulierungen
Dr. Jörg Schrickl, CABB GmbH

Formulierungen für Lacke und Farben bestehen aus einem Gemisch unterschiedlicher Komponenten. Dabei kann die Komplexität der entwickelten Formulierung einen Grad erreichen, der aus wirtschaftlicher und logistischer Sicht eine zwingend notwendige Vereinfachung der Produktrezeptur erforderlich macht. Mit Hilfe eines neu entwickelten, innovativen Additivs in Form von Dipropylenglykolisobornylether (Markenname: „Pribelance“) steht ein multifunktionell wirksames Produkt zur Verfügung, mit dem aufgrund seiner kombinierten Eigenschaften oft mehrere Additive gleichzeitig ersetzt bzw. reduziert werden können. Als naturbasierendes VOC-freies Additiv folgt es dem aktuellen Markttrend und passt ideal auch zu Formulierungen, um ökologische und nachhaltige Aspekte berücksichtigen zu können. Es ermöglicht die Substitution von Verlaufs-, Netz-, und Koaleszenzmitteln sowie von Entschäumern, Co-Emulgatoren und Dispergierhilfsmitteln und eignet sich zur Formulierung wässriger Acrylat-, Alkyd- und PU-Systeme. Hierbei ergeben sich ein guter Verlauf und eine gute Untergrundbenetzung sowie die Verhinderung von Schaum, die Verlängerung der Offenzeit und eine Optimierung der Trocknungszeit bei hoher Effizienz und Stabilisierung von Dispersionen und Emulsionen. In lösemittelhaltigen Lacken verringert es die Viskosität, erhöht den Festkörperanteil und führt zu einer Verbesserung des Verlaufs bei gleichzeitig niedrigerem VOC-Gehalt. In oxidativ trocknenden Systemen wird durch Zusatz dieses Additivs eine schnellere Durchtrocknung durch Verlängerung der Offenzeit erreicht.

Nachhaltige Enkapsulierung biozider Wirkstoffe -  Kontrollierte Freisetzung, verlängerte Wirksamkeit, gesteigerte Effizienz
Dr. Patrick Schwarzentruber, Omya Development AG

Hintergrund: Biozide können auf Nano- oder Mikropartikel durch Adsorption, physikalische Enkapsulierung oder chemische Konjugation aufgetragen werden. Die Vorteile solcher Technologien liegen klar auf der Hand – die antimikrobiellen Wirkstoffe weisen dadurch eine deutlich höhere Stabilität/Aktivität auf. Zudem kann die Freisetzung der Wirkstoffe kontrolliert bzw. verzögert werden.

Ziel der Studie: Modifiziertes Calciumcarbonat (MCC) wurde als Adsorbens für Glutaraldehyd, (1,2-Ethanediylbis(oxy))-bis-methanol sowie einer Mischung von 5-Chlor-2- methyl-2H-isothiazol-3-on und 2-Methyl-2H-isothiazol-3-on (3:1) benutzt. Das MCC wurde anschließend enkapsuliert.

Das primäre Ziel der Studie war die Evaluierung der Diffusion der jeweiligen Wirkstoffe durch die poröse Struktur des MCC’s. Zusätzlich wurde geprüft, ob durch die zusätzliche Enkapsulierung eine erhöhte Temperaturstabilität der Wirkstoffe erreicht werden kann.

Zusammenfassung: Die Ergebnisse zeigten, dass die Adsorption von Bioziden auf MCC mit anschließender Enkapsulierung eine vielversprechende, neue Strategie zur kontrollierten Freisetzung von Wirkstoffen sowie zur Erhöhung deren Stabilität/Aktivität führt.

Eisenoxidpigmente ohne Erdöl? – Nicht nur Anspruch sondern Realität!
Dr. Volker Schneider, Lanxess Deutschland GmbH

Im Farbe und Lackbereich sind Eisenoxidpigmente mit einem Jahresbedarf von ca. 200.000 Tonnen mengenmäßig die mit Abstand größte Klasse an Buntpigmenten. Aufgrund ihrer Stabilisierung durch UV-Absorption bewirken Eisenoxidpigmente eine Verlängerung der Lebensdauer von Beschichtungen und leisten damit auch einen Beitrag zur Einsparung von Erdöl.

Als führender Hersteller von Eisenoxidpigmenten leistet LANXESS Inorganic Pigments mit seiner Bekenntnis zur "Nachhaltigkeit aus Prinzip" einen merklichen Beitrag zur Schonung der natürlichen Ressourcen. Bei der Herstellung der Eisenoxidpigmente in dem LANXESS Werk in Porto Feliz in Brasilien wird die benötigte Energie zu 100 % aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen.

Auch im Werk in Krefeld-Uerdingen wird durch konsequente Nutzung der Reaktionswärme und durch Prozessoptimierungen der Bedarf an fossiler Energie um ca. 30 % reduziert. Nachhaltigkeit geht aber über den Verbrauch von fossilen Energien hinaus. Im Gegensatz zu anderen weit verbreiteten Herstellmethoden für Eisenoxidrotpigmente, wird in Krefeld- Uerdingen der Laux-Prozess eingesetzt. Bei der Herstellung der Laux-Rot Pigmente werden im Gegensatz zum Direktrotverfahren keine Stickoxide emittiert.

   

 

Abstracts der VILF-Tagung 2003 -  

  2003




Hans-Dieter Christian
(im Bild rechts)
Protokollführerin Angela  Cackovich (im Bild Mitte)
Jürgen Heupel (im Bild links)

Seemann 2000.jpg (17714 Byte)






Aktuell bedauerte der Verband den Rücktritt
d
es 2.Vorsitzenden Uwe Seemann (Bild rechts) .

Abstracts der VILF-Tagung 2003 -  
Lackindustrie am Rockzipfel der Großchemie?
Dispersionsfarben effektiv formulieren - Eine neue Generation von assoziativen Rheologieadditiven
Synthetische, amorphe Aluminiumsilikate haben sich seit Jahrzehnten als Pigmentextender in Dispersionsfarben für
innen wie auch außen bewährt.
Umsetzung der Lösemittelverordnung in Deutschland. Neue Wege der Emissionsminderung
2007! - VOC in Bautenanstrichstoffen – Regulierung durch die „Decopaint-Directive"
Neue Möglichkeiten durch den Einsatz wasserverdünnbarer silikonmodifizierter Polyurethandispersionen
Welche Freiräume lässt uns die Gesetzgebung in Europa bei der Entwicklung und Formulierung von Lacken und Farben? (VOC, GefahrstoffVO, etc.)
Innovative Wege zur Optimierung der Kunststoffteilelackierung
Neue Umweltweltverträgliche Wege der Mattierung
Einfluss von Rohstoffen auf die Formulierung von Innendispersionen unter dem Gesichtspunkt Der EN 13300
Chromfreie Korrosionsschutzsysteme für Magnesiumwerkstoffe
Aliphatische Polyisocyanate
Welche Anforderungen muss der Verarbeiter bei der Anlagenkonzeption in Zukunft zusätzlich erfüllen
Vom Landmaschinenhersteller mit lösemittelhaltigen Tauchlacken zum Hubtischhersteller mit Hydrospritzlacken.
Wenn Gelb Grün sein kann

Lackindustrie am Rockzipfel der Großchemie?
Auswirkungen der neuen europäischen Chemikalienpolitik auf eine mittelständische Zubereitungsindustrie
Michael Bross, Verband der deutschen Lackindustrie e.V.

Im Februar 2001 veröffentlichte die EU-Kommission ihr Weißbuch „Strategie für eine zukünftige Chemikalienpolitik". Anfang Mai 2003 wurden dann auf 1.200 Seiten die Vorstellungen der beiden Generaldirektionen Umwelt und Unternehmen zur konkreten Umsetzung der Chemikalienpolitik dargelegt. Dieses Dokument wurde im Internet veröffentlicht und konnte von allen betroffenen Kreisen sowie den Bürgern der EU kommentiert werden. Im Rahmen dieser Internet-Konsultationen sind über 6.000 Stellungnahmen bei der EU-Kommission in Brüssel eingegangen. In dem Vortrag soll Anfang Dezember auf die aktuellen Entwicklungen bei der Gesetzgebung zur Chemikalienpolitik eingegangen werden.

Außerdem wird der Vortrag die wesentlichen Elemente der vorgesehenen Neuordnung darstellen. Das REACH-System und seine Auswirkungen auf mittelständische Zubereitungsindustrien, die vorgeschlagenen, sehr umfangreichen Informationspflichten entlang der Produktkette sowie die besonderen Vorschriften, die die Downstream Users betreffen, werden erläutert. Die Lackindustrie als eine der wesentlich betroffenen Zubereitungsindustrien hat sowohl über ihren europäischen Verband CEPE als auch über den deutschen Branchenverband VdL umfangreiche Stellungnahmen zu den Vorschlägen der beiden Generaldirektionen vorgelegt. Die Kritikpunkte der Lackindustrie und die Vorschläge für eine vereinfachte und sinnvolle Neuordnung der Chemikalienpolitik aus Sicht der Lackindustrie werden ebenfalls vorgestellt werden.

Dispersionsfarben effektiv formulieren - Eine neue Generation von assoziativen Rheologieadditiven
Angela Cackovich, Marketing Coating Additives, ER

Die heutige Wirtschaftslage, die Wettbewerbssituation und die Industriestruktur des Baufarbensektors verstärken den Druck zu weiteren Einsparungen und Optimierungen. Es ist eine Herausforderung Herstellungskosten und Anzahl der Rohstoffe zu reduzieren, Gewinne zu erhalten und dabei gleichwertige oder sogar höherwertige Farbenqualitäten zu produzieren. Farbenherstellern stehen begrenzte Möglichkeiten zur Verfügung diese Ziele zu erreichen. #Während der letzten Jahre konzentrierte sich die Forschung von Rohm and Haas darauf, dieser Herausforderung mit innovativer Technologie entgegenzutreten. Drei verschiedene Konzepte wie Farbenhersteller neue Rheologieadditive einsetzen können, sind Inhalt diesesVortrags.Zwei Möglichkeiten basieren auf neuen Generationen von Rheologieadditiven mit erhöhter Bindemittelreaktivität, wobei das einzigartige Rheologieprofil einiger Produkte den Ersatz von traditionellen Produktkombinationen ermöglicht, d.h. die Anzahl der Rohstoffe reduziert. Der dritten Ansatz zeigt flüssige Alternativen zu pulverförmigen Verdickern auf, die Rohstoff- und Herstellungskosten senken und eine Optimierung der Farbenqualität ermöglichen.

Synthetische, amorphe Aluminiumsilikate haben sich seit Jahrzehnten als Pigmentextender in Dispersionsfarben für innen wie auch außen bewährt.
Andreas Feller, Degussa AG

Diese Produktgruppe gilt ökologisch und toxikologisch als weitgehend unbedenklich. Die am Markt angebotenen Produkte unterscheidensich in ihrer Morphologie und zeigen daher auch ein etwas unterschiedliches anwendungstechnischesVerhalten. Die Kombination der Pigmenten, Pigmentextender und Füllstoffen ist für die Anwendung der Dispersionsfarbe von hoher Bedeutung. In der vorliegenden Arbeit wird die Kombination von Sipernat 820 A mit einem neuentwickelten Talk untersucht. Mit dieser Kombination ist es möglich, das Weißpigment Titandioxid noch besser zur Geltung zu bringen und gleichzeitig den in der Praxis gewünschen Matteffekt gezielt einzustellen. Die Eigenschaften der vorgestellten "neuen" Dispersionfarben wurden mit den gängigen lacktechnischen Untersuchungsmethoden ermittelt. Daneben wurden zur Charakterisierungauch moderne physikalische Verfahren wie REM und TEM eingesetzt.

Umsetzung der Lösemittelverordnung in Deutschland. Neue Wege der Emissionsminderung
Ludger Glesmann, Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Landwirtschaft

Mit der Lösemittelverordnung werden neue Anforderungen für die Verwendung von Lösemitteln und damit auch an viele Anwender und Hersteller von Farben und Lacken gestellt. Dabei gibt die Verordnung großen Spielraum, um die Emissionsminderung zu erreichen, wie die Einhaltung von Emissionsgrenzwerten oder Primärmaßnahmen im Rahmen eines Reduzierungsplanes. Neue Wege erfordern auch neue Verfahren, um beispielsweise die Einhaltung der Anforderungen wie Lösemittelbilanzen oder verbindliche Erklärungen zur Verwendung lösemittelarmer Einsatzstoffe zu dokumentieren.

2007! -
VOC in Bautenanstrichstoffen – Regulierung durch die „Decopaint-Directive"

Ernst Häring, Akzo Nobel Deco GmbH

Der Ursprung der „Decopaint-Directive" sind internationale Abkommen zum Schutz der Menschen und der Natur durch Begrenzung von Emissionen, die bodennahes Ozon erzeugen. In 1994 legte die niederländische Regierung einen ersten Vorschlag zur Begrenzung von Volatile Organic Compounds (VOC) vor.
Da dieser Vorschlag völlig unakzeptable Beschränkungen enthielt, erarbeitete der europäische Lack- und Druckfarbenverband CEPE 1996 einen Vorschlag, der für lösemittelverdünnbare und für wasserverdünnbare Beschichtungsstoffe ehrgeizige aber voraussichtlich machbare Grenzwerte nannte. In einem internen Diskussionsprozess hatte sich die europäische Lackindustrie zu einem proaktiven Vorgehen entschlossen.

Die EU-Kommission setzte Gutachter zur Erarbeitung von eigenen Vorschlägen ein, CEPE veröffentlichte 2001 einen modifizierten Vorschlag. Am 23.12.2002 gab die Kommission den ersten Entwurf für die Directive heraus, mit dem sich seither verschiedene Gremien der Politik befassen: Parallel laufen Prozesse im Europaparlament und im Ministerrat der Umweltminister und ihrer Fachleute. Industrie und Handwerk sehen dabei mit erheblichen Sorgen, wie die Belastbarkeit einer Industrie und eines Handwerks erprobt werden soll, die sich ohnehin in einer sehr schwierigen Phase befinden. Die von CEPE bereits erbrachten Vorleistungen fanden leider nicht immer die verdiente Anerkennung.

Der Entwurf der Direktive gliedert die Bautenanstrichstoffe in 16 Produktkategorien, die jeweils in lösemittel- und in wasserverdünnbare Systeme unterteilt sind. Für diese Unterkategorien sind die VOC-Gehalte (verarbeitungsfertig!) in Gramm pro Liter für die Vermarktung ab 01.01.2007 und 01.01.2010 festgelegt. Der Vortrag geht auf die einzelnen Kategorien ein und diskutiert die Auswirkungen der Grenzwerte.

Dem ursprünglichen auf die Umwelt zielgerichteten Entwurf sind noch weitere Forderungen aufgepfropft worden, die die Umsetzung erheblich erschweren. Die Diskussion zwischen Ministerrat, EU-Parlament und EU-Kommission ist jedoch noch nicht zum Stillstand gekommen und wird von CEPE und den nationalen Verbänden kritisch und konstruktiv verfolgt.

Neue Möglichkeiten durch den Einsatz wasserverdünnbarer silikonmodifizierter Polyurethandispersionen
Markus Hallack, Tego Chemie GmbH

Polyurethandispersionen decken heute eine breite Palette an verschiedensten Anwendungen im Bereich der Beschichtungsstoffe ab. Durch den Einsatz verschiedener Bindemittelbausteine wie Polyesterdiole oder Polyetherdiole kann man die Eigenschaften von Polyurethandispersionen entscheiden beeinflussen. In diesem Vortrag werden die Eignung von reaktiven Silikonen als Bindemittelbaustein für Polyurethandispersionen und die anwendungstechnischen Besonderheiten dieser neuen Bindemittelklasse für verschiedene Bereiche der Lackindustrie vorgestellt.

Welche Freiräume lässt uns die Gesetzgebung in Europa bei der Entwicklung und Formulierung von Lacken und Farben? (VOC, GefahrstoffVO, etc.)
Dr. Klaus Hinrichs, Cognis Cognis Deutschland GmbH & Co.KG

Angesichts der inflationären Entwicklung von Gesetzen, Regeln und Grenzwerten, die die Rohstoffgewinnung, -verarbeitung, Anwendung und Entsorgung regulieren, soll die Frage untersucht werden, welche Freiräume zur Weiterentwicklung für die Herstellung von Lacken + Farben noch bestehen. Mit der gegenwärtigen Novellierung der Chemikaliengesetze unter dem Stichwort REACH ist dieses Thema z.Zt. wieder brandaktuell. Trotz aller Einschränkungen kann jedoch gezeigt werden, dass sich neue Möglichkeiten bieten, so können z.B. nachwachsende Rohstoffe eine Basis sein, um bestehende Anwendungen weiter auszubauen und neue Felder dazu zu gewinnen.

Innovative Wege zur Optimierung der Kunststoffteilelackierung
Dipl.-Ing.(FH) Ulrich Hoffmann
Gruppenleiter in der Abteilung Lackiertechnik
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), Stuttgart
verantwortlich für: Optimierung und Planung von Lackierprozessen, lackiertechnische Bauteileentwicklung für Automobil-Kunststoffteile, Prüftechnik, Erstellung von Gutachten, Umsetzung neuer Lackiertechnologien vor Ort

Der hohe Zuwachs an Kunststoffanwendungen - vor allem im Automobilbau - erfordert auch zunehmend qualitativ hochwertige und wirtschaftliche Oberflächentechniken. Die notwendigen Innovationen zur Qualitätserfüllung und zur Nutzung der Rationalisierungspotenziale sind bei den Lackierprozessen auch in Verbindung mit den Umweltauflagen durch geeignete Untersuchungs- und Bedwertungsmethoden zu erproben und umzusetzen. Beispiele sind:

  • Reduzierung des Prozessumfangs (Funktionsschichten)
  • neue Lackierqualitäten (UV-Lacke, Nanomaterialien)
  • hocheffektive Lackierverfahren (Zerstäubungsverfahren, Lackrecycling, Warenträger)
  • innovative Lackieranlagentechnik mit schneller Produktumsetzung (z.B. numerische
    Simulation)
  • neue Fertigungskonzepte (In-Mould-, Pre- und In-Line-Press-Coating)

Neue Umweltweltverträgliche Wege der Mattierung
Peter Katholnig, Luzenac Europe

Die Verwendung plättchenförmiger silikatischer Füllstoffe für die Mattierung von Wandfarben. Die Einflüsse auf die unterschiedlichen Farbeigenschaften sowie notwendige Schritte bei der Umformulierung.

Einfluss von Rohstoffen auf die Formulierung von Innendispersionen unter dem Gesichtspunkt Der EN 13300
Dipl.-Ing. Wolfgang Könner, Kronos International Inc.

April 2001 ersetzte die EN 13000 die DIN 53778. Hierin enthalten sind die Prüfbestimmungsnormen ISO 11998 (Nassabriebbeständigkeit) und die ISO 6504-3 (Kontrastverhältnis). Die Durchführung unterscheidet sich gravierend von DIN 53778-2 und DIN 53778-3. Es wird der Einfluss von Bindemitteln, Filmbildehilfs-mitteln, Dispergiermitteln, Füllstoffen und Pigmenten auf die Einteilung von Innendispersionsfarben bezüglich der EN 13300 beschrieben.

Die Untersuchung der Polymerdispersionen ergab eine gute Korrelation zwischen DIN 53778 Teil 2 und ISO 11998. Dieses ist bei Filmbildehilfsmitteln und Dispergiermitteln nicht gegeben. Die sehr viel kürzere Prüfzeit nach ISO 11998 führt zu einer geringen Einwirkzeit der Waschflüssigkeit, worüber der Einfluss wassersensibler Rohstoffe kaum differenzierbar ist. Härtere Füllstoffe führen offensichtlich zu einem geringeren Nassabrieb. Das Deckvermögen nach ISO 6504-3 beeinflussen sie über die Verteilung des Titandioxid-Pigmentes, außerdem durch Helligkeit, Farbton und Dry-hiding. Die Untersuchung verschiedener Titandioxid-Pigmente ergab zwei Formulierungswege. In Verbindung mit Styrol-Acrylaten empfehlen sich universell einsetzbare Pigmente, während sich bei Terpolymeren auf Vinylacetatbasis mit einer breiten Teilchengrößenverteilung die Kombination mit Spezial-Dispersionsfarbenpigmenten empfiehlt.

Chromfreie Korrosionsschutzsysteme für Magnesiumwerkstoffe
Prof. Dr. rer. nat. habil. Peter Kurze, AHC Oberflächentechnik Holding GmbH, Kerpen

In vielen Bereichen ist ein alter und zugleich neuer Werkstoff – Magnesium – als leichtester aber auch unedelster metallischer Konstruktionswerkstoff sehr aktuell geworden. Aus seiner Geschichte heraus ist es ein typisches „europäisches Metall", an dem viele namhafte Persönlichkeiten arbeiteten. In [1] werden schon 1939 umfangreiche Applikationen von Magnesiumwerkstoffen veröffentlicht. Durch die Wirren des 2. Weltkrieges gingen viele Erfahrungen zu diesem hochwertigen Werkstoff verloren.

Magnesium ist eine Herausforderung unserer Zeit und gehört bei weitem nicht zum „alten Eisen". Masseeinsparungen bei guter mechanischer Festigkeit, Recyclefähigkeit sind in vielen Bereichen wie Automobilbau, Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau und Elektronik aktueller denn je. Ein zentrales Thema ist in diesem Zusammenhang der Korrosionsschutz, da der Magnesiumwerkstoff aufgrund seines unedlen Charakters (Standardreduktionspotential E° - 2,37 V) zu Korrosion neigt.

Der Vortrag gibt Hinweise für Lackierer zur Beschichtung dieses modernen Werkstoffes.

Aliphatische Polyisocyanate
Vom Standard HDI-Biuret zu speziellen Härtern für moderne VOC-gerechte 2K-PUR-Systeme
Jürgen Lippemeier, Bayer Polymers

Um den im Lackbereich immer höher werdenden Umweltanforderungen gerecht zu werden, müssen neue VOC-gerechte Lacksysteme entwickelt werden. Zur Optimierung hochwertiger 2K-Polyurethanlacke sind neben der Entwicklung von modernen VOC-gerechten Polyolen auch neue Polyisocyanate mit verbesserten Eigenschaften erforderlich. In diesem Vortrag werden der chemische Aufbau und die physikalischen Eigenschaften neuer niedrigviskoser und hydrophilierter Polyisocyanate dargestellt. Darüber hinaus werden die anwendungstechnischen Vorteile dieser neuen Polyisocyanate für die Entwicklung von modernen umweltfreundlichen High-Solids- und Wasserlacken aufgeführt.

Welche Anforderungen muss der Verarbeiter bei der Anlagenkonzeption in Zukunft zusätzlich erfüllen
Thomas May, DPC GmbH

Zur Anlagenkonzeption gehört zuerst die korrekte Abgrenzung einer Anlage im Sinne der unterschiedlichen gesetzlichen Anforderungen, hier 31. BImSchV, 4. BImSchV Spalte 2 und 4. BImSchV Spalte 1. Kern aller Anzeige- und Genehmigungsverfahren ist die nachvollziehbare Berechnung der Verbrauchsmengen bzw. der in den Anlagen vorgehaltenen Materialmengen, um zu entscheiden, welche emissionsbegrenzenden Anforderungen zu stellen sind und welche Vorsorge zu treffen ist. Die 31. BImSchV überlässt erstmals dem Betreiber die Wahl, welches Minderungskonzept er für sich als günstigstes erachtet (Abluftreinigung, spezifischer und allgemeiner Reduzierungsplan, vereinfachter Nachweis, Verbrauchsminderung, Ausnahme). Insbesondere der Reduzierungsplan setzt eine detaillierte Analyse der Lösemittelstoffströme und eine systematische Vergleichsanalyse alternativer Prozesse voraus. Ähnliche Instrumente des innerbetrieblichen Stoffstrom- und Gefährdungsmanagements ergeben sich auch aus anderen neuen gesetzlichen Regelungen.

Vom Landmaschinenhersteller mit lösemittelhaltigen Tauchlacken zum Hubtischhersteller mit Hydrospritzlacken.
Bernd Menzel, Maschinenbau Gruse GmbH

Durch die Produktveränderung in den 90er Jahren bei der Maschinenfabrik August Gruse GmbH entstanden Probleme bei der Lackierung der Produkte durch Bauteilabmessungen und Farbwünsche der Kunden. Es gab die Überlegung, lösemittelhaltigen Lack oder Hydrolack einzusetzen, weil zu dieser Zeit Vorurteile und Probleme im Hydrolackbereich herrschten. Durch die Zusammenarbeit mit dem DFO wurden Ist-Analysen, Schulungen und Beratungen durchgeführt. Anfang 2002 wurde in Zusammenarbeit mit einem Anlagenhersteller und einem Lacklieferanten eine neue Lackiererei geplant und durchgeführt. Seit Anfang 2003 werden bei der Fa. Gruse die Hubtische mit Hydrolack im Airlessspritzverfahren lackiert.

Wenn Gelb Grün sein kann
Marc van Os, Johnson Matthey Pigments & Dispersions.

Über die neue inorganische Pigment Chemie im Gelbton Bereich. Solaplex Pigmente zeigen einzigartige Farb- und Leistungseigenschaften. Sie werden empfohlen für eine breite Palette von Höchstleistungs Oberflächenbeschichtungen, inklusive decorative und Industrielacke, Außenlacke und Dispersionsfarben, Coil, Can und Automotive Coatings, Pulverlacke, Fahrzeuglacke und Künstlerfarben.

 

2004

 

Abstracts der Vorträge
der Tagung 2004
in alphabetischer Reihenfolge der Referenten
Günter Bergmann
Dr. Dietmar Eichstädt
Dr. Dirk Eidam
Karin Gaszner
Markus Hallack
Ralf Knischka
Ulrich Nagorny
Dr. Claudius Neumann
Detlev van Peij
Robert Reyer
Jürgen Spehn
Dr. Andreas Steinert
Dr. Jochen Winkler

Günter Bergmann, Degussa Hanau-Wolfgang
Pyrogene Kieselsäuren für High Solid Lacke
In diesem Vortrag werden die grundlegenden Eigenschaften von pyrogenen Kieselsäuren vorgestellt, die speziell für Lackanwendungen konzipiert wurden. Mit ihnen können die rheologischen Eigenschaften von High Solid Lacken gezielt eingestellt werden. In der Praxis bedeutet das eine höhere Nassschichtdicke und somit eine deutliche Steigerung der Effizienz des Auftragsverfahrens. Ebenso lassen sich das Schwebeverhalten und die Dispergiergüte von Pigmenten und Füllstoffen deutlich verbessern. In manchen Fällen ist es auch möglich, die Kratzbeständigkeit der Lackoberflächen mit geeigneten pyrogenen Kieselsäuren deutlich zu erhöhen.

Dr. Dietmar Eichstädt, Verband der deutschen Lackindustrie
Vom Ausweg zum ungeplanten Erfolg? -
Zur Zukunftsfähigkeit von High Solids
Freiwillige Maßnahmen der Lackindustrie zum Arbeitsschutz, aber auch Umweltschutzgesetze haben die Entwicklung lösemittelarmer Lacke vorangetrieben. Eine besondere Rolle spielen die festkörperreichen lösemittelbasierten High Solids, die Anfang der 80-er Jahre des vorigen Jahrhunderts ihren Durchbruch erzielten. Der Einsatz von High Solids wird im Zusammenhang mit der Gesetzgebung beschrieben, ferner wird die Bedeutung dieser Produktklasse für die lackverarbeitende Industrie dargestellt. Zudem wird der Versuch unternommen, eine Prognose über die zukünftige Bedeutung der High Solids zu stellen.

Dr. Dirk Eidam, Thermo Electron (Karlsruhe) GmbH
Dehnrheologie als moderne Methode zur Charakterisierung von Lacken
Die Fließeigenschaften von Farben und Lacken spielen bei praktischen Anwendungen eine große Rolle und werden in der Industrie traditionell sowohl in der Entwicklung als auch in der Qualitätssicherung regelmäßig überprüft. Beim Einsatz der Messmethoden ist zu beobachten, dass zunehmend moderne Absolutmethoden eingesetzt werden. Etabliert haben sich bereits Oszillationsmessungen, die als Ergänzung zu klassischen Schermessungen zusätzlich Aussagen über elastische Produkteigenschaften gestatten. Ein neuer Trend ist der Einsatz von Dehnrheometern zur Charakterisierung der Applikationseigenschaften. Bei vielen Prozessen treten signifikante Dehnströmungen auf, die das gesamte Fliessverhalten dominieren. Beispiele sind unter anderem Beschichtungsprozesse, in denen der Lack entweder über Rollen/ Walzen oder als Spray auf das Substrat gebracht wird. Hierbei ist die Dehnviskosität des Lackes ein entscheidender Parameter, der über den sauberen Coatingprozess und die Tröpfenstabilität entscheidet. Dies ist umso bedeutender, da in vielen Lacksystemen Polymere als Rheologieadditive vorhanden sind, die besonders sensitiv auf Dehnbeanspruchungen reagieren.

Karin Gaszner, Forschungsinstitut für Pigmente und Lacke (FPL)
(Autoren: PH. Öchsner, B. Bergk, K. Gaszner)
Bestimmung der Sorptionsisithermen von Beschichtungsfilmen
auf Basis wässriger Beschichtungsstoffe und der Einfluss auf die Beschichtungseigenschaften
Bestimmung der Sorptionsisothermen von Beschichtungsfilmen auf Basis wässriger Beschichtungsstoffe und deren Einfluß auf die Beschichtungseigenschaften Organische Beschichtungen werden im praktischen Einsatz regelmäßig durch Feuchtigkeit belastet. Dabei nehmen sie unterschiedliche Mengen an Wasser auf. In dem Beitrag werden die Wasseraufnahmen von Beschichtungen auf wässriger und lösemittelhaltiger Basis verglichen und deren Einfluß auf Beschichtungseigenschaften wie Haftfestigkeit, Korrosionsschutzwirkung sowie thermomechanische Eigenschaften dargestellt

Markus Hallack, Degussa AG – GB TEGO
Neue Silicon-Epoxy Hybrid-Bindemittel für High-Solids-Lacksysteme
Mit einem neuartigen Silikon-Epoxy Hybrid-Bindemittel konnten bewitterungsstabile und hochbeständige Beschichtungen entwickelt werden, die eine problemlose und einfache Applikation auch unter verrschiedenen Bedingungen ermöglicht. Eine besondere Eigenschaft dieses Beschichtungssystems ist der extrem geringe Gehalt an organischen Lösemitteln und folgt damit dem Trend der Entwicklung von low VOC Produkten.

Ralf Knischka, Clemens Auschra, Ernst Eckstein,Ciba SC,
Frank Pirrung, Peter Harbers, EFKA Additives ‘
Mit kontrollierter Polymerisation zu maßgeschneiderten Lackadditiven
Seit einigen Jahren findet man in der wissenschaftlichen Polymerliteratur Arbeiten zur Herstellung von maßgeschneiderten Polymeren mittels kontrollierter radikalischer Polymerisation (CFRP). Diese Poly- oder Oligomere zeigen interessante Eigenschaften in verschiedensten Anwendungen unter anderem auch als Pigment-Dispergieradditive. Aus den vorhandenen Technologien für kontrollierte radikalische Polymerisation wurde die Nitroxid kontrollierte Polymerisation (NOR) von EFKA Additives und Ciba Spezialitätenchemie in letzter Zeit zur Produktionsreife weiterentwickelt und erste Produkte kommerzialisiert.
Dieser Vortrag befasst sich mit der Verwendung von speziellen Alkoxyamin-Regulatoren zur Herstellung von lösungsmittelbasierten Acrylatblockcopolymeren als Pigment-Dispergierhilfsmittel mit definierter Polymerarchitektur und Molekulargewichten. Die Effekte der Strukturvariation solcher kontrolliert hergestellter Dispergierhilfsmittel werden anhand der Rheologie von Pigmentkonzentraten diskutiert. Bei A-B-Blockcopolymeren führt insbesondere die chemische Modifizierung der Ankergruppen zu deutlich verbesserten Dispergiereigenschaften. Weitere anwendungstechnische Eigenschaften und Vorteile dieser neuartigen Pigment-Dispergieradditive werden am Beispiel eines „Medium to High Solids" Einbrennlacksystems vorgestellt.

Ulrich Nagorny, Cognis Deutschland
Was ist die bessere Alternative: High Solid, Full Solid oder Wasser
Betrachtet wird der gegenwärtige Stand der Entwicklung von lösemittelhaltigen und wässerigen Beschichtungsstoffen im Vergleich zu den High-Solids. Die Umsetzung der EG-Lösemittelrichtlinie führt zu einem gravierenden Umdenkungsprozess bei einer Vielzahl von Verarbeitern, die bisher von einer Emissionsminderung nicht betroffen waren. Möglichkeiten zur Verringerung von Emissionen bieten High-Solids , 1- und 2-K-Systeme sowohl auf lösemittelhaltiger als auch wässeriger Basis. Vor- und Nachteile werden gegeneinander verglichen und Einsatzbereiche aufgezeigt.   

Dr. Claudius Neumann
Methacrylate - Performance Monomere für Lackharze
Moderne Lacke bestehen aus einem Multi-Schichten System mit zahlreichen unterschiedlichen Komponenten. Bei Automobillackierungen sind Methacrylatmonomere hauptsächlich Bestandteile des Bindemittels in den beiden obersten Lackschichten. Im wasserbasierten Decklack sind Methylmethacrylat (MMA) und Butylmethacrylat (BMA) als wesentliche Monomere zur Steuerung von Härte und Elastizität enthalten. Im Klarlack sorgen die sogenannten High Solid Monomere wie Isobornylmethacrylat (IBMA), Cyclohexylmethacrylat (cHMA) und Trimethylcyclohexylmethacrylat (TMCHMA) für eine hohe Glasübergangstemperatur bei gleichzeitig niedriger Viskosität des Bindemittels. Weniger häufig werden Monomere mit langen Alkylseitenketten von mehr als zehn Kohlenstoffatomern verwendet (LACE-Monomere). Diese Monomere weisen zumeist eine Verteilung der Kohlenstoffketten auf. Sie zeichnen sich durch eine sehr niedrige Glastemperatur aus, die einen deutlichen Einfluß auf die Oberflächenhärte einer Lackschicht ausüben kann. Es werden experimentelle Daten zum Viskositätsverhalten von Lackharzen auf der Basis von High Solid Monomeren diskutiert. Außerdem wird deren chemische Beständigkeit untersucht. Ferner wird der Einfluß der LACE Monomere auf die Oberflächenhärte, Kratzfestigkeit und chemische Beständigkeit von Klarlackschichten gezeigt.

Detlev van Peij, Elementis
Organoschichtsilicate - Ein traditionelles rheologisches Additiv -
Auch für Systeme mit geringem VOC Gehalt ?
In der heutigen Farben- und Lackindustrie werden zur Einstellung der rheologischen Eigenschaften, wie z.B. Standvermögen, Lagerstabilität, Verlauf und Verarbeitung häufig organisch modifizierte Smectite, sogenannte Organoschichtsilicate eingesetzt.
Die Anforderungen der Zukunft an moderne, umweltfreundliche Lacksysteme erfordert eine Umstellung der konventionellen „Low-Solids" Systeme auf „High Solids" Systeme. Dies, verbunden mit der Umstellung auf aromatenfreie, umweltverträgliche Lösungsmittel, erfordert auch im Hinblick auf die Einstellung der rheologischen Eigenschaften mit traditionellen Organoschichtsilicaten neue Wege.
Die Präsentation gibt dem Anwender einen Überblick über den Hintergrund und die Anwendung von Organoschichtsilicaten und anderen rheologischen Additiven in niedrig VOC, „High Solids" Systemen. Es werden Wege zum optimalen Einsatz und zur richtigen Auswahl der Produkte aufgeführt, mit dem Ziel, mit „High Solids" Systemen vergleichbare Fließeigenschaften wie mit konventionellen „Low Solids" Lacken zu erzielen.

Robert Reyer, Bayer MaterialScience
VOC-Reduzierung auf Kosten der Effizienz?
Möglichkeiten zu Formulierung schnelltrocknender High Solids 2K PUR-Lacke
Bei der Formulierung von High Solid 2K PUR-Lacken ist der Einsatz niedrigviskoser Polyole und Härter essentiell. Die Entwicklung solcher Lackrohstoffe mit besonders niedriger Viskosität steht daher seit Jahren im Mittelpunkt. So konnten zwar High Solids 2K PUR Beschichtungen entwickelt werden, die die neue EU-VOC-Gesetzgebung erfüllen; sie sind aber in Ihrer Trocknung meist spürbar langsamer als Standard-Systeme. In diesem Vortrag werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie man durch den Einsatz spezieller Polyole, Härter und Reaktivverdünner High Solids 2K PUR-Lacke formulieren kann, die bezüglich Trocknung und Aushärtung deutliche Vorteile zeigen.

Jürgen Spehn, Omya International
Talkum in einer High-Solid-Anwendung
High-Solid Lacke haben zur Reduzierung von VOC-Emissionen eine wichtige Rolle erlangt. Im Vergleich zu konventionellen Systemen liefern sie einen vergleichsweise hohen Festkörper bei Verarbeitungsviskosität. Bei der Formulierung dieser Systeme liegt der Schwerpunkt meist auf der Auswahl des Bindemittels. Neuere Entwicklungen haben gezeigt, dass die Auswahl des Füllstoffes einen interessanten Beitrag zur Formulierung von High-Solid Systemen leisten kann. Die Studie zeigt auf, dass durch den Einsatz speziell klassierter Talkum-Qualitäten der VOC-Gehalt der Beschichtung reduziert werden kann. Trotz der Erhöhung der PVK bleiben die guten Korrosionsschutzeigenschaften des Systems erhalten. Die spezifischen Eigenschaften von Talkum (hydrophob, inert, lamellare Struktur) machen ihn insbesondere für Korrosionsschutzanwendungen interessant. Ein Vergleich verschiedener Qualitäten bei konstanter PVK macht die Unterschiede im Korrosionsschutzverhalten deutlich.

Dr. Andreas Steinert, Borchers
Neue Lösungswege für cobaltfreie Alkydharzformulierungen
unter Einsatz von High-Solid-Trockenstoffen
Dieser Vortrag beschreibt die Entwicklung von High-Solid-Sikkativen auf Basis mitvernetzender Fettsäureester als lösemittelfreie Alternative zu konventionellen Trockenstoffen in Alkydharzsystemen. High-Solid-Sikkative bieten somit dem Anwender die Möglichkeit der Entwicklung nahezu VOC-freier High-Solid-Lacke unter Beibehaltung der bewährten anwendungstechnischen Trocknungseigenschaften. Der Vortrag zeigt zudem Wege der cobaltfreien Sikkativierung von Alkydharzlacken mit Hilfe neu entwickelter Mangansikkative und diskutiert die Vor- und Nachteile dieser Produkte im Vergleich zu etablierten Systemen. Die Trocknungs- und Filmeigenschaften werden anhand von Praxisbeispielen erläutert und mit den Ergebnissen anderer Primärtrockner verglichen.

Dr. Jochen Winkler, Sachtleben
Pigmentflockung in High Solid-Bindemittelsystemen
High Solid-Lacke sind entweder wässrige, oder aber auf organischen Lösemitteln basierende Systeme, in denen der Anteil an Wasser oder Lösemittel möglichst gering gehalten wird. Der hohe Bindemittel Festkörpergehalt wird in lösemittelhaltigen Systemen dadurch erzielt, indem niedrigmolekulare Polymere in thermodynamisch ungünstigen Lösemitteln gelöst werden. In wässrigen High Solids werden demgegenüber Emulsionspolymerisate eingesetzt, um den Festkörpergehalt zu erhöhen. In beiden Fällen kann es leicht zu Problemen hinsichtlich der Stabilisierung von eingesetzten Pigmenten und Füllstoffen gegen Flockung kommen. Die kolloidchemischen Zusammenhänge werden dargestellt und Möglichkeiten zur Abhilfe diskutiert.  

2006


 
2006
Abstracts der Vorträge
der Tagung 2006
die Referenten
Dr. Jörg Leuninger
Thomas Bäker        
Dr. Thomas Sawitowski
Dr. Paul Birnbrich
Michael Smits
Ernst-Hermann Timmermann
Manuel Monrobe
Ralf Hohmann
Dr. Thilo Heinz Kaffenberger
Dr. Uwe Rohr
Tobias Lewe
Christoph Maier

 

Dr. Jörg Leuninger

COL.® - die Anti-Aging Formel für Lacke und Farben

COL. 9® ist eine innovative Bindemitteltechnologie der BASF auf Basis der Nanotechnologie. Die so genannten wässrigen Nanokompositdispersionen kombinieren die positiven Eigenschaften der anorganischen und der organischen Bindemittel-Welt. Der Vortrag gibt einen Überblick über das Anwendungspotenzial dieser neuartigen Materialien in der Lack- und Anstrichbranche.

Thomas Bäker

Polyaspartics- Eine innovative Bindemittelklasse für Korrosionsschutz- Decklacke mit erhöhter Produktivität

Decklacke auf Basis von Polyaspartics zeichnen sich durch hohe Schichtstärken, schnelle Trocknung und extrem hohe Festkörper aus. Hiermit können die heute üblichen 3-Schicht Aufbauten durch einen 2-Schicht Aufbau ersetzt werden. Die dadurch erreichte Steigerung der Produktivität trägt dem heutigen Kostendruck Rechnung.

Dr. Thomas Sawitowski

Nanomaterialien in der Lackindustrie Mehrwert oder nur Mehrkosten?

Der Vortrag soll einen Überblick über aktuelle Entwicklungen im Bereich der HS-Alkydharze geben. Dabei soll neben technologischen Aspekten, anhand von Ergiebigkeitsberechungen, auch gezeigt werden, inwieweit derartige Lacksysteme preislich wettbewerbsfähig sind.

Dr. Paul Birnbrich

Kostengünstig durch dick und dünn mit wässrigen Epoxidharzen

Wässrige Epoxidharze dick aufgetragen, senken den Kostendruck durch die Vermeidung des Mehrfachschichtauftrages und durch Nutzung von Wasser als Lösemittel. Zu einer Innovation gegen den Kostendruck werden sie, wenn sie dann noch bei niedrigen Temperaturen schnell durchhärten und einen hohen Füllgrad mit Sand insbesondere bei Bodenbeschichtungen erlauben.

Michael Smits

Erfolgreiche Innovationsarbeit bei begrenztem Budget

Digging for Gold - über die Möglichkeit, Innovationsideen in einer frühen Phase so bewerten zu können, dass man notwendige Entwicklungsbudgets auf die "richtigen" Ideen lenkt, kostenintensive Umwege vermeidet und die Gefahr von teuren Flops reduziert

Ernst-Hermann Timmermann

Der deutsche Arbeitsplatz ist nicht zu teuer - Möglichkeiten der Kostensenkung in mittelständischen Betrieben

Die deutsche Wirtschaft klagt über zu hohe Produktionskosten am Standort "Deutschland". In vielen Lackierbetrieben könnten die Produktionskosten durch besser abgesicherte Prozesse, niedrigere Fehlerraten, klar definierte Spezifikationen etc. erheblich reduziert werden. Erreicht werden kann dies durch eine ausreichende Qualifikation der Mitarbeiter, eine geeignete Spezifikation für die Beschichtung, die über den Farbton hinausgeht aber auch Gespräche zwischen Lieferant und Kunde über die lackiergerechte Konstruktion der Werkstücke. Der Vortrag beschreibt anhand von Beispielen aus der Praxis wie sich die Produktionskosten reduzieren lassen.

Manuel Monrobe

Erfolgspotenziale durch den Einsatz moderner Branchensoftware nutzen

Moderne Branchensoftware optimiert Geschäftsprozesse und unterstützt den Anwender beim Tagesgeschäft. Sie nutzt Technologien wie das Internet oder Email sowie Datenbanken oder Reportgeneratoren und wird für alle administrativen Aufgaben eingesetzt, von der Geschäftsleitung bis zur Produktionsplanung, vom Verkauf bis zum Controlling, von der Kalkulation bis zum Einkauf. Aktuelle Zahlen per Knopfdruck, seien es kaufmännische oder technische, ermöglichen schnellste Reaktionen auf betriebliche Anforderungen und erhöhen so die Wettbewerbsfähigkeit.

Ralf Hohmann

Investition in den Technologiestandort Deutschland Eine Vision wird Realität

Die Lackherstellung zählt zu den eher konservativen Zweigen innerhalb der chemischen Industrie mit einem hohen empirischen Faktor. Umfassende Innovationen waren bisher nicht in Sicht. Ein völlig neuartiges Konzept ist die Lackherstellung in der "Modularen Lackfabrik" .

Dr. Thilo Heinz Kaffenberger

Steigerung des Unternehmenswertes durch Innovation

Einleitend wird dargestellt, wie ein Unternehmenswert berechnet werden kann. Im Hauptteil werden die verschiedenen Möglichkeiten zur Umsetzung von Innovation im Unternehmen aufgezeigt. In der Schlussbetrachtung wird der Frage nachgegangen, inwieweit sich Effekte durch Innovation im Firmenwert zeigen.

Dr. Uwe Rohr

Effektive Kleinchargenfertigung durch innovative Pigmentpastensysteme

Es wird ein innovatives Tönystem vorgestellt, mit dem es möglich ist, kosteneffektiv und schnell verschiedenartige Lacksysteme in einer Vielzahl von Farbtönen herzustellen. Das Tönsystem besteht aus Pigmentpasten und Bindern (Klarlacke verschiedener Qualitäten). Die Pigmentpasten sind hinsichtlich Verträglichkeit, PVK, Dichte, Festkörper, Pigmentauswahl und Pigmentierungshöhe optimiert, so dass unabhängig vom Farbton immer die gleiche Pastenzugabe erfolgt. Als Binder eignen sich ungefüllte und gefüllte Klarlacke (1 Basensystem) auf der Basis aller gängigen Lackbindemittel.

Tobias Lewe

High-Solid-Alkydharze - low VOC muss nicht teuer sein

Der Vortrag soll einen Überblick über aktuelle Bindemittel im Vergleich zu neuen HS Bindemitteln geben. Außerdem soll die Rohstoffkostenseite beleuchtet werden.

Christoph Maier

Unternehmensstrategien in der Lackindustrie

In dem Vortrag soll nach einer kurzen Einführung in die wirtschaftliche Lage der Lackindustrie dargestellt werden, welche Unternehmensstrategien die Lackhersteller in einem immer schwieriger werdenden globalen Geschäft beherzigen sollten, um weiterhin erfolgreich zu bleiben. Neben der Strategie der Spezialisierung bzw. Nische soll auch auf die Kooperation bzw. Kostenführerschaft eingegangen werden. Zuletzt wird noch kurz auf die Möglichkeit eines geordneten Rückzugs des Unternehmens aus diesem Segment eingegangen.

 

Jahrestagung 2006

VILF: 300 kamen nach Neu-Isenburg

colour-europe.de 27.11.2006. An der ordentlichen Versammlung des VILF haben im November in Neu-Isenburg 58 Mitglieder teilgenommen. Die Jahrestagung wurde von beinahe 300 Teilnehmern besucht.

Der erste Vorsitzende, Hans-Dieter Christian, konnte in seinem Rechenschaftsbericht auf eine positive Entwicklung des Verbandes im letzten Jahr hinweisen. Die Mitgliederzahl ist zwar im abgelaufenen Jahr leicht rückläufig gewesen, Ursache dafür waren aber etliche Ausschlüsse auf Grund schlechter Zahlungsmoral. Insgesamt zählt der Verband aktuell 795 Mitglieder.

Im kommenden Jahr ist wieder eine Gehaltsumfrageaktion in geplant. Eine weitere Aktivität wird die Teilnahme an der ECS in Nürnberg sein. Zudem finden derzeit Gespräche mit dem schweizerischen Lackverband zur Planung einer internationalen Tagung statt, welche im Dreiländereck Deutschland-Schweiz-Frankreich im Juni 2007 stattfinden könnte.

Ein weiteres internationales Engagement wird derzeit in Gesprächen mit der CSI (Coating Society International) diskutiert. In dieser Organisation sind Verbände aus USA, Japan, Australien, Neuseeland, Skandinavien, Grossbritannien, sowie aus vielen südamerikanische Länder vertreten.

Für ihre langjährige Mitgliedschaft wurden Jürgen Gnest (25 Jahre) und Werner Frank(40 Jahre) geehrt. Der Kassenbericht wurde vom 2. Vorsitzenden, Jürgen Heupel vorgetragen. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Die nächste Jahrestagung findet am 25. und 26.Oktober 2007 wieder in Neu-Isenburg statt.

Erstmalig auf einer Mitgliederversammlung des Verbandes der Ingenieure des Lack- und Farbenfaches (VILF ) wurde der „Farbe und Lack-Preis 2006“ verliehen. Jessica Hain von der Technischen Universität Dresden nahm die Auszeichnung aus der Hand von Prof. Claus D. Eisenbach , dem Sprecher der Jury, entgegen. Ihr Thema „Nanohybridpartikel mit breitem Eigenschaftsprofil“ beschäftigte sich mit den Möglichkeiten der Ultraschall-gestützten Präparation von anorganisch-organischen Nanohybridpartikeln (Arbeitskreis von Prof Hans-Jürgen Adler , TU Dresden). Anwendungsgebiete sind funktionale Beschichtungen. Dotiert ist der Preis des Autorenwettbewerbs mit 2.500 €.

 

Abstracts der Vorträge 2007  ▲


 
2007
Abstracts der Vorträge
der Tagung 2007
die Referenten
Jürgen Lippemeier
Dr. Volkmar Stenzel
Dr. Heinz-Günther Schulte
Dr. Thomas Brenner
Dr. Stephan-Peter Blöß
Dr. Roman Grabbe
Dr. Thomas Heuer
Dr. Engin Bagda
Dr. Marie N Bleuzen
Carsten Nagel
Falk-Timo Tragor
Dr. Adalbert Braig
Dr. Kai Krauss
Dr. Georg Göttle
Dr. Norbert Pietschmann

Jürgen Lippemeier, Bayer Polymeros S.L., Barcelona
Wässrige UV-Technologie: effizient, vielseitig, umweltfreundlich und zukunftsweisend

Referent: Lebenslauf: Dipl. Ing. Jürgen Lippemeier, geb. 1968, absolvierte nach der Ausbildung zum Lacklaboranten bei der Herberts GmbH das Studium „Lacke und Anstrichtechnik" an der FH-Niederrhein. Im Anschluss an das Studium leitete er bei der Bayer AG von 1998 bis 2000 innerhalb der Prüfgruppe für Lackrohstoffe sowohl das physikalische als auch das Klimalabor. Von 2001 bis April 2007 war er als Laborleiter für den Bereich Großfahrzeuglackierung und wässrige Autoreparaturlackierung bei der Bayer MaterialScience AG tätig. Seit Mai 2007 leitet er bei Bayer Polímeros in Barcelona/Spanien das Labor für wässrige UV Holz- und Möbellacke.

Inhalt: Die Anforderungen aus dem Markt an die Lack-, und somit auch an die Lackrohstoffhersteller, werden in den Punkten Qualität, Effizienz und Umweltfreundlichkeit immer höher. Ein Weg diesen Anforderungen gerecht zu werden ist der Einsatz von wässrigen UV-Lacken. Diese Systeme werden bereits seit 10 Jahren erfolgreich in der Holz- und Möbelindustrie eingesetzt.

Sie besitzen eine hohe Qualität, sind umweltfreundlich und es ist möglich, die Produktivität gegenüber konventionellen 1K oder 2K Systemen deutlich heraufzusetzen.

Durch verbesserte Bindemittel und auch Anlagentechnologien ist es möglich geworden, immer neue Anwendungsgebiete für wässrige UVLacke zu erschließen.

In diesem Vortrag werden die Eigenschaften wässriger UV Lacke mit denen von lösemittelhaltigen UV-Systemen, Einbrennsystemen und 2KSystemen verglichen. Weiterhin werden neue Trends aufgezeigt
 

Dr. Volkmar Stenzel, Fraunhofer IFAM
Entwicklung multifunktioneller Lacke und Beschichtungen

Lebenslauf: Dr. Volkmar Stenzel, Fraunhofer-IFAM, Bremen, Jahrgang 1966, studierte Chemie an der Technischen Universität Clausthal und promovierte an der Technischen Universität Braunschweig. Nach verschiedenen Tätigkeiten in der Lack- und Farbenindustrie, zuletzt als Technical Account Manager bei einem großen Lackhersteller, leitet er seit Ende 2001 das Geschäftsfeld Lacktechnik am Fraunhofer IFAM in Bremen.

Inhalt: Die Wertschöpfung der Oberflächen- und Beschichtungstechnik, die eine Querschnittstechnologie über alle produzierenden Branchen darstellt, beträgt in Deutschland aktuell ca. 20 Mrd. € pro Jahr1. Durch die Integration neuer Funktionen in die Oberfläche lassen sich neue, attraktive Produkte herstellen, die einen deutlich höheren Beitrag der Oberflächentechnik zur Wertschöpfung beitragen. Eine Abschätzung, die von Experten aus Industrie und Verbänden durchgeführt worden ist, geht davon aus, dass eine 5%ige Steigerung der Wertschöpfung durch innovative Oberflächentechnik einen Kostennachteil von 20% gegenüber einem ausländischen, billigeren Produktionsstandort kompensieren kann1.

Diese Situation ist Motivation genug für ein Forschungsinstitut sich mit der Entwicklung von multifunktionalen Lacken und Beschichtungen zu beschäftigen. Im Rahmen des Vortrages werden verschiedene Beispiele für seitens der Industrie vorgestellt.
 

Dr. Heinz-Günther Schulte, Cognis GmbH
Öl von der Sonne - so aktuell wie nie

Lebenslauf: Dr. Heinz-Günther Schulte studierte Chemie an der Universität Essen und promovierte am Max-Planck-Institut in Mülheim an der Ruhr. Die ersten praktischen Lack-Erfahrungen erlangte er bei der Fa. Herberts (heute DuPont Performance Coatings) in Wuppertal. Im Jahre 1985 wechselte er in die Henkel-Forschung nach Düsseldorf und entwickelte dort neuartige Polymere für Klebstoffe und Beschichtungen. Nach einem zweijährigen Aufenthalt in den USA setzte er seine berufliche Tätigkeit als Leiter der Entwicklung von Lackadditiven fort. Heute trägt er die Verantwortung für die globale Produktentwicklung und den technischen Service der Cognis-Lackadditive. 1 „Forschungsagenda Oberfläche", DFO Service GmbH, Neuss 2007

Inhalt: Auch ohne akute Ölkrise steigen die Rohölpreise beständig. Zusätzlich wird das ökologische Bewusstsein der Bevölkerung immer stärker. Viele Firmenhaben dies erkannt und setzen dabei mehr und mehr auf Nachhaltigkeit beider Neu- und Weiterentwicklung von Produkten. Cognis ist seit jeher (früher Henkel) in diesem Bereich tätig und bedient sich für seine chemisch/technischen Produkte daher schon lange überwiegend in der nachwachsenden Natur. So wurden für die Lackund Farbenindustrie kürzlich weitere wichtige Produkte auf Basis nachwachsender Rohstoffe entwickelt.

Angelehnt an natürliche Öle und Alkyde, werden schon seit langer Zeit langkettige Carbonsäuren zur Herstellung von Dispergatoren für lösemittelhaltige Systeme verwendet. Aber auch zum Dispergieren in modernen wässrigen Systemen bietet die Natur eine geeignete Rohstoffbasis. Seit einiger Zeit stellen natürliche Ester langkettiger Carbonsäuren mit kurzen Alkoholen eine wichtige Alternative zu Mineralölen im Druckfarbenbereich dar. Da die Lösekraft der Ester höher ist als die der Mineralölprodukte waren z.T. einige Rezepturanpassungen und manchmal auch Anpassungen der Druckwalzen erforderlich. Zwischenzeitlich sind weitere Anforderungen an die Offsetdruckfarben erwachsen, wie z.B. geringeres Migrationspotential und geringerer Geruch. Dem versucht man mittlerweile mit höhermolekularen Fettsäureestern zu erfüllen. Brandaktuell ist die Verwendung natürlicher Öle als Trägermaterial für Entschäumer. Obwohl im Prinzip schon länger bekannt, wurde die Notwendigkeit des Einsatzes dieser Öle Ende letzten Jahres aus zwei Gründen wichtig. So konnten zunächst den Mineralölen leistungsgleiche Produkte hergestellt werden. Darüber hinaus eignen sich die natürlichen Öle ausgezeichnet, um die Anforderung der TÜVPrüfung für 'Schadstoffgeprüfte Dispersionsfarben' zu erfüllen.

Neu ist die Verwendung natürlicher Carbonsäureester als Koaleszenzmittel. In Innenraumfarben sind sie zwar bekanntlich weitestgehend eliminiert, aber im allgemeinen besteht noch Bedarf an Koaleszenzmitteln für Außenwandfarben. Hier zeigen die neuen Produkte sogar Leistungsvorteile, d.h. zur Absenkung auf die gewünschte Mindestfilmbildungstemperatur wird weniger Wirkstoff benötigt

Dr. Thomas Brenner, Deutsche Amphibolinwerke-Werke GmbH
Einsatz von Nanotechnologie in modernen Bautenanstrichstoffen

Lebenslauf: Chemie-Studium an der Universität Erlangen-Nürnberg, Promotion 1995 im Fach Organischer Chemie, 1995 Eintritt bei den DAW in Ober- Ramstadt, dort Tätigkeiten in der Analytik und Leiter der Qualitätssicherung/Coloristik und Mikrobiologie. Seit 2005 Leiter des Entwicklungszentrums Farben und Putze der DAW-Gruppe. Vorträge VILF Jahrestagung 25. und 26.10.2007 4

Inhalt: Zur Optimierung gewünschter Eigenschaften von Bautenanstrichstoffen setzt die Farben- und Lackindustrie verstärkt auf Produkte der Nanotechnologie. So lassen sich mithilfe nanoskaligen Titandioxids effektiv photokatalytische Effekte in Beschichtungen generieren. Mit modernen Nanohybriddispersionen werden Fassadenfarben rezeptierbar, die die Vorteile mineralischer Fassadenfarben mit den Vorteilen der Dispersions- und Silikonharzfarbentechnologie verbinden.

Dr. Stephan-Peter Blöß, Kronos International Inc.
VIS-Fotokatalysatoren basierend auf Titandioxid sowie ihre potentiellen Anwendungen

Lebenslauf: Stephan Blöß studierte Materialwissenschaften an der Christian- Albrechts-Universität in Kiel und Chemie-Ingenieurwesen an der Fachhochschule Münster und erhielt sein Diplom mit dem Titel „Gold in intermetallischen Phasen und Clustern" im Oktober 2001 in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Festkörperforschung, Stuttgart. Er schloss seine Doktorarbeit mit dem Titel „Synthese mesoskaliger Partikel und molekularer Komplexe als Vorläufer- Verbindung für Tantal-Oxidnitride" an der Universität Osnabrück in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Festkörperforschung, Stuttgart im Juli 2005 ab. Danach hatte er einen kurzen Post-Doc- Aufenthalt am Max-Planck-Institut für Metallforschung, Stuttgart. Hierbei beschäftigte er sich mit der "Bioinspirierten Modifikation von Oberflächen zur Erhöhung der Adhäsion". Seit Januar 2006 ist er bei KRONOS International Inc, Leverkusen als Projektmanager in der Abteilung Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet von Titandioxid in pigmentären and fotokatalytischen Anwendungen tätig. Er ist verantwortlich für die Entwicklung und Applikation von Fotokatalysatoren, die nicht nur unter UV-Bestrahlung, sondern auch mit sichtbarem Licht ihre Wirksamkeit zeigen.

Inhalt: Das Prinzip der Fotokatalyse sowie die allgemeinen Grundlagen von Fotokatalysatoren für das sichtbare Licht basierend auf TiO2 werden erläutert. Der Abstand zwischen den Energiebanden des Halbleiters TiO2 kann durch gezielte Dotierung mit geeigneten Elementen oder Nichtmetallen, z.B. Kohlenstoff bzw. Übergangsmetallen modifiziert werden. Unterschiedliche Dotierungen von anionischen sowie kationischen Gitterstrukturen werden präsentiert und geschildert. Die Schaffung von zusätzlichen Energieniveaus zwischen den Energiebanden im TiO2 Gitter öffnet die Möglichkeit nicht nur die ultraviolette Strahlung sondern zusätzlich einen Teil des sichtbaren Lichtes für die Aktivierung zu nützen.

Im Zuge des fotokatalytischen Kreislaufs werden aus der Umgebungsfeuchte und Luftsauerstoff hochreaktive anorganische Radikale generiert. Diese können anschließend organische Verbindungen wie z.B. Aromaten und Aliphaten aufoxidieren bzw. anorganische Moleküle wie z.B. Stickoxide und Kohlenmonoxid mineralisieren.

Mögliche Anwendungen finden sich vor allem im Bereich der selbstreinigenden Oberflächen und Schadstoffzersetzung in der Luft und im Wasser wo die hohe spezifischen Oberfläche und Superhydrophilie des Produktes von Vorteil sind.

Der Fotokatalysator benötigt Licht und Luft, den direkten Kontakt zu den Schadstoffen (Gase, Flüssigkeiten oder Feststoffe) und sollte auf einer Matrix-Oberfläche immobilisiert oder in durchsichtigen porösen Strukturen eingebettet werden.

Die Wirksamkeit der VIS-Fotokatalysatoren wird durch Messungen der Abbauraten von Testsubstanzen wie Stickoxiden, Isopropanol und Acetaldehyd untersucht und es werden Vergleiche zu den konventionellen Fotokatalysatoren illustriert.

Dr. Roman Grabbe, Thor GmbH
Innovative Konzepte zur Filmkonservierung von Bautenbeschichtungen

Lebenslauf:1976-1989 Schulausbildung mit Abschluss der Allgemeinen Hochschulreife - 1989-1991 Wehrdienst und Soldat auf Zeit als Reserveoffizier - 1991-1998 Studium der Biologie an der Georg-August Universität Göttingen mit Hauptfach Mikrobiologie; Abschluss 1998 mit Diplom - 1999-2002 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Mikrobiologie am Lehrstuhl Prof. Dr. Gerhard Gottschalk, Georg-August Universität Göttingen; Promotion zum Dr. rer. Nat. - Seit 2002 Mikrobiologe im Anwendungstechnischen Labor Fa. Thor, Speyer

Inhalt: Die Entwicklung von Konservierungsmitteln für die Filmkonservierung von Außenbeschichtungen wird zunehmend durch vielfältige Anforderungen sowohl in technischer Hinsicht als auch seitens des Gesetzgebers und der Verbraucherverbände an die Hersteller und Formulierer entsprechender Filmschutzmittel maßgeblich beeinflusst. Die Technischen Anforderungen waren schon immer sehr hoch, so sollte ein Wirkstoff bereits in geringer Konzentration hohe Wirksamkeit mit breitem Wirkspektrum paaren, dabei jedoch möglichst unempfindlich gegenüber Auswaschung, UV-Einflüssen oder Temperaturen bleiben. Neben einer hohen Kompatibilität in der jeweiligen Beschichtungsmatrix sind zusätzliche Eigenschaften wie z.B. geringer VOC-Beitrag gewünscht. Hinzukommen geringe Toxizität und Ökotoxizität oder andere regulatorische Vorgaben, das gesamte Konzept muss dabei natürlich eine hohe Kosteneffizienz berücksichtigen.

Wie auch immer die Anforderungen gewichtet werden, die konventionellen Ansätze und Wirkstoffe können diese vielfältigen Faktoren oftmals nur bedingt erfüllen.

Zunehmend einschränkende Faktoren in der Entwicklung und Nutzung von Wirkstoffen sind die gesetzlichen Vorgaben, die in erster Linie eine Reduzierung des Risikos der Umwelt- und Humanbelastung zum Ziel haben. Somit sind deren Auswirkungen sowie die Akzeptanz bei Verbraucher und Umweltbehörden Einflussgrößen, die neben den vorangegangenen eine Veränderung in der Filmkonservierung fordern und treibende Kräfte für Neuentwicklungen darstellen.

Obwohl es eine Fülle an verschiedensten, teilweise konträren Anforderungen gibt, ist es THOR auf Basis spezieller Technologien gelungen, eine neue Generation an Formulierungen zu entwickeln, die diesen Anforderungen genügen. Die deutlich gesteigerte Langzeitstabilität und damit verbundene langfristigere Performance in der applizierten Beschichtung sowie die signifikant verbesserte Umweltverträglichkeit und die damit ebenfalls verbundenen reduzierten Einträge in die Umwelt, stellen Alternativen einer effektiven, umweltfreundlichen und ökonomischen Filmkonservierung dar, die den aktuellen und zukünftig Erfordernissen entspricht.

Dr. Thomas Heuer, TROY Chemie GmbH
Wie 'Grün' werden die Beschichtungssysteme der Zukunft?

Lebenslauf: Dr. Thomas Heuer, 1961 in Hannover geboren, studierte an der Universität und der Medizinischen Hochschule Hannover Biochemie. Nach der Promotion arbeitete zunächst für die Riedel de Haën AG und dann für die Troy Chemie GmbH im Bereich „Technische Konservierung".

Die Schwerpunkte seiner Tätigkeit liegen im Technischen Kundenservice und, als Leiter des mikrobiologischen Labors, auf biologischen Testmethoden für Konservierungsmittel.

Inhalt: Die verschiedenen Möglichleiten für den Umgang mit der neuen Europäischen Richtlinie 2006/8/EC und deren Konsequenzen sollen in diesem Beitrag aufgezeigt und erläutert werden. Letztendlich wird der End-Kunde entscheiden müssen, ob er eine "grüne" Farbe oder eine grüne Fassade bevorzugt.  ▲

Dr. Engin Bagda, Dr. Robert-Murjahn-Institut
Wie flutschig ist der Flutsch?

Lebenslauf: Dr. Engin Bagda, wurde 1946 in Ankara/Türkei geboren, studierte Chemie in Heidelberg und promovierte 1971 am Forschungsinstitut für Pigmente und Lacke e.V. in Stuttgart. Seit 1977 ist er bei den Deutschen Amphibolin-Werken als Leiter der Hauptabteilung Anwendungstechnik tätig. Seit vielen Jahren ist er in der nationalen und europäischen Normung engagiert. 2005 hat er die Leitung des „Dr. Robert-Murjahn-Institutes, Forschungsinstitut für Beschichtungsstoffe, Fassadensysteme und Gesundes Wohnen" übernommen.

Inhalt: Bei der Verarbeitung von Dispersionsfarben (Farben) beurteilt der Verarbeiter, wie leicht („flutschig") oder schwer („stockig") die Farbe zu verarbeiten ist. Ist die Farbe „flutschig", freut sich der Verarbeiter über das leichte Verteilen. Die große Enttäuschung kommt, wenn zu wenig Farbe auf dem Untergrund liegen bleibt, weil die Farbe zu „dünn" ist und das Ganze noch einmal überarbeitet werden muss. Oder die Farbe so „dick" ist, dass sie erst verdünnt werden muss, bevor man sie verteilen kann. Gefragt ist, Dispersionsfarben rheologisch so zu definieren, dass ohne anwendungstechnische Versuche gesagt werden kann: „Diese Farbe hat einen guten „Flutsch", lässt sich leicht verarbeiten und es bleibt genug Farbe liegen, das die Fläche gut aussieht". In dieser Arbeit wird das rheologische Verhalten von matten Dispersionsfarben nach DIN EN 13300 untersucht und mit deren anwendungstechnischen Eigenschaften verglichen. Dabei wird auch ein Verfahren vorgestellt, wie der Kraftaufwand als Maß für den „Flutsch" während der Verarbeitung elektronisch registriert und mit den rheologischen Eigenschaften verglichen werden kann.

Dr. Marie N Bleuzen, Rohm and Haas
Optimale Rheologiemodifizierung für wässrige Beschichtungssysteme

Lebenslauf: Dr. Marie Bleuzen hat an der University of Poitiers, Frankreich in Zusammenarbeit mit dem French Petroleum Institute promoviert. Anschließend arbeitete sie fünf Jahre lang für Dow Chemicals in den Niederlanden im Bereich Polyurethanschaum für die Dämmstoffindustrie. Im November 1991 wechselte sie zu den europäischen Labors von Rohm und Haas in Sophia Antipolis (Valbonne, Südfrankreich) und ist dort seither in verschiedenen Positionen tätig. Sie begann als Wissenschaftlerin im technischen Service im Bereich Petroleumadditive. Im Jahre 1996 wechselte sie in die Abteilung industrielle Beschichtungen, wo sie für die Entwicklung und den Support der Rohm und Haas Produkte, Bereich Holzanstriche, verantwortlich war. Vorträge VILF Jahrestagung 25. und 26.10.2007 8 Seit Januar 2000 arbeitet sie in der Abteilung Bauanstriche, mit deren Leitung sie seit Juli 2001 betraut ist. Sie ist verantwortlich für neue Bindemittel und Zusätze für den europäischen Markt.

Inhalt: Wässrige Farben und Lacke stellen heute den Hauptanteil der Produkte des Beschichtungsmarktes dar. Viele dieser Formulierungen erhalten ihre hervorragenden Verlaufs- und Fließeigenschaften durch eine Verdickung mit Rheologiemodifizierern, so genannten Assoziativverdickern. Insbesondere die nichtionischen Assoziativverdicker mit ihrem niedrigen Molekulargewicht bieten typischerweise die besten Fließeigenschaften und Glanzgrade. Bisher besteht bei dieser Klasse von Rheologiemodifizierern jedoch noch eine Anfälligkeit für größere Viskositätseinbußen, wenn Farbstoff zum Basislack gegeben wird. Diese Präsentation erläutert die Ursachen und Mechanismen dieses Viskositätsverlustes beim Eintönen und stellt neue Erkenntnisse vor, wie sich dieser Verlust reduzieren lässt. Schließlich werden wir zeigen, wie sich der Viskositätsverlust durch einen neuen Rheologiemodifizierer, in den die Erkenntnisse in Bezug auf diese Verlustmechanismen eingeflossen sind, minimieren lässt.

Carsten Nagel, BYK Chemie GmbH
Haftvermittler für Altanstriche und Metalluntergründe

Lebenslauf: 1994 – 1997 Brillux (Münster), Ausbildung zum Lacklaboranten - 1997 – 2000 Brillux - 2000 - 2002 Fachschule für Lacktechnik, Stuttgart-Feuerbach - 2002 – 2004 Brillux (Münster), Entwicklung Pigmentkonzentrate und Basisfarben - seit 2004 BYK-Chemie (Wesel), Leiter Technical Service Labor Maler- und Bautenlacke

Inhalt: Beschichtungen sollen, neben der dekorativen Wirkung, in erster Linie den Untergrund schützen. Durch unzureichende Haftung auf dem Substrat kann die Beschichtung diesen Zweck nicht erfüllen. Diese Haftung kann durch chemische oder mechanische Vorbehandlung des Substrats verbessert werden. Daneben kann die Haftung aber auch durch den Einsatz von Additiven – so genannten Haftvermittlern - erhöht werden. Diese wirken an der Grenzfläche zwischen Beschichtung und Substrat, so dass in einigen Fällen eine Vorbehandlung des Untergrundes nicht mehr erforderlich ist. BYK hat zwei neue Haftvermittler entwickelt, die signifikant die Haftung auf unterschiedlichen Substraten verbessern. Einer der beiden eignet sich insbesondere für wässrige Dispersionslacke und Alkydemulsionen auf Altanstrichen. Es verbessert die Haftung (insbesondere die Nasshaftung) von wässrigen Systemen auf gealterten Alkydharzanstrichen.

Der zweite Haftvermittler erhöht die Haftung auf Stahl, galvanisch verzinktem Stahl, Aluminium und anderen Metallen. Er wird empfohlen für lösemittelhaltige Einbrennlacke und Coil Coatings, kann aber auch durch Neutralisation in wässrigen Systemen eingesetzt werden. Beide Haftvermittler haben keinen negativen Einfluss auf die anderen lacktechnischen Eigenschaften.

Falk-Timo Tragor, Clariant Produkte (Deutschland) GmbH
Effizienzsteigerung durch intelligente Pigmentselektion

Lebenslauf: Falk Tragor, geboren 1977 in Esslingen am Neckar, schloss sein Studium an der Fachhochschule Esslingen, Fachrichtung Farbe-Lack- Umwelt im Jahr 2004 ab. Während des Studiums bearbeitete er mehrere Projekte in den Bereichen Automobil- und Pulverlack bei DaimlerChrysler, Wörwag und BASF Coatings. Seit 2004 ist er bei der Clariant Produkte (Deutschland) GmbH im Technischen Marketing im Bereich Pigmente für Bautenfarben tätig.

Inhalt: Die Pigmentauswahl bietet ein oft vernachlässigtes Potential für erhebliche Verbesserungen einer Beschichtung. Im Vortrag werden verschiedene Möglichkeiten diskutiert, z.B. die Schichtdickenreduktion durch den Einsatz auf Deckvermögen optimierter Pigmente oder die weitere Erhöhung des Deckvermögens durch geeignete Pigmentkombinationen. Weitere Möglichkeiten bestehen durch die durch die Pigmentauswahl zur Maximierung des Farbraums mit möglichst wenig verwendeten Pasten und die Färbekostenanalyse.

Dr. Adalbert Braig, Ciba AG
Optimierung von Lackaufbauten durch innovative UV Absorberund Pigmenttechnologie

Lebenslauf: Chemiestudium an der Universität Stuttgart mit Promotion in Makromolekularer Chemie - Ende 1983 Eintritt in die Anwendungstechnik Lackadditive der damaligen Ciba Geigy AG mit Sitz in Basel, - Arbeitschwerpunkt Entwicklung von Korrosions-inhibitoren für Lacke; - 1990/91 Übernahme der Laborverantwortung in Ardsley, NY (USA); - seit 1998 zuständig für die Entwicklung von Lichtstabilisatoren für Lacke; - 2003 Ernennung zum Senior Technical Fellow der heutigen Ciba Spezialitätenchemie AG.

Inhalt: Die Leistungsfähigkeit heutiger Automobillackierungen hat einen hohen Entwicklungsstand erreicht. Künftige Herausforderungen beinhalten neben der Einhaltung der VOC-Richtlinien durch Verwendung neuer Lacksysteme vor allem auch eine Optimierung der Lackaufbauten hinsichtlich aufgebrachter Schichtdicke, sowie der Anzahl der applizierten Schichten.

Die Entwicklung innovativer UV Absorbertechnologien und von Pigmenten mit aussergewöhnlicher Deckfähigkeit für wässrige und lösemittelhaltige Lacksysteme eröffnet neue Möglichkeiten zur Realisierung dieser Konzepte sowohl im Klarlack- als auch im Basislackbereich.

Dr. Kai Krauss, Degussa GmbH
Leicht dispergierbare Pigment Präparationen in Granulatform

Lebenslauf: Nach seinem Chemiestudium und der Promotion im Fach Chemische Technologie an der Technischen Universität Darmstadt trat Herr Dr. Kai Krauß am 1. August 2000 in die Carbon Black Forschung der Degussa GmbH in Köln ein. Nachdem er dort im Januar 2003 die Leitung der Prozessentwicklung übernommen hatte, wechselte er zum 1. Mai 2005 als Gruppenleiter für Pigment Black in das Lacklabor der Anwendungstechnik in Hanau-Wolfgang. Zum 01. Januar 2007 wurde Herr Dr. Kai Krauss zum Projekt Manager für neue Pigmentpräparationen im Geschäftsgebiet Specialty Materials des Geschäftsbereichs Advanced Fillers & Pigments ernannt. In dieser Funktion obliegt ihm die Koordination aller Aktivitäten im Rahmen des Joint Ventures Inxel-Degussa Advanced Pigment Systems.

Inhalt: Pigmentpulver müssen im Allgemeinen sehr intensiv dispergiert werden, um z.B. die gewünschte Mahlfeinheit und Farbentwicklung zu erreichen. Seit kurzem bietet die Degussa GmbH Pigmentpräparationen speziell für die Lackindustrie an, bei denen das Pigment über einen neuartigen Produktionsprozess in eine Bindemittelmatrix eingebettet ist. Die granulatförmigen Pigmentpräparationen können in ein Lösemittel, ein Bindemittel oder ein Gemisch aus Löse- und Bindemittel eingearbeitet werden, ohne dass aufwändige Dispergieraggregate benötigt werden. Zum Dispergieren genügt ein Dissolver und sogar die Dispergierzeit kann signifikant reduziert werden. Auf eine Perlmühle kann verzichtet werden. Die Granulate lassen sich staubfrei verarbeiten und können sehr einfach dosiert werden. Das Aldehyharz, in dem die Pigmente eingebettet sind, ist in nahezu allen in der Lackindustrie gebräuchlichen Lösemitteln löslich. Außerdem ist es mit sehr vielen Bindemitteln kompatibel. In der Präsentation werden die Vorteile der neuen Pigmentpräparationen anhand von Laboruntersuchungen in verschiedenen Lacksystemen erläutert.

Dr. Georg Göttle
Emissionsfrei und VOC-frei –innovative EP-Systeme für den Oberflächenschutz

Lebenslauf: Chemiestudium an der Universität Ulm, Promotion 1996 danach Tätigkeit in der AWT und F&E eines internationalen Bauchemiekonzerns, zuletzt für die F&E verantwortlich seit 2000 bei der UPPC AG, dort Auf- und Ausbau des globalen Technischen Service

Inhalt: Die Forderungen der Gesetzgebung VOC in Beschichtungen zu vermeiden, sowie sehr emissionsarme Beschichtungssysteme zu verwenden, verlangt nach neuen Epoxidharzbindemitteln. Die Möglichkeiten für die Hersteller von Epoxidharzbeschichtungen mit neuartigen Epoxidsystemen werden im Vortrag aufgezeigt. Das emissions- und VOC-freie Epoxidsystem zeigt ausgezeichnete Eigenschaften in Formulierungen für vergilbungsbeständige Top-Coats, sowie bei der Herstellung von dekorativen Epoxidharzmörteln

Dr. Norbert Pietschmann, iLF Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft
Wasserbasierte, UV-härtbare Beschichtungsstoffe für Metall- und Kunststoffsubstrate

Lebenslauf: Dr. Norbert Pietschmann, geboren 1960, studierte Chemie an der Martin-Luther-Universität in Halle. 1990 promovierte er am dortigen Wissenschaftsbereich Physikalische Chemie. Seit 1989 ist er am jetzigen Institut für Lacke und Farben tätig, wo er sich seit 1991 unter anderem mit strahlenhärtenden Beschichtungsstoffen, thermisch vernetzenden High Solids (z.B. auf Pflanzenölbasis), Pulverlacken und InkJet-Tinten befaßt. Seit 1996 leitet Herr Pietschmann am iLF den Laborbereich Lackrohstoffe.

Inhalt: UV-härtbare, wasserbasierte Beschichtungsstoffe können auf unterschiedliche Weise formuliert werden:

  • Dispersionen (nach Abdunsten des Wassers meist schon klebfrei
  • antrocknend)
  • Emulsionen von flüssigen Bindemitteln (kommerziell erhältliche
  • oder selbst hergestellte Typen)
  • wasserverdünnbare Bindemittel

Hybridsysteme aus den vorgenannten Typen (soweit verträglich) Auf diesem Wege können niedrig viskose Beschichtungsstoffe für Spritzanwendungen formuliert werden. Hiermit können Metall- und Kunststoffbeschichtungen mit reduzierter Trockenfilmdicke hergestellt werden. Allerdings erfordern die Substrathaftung (trocken und nass) sowie die chemische Beständigkeit ein intensives Rohstoffscreening. Im Endergebnis ergaben Dispersionen, selbst hergestellte Emulsionen sowie Hybride aus beiden Typen gute Ergebnisse. Die Haftung auf Kunststoffen war oftmals hervorragend, allerdings im Einzelnen vom individuellen Kunststoff-Typ, der Bindemittelzusammensetzung sowie der Pigmentierung des Beschichtungsstoffs abhängig. Im Gegensatz hierzu war die Anzahl derjenigen wasserbasierten UV-Lacke, welche den Anforderungen auf metallischen Untergründen entsprachen, eng begrenzt.

Berichte 2008

2008

VILF-Resumée zur Jahrestagung 2008 Neu-Isenburg
im Wortlaut

„Lacke, Farben und Beschichtungen im Wandel des europäischen Marktes“ –

Wir alle müssen über unsere Grenzen schauen, europäisch denken und das Thema REACH ist nur eines vieler Beispiele. Europa erweitert sich und die Verfügbarkeit von Rohstoffen ist ein wichtiger Teil jeder Produktion. Neuartige Rohstoffe und umweltgerechte Produkte sind für Innovationen erforderlich. Vorträge zu diesen und verwandten Themen wurden auf der diesjährigen Jahrestagung des VILF am 30. und 31. Oktober in Neu-Isenburg vor fachspezifischem Publikum präsentiert.

Mehr als 260 Teilnehmer aus dem In- und Ausland wurden in der Hugenottenhalle von hochkarätigen und visionären Vorträgen in den Bann gezogen und zu lebhaftem Fachaustausch angeregt.

Das Programm wurde mit einem Einblick zum Thema Reach gestartet. Welche Veränderungen bringt Reach mit sich und was müssen Unternehmen zu diesem Thema beachten. Danach folgten eindrucksvolle Beiträge zu praxisnahen Untersuchungen und deren Ergebnisse an Endprodukten. Im breiten Vortragsblock zu Füllstoffen, Pigmenten, Bindemitteln und Additiven wurden Beschichtungsherstellern vielfältige Ansätze aufgezeigt, um den Herausforderungen des wandelnden europäischen Marktes gerecht zu werden.

Abschließend, am zweiten Tag, tauchte das Publikum im Rahmen eines spannenden und zukunftsweisenden Vortrages in die Farbenwelt der Automobilindustrie ein.

Im Anschluss an die Tagung wurde Herrn Jürgen Heupel, ehemaliger und langjähriger 2. Vorsitzender des VILF-Vorstandes, im Namen des gesamten Vorstands die VILF-Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Beim Abendessen konnten zum mediterranen Buffet sowohl neue Kontakte geknüpft, als auch bestehende Kontakte in gemütlicher Atmosphäre gepflegt werden.

Abschließend möchten wir uns bei den Referenten, Firmen und Sponsoren bedanken, welche mit ihren Fachvorträgen und den nicht unerheblichen Kostenbeteiligungen dazu beigetragen haben, dass diese Veranstaltung erneut in dieser professionellen Form stattfinden konnte.

VILF-Resumée zur Mitgliederversammlung am 29.10.2008
Kurzbericht (Wortlaut)

Wie in jedem Jahr fand am 29.10.2008 im Vorfeld zur Jahrestagung die ordentliche Mitgliederversammlung statt. Nach dem Bericht des Vorstandes und dem Bericht des Kassenwartes wurde beiden die Entlastung ohne Gegenstimme erteilt.

Demnach ist die Zahl der Mitglieder in 2008 konstant geblieben und die finanzielle Basis der Verbandes solide. Hans-Dieter Christian ehrte verdiente langjährige Mitglieder und bedankte sich bei dem ausscheidenden zweiten Vorsitzenden, Herrn Jürgen Heupel für seine engagierte Arbeit.

Anschließend erfolgte die Diskussion und Abstimmung über die neue Satzung, die vorher den Mitgliedern auf elektronischem Wege zur Verfügung gestellt wurde. Die Versammlung billigte die neue Satzung ohne Gegenstimme.

Die Mitglieder wählten Herrn Hans-Dieter Christian erneut zum Vorsitzenden und Frau Angela Cackovich sowie Herrn Heinz-Günther Schulte zu seinen Stellvertretern. Weitere Nominierungen sind Herr Andreas Eichfelder für die Kasse, Herr Norbert Emmerich als Schriftführer, die Herren Heiko Alzer und Ulrich Désor für die elektronischen Medien sowie Frau Angela Claßen und Herrn Lars Kirmayer für das Ressort Veranstaltungen/Kontakte.

Unter dem Punkt ‚Verschiedenes’ wurde vor allem der Vorschlag zur stärkeren internationalen Ausrichtung und Beteiligung des Verbandes diskutiert. Der Vorstand wird die Vorteile zusammenstellen und den Mitgliedern zur Meinungsbildung zur Verfügung stellen für eine spätere Entscheidung.
 

Jahrestagung 2009

2009Programm (stand 12.07.2009)

VILF-Geschäftsstelle
Doris Mayer, Idastraße 37, 63456 Hanau
Telefax +49 (0) 6181 670597
E-Mail geschaeftsstelle@vilf.de

 

Donnerstag, 29. Oktober

09:00 Eröffnung der VILF-Tagung 2009
durch den 1. Vorsitzenden des VILF e.V.
Hans-Dieter Christian

09:15 Nanotechnologie – Möglichkeiten und Risiken aus Sicht der Berufsgenossenschaft
Dr. Maren Beth-Hübner,
Berufsgenossenschaft Chemie, Bereich Prävention, Fachreferat Gefahr- und Biostoffe, Heidelberg

09:45 VOC-Reduzierung am Beispiel von wässrigen 2K-Epoxy- und PUR-Beschichtungssystemen für Schienenfahrzeuge
Dr. Thomas Klotzbach, Weilburger Coatings GmbH, Weilburg

10:15 Wasser- und lösemittelhaltige Alkyde für VOC 2010 - Fluch oder Segen?
Stefan Bomballa, Synthopol Chemie, Buxtehude

10:45 Kaffeepause

11:30 Acrylatharze für High-Solid-Anwendung, Freiheitsgrade und Einschränkungen
Andreas Eichfelder, BASF SE, Ludwigshafen

12:00 Neuartige Vinylacetat Ethylen Terpolymerdispersionen, als Bindemittel für umweltfreundliche Fassadenfarben und Putze
Dr. Kerstin Gohr, Celanese Emulsions GmbH, Frankfurt

12:30 Mittagspause

13:30 Moderne Bindemittel für umweltfreundliche Lacksysteme
Dr. Thorsten Adebahr, Worlée Chemie GmbH, Hamburg

14:00 Neue Polymere für Low VOC Farben
Johannes Balsam, Synthomer GmbH, Frankfurt

14:30 Kaffeepause

15:15 Umweltfreundliche Additive
Dr. Gerald Kirchner, BYK Chemie GmbH, Wesel

15:45 Alkydlacke nach 2010
Dr. Franjo Gol, OMG Borchers GmbH, Langenfeld

16:15 Nanopartikel Dispersionen: Innovative Additive für verbesserte Eigenschaften wasserbasierter Beschichtungen

Dr. Detlef Burgard, Bühler PARTEC GmbH, Saarbrücken

18:30 Verleihung des F+L-Preises

ca.19:30 Italienisches Buffet

Freitag, 30. Oktober

09:00 Vortrag des F+L-Preisträgers

09:30 Bautenlacke VOC 2010 – Was halten die neuen Qualitäten?

Dr. Peter Anton, Deutsche Amphibolin-Werke, Ober-Ramstadt

10:00 Kaffeepause

10.45 „Design Diffusion" - Ein Paradigmenwechsel in Bezug auf Filmbildung

Michael Vogel, Dow Coatings Materials, Frankfurt

11:15 Einfach zu dispergierende Pigment-Präparationen in Granulatform für wässrige Lackanwendungen
Dr. Christian Götz, Evonik Degussa GmbH, Hanau

11:45 Neuartige Pigmenttechnologie zur Optimierung der Farbformulierungskosten
Markus Blomquist , FP Pigments OY, Finnland

12:15 Autoxidativ trocknende Reaktivverdünner und High-Solid-Harze
Dr. Monika Schneider, ATCOAT GmbH, Düren

12:45 Einfluss von Titandioxid-Pigmenten in Lacken und Farben im Hinblick auf die VOC Verordnung 2010
Thomas v. Oppenkowski, Kronos International Inc., Leverkusen

ca.13.30 Ende der Tagung


Änderungen vorbehalten

Programm 2010

2010Programm (stand 20.07.2010)

Anmeldung

bitte an die VILF Geschäftsstelle senden
 

Ansprechpartner

Programm (neuere Fassung)

    Donnerstag, 4. November

  • 09:00 Eröffnung der VILF Jahrestagung 2010
    durch den 1. Vorsitzenden des VILF e.V.

  • 09:15 Wieviel Natur braucht der Lack?
    Dr. Dietmar Eichstädt, VdL

  • 09:45 Wässrig und nachhaltig – neue umweltschonende
    Bindemittel für die Zukunft
    Dr. Rüdiger Spohnholz, Synthopol Chemie

  • 10:15 Vom Blauen Engel bis zur Gebäudezertifizierung
    der Beitrag von Beschichtungsstoffen
    zum nachhaltigen Bauen
    Dr. Helge Kramberger,
    RMI (Dr. Robert-Murjahn-Institut)

  • 10:45 Kaffeepause

  • 11:30 Ressourcenschonung im Fokus der
    Neuentwicklungen wässriger Holzschutzsysteme
    Markus Dimmers, Alberdingk Boley GmbH

  • 12:00 Umweltfreundlich und leistungsstark:
    neue lösemittelfreie Polyurethandispersionen
    für hochwertige Polyurethanlacke
    Robert Reyer, Bayer MaterialScience AG,
    Leverkusen

  • 12:30 Mittagspause

  • 13:30 Erneuerbare Rohstoffe biotechnologischen
    oder pflanzlichen Ursprungs
    für die Oberflächenbehandlung
    Dr. Stefan Friebel, WKI Fraunhofer Institut

  • 14:00 Epoxidharzbeschichtungen: Umweltfreundlich –
    Umweltverträglich – Nachhaltig
    Fromme Wunschvorstellung oder mittelfristiges
    Entwicklungsziel?
    Dr. Martin Gerlitz, Huntsman Advanced Materials

  • 14:30 Kaffeepause

  • 15:15 Bewertung der Nachhaltigkeit von Rohstoffen
    für Farben und Lacke
    Christiane Glasmacher-Remberg, Cognis GmbH

  • 15:45 bis 17:15 Effektive Selbstmotivation –
    So zähmen Sie Ihren inneren Schweinehund
    Dr. Marco von Münchhausen

  • 19:15 Cocktailempfang

  • ca.20:00 Italienisches Buffet

    Freitag, 5. November

  • 09:00 Innovative Softtouch- und Anti-Slip-Additive
    basierend auf nachwachsenden Rohstoffen
    (Riziniusöl)
    Stefan Oettlein, DOG, Hamburg

  • 09:30 Beschaffenheit & Nachhaltigkeit: eine perfekte Ehe
    Ton Geurts, AkzoNobel Deutschland

  • 10:00 Kaffeepause

  • 10:45 Chemie ohne Öl
    Dr. Jan Pfeffer, Evonik Degussa GmbH

  • 11:15 Nachhaltigkeitsbewertungen bei Lackierprozessen
    mit der Ökoeffizienz-Analyse
    Dr. Peter Saling, BASF SE, Ludwigshafen

  • 11:45 Neue umweltfreundliche universelle
    Korrosionsschutzpigmente
    Fabiana Requeijo, Nubiola Inorganic Pigments

  • 12:15 Nachhaltigkeit konkret – durch Innovationen
    zu neuen Pigmenten
    Dr. Lutz Frischmann, Heubach GmbH

  • ca.13:30 Ende der Tagung


Stand 9. September 2010, Änderungen vorbehalten