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27.11.2007
colour-europe.de 27.11.2007 - Die Adler Werk Lackfabrik, Johann Berghofer GmbH & Co KG, A-Schwaz, hat eine Farbtonkollektion „Edition 21" vorgestellt. Die sechs Fächer im stabilen Alukoffer und die praktische Kreativbox mit großen Originalfarbmustern sind für Gestaltungsprojekte und Farbberatungen gedacht.
Die Farbtöne für die Fassadengestaltung wurden gemeinsam mit der Schweizer Farbdesignerin Daniela Späth entworfen. Dem derzeitigen Trend entsprechend bewegen sich die Nuancen weg von der starken Buntheit hin zu natürlichen Erdfarbtönen. Der Basisfächer „Outdoor Base" gliedert sich in klassische Aufhellungsreihen und ermöglicht so die schnelle und sichere Kombination der unterschiedlichen Farbtöne. Jede Farbreihe endet mit einer passenden Grau-Nuance, die als Akzentfarbe zum Beispiel im Sockelbereich eingesetzt werden kann. Im dazugehörigen Trendfächer „Outdoor Trend" wurden bereits interessante Dreier-Farbkombinationen erstellt. Grundsätzlich sind aber alle Nuancen so gewählt, dass sie miteinander harmonieren.
Für den Innenbereich stehen mehr als 1200 verschiedene Farbtöne in fünf Rubriken zur Auswahl. „creative emotions" umfasst die stark bunten Farbtöne, während in der Kollektion „relaxed" eher hellklare Töne zu finden sind. Etwas kräftigere, aber gedämpfte Farbtöne enthält „romantic", die typischen Naturtöne finden sich in der Rubrik „natural". Reduziert und dezent präsentiert sich die Kollektion „technical". Auch hier bietet ein eigener „Indoor Trend"-Fächer wieder ausgewählte Dreier-Gestaltungsvorschläge, bei denen der Trend zu dunklen Einrichtungshölzern berücksichtig wurde.
Vervollständigt wird das Fächerset durch einen Standard-RAL-Fächer. Im stabilen Alu-Koffer handlich aufbewahrt und transportfähig, eignet sich die „Edition 21" besonders gut für Vor-Ort-Beratungen. Eine Ergänzung für Farbberater, Architekten und Maler ist die in einem stabilen Aluminium-Behälter verpackte „Kreativbox". claudia.m.berghofer@adler-lacke.com
Ciba SC: Innovative light stabilizer technology for water-based coatings wins Ciba R&D Award 2007
colour-europe.de 27.11.2007 - Basel. An international team received the Ciba R&D Award 2007 for developing an innovative technology that allows high-performance light stabilizers to be readily incorporated into waterborne coatings. Novel Encapsulated Additives Technology (NEAT) enables production of environmentally more sustainable coatings without compromising on key performance criteria. Hydrophobic light stabilizers are first encapsulated in a polymer and then dispersed in water in small, stabilized droplets.
Professor Jean-Marie Pierre Lehn, a recipient of the Nobel Prize for Chemistry and a member of the Ciba Board of Directors, presented the award at this year’s Research & Development Conference in Basel, Switzerland. Based in Basel and Amagasaki, Japan, the award-winning team includes Frank Pirrung and Carsten Schellenberg (project leads) as well as Delphine Kimpel, Wolfgang Peter and Junichi Tanabe, all of the Coating Effects Segment.
Ciba launched the first commercial NEAT product less than three years after technology development began. The concept has since been expanded to a whole range of encapsulated additives for waterborne coatings, including hindered amine light stabilizers and UV absorbers. The patented technology will be further explored for new applications and markets.
Chief Technology Officer Martin Riediker comments: "The work of this team has enabled us to take a technological leap long awaited by the industry. With solvent emission regulations becoming ever more stringent, NEAT sets a new standard for the stabilization of waterborne coatings, where it can significantly expand the application range of non-polar additives while maintaining the highest level of performance."
The NEAT approach bypasses the traditional trade-off between water solubility and light stabilizer performance by encapsulating additives in a suitable polymer, preventing them from interacting with the water-based solution. Because the encapsulated substance undergoes no change, coatings can be diversified and tailored using NEAT products without compromise on performance.
Deutscher Verzinkerpreis 2007 - Qualität und Nachhaltigkeit
colour-europe.de 27.11.2007 - Der mit 10.000 EUR dotierte Deutschen Verzinkerpreis wird für herausragende, innovative Bauwerke und Objekte aus feuerverzinktem Stahl vergeben und wurde in diesem Jahr zum 10. Mal verliehen. Rund 80 Einreichungen zum Wettbewerb wurden einer hochkarätig besetzten Jury präsentiert. Die große Zahl an eingereichten Objekten zeigt deutlich den hohen Stellenwert des Deutschen Verzinkerpreises in der Fachwelt, der von der Bundesstiftung Baukultur in den Kreis der bedeutenden deutschen Architekturpreise aufgenommen wurde.
Der mit 5000 Euro dotierte erste Preis ging an Birk und Heilmeyer Architekten, Stuttgart, für die Parkpalette in Coesfeld-Lette, die Vorbildcharakter für zukünftige Bauten des ruhenden Verkehrs hat. Zwei zweite, jeweils mit 2000 Euro dotierte Preise, erhielten Brückner & Brückner Architekten, Tirschenreuth für den Umbau des Heizkraftwerkes Würzburg und MGF Architekten, Stuttgart für die Erweiterungsbauten der Hochschule Aalen. Eine mit 1000 Euro dotierte besondere Anerkennung ging an das Studio für Architektur Peter Haimerl, München für den Autogarten der Salvatorgarage, München.
Erste VIENNA DESIGN WEEKs mit mehr als 10.000 BesucherInnen
colour-europe.de 27.11.2007 - Wien (ots) - Nach zweieinhalb Wochen Produktdesign-Events in Wien gingen gestern die ersten VIENNA DESIGN WEEKs zu Ende. Die VeranstalterInnen von der Neigungs¬gruppe Design zählten in Summe mehr als 10.000 BesucherInnen. Nach dem Ende der diesjährigen Designwochen beginnen Tulga Beyerle, Thomas Geisler und Lilli Hollein mit der Planung und Vorbereitung für die Neuauflage im kommenden Herbst.
Die VIENNA DESIGN WEEKs waren darauf ausgerichtet, Design sichtbar zu machen und den Blick dafür auch im Alltag zu schärfen. In den vergangenen zweieinhalb Wochen bewiesen die MacherInnen von der Neigungsgruppe Design, dass gutes Produktdesign sehr wohl einen Platz im traditionsreichen Österreich hat. Die Veranstaltungen, in deren Zentrum die zehn Stationen der Passionswege und die Konferenz DESIGN 07 - Die Mitte an der Angewandten standen, wurden von Publikum und AkteurInnen gleichermaßen positiv aufgenommen. Die Präsentation des Gastlandes Schweiz im Rahmen der Ausstellung "belle vue - Junges Schweizer Design" erwiest sich als gute Idee, um das Festival über Österreichs Grenzen hinaus attraktiv zu machen. Sie kann noch bis 11. November im Freiraum/quartier21 besichtigt werden.
Auch die aktiven Förderer betonten den Erfolg der Initiative. Insbesondere departure wirtschaft, kunst und kultur gmbh sowie Wirtschaftskammer Wien sprachen von einer Chance für die österreichische Kreativwirtschaft.
Vizebürgermeisterin Renate Brauner äußerte sich erfreut: "Die VIENNA DESIGN WEEKs haben Wien die letzen Wochen sichtbar bereichert und Design sowie den Diskurs darüber ins Zentrum der Stadt geholt. Viele Wiener Unternehmen haben den Kontakt mit jungen Kreativen gefunden und das wirtschaftliche Potential von Design unterstrichen. departure als zentrale Anlaufstelle für die Wiener Creative Industries hat dieses Projekt aktiv unterstützt und nicht zuletzt durch Aktivitäten wie dem Sommer Design Büro und der Publikation ,Look/Book 2007' maßgeblich zum Gelingen beigetragen.."
Die Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, Brigitte Jank, wagte ebenfalls einen Ausblick auf die Fortsetzung des Festivals im kommenden Jahr: "Dank der ersten VIENNA DESIGN WEEKs konnte Wien als das präsentiert werden, was es ist: ein Hot Spot, an dem junge Kreative und erfolgreiche Traditionsunternehmen voneinander profitieren. Die Wirtschaftskammer Wien übernimmt dabei die Rolle eines Botschafters, denn mit unseren Initiativen wie der Plattform CREATIVESPACE.at fördern wir die Kooperation zwischen kreativer Szene und etablierten Unternehmen. Dass diese Zusammenarbeit eindrucksvolle Ergebnisse hervorbringen kann, haben zahlreiche Unternehmen bewiesen, die sich aktiv an den VIENNA DESIGN WEEKs beteiligt haben. In der Überzeugung, dass Kreativität ein wesentlicher Innovationstreiber für die gesamte Wiener Wirtschaft ist, werden wir auch im kommenden Jahr das Designfestival als wichtigster Partner der Wirtschaft unterstützen - um das kreative Potenzial und dadurch den gesamten Wirtschaftsstandort nachhaltig zu stärken." www.juicypool.com/viennadesignweek/aktuell.html
colour-europe.de 27.11.2007 - New York (ots/PRNewswire) -Das Jonas Mekas Visual Arts Center (JMVAC) in Vilnius, Litauen, ist stolz auf seine erste Ausstellung mit dem Namen "The Avant-Garde: From Futurism to Fluxus", die vom 5. November 2007 bis zum 3. Februar 2008 für den Publikumsverkehr geöffnet sein wird. Die Ausstellung widmet sich der Geschichte der Avantgarde und einigen ihrer schillerndsten Vertreter als auch einem breiten Spektrum an Medien wie Filmen, Film-Stills (Standfotos von Filmen), Installationen, Fluxus-Objekten und -dokumenten, Skulpturen, Videos und Gedichten, die sich alle dadurch auszeichnen, dass sie eine neue Art des Nachdenkens über Kunst, Kultur und Gesellschaft inspiriert haben. Darüber hinaus zelebriert die Ausstellung die Rückkehr von zwei der produktivsten Künstler Litauens: den fortschrittlichen Avantgarde-Filmemacher Jonas Mekas und George Maciunas, Impresario und "Chairman" der internationalen Fluxus-Kunstbewegung der 60er Jahre.
Dem futuristischen Dichter und Schriftsteller Kazys Binkis, der mit seinen literarischen Aktivitäten Litauen mit der Philosophie und Ästhetik der Avantgarde bekannt machte, ist ein Ehrenplatz im Programm gewidmet.
Jonas Mekas präsentiert als "Pate des amerikanischen Avantgarde-Kinos" neue Installationen, in denen Standbilder und bewegte Bilder in einer spektakulären Multimedia-Präsentation miteinander kombiniert werden. Sein Arrangement von 40 Kurzfilmen wird auf Monitoren und Wandprojektionen zusammen mit 40 Film-Stills aus dieser faszinierenden Serie gezeigt, was sowohl sein Talent für formale Innovationen als auch seine Bedeutung als Dokumentarfilmer unterstreicht. In seinen Filmen sind weltberühmte Persönlichkeiten wie John Lennon, Salvador Dali, George Maciunas, Richard Serra, Nam June Paik, Andy Warhol und Allen Ginsberg zu sehen, was uns wiederum daran erinnern soll, dass die Filme Mekas' zu den besten historischen Dokumentationen gehören - von den Anfängen der Avantgarde in den 60er Jahren an bis heute. Mit dabei ist auch "Zefiro Torna, or Scenes From the Life of George Maciunas" (1992), Mekas' cineastische Hommage an seinen langjährigen Freund und Kollegen. Abgerundet wird das Ganze durch 40 Film-Standbilder, die Mekas eigens für die Ausstellung anfertigte.
"Mit dieser Ausstellung hat Vilnius einen weiteren Abschnitt auf dem Weg zur neuen Welthauptstadt von Avantgarde und Fluxus im 21. Jahrhundert gemeistert", so Arturas Zuokas, Vorstandsvorsitzender des Jonas Mekas Visual Arts Center.
Aus der erst kürzlich durch das Center erworbenen Fluxus-Sammlung wurden einige herausragende Arbeiten ausgewählt. Maciunas' Readymade-Zeichen "No Smoking" (1963/1973), sein in Zusammenarbeit mit George Brecht entstandenes Werk "Iced Dice" (1964) und Yoko Onos "Do It Yourself" (1966) demonstrieren, dass die Bewegung durchaus Wert auf Humor legte und betont deren Bestreben, auch aus alltäglichsten Objekten und Handlungen Kunstwerke zu schaffen. Die 80 Wooster-Street-Dokumente beschreiben Maciunas' Vision über eine Umwandlung der Industriegebäude von SoHo in New York in die legendären Fluxhouse Artist Cooperatives, die ihm den Titel "Father of SoHo" einbrachte. Zu besichtigen sein wird auch Nam June Paiks konzeptuelle Videoinstallation "Real Plant/Live Plant" (1978). Darüber hinaus werden bedeutsame Dokumentarfilme gezeigt, zu denen Larry Millers "Some Fluxus" (1991), Shigeko Kubotas "Fluxus Soho Tour" (1994) und Lars Movins "The Misfits: 30 Years of Fluxus" (1993) gehören und Informationen sowohl zur Fluxus-Bewegung insgesamt als auch über ihren charismatischen "Frontmann" liefern. Maciunas' umfangreiche Produktion "Fluxfilm Anthology" (1962-70) fasst das kritische, aber auch spielerische Herangehen der Gruppe an die Filmtradition zusammen.
Jonas Mekas hat auch eine spezielle Reihe von Filmen zusammengestellt, die von Visionären des Avantgarde-Kinos produziert wurden. Auf diese Weise werden Luis Buñuels "Ein andalusischer Hund" (1929) in Zusammenarbeit mit Salvador Dalí, Marcel Duchamps "Anemic Cinema" (1926), Hans Richters "Rhythmus 21" (1921), Fernand Legers "Ballet Mecanique" (1924) und Peter Kubelkas "Arnulf Rainer" (1960) geehrt.
Jonas Mekas spricht zur Eröffnung des JMVAC seine Glückwünsche aus: "Ich bedanke mich ganz herzlich bei Arturas Zuokas und Kristijonas Kucinskas! In der heutigen Zeit ist es ganz besonders wichtig, die alltäglichen Gegebenheiten einmal hinter sich zu lassen und die Richtung zu ändern, sich auf direktem Wege in andere Welten zu begeben, andere Welten, andere Welten -"
Diese wegweisende Ausstellung erreicht ihren Höhepunkt anlässlich des historischen Ereignisses, wenn Vilnius im Jahre 2009 den begehrten Titel der Europäischen Kulturhauptstadt des Jahres erhält. Eine solche internationale Anerkennung unterstreicht die Tatsache, dass Litauens Kultur einem prickelnden neuen Zeitalter entgegen geht.
Zur Ausstellung ist auch ein Katalog mit ganzseitigen Farbfotos erhältlich, der Beiträge von R. Bruce Elder, P. Adams Sitney, Amy Taubin, Mari Dumett, Julia Robinson, Carolina Carrasco, Astrit Schmidt-Burkhardt und Hollis Melton enthält.
Die Maya Stendhal Gallery ist eine der Kuratoren der Ausstellung.
http://www.mekas.ltLucky Strike: International bedeutendster Designerpreis geht an Dieter Rams
colour-europe.de 27.11.2007 - Berlin/Hamburg (ots) - Die Jury der Raymond Loewy Foundation hat den mit 50.000 Euro dotierten Lucky Strike Designer Award in diesem Jahr an Dieter Rams verliehen.
Bundeskanzler a. D. Gerhard Schröder würdigte den langjährigen Chefdesigner von Braun: Seine Arbeit sei ein "internationales Synonym für innovatives deutsches Design." Dieter Rams habe der Alltagskultur neue Formen gegeben und mit seiner Gestaltungskunst auch Schröders persönliche Geschmacksbildung geprägt. "Walter Gropius hat die Moderne in Deutschland begründet. Dieter Rams hat sie im Nachkriegsdeutschland ausgestaltet", so Schröder.
Rund 400 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren ins Berliner ewerk gekommen, um Dieter Rams für sein Lebenswerk zu ehren. "Dieter Rams ist Botschafter des deutschen Designs. Seine Ideale 'Weniger, aber besser' oder 'Gutes Design ist möglichst wenig Design' sind ganz aktuell wieder stilprägend in vielen Branchen", so Prof. Johann H. Tomforde, Vorsitzender der Jury der Raymond Loewy Foundation.
Dieter Rams sagte über die Auszeichnung: "Dass ich den Lucky Strike Designer Award der Raymond Loewy Foundation erhalten habe, ist für mich eine besondere Ehre. Der Namensgeber der Foundation prägte einen Designbegriff, dem ich mich sehr verbunden fühle: Design muss die Funktionalität erhöhen. So und nicht anders sollte industrielles Gestalten verstanden werden".
Der Lucky Strike Designer Award wird seit 1991 jährlich an international herausragende Designer verliehen. Bisherige Preisträger sind u. a. Karl Lagerfeld, Peter Linbergh, Donna Karan und Ferran Adrià.
colour-europe.de 27.11.2007 - Hannover. (Heise) Viren lassen sich leicht dazu bringen, geordnete Muster zu bilden und Bindungen mit fast beliebigen anorganischen Stoffen einzugehen. Auf dieser Grundlage könnten Materialien mit ganz neuen Funktionen entstehen, berichtet das Technologiemagazin Technology Review [2] in seiner aktuellen Ausgabe 12/2007.
Im Labor von Angela Belcher am MIT entstehen derzeit erste von harmlosen Viren gebaute Elektronik-Komponenten. So kann die Professorin für Materialwissenschaften und Bioingenieurswesen bereits eine hauchdünne Faser aus Viren vorweisen, die unter UV-Licht rot leuchtet. Verantwortlich für diesen Effekt sind winzige Halbleiter-Kristalle, so genannte Quantenpunkte. Die für die Faser verwendeten Viren wurden genetisch so verändert, dass sich jeweils hunderte Quantenpunkte an sie anlagern.
Um Milliarden von Viren zu Fasern zu verbinden, verwendet Belcher eine "Spinning" genannte Methode: Die Viren werden schlicht mithilfe einer Spritze in hoher Konzentration in eine Lösung injiziert, wo sie sich ohne weitere äußere Einwirkung miteinander verbinden; die Geschwindigkeit des Spritzens beeinflusst dabei den Durchmesser der Faser. Anorganisches Material für die Beschichtung kann vor oder nach diesem Prozess dazugegeben werden. Dazu werden die Viren in einem automatisierten Trial-and-Error-Verfahren jeweils so genetisch verändert, dass sie sich an den gewünschten Stoff binden.
Nach Einschätzung von Experten dürfte es noch Jahrzehnte dauern, bis Produkte auf Grundlage dieser Technologie auf den Markt kommen. Trotzdem interessieren sich etwa Forscher der US-Armee schon jetzt dafür: Ihnen schweben Uniform-Stoffe vor, die als Sensoren für biologische oder chemische Waffen funktionieren. Auch Solarzellen und Akkus für die Stromversorgung anderer Geräte ließen sich mithilfe der Viren-Fasern fest in Kleidung integrieren.
22.10.2007
Ciba SC: Neue Farbrezeptursoftware
colour-europe.de. 25.08.2007. Ciba® Color Services präsentiert das neue Farbrezeptursystem COLIBRI™ an der K-Show in Düsseldorf vom 24. bis 31. Oktober am Stand von Konica Minolta (Nr. E22, Halle 11). COLIBRI™ 3.2 umfasst zahlreiche neue Funktionen, welche die Software für den Einsatz in globalen Konzernen optimieren. COLIBRI™ 3.2 ermöglicht nun auch die Messung von transparenten Mustern, das Erstellen von Standards über die Durchschnittsberechnung von Musterwerten und die Korrektur von Mustern unbekannter Herkunft. Sie verfügt ausserdem über eine verbesserte Restfarbenverarbeitung. COLIBRI™ 3.2 eignet sich für Druck- und Anstrichfarben, Kunststoffe, Fasern und Keramik.
„Die Farbrezeptursysteme COLIBRI™, die für eine höchst präzise Farbabstimmung bekannt sind, werden kontinuierlich und rasch weiter entwickelt, um sie den spezifischen Bedürfnissen der Industrie anzupassen", sagte Sonia Megert-Marshall, Leiterin von Ciba® Color Services. „Dank unserer globalen Präsenz können wir Kunden weltweit bei der Einführung und Anwendung beraten."
Ciba COLIBRI™ 3.2 bietet internationalen Konzernen nun zusätzliche Produktivität, da es vollständig in übliche ERP-Ressourcenplanungsysteme (Enterprise Resource Planning) integriert werden kann. Dank der einzigartigen Funktionalität, der höchst präzisen Rezeptberechnungen sowie den weiteren Eigenschaften lassen sich mit COLIBRI™ Zeit und Kosten sparen. Die Benutzerfreundlichkeit sorgt nicht nur für eine hohe Durchsatzleistung, sondern ermöglicht es auch, schnell auf Kundenwünsche zu reagieren. Die Software ist einfach zu konfigurieren und lässt sich den Bedürfnissen und Kompetenzen der Anwender leicht anpassen.
Ciba bietet zusätzlich zum Farbrezeptursystem umfangreiche Serviceleistungen, zum Beispiel Beratung bei der Pigmentvorbereitung oder bei der Farbmessung, aber auch Softwaresupport bei konkreten Farbbedürfnissen und Farbberatung vom Design bis zur Umsetzung.
Ciba hat ein Vertriebsabkommen mit Konica Minolta für die Vermarktung des Farbrezeptur-Softwaresystems Ciba COLIBRI™ und der einhergehenden Serviceleistungen abgeschlossen. Dank dieser Zusammenarbeit profitieren Kunden in der Kunststoff-, Lack- und Grafikbranche sowohl von den Fachkenntnissen von Ciba in den Bereichen Farbrezeptursoftware und Farbstoffanwendung wie auch von Konica Minoltas Kompetenzen bei der Farbmessungsgerätetechnik. www.cibasc.com/colorservices
GM Europe: Neuer Director Exterior Design
coulor-europe.de. 09.08.2007. Rüsselsheim. Phillip A. Zak (42) ist mit Wirkung zum 1. August zum Director Exterior Design General Motors Europe ernannt worden. Sein Verantwortungsbereich umfasst das Exterior Design der Marken Opel, Vauxhall und Saab sowie eines Teils der Marke Saturn für Nordamerika. Zak folgt auf Mark Adams, der zum 1. Juni 2007 zum Vice President of Design for GM Europe berufen worden ist.
Vor seinem Wechsel nach Rüsselsheim hatte Zak die Position des Exterior Design Directors im GM Global Compact Utility Studio im GM Design-Center Nordamerika inne. Seit 1991 arbeitete er in verschiedenen leitenden Positionen innerhalb der Design-Organisation von GM und setzte neue Design-Akzente für Marken wie Pontiac, Oldsmobile und Opel. Zak, der am Cleveland Institute of Art studierte, machte 1988 seinen Abschluss im Studiengang „Bildende Kunst" mit dem Schwerpunkt auf Industriedesign; mit dem Gund Traveling Stipendium erhielt er die höchste Auszeichnung für Absolventen. Zak war unter anderem eingebunden in das Konzeptfahrzeug-Programm von Saturn und trug Verantwortung für das Design der Pontiac G6 Limousine, der Pontiac GXP Performance-Reihe und anderer Pontiac-Konzeptfahrzeuge wie des REV.
Friedhelm Engler (43) wurde zum Director of Design des Pan Asian Technical Automotive Centers (PATAC) mit Sitz in Shanghai, China, ernannt. Mit Wirkung zum 1. August übernahm er damit die Verantwortung für alle das Design betreffenden Aktivitäten des zu gleichen Teilen bestehenden Joint Ventures zwischen General Motors und der Shanghai Automotive Industry Corp. Group (SAIC).
Nach seinem Abschluss am Pforzheimer Design-Institut verbrachte Engler drei Jahre als Produktdesigner in Japan, wo er das Design für den europäischen und asiatischen Markt kreierte. Er trat 1992 in die GM-Organisation ein und arbeitete seither in mehreren leitenden Positionen. Im Jahr 2000 wurde Engler zum Chef-Designer für Kompakt-Fahrzeuge ernannt. In dieser Funktion gestaltete er unter anderem das Design der jüngsten Astra-Generation von Opel/Vauxhall, des Opel/Vauxhall Meriva und – davor - der dritten Generation des Opel/Vauxhall Corsa.
„Mit diesen beiden Berufungen", so Mark Adams, Vice President of Design for GM Europe, „demonstrieren wir ganz klar den globalen Ansatz des GM-Designs. In unseren weltweit elf Design-Studios stellen wir uns fortlaufend den Herausforderungen, hochwertiges, auf die einzelnen Marken fokussiertes Design zu schaffen."
Erst 2006 hatte GME seine Design-Kompetenzen deutlich erweitert und in Rüsselsheim ein hochmodernes Design-Center eröffnet. Dort arbeiten über 350 Spezialisten für Zukunfts- und Produktionsdesign. Für zusätzliche Synergien der Arbeit steht ihr direkter Kontakt mit Ingenieuren der Vorausentwicklung, der Produktplanung und Vertretern der einzelnen Marken.
Merck: Standardwerk über Effektpigmente in völlig überarbeiteter Neuauflage
coulor-europe.de. 09.08.2007. Darmstadt. Unter dem Titel „Spezielle Effektpigmente" erschien im März 2007 im Vinzentz Verlag ein neues Standardwerk über Effektpigmente. Das Fachbuch gibt einen umfassenden Überblick über das Gebiet der Effektpigmente mit dem Schwerpunkt auf Perlglanzpigmente. Die erste Auflage dieses Buches erschien bereits 1996 mit dem Titel „Perlglanzpigmente". „Viele der seither neu entwickelten und am Markt eingeführten Effektpigmente lassen sich nicht mehr ohne weiteres als Perlglanzpigmente beschreiben", erläutert Dr. Gerhard Pfaff, Leiter der Pigmentforschung bei Merck. Vielmehr spreche man heute immer mehr von den speziellen Effektpigmenten, zu denen neben den bekannten Metalloxid-Glimmerpigmenten zum Beispiel auch die Xirallic- und Colorstream-Pigmente von Merck gehören. „Spezielle Effektpigmente" lautet daher auch der Titel des neuen Fachbuches, das er und sein Autorenteam Dr. Frank J. Maile, Dr. Peter Gabel, Dr. Manfred Kieser und Joachim Weitzel (EMD Chemicals) geschrieben haben. Die völlig neu bearbeitete und aktualisierte Ausgabe stellt die speziellen Effektpigmente hinsichtlich ihrer Eigenschaften, Herstellungsverfahren und Einsatzmöglichkeiten ausführlich dar. Ferner gehen die Autoren Mit starkem Praxisbezug auf das Thema Farbmetrik ein. „Das Buch ist vor allem für Farbspezialisten in den Bereichen Lacke, Kunststoffe, Druckfarben und Kosmetik gedacht", erklärt Pfaff. Es könne aber zum Beispiel auch Mitarbeitern im Marketing und Vertrieb einen für Kundengespräche nützlichen Einstieg in den Bereich der speziellen Effektpigmente vermitteln.
FMTS: Jeder 12te Mann kann rote von grünen Farben nicht unterscheiden!
coulor-europe.de. 09.08.2007. Düsseldorf. Bei der visuellen Bewertung ist nicht nur die richtige Lichtart und Lichtquelle sehr wichtig. Jedes Unternehmen muss sicherstellen das auch der/die Bewerter Farben richtig unterscheiden können. Das heißt alle Mitarbeiter die in der Produktion und/oder in der Qualitätskontrolle Farben bewerten und freigeben müssen auf richtiges Farbensehen regelmäßig getestet werden. Ungefähr 8% der Männer und etwa 0,4% der Frauen müssen mit einer Farbsehschwäche leben. Meistens tritt diese Farbschwäche als so genannte Rot-Grün Blindheit auf. Diese Menschen sind je nach Stärke dieser Farbsehschwäche nicht in der Lage z.B. grüne von gelben Farbtönen zu unterscheiden. Diese Schwächen lassen sich mit den hier angebotenen Farbsehtests herausfinden. Gerade da wo Menschen z.B. in der Qualitätskontrolle Farben kontrollieren müssen ist es sehr wichtig das diese Personen Farben auch richtig erkennen und vor allem unterscheiden können. Der Munsell Farbtest hilft z.B. bei Einstellungstests oder bei regelmäßigen Jahreskontrollen der Mitarbeiter Farbsehschwächen zu erkennen. Der Farnsworth Munsell 100 Farbsehtest von FMTS kommt idealer Wiese überall da zum Einsatz wo Mitarbeiter Farben erkennen, kontrollieren und freigeben müssen.
Mit Hilfe dieses Farbsehtestes lässt sich auf einfache Weise, zum Beispiel bei Einstellungstests, herausfinden ob der Bewerber für Farbbewertungen geeignet ist. Informationen, Beschreibung, Bedienungsanleitung, Broschüre unter:
www.farbmessung.com oder www.munsell.decoulor-europe.de. 09.08.2007.
k.gurrath@gmx.de Kathrin König, Dipl.- Ing. (FH) Innenarchitektur studiert Grundschullehramt im 7.Semester und schreibt gerade ihre Zulassungsarbeit im Fach Kunst mit dem Thema Farbgestaltung für Kinder (Kinder 3-12, evtl. auch Jugendliche). Die Forschungsfrage lautet: Kann man Grundlagen zur Farbgestaltung für Kinder herausarbeiten? und wenn ja welche? Schwerpunkte sind u.a.:Sie fragt nach Informationen, Literaturhinweisen, Erfahrungsberichten oder Tipps weil sie festgestellt hat, dass es nicht viele Veröffentlichungen gibt, die sich speziell mit dem Thema "Farbe für Kinder" auseinandersetzen bzw. es nicht in der Weise wissenschaftlich behandeln, wie es für die Uni brauchbar ist. „Ich befasse mich," schreibt Frau König an diesen Verlag, „speziell mit dem o.g. Thema, aber als Grundlage und Einstieg für meine ZA, wollte ich wenn möglich auch Grundkenntnissen zum Thema Farbe einarbeiten
Newcastle Uni: Menschen lieben Farbe Blau - Frauen mit Tendenz zu Rottönen
Newcastle (pte) - Ein Forscherteam von der britischen Newcastle University http://www.ncl.ac.uk hat die Farbpräferenzen von Männern und Frauen untersucht und ist zum Schluss gekommen, dass Blau von den Menschen am meisten gemocht wird. Bei einem unterscheiden sich die beiden Geschlechter aber deutlich: Frauen haben eine deutliche Tendenz zu Rottönen. Bei Männern hingegen konnten die beiden Forscherinnen Anya Hurlbert und Yazhu Ling keine eindeutige Präferenz ausmachen, berichten sie in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Current Biology.
"Die lange Geschichte der Farb-Präferenzen wurde in der Vergangenheit als verwirrend, konfus und widersprüchlich beschrieben", meinen die Wissenschaftlerinnen. Erst kürzlich haben Studien gezeigt, dass Blautöne bei Menschen auf der ganzen Welt als positiv empfunden werden und sich offensichtlich über kulturelle Grenzen hinweg etabliert haben. Daraus schließen die Wissenschaftler, dass es eventuell auf Verhaltensmuster in der Evolution zurückgehen könnte. Das Forscherteam hatte 171 gebürtige Briten und 37 Chinesen, die seit maximal drei Jahren in Europa lebten, im Alter zwischen 20 und 26 Jahren befragt. In der Testserie wurden den Probanden immer zwei bunte Rechtecke gezeigt, unter denen sie die bevorzugte Farbe aussuchen sollten. Das Ergebnis war eindeutig: Blau wurde generell als beliebteste Farbe gewählt. Frauen bevorzugten Rosa und Violett.
Warum Blau als Lieblingsfarbe der Menschen gilt, darüber können die Forscher nur spekulieren. Möglicherweise stamme die Vorliebe aus der positiven Einstellung gegenüber dem Blau des Himmels oder dem Blau des Meeres. Die Rot-Präferenz beim weiblichen Geschlecht stamme womöglich aus der Epoche der frühen Jäger-Sammler-Kulturen, in der Menschen auf der Suche nach essbaren Beeren und Früchten waren. Eine sichere Unterscheidung von Rottönen war demnach eine wichtige Fähigkeit, um giftige von ungiftigen Früchten zu unterscheiden und damit das Überleben zu sichern. Ein anderer Grund könnte auch darin liegen, die Gesichtsfarbe anderer Menschen zu beurteilen und damit auf deren momentane Gemütsverfassung mit Gefühlen wie Ärger, Wut oder Scham zu schließen.
In weiteren Versuchen wollen die Wissenschaftlerinnen nun Testverfahren entwickeln, um auch bei Kleinkindern die Lieblingsfarbe zu ermitteln. Damit könnte man dann herausfinden, ob die Präferenz von Rot und Blau tatsächlich im Erbgut verankert oder doch anerzogen ist.
Olympia 2012: Ein Signet verspricht nichts Gutes
colour-europe.de. 25.08.2007. London/Köln. Seit es keinen Nebel mehr in London gibt, scheint auch mit dem britischen Design etwas nicht mehr zu stimmen. Das kürzlich vorgestellte Logo der Olympischen Spiele 2012 in London löst jedenfalls einen Aufschrei vieler Gestalter in aller Welt aus, wenn sie den Flickerlteppich aus nostalgischen Graffito-Formen in erdigen Zement-Farbtönen vor sich sehen. So auch Prof. Paolo Tumminelli von der Fachhochschule Köln, der in seinem ausführlichen Kommentar im „Handelsblatt" kein gutes Haar an dem „Kunstwerk" lässt. Aus unserer Sicht wollten die Briten offenbar Olympia neu erfinden und es bleibt nur zu hoffen, dass sich diese Art Kreativität nur auf das Logo der Spiele beschränken wird.
Tumminelli schreibt u.a.: „..jetzt kommt als endgültiges Markenzeichen dieser tragische Fleck", und er nennt das Ensemble eine Fehlkonstruktion. Dazu führt er vier Gründe an: das Unterordnen der fünf Ringe unter einer farblich und formell unbekannte Komposition sei strategisch falsch. Konzeptionell fragwürdig sei es, die olympische Idee der Integration und Partizipation in einer aggressiv wirkenden Form darzustellen. Ästhetisch sei es tragisch, das erklärte Ziel der Marke, junge Menschen anzusprechen, interpretiert, indem man die Wiedergeburt einer postmodernen Graffito-Ästhetik, die vor 30 Jahren modisch war, wieder aufleben lässt. Tumminelli nennt den Entwurf auch sozial diskriminierend, weil die „Asteoriden-Grundform", aus der sich die Zahl „2012" bildet, kaum in aller Welt verstehen lasse. Schade!
VdL: Trendwende bei Autofarben?
colour-europe.de. 25.08.2007. Frankfurt am Main. Die Vorlieben der Deutschen bei der Wahl ihrer Autofarbe scheinen sich allmählich zu verändern. Schwarz ist stark im Kommen, Grau und Silbertöne verlieren hingegen an Boden.
Bei den neu zugelassenen Wagen dominieren zwar immer noch die Grau- und Silbertöne mit knapp 40 Prozent. Gleichzeitig hat in den vergangenen drei Jahren Schwarz kräftig aufgeholt und liegt jetzt bei 30,5 Prozent, wie die Statistiken der Kraftfahrtbundesamtes in Flensburg zeigen. „Man kann fast von einer Trendwende sprechen, wenn man sich die Zahlen der vergangenen drei Jahre anschaut", meint Michael Bross, DLI-Geschäftsführer. Denn seit 2004 geht der Abwärtstrend bei den Grau- und Silbertönen mit dem Aufschwung von Schwarz einher. Während Grau/Silber von 46,7 auf 39,9 Prozent zurück ging, sprang Schwarz von 23,6 auf 30,5 Prozent. „Es ist interessant, dass Schwarz vor allem im vergangenen und in diesem Jahr stark zugelegt hat, in der Zeit eines spürbaren wirtschaftlichen Aufschwungs und einer insgesamt positiveren wirtschaftlichen Grundstimmung," sagt Bross. „Das passt auch zu den Eigenschaften, die wir im Allgemeinen mit schwarzen Fahrzeugen assoziieren. Seriosität, Selbstbewusstsein, Stärke und auch Luxus. Im Vergleich mit heller lackierten Autos empfinden wir sie als schwerer und vornehmer. Nicht zuletzt sind die meisten Staatskarossen in dieser Farbe lackiert. In dieser Hinsicht äußert sich der mentale Stimmungswechsel durchaus auch in einer sich langsam verändernden Farbvorliebe: weg vom etwas langweiligen Grau, hin zum kräftigen Schwarz." Allerdings sind die Zulassungszahlen seit Beginn des Jahres deutlich rückläufig. Im April gingen die Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahresmonat um sieben, im Mai sogar um über 11 Prozent zurück.
Blautöne haben bei den neu zugelassenen Fahrzeugen in den letzten Jahren kontinuierlich an Boden verloren, liegen allerdings mit 15,6 Prozent immer noch auf einem sicheren dritten Platz. Rot, in den Neunziger noch der Renner, kommt ganz langsam wieder in Fahrt und kratzt in diesem Jahr erstmals wieder an der Fünf-Prozent-Hürde. Interessant sind auch die Entwicklungen in anderen Farbtonbereichen, wenn sie auch bei der Masse von mehr als 3 Millionen neu zugelassenen Fahrzeugen jährlich nicht so ins Gewicht fallen. „Abseits des Massengeschmacks können wir auch bei weiß lackierten Autos einen leichten Aufwärtstrend beobachten", weiß Bross. „Dies deutete sich schon im letzten Jahr in den Autosalons an, als nahezu alle Marken bei der Präsentation neuer Modelle auf die Farbe Weiß setzten, manche sogar bis in den Innenraum hinein." Aber Weiß ist nicht gleich Weiß. Die Hersteller von Fahrzeuglacken setzen ihr ganzes Können daran, um für die Automobilindustrie eine Vielzahl von ganz unterschiedlichen Tönen innerhalb eines Farbenbereichs zu entwickeln, so dass sich jede Automarke in ihrem speziellen Farbton von den anderen unterscheiden kann. Bei Weiß reicht die Spannbreite der Farbtöne von leuchtenden bis zu cremigen Tönen, die beispielsweise an Cappuccino-Schaum erinnern. Mit zwei Prozent Anteil bei den neu zugelassenen Wagen rangieren diese Weiß-Töne nur auf Platz sieben von zehn Farben, die in den Statistiken des Kraftfahrzeugbundesamtes aufgelistet sind, was aber immerhin rund 54.000 Neufahrzeuge im Jahr 2006 entspricht. Farbtonvielfalt ist bei den rund 55,5 Millionen in Deutschland angemeldeten Fahrzeugen also trotz allem garantiert. Rund 25.000 verschiedene Farbtöne, Tendenz steigend, kann der Fachmann an den verschiedenen Fahrzeugtypen ausmachen, die auf unseren Straßen zu sehen sind. Selbst Grau- und Silbertöne gibt es in rund 6.000 unterschiedlichen Nuancen. Shining-PR
colour-europe.de. 25.08.2007. Die Farbenbranche setzt offenbar zunehmend auf so genannte Smart Coatings. Beschichtungen, die neben dem Korrosionsschutz und farbigem Design zusätzliche Funktionen übernehmen, sagte der Präsident des Verbandes der deutschen Lackindustrie, Peter Becker. Becker hatte zuvor in Interviews auf andere Entwicklungen in naher Zukunft aufmerksam gemacht, wie z.B. Autolacke, die bei Licht- oder Wärmewechsel ihren Farbton verändern können Zukunftsmusik ist auch noch ein "Solarlack" auf Quarkbasis, mit dem Energie erzeugt werden kann. Ein „leuchtender" Lack mit dem Produktnamen Firefly (Glühwürmchen) könnte in ein paar Jahren Licht- und Farbeffekte in Zimmern erzeugen und ganz nebenbei Lampen ersetzen.
Im Blick auf Markttrends beauftragte zuletzt der Baufarbenhersteller Caparol beispielsweise das "Institute International Trendscouting" an der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim damit, die Entstehung von Farbtrends zu untersuchen. Da fast jeder zu wissen glaubt, was gerade "in" oder "out" ist, aber kaum jemand hinterfragt, warum zum Beispiel eine Farbkombination bei den Käufern besonders gut ankommt und eine andere nicht, wollte es Caparol genauer wissen: Wie entsteht ein Trend? Und welche Farbtöne werden demnächst gefragt sein? Das "Institute International Trendscouting" untersuchte dafür die Gesetzmäßigkeiten hinter den Trends und stellte fest, dass diese weniger aus einem Bauchgefühl heraus entstehen, sondern vielmehr die Summe einer Vielzahl von Einflüssen sind, die auf die Verbraucher und ihr Kaufverhalten eingewirkt haben. "Das Wahrnehmen von Veränderungen im Bereich von Farbe, Struktur und Oberfläche geschah bislang eher intuitiv. Verstärkte Anfragen und das gleichzeitige Fehlen fundierter Informationen zu diesem Thema haben uns dazu bewogen, die erfassten 'Bauchgefühle' jetzt wissenschaftlich untersuchen und somit untermauern zu lassen" sagt Margit Vollmert, die Leiterin des Caparol-FarbDesignStudios. Anhand der Informationen, die man durch das Trendscouting gewann, wurden Farbskalen erstellt und vier Themenwelten definiert. Dabei stehen zum Beispiel rot, schwarzbraun und gold für Wertigkeit, Tradition, Vergangenheit, Langsamkeit und Opulenz; wohingegen Magenta-grün-Kombinationen in Verbindung mit getrübtem Weiß und holzigem Braun an traditionelle Werte erinnern, aber auch Assoziationen mit Exotik, Sehnsucht und Ferne erwecken. Im Gegensatz dazu stehen intensive Farben wie orange, hellblau und pink kombiniert mit weißnahen Nuancen für aufregende Raumwelten. Aber auch das ist denkbar und "trendy": Kontrast- und spannungsreich daherkommendes tiefes Dunkelblau, in Kombination mit tiefem Violett und scharfem Gelb, ergänzt um weißverhülltes Olivgrün und bläuliches Weiß. Alles ist möglich, alles ist erlaubt. Das Ergebnis kommt nicht selten jäh, markant und charaktervoll daher.
Ähnliche Erfahrungen sammelten auch die Farbstudios der Brillux GmbH & Co. KG. Auch wenn man sich hier hauptsächlich auf das Gestalten von Fassaden konzentriert, spielen Innenraumkonzepte doch eine zunehmende Rolle. Wobei feststeht, dass diese durch andere Trends wie beispielsweise aus der Möbelindustrie beeinflusst werden. Aber auch die Mode gibt klare Richtungen vor, wie Doris Weegen, Farbdesignerin des Brillux Farbstudios in Münster weiß: "Warme Violett-Variationen wie die unterschiedlichsten Pflaumentöne liegen seit geraumer Zeit im Modetrend. In den nächsten Jahren werden diese Farben mehr und mehr das Interiordesign sowie Innenraumgestaltungen erobern. Ferner wird es auch bald wieder eine Schwarz-weiß-Phase geben. Denn grundsätzlich gibt es ähnlich der stetigen Modewechsel auch im Bereich der Farbtrends so genannte Wohnwendungen. Das heißt, wenn zum Beispiel eine Zeit lang helle Hölzer in waren, sind es irgendwann wieder die dunklen Materialien et cetera", so Doris Weegen. Interessant sind in diesem Zusammenhang auch aktuelle Beobachtungen der Brillux Farbstudios: Kräftige, sehr krasse und leuchtende Grüntöne mit einem hohen Gelbanteil sind offenbar derzeit im Trend. Und das nicht nur im privaten Wohnbereich, sondern auch in öffentlichen Gebäuden wie beispielsweise in Bibliotheken oder auch in Krankenhäusern. "Bisher haben diese als frisch und freundlich geltenden Grüntöne noch nicht den Weg zu jedem Architekten und Planern gefunden", sagt Doris Weegen, ist sich aber sicher, dass es in diesem Jahr ein Thema sein wird.
ZHdK: Gründung der Zürcher Hochschule der Künste
coulor-europe.de. 09.08.2007. Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich und Hochschule Musik und Theater Zürich schliessen sich zusammen. Zürich (ots) - Am 1. August 2007 wird in Zürich eine der grössten Kunsthochschulen Europas gegründet: Die Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) mit rund 2000 Studierenden. Sie entsteht aus einem Zusammenschluss der Hochschule Musik und Theater Zürich (HMT) und der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich (HGKZ) und vereint unter ihrem Dach ein einmaliges Studienangebot in den Bereichen Design, Film, Kunst, Medien, Musik, Tanz, Theater und Vermittlung der Künste.
Die Zürcher Hochschule der Künste ist eine höchster Qualität verpflichtete, regional verankerte Ausbildungs-, Forschungs- und Produktionsstätte mit internationaler Ausstrahlung. Sie zeichnet sich aus durch ein breit gefächertes Aus- und Weiterbildungs-Angebot, das sich auch für transdisziplinäre Projekte anbietet. Lehre und Forschung sind eng aufeinander bezogen. Die Themen und Ergebnisse der Ausbildung werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht in den hochschuleigenen Ausstellungs-, Theater-, Tanz- und Konzerträumen wie beispielsweise dem Museum für Gestaltung Zürich und dem Theater der Künste (ehemals Theater an der Sihl). Damit leistet die ZHdK einen bedeutenden Beitrag zum Kulturangebot von Stadt und Region.
Bachelor- und Master-Ausbildungen der ZHdK: Ab Beginn des Studienjahres 2007/08 werden die bestehenden Angebote als ZHdK-Studiengänge geführt. Ein Studium mit dem Abschluss Bachelor of Arts (BA) dauert drei Jahre und kann an der ZHdK in den folgenden Fachrichtungen absolviert werden: BA Design, BA Film, BA Theater, BA Medien & Kunst, BA Musik, BA Musik und Bewegung, BA Vermittlung von Kunst und Design. Eine Bachelor-Ausbildung in Tanz wird voraussichtlich per 2009 realisiert.
Masterstudiengänge mit Abschluss Master of Arts (MA) sind ab Herbst 2008 geplant. Sie dauern in der Regel vier Semester Vollzeit. Als Pilotprojekt läuft bereits seit 2006 ein Masterstudiengang in Film. Für alle weiteren Masterstudiengänge wurden die Bewilligungsverfahren beim Kanton und beim Bund eingeleitet. Vorgesehen sind: MA Art Education, MA Design, MA Fine Arts, MA Komposition/Theorie, MA Multimedia, MA Music Performance, MA Specialized Music Performance, MA Musikpädagogik und MA Theater.
Ausserdem bietet die ZHdK eine breite Palette von Nachdiplomstudien mit den Abschlüssen Master of Advanced Studies (MAS) und Certificate of Advanced Studies (CAS) sowie viele öffentliche Weiterbildungskurse an.
Struktur der ZHdK: Gründungsrektor der neuen Kunsthochschule ist Prof. Dr. Dr. h. c. Hans-Peter Schwarz. Die ZHdK setzt sich aus folgenden fünf Departementen zusammen: Departement Design (Direktorin: Prof. Dr. Jacqueline Otten), Departement Darstellende Künste und Film (Direktor: Prof. Hartmut Wickert), Departement Kunst & Medien (Direktor: Prof. Giaco Schiesser), Departement Musik (Direktor: Michael Eidenbenz) und Departement Kulturanalysen und -Vermittlung (Direktor: Prof. Christoph Weckerle). Der Gründungsrektor, die Departementsleiter und der Verwaltungsdirektor Daniel Waeber bilden die neue Hochschulleitung. Die Zürcher Hochschule der Künste gehört zur Zürcher Fachhochschule ZFH und ist eine staatliche Hochschule mit eigener Rechtspersönlichkeit.
Die Vorgänger-Institutionen der ZHdK: Es sind traditionsreiche Zürcher Institutionen, aus denen die Zürcher Hochschule der Künste hervorgeht: 1875 wurde das Kunstgewerbemuseum Zürich gegründet, 1878 die Kunstgewerbeschule der Stadt Zürich. Aus ihr entstand später die Schule für Gestaltung Zürich, dann die Höhere Schule für Gestaltung Zürich und im Jahr 2000 die kantonale Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich HGKZ. Die Hochschule Musik und Theater Zürich HMT vereint seit 1999 die vormaligen Konservatorien von Winterthur und Zürich (gegründet als Musikschulen 1873 bzw. 1875), die später zur Musikhochschule Winterthur Zürich wurden, die Jazzschule Zürich (Gründung 1977), das Schweizerische Computermusik Studio (Gründung 1985), das Bühnenstudio (Gründung 1937) bzw. die spätere Schauspielakademie Zürich, aus der die Theaterhochschule wurde, sowie die Schweizerische Ballettberufsschule (Gründung 1986).
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„Mehr
Farbe wagen!" "stern" und Schwäbisch Hall - ein Team für die Farbe |
colour-europe.de
28.04.2007. Frankfurt/Main. Die Deutschen wünschen sich mehr Farbe in der Architektur. So lautet eine Erkenntnis des gemeinsamen Wettbewerbs „Mehr Farbe wagen!" der Bausparkasse Schwäbisch Hall und des Magazins stern. Die mit 50.000 Euro dotierte Konkurrenz fand mehr als 1.000 Beiträge, die ein Land zeigen, das fröhlich Farbe bekennt. Im Deutschen Architektur Museum in Frankfurt am Main wurden im März die Preise verliehen.Den 1. Preis in der Kategorie Private Bauherren gewannen Silvana und Christian Mohr aus Radebeul. Ausschlaggebend für das Juryurteil war der Gesamteindruck des Einfamilienhauses: Gestalt, Farbgebung und Kontext – hier stimmt alles. Der in Rot gehaltene Neubau mit grünen Fensterläden bildet einen Blickfang und fügt sich gleichzeitig unaufdringlich ins Straßenbild.
Auch in der Kategorie Architekten, Designer und Studenten musste der Spagat zwischen sichtbarer farblicher Neuerung und dezenter Farbgebung gemeistert werden. Am besten gelungen ist das dem Architekturbüro von Christiane Leiska und Olaf Pook: Mit einem relativ einfachen System von vier Farbtönen geben sie der Fassade eines grauen Hochhausriesen eine abwechslungsreiche, ruhige Struktur. Im Zusammenhang mit der durch großzügige Verglasung geöffneten Fassade entsteht ein freundlicher Gesamteindruck, den die Jury mit dem 1. Preis in dieser Kategorie belohnte.
Die Charlottenburger Baugenossenschaft erhielt für die konzentrierte und effektive farbige Auflockerung eines grauen Großwohnblocks eine Auszeichnung in der Kategorie Wohnungsbaugesellschaften.
Unter allen Einsendungen der Kategorie Kommunen ragte das Bemühen der Stadt Rüsselsheim heraus, die Innenstadt mit einem einheitlichen Gestaltungskonzept zu ordnen und so dem Kernbereich ein strukturiertes Gesicht zu verleihen. In der Kategorie Industrie- und Gewerbebauten ist es zwei Unternehmen gelungen, sich farblich gekonnt von allen anderen abheben: Die Michelin Reifenwerke in Bad Kreuznach und die Thermische Abfallbehandlung Lauta. m e h r
LANXESS:-Gelbpigmente machen den Rasen grün
Leverkusen - Überdachte Sportarenen mit steilen Rängen schützen die Zuschauer vor Wind und Wetter. Doch was für die Sportfans angenehm ist, beeinträchtigt oftmals die Rasenqualität. Naturrasen in Stadien bedürfen daher einer besonders intensiven Pflege wie Bewässerung, Düngung, Vertikulierung und Lockerung. Als pflegeleichte Alternative erweisen sich Kunstrasen, die mit ihren Eigenschaften die gleichen Spielverhältnisse wie auf natürlichem Bodenbelag ermöglichen. Die hohe Qualität der heutigen Kunstrasen basiert auf den verwendeten Rohmaterialien wie beispielsweise den Kunststofftypen und den ausgewählten Pigmenten zur Einfärbung. Als besonders geeignet haben sich die hitzestabilen Gelbpigmente Colortherm Yellow des Chemiekonzerns LANXESS herausgestellt. Sie geben den Gräsern nicht nur ihre Farbe, sondern sie sind auch für die Haltbarkeit und Wetterbeständigkeit mit verantwortlich.
Die Eisenoxidpigmente gewährleisten je nach Typ eine Hitzebeständigkeit bis zu 300° C und sind damit in den meisten Kunststofftypen verarbeitbar. Colortherm Yellow besitzt ein sehr gutes Dispergierverhalten und ist physiologisch unbedenklich, erfüllt die Lebensmittelverordnung der USA, FDA, und hält zahlreiche nationale Grenzwerte ein. Bei einer Einsatzmenge von bis zu ca. vier Prozent Pigment kommen bei der Anwendung nicht nur farbgebende Eigenschaften zum tragen, sondern auch die UV-stabilisierende Wirkung.
Spitzensport und Kunstrasen schließen einander nicht aus: Der Weltfußballverband FIFA erlaubt und befürwortet teilweise den Einsatz von Kunstrasen in Klimagebieten und Stadien, in denen Anbau und Pflege von Naturrasen schwierig ist. So wurden auch Qualifikationsspiele zur vergangenen Fußballweltmeisterschaft auf Kunstrasen ausgetragen. Außerdem entwickelte die FIFA ein Konzept, um die Qualität von Kunstrasen zu standardisieren und die Sicherheit der Spieler zu fördern: Weltweit erhielten mehr als 80 Kunstrasenplätze in den vergangenen Jahren das Gütesiegel "FIFA Recommended".
Das Argument einer höheren Verletzungsgefahr wurde durch die Entwicklung und die Einführung technischer Neuerungen abgebaut. Der Kunstrasen ist in der Regel wesentlich belastbarer und kann öfter bespielt werden. Zudem ist der Pflegebedarf deutlich geringer als bei natürlichen Plätzen.
Es wurde eine Vielzahl von Kunstrasenqualitäten entwickelt, die je nach Einsatz (Fußball, Golf, Hockey, Tennis oder Mehrzweckanwendungen) eine unterschiedliche Faserstruktur, -dicke und Höhe haben. In einigen Sportarten wie Hockey lassen sich Kunstrasenplätze besser und präziser bespielen als herkömmlicher Rasenbelag. Daher hat bei vielen internationalen Wettkämpfen Kunstrasen inzwischen Naturrasen verdrängt.
Hering: Die Farben der Natur – Frühlingskurs
colour-europe.de – 08.03.2007
„Welche Farben hat der Vorfrühling? - Welche der Sommer? ..." Die Farbigkeit der Natur im Jahresrhythmus zu erfahren, ist ein beglückendes Erlebnis. Bertolt Hering regt an, im neuen Vegetationsjahr eigene Farbbeobachtungen durchzuführen, und gab in diesem kleinen Einführungskurs (März 2007) Einblicke in natürliche Farbenharmonie und die Grundfarbfolgen pflanzlichen Lebens. http://www.bertolt-hering.de/Hilversum, Niederlande (ots) - Radio Netherlands Worldwide (RNW) präsentierte in Amsterdam die Auszeichnungen des globalen Wettbewerbs "Inspiriert durch Rembrandt". Die Gewinner sind Reginaldo Gonçalves aus Ghana und Alberto Iglesias Lorenzo aus Spanien, die sich jetzt "Nachfolger" von Rembrandt van Rijn nennen dürfen. Die preisgekrönte Kunst und die nominierten Kunstwerke sind ab heute in einer speziellen Ausstellung im Amsterdamer Rathaus zu sehen.
Reginaldo Gonçalves gewann die Auszeichnung der Expertenjury und Alberto Iglesias Lorenzo bekam seine Auszeichnung von der öffentlichen Jury. Beide Gewinner werden an einem speziellen und mehrere Monate dauernden Workshop an der bekannten Gerrit Rietveld Akademie in Amsterdam teilnehmen.
In einem Kommentar zu Reginaldo Gonçalves, dem Gewinner der Auszeichnung durch die Experten, stellte die Jury fest: "Die Inszenierung und Lichtführung in seiner Art zu fotografieren, erinnert sofort an Rembrandt ohne irgendetwas zu imitieren oder zu kopieren. Seine Kunst hat einen ganz individuellen Charakter und erweckt eine fesselnde Atmosphäre."
Inspiriert durch Rembrandt
Wer ist der zeitgenössische Rembrandt van Rijn? Dies war die Schlüsselfrage bei dem internationalen Wettbewerb, den Radio Netherlands Worldwide unter dem Titel "Inspiriert durch Rembrandt" organisiert hatte. Bildende Künstler aus Ländern rund um den Globus nahmen an diesem Wettbewerb teil. Ende Oktober nominierte die Expertenjury 18 Künstler aus Ländern wie Kolumbien, Peru, Indonesien, den Vereinigten Staaten und den Niederlanden. Dann war die Öffentlichkeit gefragt, ihre Gewinner zu nominieren. Für mehr Informationen siehe www.rembrandt.rnw.nl
Kulturbotschafter
Aufgrund des 400. Jahrestags von Rembrandt wurde 2006 zum "400. Rembrandt Jahr" erklärt. In seiner Eigenschaft als Botschafter der niederländischen Kultur stellte Radio Netherlands Worldwide für dieses Rembrandt Jahr eine internationale Multimedia-Plattform über Radio, Fernsehen und das Internet zur Verfügung.
Asien-Expertin von Christie’s in Münster
colour-europe.de. 30.10.2005. Münster. Das Auktionshaus Christie’s, London, schickt seine Spezialistin für Asiatische Kunst nach Münster. Rosemary Scott wird am Donnerstag, 17. November, um 19 Uhr im Museum für Lackkunst (Windthorststraße 26, Münster) erwartet und dort einen Vortrag über chinesische Keramiken und Lacke halten. „Decoration and Meaning on Chinese Ceramics and Lacquer“ lautet der Titel der englischsprachigen Ausführungen der Expertin. Die Begrüßung und Einführung wird die Direktorin des Museums, Dr. Monika Koppplin, vornehmen. Der Eintritt zu der Abendveranstaltung ist frei. Da ein großer Andrang erwartet wird, bitten Museum und Christie’s um vorherige Anmeldung: Gudrun Dröghoff, Christie's, Inselstraße 26, 40479 Düsseldorf, Telefon 0211 49159311 und Telefax 0211 4920339.
imm
cologne: Renommierte Design-Experten bilden das neue Trendboard
GdCh:
Fünfte "Historische Stätte der Chemie"- Großbothen
GdCh: Fünfte „Historische Stätte
der Chemie" - Großbothen
Phänomen Farbe 06.08.2005 (Bendin) Am 1. September 2005 würdigen die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), die Deutsche Bunsengesellschaft für Physikalische Chemie (DBG), die Universität Leipzig und die Wilhelm-Ostwald-Gesellschaft zu Großbothen e.V. das Wirken von Wilhelm Ostwald, der neben Svante Arrhenius und Jakobus van‘t Hoff als Begründer der Physikalischen Chemie gilt, mit der Ehrung seiner Wirkungsstätte als ‚Historische Stätte der Chemie‘.
Für seine bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der Katalyse erhielt Ostwald im Jahre 1909 den Nobelpreis für Chemie. Außerdem wirkte er als Naturphilosoph, Soziologe, Wissenschaftsorganisator, wissenschaftlicher Schriftsteller, Farbenforscher und forschender Maler.
Bisher wurden mit der Gedenktafel ‚Historische Stätten der Chemie‘ die Wirkungsstätten folgender Wissenschaftler geehrt: 1999: Herrmann Staudinger in Freiburg, 2002: Fritz Straßmann in Mainz, 2003: Justus von Liebig in Gießen und 2004: Clemens Winkler in Freiberg
Vom 01.-03. September 2005 finden in Leipzig und Großbothen die Wilhelm-Ostwald-Festtage statt.
Der Festakt am Vorabend des 152. Geburtstages der universalen Forscherpersönlichkeit Wilhelm Ostwald mit der feierlichen Enthüllung der Gedenktafel ‚Historische Stätten der Chemie‘ am Nachmittag des 1. September in Anwesenheit der Sächsischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Barbara Ludwig, wird Höhepunkt der Wilhelm-Ostwald-Festtage sein. r.kiessling@gdch.de
imm cologne: Renommierte Design-Experten bilden das neue Trendboard
Phänomen Farbe 08.08.2005. Unsere Zeit ist von einem schnellen Wandel und von einer ungeheuren Vielfalt geprägt. In diesem Zusammenhang müssen auch Möbel heutzutage überzeugend sein, faszinieren, begeistern und sich durch klare Aussagen, gute Gestaltung und Design sowie Qualität auszeichnen. Aber was begeistert die Menschen wirklich weltweit? Um dies herauszufinden, hat die imm cologne - die internationale Möbelmessen wieder ein international hochkarätig besetztes Trendboard beauftragt, die weltweit bestimmenden Strömungen und relevanten Entwicklungen für das Interior Design zu erarbeiten. Dem neu geschaffenen Gremium gehören Tom Dixon, Marie O'Mahony, Chantal Hamaide, Eero Koviosto sowie Ilse Crawford und Reiko Miyamoto an
Mit ihren Kompetenzen in den unterschiedlichsten Design-Disziplinen bilden die Mitglieder des Trendboardes ein geradezu ideales Team, um im Auftrag der imm cologne die wichtigsten Trends und Entwicklungen bei Möbeln, Einrichtungsgegenständen und Interiors für das kommende Jahr aufzuspüren. Zu diesem Zweck trafen sich die Experten zu einem gemeinsamen Workshop in Köln. Einhellige Meinung war, dass es den einen bestimmenden Trend im Design nicht gibt. Vielmehr würden sich die Erneuerungszyklen immer weiter verkürzen. Dies führt dazu, dass gestern noch Abgelehntes, heute als Maß der Dinge gelten kann. Gleichzeitig verzeichnet man in den letzten Jahren ein deutlich gestiegenes Interesse an hochwertig designten Möbeln und Einrichtungsgegenständen.
Das Trendboard im Überblick:
Mit Tom Dixon wurde ein alter Bekannter, der bereits vergangenes Jahr im Trendboard saß, für die Aufgabe erneut gewonnen. Er zählt derzeit zu einem der einflussreichsten Köpfen im internationalen Design. Seit einigen Jahren creative director bei Habitat, ist er weltweit unterwegs, um die aktuellen Entwicklungen in der Gestaltung zu beobachten und ein Bild darüber zu gewinnen, was die Menschen bewegt und wie sie leben.
Auf die Integration neu entwickelter Materialien in Möbel und Einrichtungsgegenständen konzentriert sich die Londoner Materialexpertin Marie O'Mahoney. So publiziert die Autorin Fachliteratur zu "smarten" Fertigungstechnologien und über den Einfluss neuer Verarbeitungsweisen. Eines ihrer zentralen Themen ist die Produktion moderner Sporttextilien, die zum Beispiel durch den technologischen Fortschritt eine höhere Atmungsaktivität gewährleisten oder aber Schmutz abweisen.
Beste Einblicke in die Trends von morgen besitzt die Journalistin Ilse Crawford, die als langjährige Chefredakteurin von Elle Decoration in Großbritannien und Vize-Präsidentin von Donna Karan Home über erstklassige Kontakte zur internationalen Szene verfügt.
Ebenfalls ein ausgeprägtes Gespür für kommende Trends bewies mehrfach die französische Journalistin Chantal Hamaide, Chefredakteurin des internationalen Fachmagazins Intramuros. So hat sie einige heute einflussreiche Designer einem internationalem Publik in von ihr kuratierten Ausstellungen nahegebracht. Hierzu zählt unter anderem Ronan Bouroullec, der gemeinsam mit seinem Bruder Erwan 2004 eines der ideal houses auf der imm cologne gestaltete.
Eero Koivisto, Mitglied des renommierten Stockholmer Büros Claesson / Koivisto / Rune und künstlerischer Leiter am Stockholmer College of Arts, Crafts and Design, bereichert das Trendboard mit seinem Wissen über das harmonische Zusammenspiel von Architektur- und Innenarchitekturkonzepten.
Das breite Spektrum des Trendboards rundet die Japanerin Reiko Miyamoto ab, die gemeinsam mit ihrem französischen Kollegen Gwenael Nicolas in Tokio ein Design-Büro betreibt und den Bogen von modernem europäischen Design bis hin in die wirtschaftlich boomenden Regionen Asiens spannt.
www.koelnmesse.de
Nature: Trikot-Farbe bringt Vorteile für Sportler
Aggressives Rot fährt mehr Siege ein
Durham (pte) - Die Farbe eines Sport-Trikots kann die Siegeschancen eines Athleten entscheidend beeinflussen. Vor allem die Farbe rot soll in Wettkämpfen einen wichtigen Vorteil bringen. Diese Erkenntnis kommt aus einer Analyse von Kampfsportarten bei den Olympischen Spielen in Athen im vergangenen Jahre, berichtet Nature.com http://www.nature.com . In vier Sportarten (Boxen, Tae-Kwon-Do, Griechisch-Römisches-Ringen und Freistil-Ringen) tragen die Athleten abwechselnd blaue oder rote Outfits. 55 Prozent der Siege wurden in Athen von "roten Kämpfern" erzielt. Bei Titelkämpfen waren es sogar 60 Prozent.
Die Gründe für diesen Vorteil sind unklar. Rot wird gemeinhin mit Wut und Aggression assoziiert. Ein rotes T-Shirt oder Kopfband kann laut Russell Hill von der Universität in Durham einen Gegner bereits einschüchtern. Der Träger selbst würde durch das Tragen der Farbe seinen eigenen Testosteron-Level ankurbeln. In der Tierwelt signalisiert rot einen erhöhten Testosteron-Spiegel und eine gesteigerte physische Fitness. Aufgrund der gewinnbringenden Assoziationen ist die rote Farbe laut Sport-Psychologen auch präsent in Militäruniformen und in Medaillen. Die kulturelle Basis spielt bei der Farbenwahl jedoch auch eine entscheidende Rolle.
Rote Trikots lassen die Athleten nach Meinung der Wissenschaftler auch besser performen. Beobachtet wurden fünf Teams während der Fußball-Europameisterschaft im vergangenen Jahr in Portugal, die verschiedene Trikots trugen, wovon eine in Rot gehalten war. Mit roten Trikots haben die Teams tendenziell besser gespielt. Die brasilianische Fußballnationalmannschaft und ihre bisherigen Erfolge stellen mit ihren gelben Farben hier jedoch eine Ausnahme und beweisen, dass Talent im Sport auch noch eine Rolle spielt. In der Geschichte des englischen Fußballs hingegen sind die beiden erfolgreichsten Klubs Manchester United und Liverpool. Beide haben rote Trikots. In das bevorstehende Champions-League-Finale müsste Liverpool demnach mit einem gewissen Vorteil in die Begegnung gehen.
Der Nominierungswettbewerb "Best of Europe - Colour", der im vergangenen Jahr gemeinsam von der Koelnmesse Ausstellungen GmbH und den Architekturfachzeitschriften "AIT" und "Intelligente Architektur" ausgelobt wurde, ist entschieden. Eine internationale Jury prämierte sieben von 82 nominierten Projekten aus elf Ländern, in denen das Thema Farbe beispielhaft und innovativ umgesetzt wurde. Gewonnen haben "Pavillon am Seefeldquai" (Zürich) von Andreas Fuhrimann, Gabrielle Hächler Architekten (Zürich); "Wohnhaus in Malans" von Bearth + Deplazes Architekten (Chur); "Torre Agbar" (Barcelona) von Jean Nouvel (Paris) mit b720 arquitectos (Barcelona); die Neugestaltung des Doms "stadt.raum.dom" (Eisenstadt) von lichtblau.wagner architekten (Wien); "Schwarzer Laubfrosch" (Bad Waltersdorf) von Splitterwerk (Graz); "Laban Dance Centre" (London) von Herzog & de Meuron (Basel) sowie "Completion offices La Defence" (Almere) von UN Studio/ Ben Van Berkel (Amsterdam).
Zur
Neugestaltung des Doms in Eisenstadt (im Bild rechts
oben) durch stadt.raum.dom, lichtblau.wagner Architekten, Wien
schrieb die Jury in ihrer Begründung:
„Die Aufgabe die Domkirche Eisenstadt zu erweitern, renovieren
und stadträumlich neu einzubinden wurde auf hervorragende Weise gelöst. Die
klassisch zurückhaltende Farbigkeit und Materialität von Außenräumen und Kirche
findet im Zusammenspiel der historischen, farbigen Kirchenfenster mit dem die
Liturgie interpretierenden, farbigen Teppich ihren Höhepunkt. Der Einsatz von
Farbe ermöglicht hier ein neues Gefühl von Raum und Gemeinde.“
Das Preisgericht - ein unabhängiges Gremium aus namhaften Architekturbüros, Journalisten, Herstellern und ausgewiesenen Experten zum Thema architektonische Farbgebung - bewertete vor allem den Umgang der Ideengeber mit Farbe an der Fassade und/oder im Innenraum der Gebäude. Beinahe alle Arbeiten überzeugten durch ihre Qualität, wie der Juryvorsitzende Peter Berner von KCAP/ASTOC Architects & Planners Köln, bestätigt. "Es wurden durchweg sehr bemerkenswerte Projekte vorgestellt, was insbesondere für die Nominierungsjury spricht. Wichtig im Sinne des Wettbewerbes war darüber hinaus, dass man eine ausgezeichnete Übersicht als internationalen Vergleich erhielt. Der Wettbewerb zeigt auf, wie die einzelnen Länder mit dem Thema Farbe in der Architektur umgehen und hilft zum anderen dabei, entsprechende Qualitätsschlüsse zu ziehen", so Berner. Vorgeschlagen wurden die Vorzeigeprojekte durch elf prominente europäische Architekten, die im vergangenen Jahr gebeten wurden, jeweils maximal zehn Bauten ihrer Kollegen zu benennen. Alle nominierten und eingereichten Arbeiten gibt es zwei Wochen nach Ostern - vom 6. bis 9. April 2005 - im Rahmen der Farbe 2005, der internationalen Fachmesse des Maler- und Lackiererhandwerks, in Köln zu sehen. Rund 400 Aussteller aus über 20 Ländern werden zu dieser bedeutendsten Informations- und Orderveranstaltung der Branche erwartet. Mehr Infos zur Farbe 2005 gibt es unter www.farbe-cologne.de.
Die Juroren in der Übersicht: Peter Berner, KCAP/ASTOC Architects & Planners, Köln Benjamin Theiler, Morger & Degelo, Basel David Keuning, Architekturfachzeitschrift De Architect, s'Gravenhage Jacob Sloth, Geschäftführer Kvadrat Deutschland Dr. Dietmar Danner, Chefredakteur der Architekturfachzeitschrift AIT, ABIT, Intelligente Architektur
Die Nominierungsjury: Andreas Hild, Hild und K, München Peter Sapp, querkraft architekten, Wien Francois Fasnacht, Fasnacht Architekten, Basel Markus Kaasik, 3+1 architects, Tallin- Estonia Tiina Parkkinen, Berger + Parkkinen, Helsinki, Wien Thomas Schinko, Agence d´architecture Claude Vasconi, Paris Fahrshid Moussavi, Foreign Office Architects, London Alexandros Tombazis, Melititiki -Tombazis & Associates, Athen Andrea Marcante, UdAufficio di architettura, Turin Erick van Egeraat, Erick van Egeraat associates architects, Rotterdam Jordi Torres, Torres & Torres, Barcelona
MfL: Einmalige Einblicke in Vielfalt und Eigenart birmanischer Lackkunst
Münster. Einmalige Einblicke in die eigenartige Vielfalt von „Birmas Lackkunst in deutschen Museen“ gewinnt der Besucher der Sonderausstellung vom 16. Januar bis 17. April 2005 in Münster. Zum allerersten Mal führt hier das Museum für Lackkunst der BASF Coatings AG wertvolle Stücke aus dem eigenen Bestand mit herausragenden Leihgaben aus den bedeutendsten Museen für Völkerkunde zusammen. Voraus ging eine gezielte Auswahl und wissenschaftliche Bewertung der in den deutschen Depots schlummernden Kostbarkeiten durch die Kuratorin der Ausstellung, Dr. Uta Weigelt. Die großzügige Aufgeschlossenheit der angesprochenen Leihgeber gegenüber dem Projekt hat diese umfassende Präsentation möglich gemacht.
Versammelte Schätze: Ausgesuchte Originale aus dem mehr oder weniger umfangreichen Bestand ihrer Schatzkammern haben beigesteuert:
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das Ethnologische Museum der Staatlichen Museen zu Berlin,Dem Ziel, die Sonderausstellung mit Exponaten aus allen deutschen Museen von Rang zu komplettieren, waren allerdings technische Grenzen gesetzt: Umfangreiche Umbaumaßnahmen etwa in Hamburg und Leipzig verwehren derzeit den Zugang zu dort lagernden Beständen. Verzichtet werden musste auch auf das eine oder andere prachtvolle Exemplar zum Beispiel aus dem Rautenstrauch-Joest Museum in Köln. Der angegriffene Zustand der Stücke hätte vor einem Transport nach Münster zu aufwändige Restaurierungsarbeiten erfordert.
Mannigfache Spielarten: Gleichwohl vermitteln die in Münster ausgestellten 58 hervorragend erhaltenen Objekte einen großartigen Gesamteindruck von den spezifischen Formen und Farben sowie mannigfaltigen Anwendungsbereichen birmanischer Lackgestaltung. Zu entdecken ist vorwiegend dekoratives Haushalts- und Sakralgerät, dazu eine Reihe Prunkstücke von hohem Seltenheitswert, da sie in Birma allein dem höfischen und dem klösterlichen Bereich vorbehalten waren.
Die vorwiegend von deutschen Kaufleuten, Völkerkundlern und Privatsammlern zusammengetragenen und den Museen übereigneten Ausstellungsstücke stammen zumeist aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Ältere Arbeiten sind bei deutschen Museen kaum anzutreffen. Das hängt wesentlich mit dem in Birma üblichen Alltagsgebrauch lackierter Gegenstände zusammen. Schadhaft geworden, werden sie einfach entsorgt. Solch oft kunstvoll gestaltetes Gerät vor dem Zerfall zu retten und der Nachwelt zu bewahren, kam erst europäischen Besuchern in den Sinn, die während der letzten 200 Jahre das vordem kaum zugängliche Land bereisten und im Laufe der Zeit eine beachtliche Anzahl lackierter Objekte erwarben.
Künstlerische Kreativität: Das Überziehen alltäglicher Utensilien mit dem Saft des in Südostasien heimischen Lackbaumes reizte die Kreativität birmanischer Handwerker zu eigenwilligen Experimenten. Zur Schutzfunktion des Lacks fügten sie fein ausgestaltete Dekore. Bei den üppig mit Gold, Glasstückchen und Edelsteinen verzierten Votivgefäßen, prunkvollen Truhen und kostbaren Buddha-Figuren für Königshof und Klöster waren dem Einfallsreichtum der Künstler kaum Grenzen gesetzt.
Vom zierlichen Brillenfutteral mit der Signatur des berühmten Lackkünstlers U Tha Shein vom Jahre 1903 aus dem Stuttgarter Linden-Museum bis zu einem vergoldeten meterhohen Votivgefäß mit eingelegten Glasstückchen aus dem Völkerkunde-Museum in München bietet die Ausstellung ein Panorama ganz unterschiedlich in Material, Form und Farbe gestalteter Figuren, Behälter, Instrumente - zuweilen von einzigartiger Skurrilität oder hintergründiger Symbolik: so der Juwelenbehälter in Form eines Schlangendrachens, die Zither in Gestalt eines Krokodils, die Beteldose mit dem Acht-Planeten-Dekor.
Facetten einer Kultur: Der von der Kuratorin sorgsam erarbeitete Katalog zur Ausstellung erschließt die Tradition, die Entwicklung, vor allem die Wesenszüge birmanischer Lackkunst. Darüber hinaus vermittelt er Einblicke in die vielseitigen Facetten der maßgeblich vom Buddhismus geprägten Kultur Birmas. Sie blieb den Europäern bisher weitaus verschlossener als etwa das kulturelle Erbe Thailands, Japans oder Chinas.
2. Symposium
Callwey: Farbe und Gesundheit
Kleiner Rückblick
Die
Vorträge
Weshalb die
Gesundheit den Markt der Zukunft bestimmt
Farb-Ergonomie
richtig nutzen
Das individuelle
Farbspektrum eines Menschen
Künstliches Licht in
der Architektur
Die
Workshops
Farbtun
Besondere Malweisen
für pädagogisch genutzte Räume
Meridian- und
Farbtherapie
Low-Level-Laser-Therapy
Räume als Sinn
anregende Lebenswelten
Architekturbeleuchtung
Der HPM Color-Test
Weshalb die Gesundheit den Markt der Zukunft bestimmt
Leo A. Nefiodaw (Zukunftsforscher)
Die westlichen Wirtschaften befinden sich zur Zeit nicht nur in einer konjunkturellen Rezessionsphase, sondern auch am Ende eines anhaltenden Wachstumszyldus, der mit der rasanten Entwicklung der Informationstechnologie vor etwa 50 Jahren begonnen hat. Wirtschaftlicher Wohlstand und Vollbeschäftigung sind jedoch nur dann wieder möglich, wenn neue Basisinnovationen zur Verfügung stehen. 1m Vortrag wird ausführlich dargelegt, weshalb die ganzheitlich zu verstehende Gesundheit des Menschen in den Mittelpunkt des Interesses rückt und dadurch die Märkte der Zukunft schon jetzt bestimmen wird.
Karl Ryberg (Architekt und Psychologe)
Profis wissen seit langem, dass Licht und Farbe menschliches Verhalten und vitale Lebensprozesse nachhaltig beeinflussen. In seinem Vortrag erläutert Karl Ryberg auf welche Art und Weise farbige Umweltsignale unser Gehirn steuern. Er bespricht die Fehler, die durch einen unbedarften Farbeinsatz in der Raumgestaltung entstehen und er zeigt an Hand ausgeführter Beispie le, wie man Licht- und Farbsignale bestmöglich zur humanen Gestaltung von Büros und Wohnräumen einsetzt.
Das individuelle Farbspektrum eines Menschen
Hans Peter Maier (Architekt und Farbforscher)
Was nützt einem Gestalter die statistische Aussage, dass die meisten Deutschen Blau lieben? Viel spannender ist es zu erfahren, welches individuelle Farbprofil ein Mensch hat - denn darauf lässt sich jede Farbgestaltung verlässlich aufbauen. Bei seinen jahrzehntelangen Forschungen ist es Maier gelungen, das individuelle Farbspektrum eines Menschen objektiv zu dokumentieren. In seinem Vortrag berichtet er davon - und den Möglichkeiten, die der von ihm entwickelte Farbtest heute und in Zukunft bietet.
Künstliches Licht in der Architektur
Alexander Wunsch, Arzt und Farblichttherapeut
Die meiste Zeit unseres Lebens verbringen wir in geschlossenen Räumen. Wir machen die Nacht zum Tag und künstliches Licht ist zu einem dominanten Bestandteil der Architekturbeleuchtung geworden. Die damit verbundenen schwerwiegenden gesundheitlichen Probleme sind jedoch noch wenig bekannt. Der Vortrag gibt die Antwort auf die Frage, was wir falsch machen und wie aus medizinischer und farbtherapeutischer Sicht die optimale Architekturbeleuchtung aussehen kann.
Renate Reifen (Künstlerin)
Die Workshop-Leiterin arbeitet in erster Linie mit der energetischen Wirkung der Farbe. Sie setzt dabei eine besondere Technik des Farbauftrags ein. die ein so genanntes »Tiefenlicht« erzeugt. Dieses »Unterleuchten« einer Farbe, wie es die Künstlerin selbst nennt, erhöht die Lebendigkeit einer Farbfläche und nimmt den damit behandelten Wänden ihre Schwere und Starrheit. Im Workshop wird die praxisnahe Anwendung dieser Gestaltungsphilosophie vermittelt und die besondere Technik dieses Farbauftrags geübt.
Besondere Malweisen für pädagogisch genutzte Räume
Ulli Leuschner (Pädagogin)
Weil sie mit den üblichen Farbbeschichtungen der Profis unzufrie den war, hat Leuschner eine eigene Technik des Lasierens entwickelt. Für ihre Raumgestaltungen verwendet sie ausschließlich Naturfarben. die sie in komplementären Mischreihen und einem besonderen Applikationsverfahren an die Wand bringt. Ihre umfangreiche Praxiserfahrung basiert auf einer Vielzahl von systematisch aufgebauten Farbpaletten, die sie im konkreten Einzelfall kreativ variiert. An Hand von Beispielen werden die Grundlagen dieser Arbeitsweise besprochen und schrittweise geübt.
Barbara Fmich (Heilpraktikerin)
Die Meridian- und Farbtherapie verwendet ausschließlich an reine Seide gebundene Pflanzenfarben, die an Akupunkturpunkten auf der Haut fixiert werden. Die heilende Kraft der Farbe kann man bereits nach kurzer Zeit erleben, wenn der Organismus durch die Farbimpulse in ein gesundes Gleichgewicht gebracht wird. Der Workshop ist eine praxisgerechte Einführung in diese besondere Form der Farbheilung.
Karl Ryberg (Architekt und Psychologe)
Therapien mit farbigem Licht sind schon seit dem klassischen Altertum bekannt - doch mit der modernen Lichttechnik lassen sich heute auch besonders schmalbandige Farbfrequenzen erzeugen. Die damit erreichbaren Wirkungen sind erstaunlich. Mit dem von Ryberg entwickelten und von ihm seit mehr als 20 Jahren in dessen Stockholmer Praxis verwendeten laserähnlichem Licht lassen sich die Mitochondrien der Zellen nachhaltig stimulieren. Schon nach wenigen Behandlungen von jeweils 10 Minuen Dauer können mentale Störungen, emotionale und psychosomatische Probleme sowie die damit einhergehenden Begleitsymptome wie Depression. Stress. Migräne oder Asthma erfolgreich behandelt werden. Im Workshop werden die Grundlagen dieser Farblichttherapie erläutert und an Hand einer Lasersimulation demonstriert.
Räume als Sinn anregende Lebenswelten
Dr. Bettina Rodeck, Innenarchitektin und Heilpädagogin
Nach neueren Erkentnissen nehmen wir die Wirklichkeit mit zwölf Sinnen wahr. In unseren modernen Lebensräumen stehen die Umweltreize jedoch selten in einem gut dosierten und ausbalancierten Gleichgewicht. Dabei resultieren belastende und gesundheitsschädliche Einflüsse nicht allein durch ein Überangebot, sondern auch durch ein Zuwenig an sinnvollen Wahrnehmungen. Das Optimum wären stimulierende Räume. die unsere gesamte Sinnesorganisation nachhaltig fördern. Im Workshop werden die Fakten dargelegt und mit Beispielen und Anregungen für die eigene Gestaltungspraxis vertieft.
Alexander Wunsch, Arzt und Farblichttherapeut
Künstliches licht wirkt giftig und zerstört auf Dauer die Lebensgrundlagen unseres Organismus. Diese besorgniserregende Diagnose gilt jedoch nicht für alle LeuchtmitteL Mehr Einsicht in die biologischen wie technischen Grundlagen der modernen lichtanwendung nützt uns allen. Im Workshop geht es vor allem darum. durch Experimente besser zu verstehen, wie künstliches Licht entsteht und wie gesundheitlich problematische Lichtquellen sicher zu erkennen sind.
Hans-Peter Maier, Architekt und Farbforscher
Im Workshop werden die Grundlagen des HPM-COLOR-TESTs besprochen, dessen Verständnis die Voraussetzungen für eine objektive und individuelle Farbgestaltung liefern. Hans Peter Maier zeigt, wie man mit dem Test arbeitet und welche Möglichkeiten sich daraus für die Kundenberatung ergeben. Praktiker berichten von ihren Erfahrungen und zeigen die Möglichkeiten des Tests in den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen.
BASF Coatings: Experimente zur Lackkunst
Phänomen Farbe 29.05.2004. Münster. Aufschlussreichen Einblick in die eigenwillige Experimentierfreude dreier bedeutender abstrakter Künstler während der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft vermittelt die Sonderausstellung „Modulation und Patina“ noch bis zum 15. August im Museum für Lackkunst in Münster. Die hier zum ersten Mal öffentlich präsentierten 100 Bildtafeln von Willi Baumeister, Oskar Schlemmer und Franz Krause stellen den wichtigsten deutschen Beitrag zur Lackkunst der klassischen Moderne dar.
Der Initiator Kurt
Herberts: Die Tafeln aus dem Nachlass
des Wuppertaler Lackfabrikanten und Kunstsammlers Dr. Kurt Herberts entstanden
auf dessen Initiative Anfang der 40er Jahre des vergangenenen Jahrhunderts. Der
an Objekten der internationalen Lackkunst interessierte Unternehmer unterstützte
seinerzeit - auf Anregung des mit ihm befreundeten Wuppertaler Architekten Heinz
Rasch - die von Lehr- und Berufsverbot betroffene Künstlergruppe nicht nur
finanziell. In einem von ihm in Wuppertal eingerichteten „Maltechnikum“ bot er
ihr jahrelang Gelegenheit, mit industriell gefertigten Lacken und anderen
Materialien moderne Maltechniken zu erproben und zu variieren. Bei der Erfüllung
ihrer Aufträge behielten die Maler künstlerisch völlig freie Hand.
Erstaunliche Ergebnisse: Im Schaffen von Baumeister, Schlemmer und Krause hatten unterschiedliche Malmaterialien und die Technik des Farbauftrags schon früher eine Rolle gespielt. Die ihnen von Herberts konkret gestellte Aufgabe, „Modulation und Patina“ zu entwickeln, entsprach daher ihren Fähigkeiten und Interessen. Für ihre Experimente mit Industrielacken, die unter anderem an die Abklatschtechnik der Surrealisten anknüpften, verwendete die Gruppe Bildtafeln aus unterschiedlichen Materialien (Holz, Blech, Karton). Darauf legten die Maler keine Bildmotive an. Sie erprobten vielmehr die „Modulation“: Spezialverfahren der Formen des Farbauftrags von Lack in Verbindung mit anderen Werkstoffen (Tusche, Ölfarbe, Sand). Dabei variierten sie künstlerisch gezielt die Verarbeitungsmöglichkeiten des Materials, überließen das Ergebnis aber auch dem Zufall. Die durch die Prozesse veränderten und neuartig entwickelten Flächenstrukturen schufen eine „Patina“ mit dem erstaunlichen Ergebnis, allein durch das eigenartige Verhalten des strukturierten Materials ästhetische Wirkungen erzielen zu können.
Anvertraute Dauerleihgabe: Die unmittelbare Beziehung des Museums für Lackkunst in Münster zu dem Wuppertaler Unternehmer Kurt Herberts beruht auf dessen bedeutender Sammlung von rund 400 historischen Objekten internationaler Lackkunst, die seit 1982 einen wesentlichen Bestandteil des einzigartigen Museumsfundus ausmachen. Seither „betrachten wir uns als Verwalter seines kulturellen Erbes“, unterstreicht Museumsdirektorin Dr. Monika Kopplin die enge Verbundenheit. Erstmalig kann sie nun auch die im Familienbesitz verbliebenen zeitgenössischen Stücke aus dem Wuppertaler Künstlerkreis, die Kurt Herberts´ Witwe vor drei Jahren dem Museum als Dauerleihgabe anvertraute, der Öffentlichkeit vorstellen.
Präsentierte Ausstellungsstücke: Neben 100 Bildtafeln vom heute noch 170 Stücke umfassenden Bestand aus der Sammlung Herberts zeigt „Modulation und Patina“ weitere Tafeln von Oskar Schlemmer für ein von ihm entworfenes, leider unvollendet gebliebenes, 1943 im Bombenhagel zerstörtes Lackkabinett im Wuppertaler „Maltechnikum“. In moderner Interpretation barocker Tradition sollte es ein Museumsraum werden. Zudem gibt die Sonderausstellung mit einem Restbestand künstlerisch gestalteter Schmuckkästen Hinweis auf die Schaffensbreite der kreativen Wuppertaler Künstlergruppe. Im Auftrag von Kurt Herberts konzipiert und - anders als die Bildtafeln - augenfällig von großen asiatischen Vorbildern inspiriert, verkörpern sie Entwürfe und Prototypen für erlesene Kundengeschenke des Unternehmers.
![]() ![]() siehe auch Anmerkung der Redaktion (Fotos: BASF Coatings) |
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Obere Reihe links 14 _ Tafel 47 _ Baumeister 1941 Sand auf lackierter Pappe; 32,5 x 25,5 cm, unten beschriftet: Sand auf nassen Lack gestreut, Linien mit Pinselstiel eingezogen Inv.-Nr. 68/296 obere Reihe rechst: 52 _ Tafel 25 _ Krause 1941 Lackfarben auf Sperrholz; 20 x 29 cm, auf der Rückseite bezeichnet: Krause 1941 Inv.-Nr. 68/276 links 89 _ Tafel 9 _ Schlemmer 1941 Lackfarben, Umdruck von Tafel 8, auf Papier (vermutlich mittels einer Glasplatte, bevor das Original an allen 4 Rändern beschnittet wurde); 21 x 13 cm Inv.-Nr. 68/262
(v. l. n. r.):
Dr. Alexandra Dern, Kuratorin der Ausstellung, Bürgermeister Günter
Schulze-Blasum, Ursula Herberts, Witwe von Kurt Herberts, Dr.
Monika Kopplin, Direktorin des Museums für Lackkunst, Felicitas
Baumeister, Tochter von Willi Baumeister und C. Raman Schlemmer,
der Enkel von Oskar Schlemmer sowie Axel Loehr, Mitglied des
Vorstands und Arbeitsdirektor der BASF Coatings.
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Ein Forschungsprojekt: Ausstellungskuratorin Dr. Alexandra Dern verbindet mit der Präsentation von „Modulation und Patina“ ein Forschungsprojekt. Zu der von ihr übersichtlich getroffenen Auswahl der Ausstellungsobjekte hat sie einen das Gesamtwerk umfassenden Katalog erstellt. Sie greift darin auf Vorarbeiten von Kurt Herberts zurück, wertet die Korrespondenz der beteiligten Künstler aus und ergänzt sie durch Erinnerungen und Hintergrundinformationen, die sie intensiven Kontakten zu Familienangehörigen der Künstler verdankt.
Ein besonderes Zeugnis ihrer Authentizität verlieh der Ausstellung am Eröffnungstag: Ursula Herberts, die das Erbe ihres Mannes bewahrt, zwei Nachkommen der Schöpfer der Bildtafeln, Tochter Felicitas Baumeister und Enkel C. Raman Schlemmer, kamen nach Münster.
BSW: Gestaltung ist gesellschaftliche Notwendigkeit
Phänomen Farbe 29.05.2004. Coburg. Professoren aus dem Fachbereich Gestaltung und Design an bayerischen Hochschulen verabschiedeten bei einem Treffen anlässlich der 16. Coburger Designtage eine „Coburger Erklärung", die die Schaffung eines Bayern weiten Netzwerks „Hochschultag der Design- und Gestaltungsstudiengänge in Bayern" fördern soll. Eingeladen zu diesem Treffen hatte das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie (BSW), das die Institution „Coburger Designtage" als Forum für einen landesweiten akademischen Gedankenaustausch nutzen wollte. Ziel der Diskussion war die Qualitätssteigerung der Ausbildungsqualität im Design. Diskutiert wurde auch über die Chancen und die Notwendigkeiten, Design weiter in das öffentliche Bewusstsein zu implantieren und den Qualitätsanspruch zu optimieren.
Als Ergebnis des Diskussionsforum verabschiedeten die Hochschullehrerinnen und –lehrer eine „Coburger Erklärung":
„Gutes Design kann entscheidend dazu beitragen, mit Hilfe der Initiierung von praxisnahen Designentwicklungsprojekten in diesem Bereich und Forschungsvorhaben die regionale, aber auch die globale Wirtschaftskraft zu stärken. In diesem Zusammenhang ist gerade der Praxisbezug in den Designstudiengängen und die dort praktizierte Nähe zur Wirtschaft förderlich.
Die Professoren der verschiedenen gestalterischen Studiengänge in Bayern wollen ein noch engeres Forum zum Austausch von Informationen, Meinungen und Erkenntnissen bilden, mit dem Ziel, in regelmäßigem Turnus über Entwicklungen, Perspektiven und Tendenzen zu beraten und ein gemeinsames Gestaltungsbewusstsein in der Lehre zu erzeugen. Diese konzertierte Aktion will Qualitätsstandards der Designausbildung an bayerischen Hochschulen sichern und optimieren. Zum Aufbau eines Netzwerkes aller Designausbildungsstätten wird sich dieses Forum „Hochschultag der Design- und Gestaltungsstudiengänge in Bayern" eine geeignete Kooperations- und Organisationsform geben.
Ein weiteres kreatives Netzwerk der Gestaltungsfachbereiche an bayerischen Hochschulen unter der Moderation des Fachbereiches Innenarchitektur/Integriertes Produktdesign an der FH Coburg soll den Austausch und die Koordination der verschiedenen Hochschulen gewährleisten, damit diese in ihren Bemühungen um Konzipierung und Beschreibung von Studienstrukturen, Lehrinhalten, Ausbildungszielen und Qualitätssicherung in der Gestaltung bei der Neuformulierung der geforderten Bachelor- und Masterstudiengänge Unterstützung erfahren. Sowohl das Wirtschaftsministerium als auch das Wissenschaftsministerium befürworten diese Vorhaben.
Im Wesentlichen soll ein Interessensabgleich in den Erwartungshaltungen der Designer gegenüber der Wirtschaft und umgekehrt der Wirtschaft gegenüber den Designern erreicht werden. Der Sinn von Gestaltung sollte als gesellschaftliche Notwendigkeit diskutiert werden. Die Sensibilisierung für gute Gestaltung sollte sehr viel früher in unserer Gesellschaft erfolgen. Gestaltungskompetenz ist in zunehmendem Maße Teil der Bildung und Voraussetzung für Vertrauen in die Zukunft.
Bei den vielfältigen Bestrebungen nach Synergien sollte sorgfältig differenziert werden zwischen reinen Einsparpotentialen und wirklichen Optimierungsmaßnahmen in der Weiterentwicklung der Gestaltungslehre. Im gesellschaftlichen Kontext ist vermehrt Gestaltungskompetenz statt Technikwissen gefordert. Junge Menschen fördern den Gedanken der Individualisierung und der Selbstverwirklichung; zudem fordert die zunehmende Überalterung den Einsatz und die Intention zum sozialverträglichen Gestalten."
Fassaden-Wettbewerbe - erschütterndes Ergebnis einer Preisfrage
colour-europe.de, 4.05.2004.
"Gewinnen Sie was"
hatten wir geschrieben und 457 Antworten haben wir auf die Preisfrage vom April
erhalten. Vielen herzlichen Dank! Wer jetzt noch schnell etwas zu sagen hat:
pf-verlag@t-online .de
Das Ergebnis ist aber erschütternd: 97% der Teilnehmer hielten unsere Aktion für einen Aprilscherz. Keine der Fassaden könne einen Preis gewonnen haben, schrieb die Mehrheit. Von geschmacklos bis verantwortungslos reichten die Urteile über die gezeigten Malerarbeiten, von denen in der Tat aber vier Arbeiten ausgezeichnet wurden. "Maler sind Handwerker, sie machen, was der Kunde will, Hauptsache die Kasse stimmt", schrieb ein Besucher unserer Seite. Ein anderer meinte, man solle endlich mit diesen Wettbewerben aufhören, die Juroren müssten nur darüber entscheiden, "welcher Schrott der Beste sei". "Kein Wunder," schrieb ein Teilnehmer aus Heilbronn, "dass die Sprayer für diese möglicherweise auch noch ausgezeichneten Fassaden dankbar sind". 3 % der Einsender tippten übrigens auf das Beispiel 3 (alle Beispiele unten)..
Zur Erinnerung: Das schrieben wir
einen Monat zuvor: Alljährlich werden Fassadenwettbewerbe in allen Teilen Deutschlands
veranstaltet. Uns interessiert, ob die breite Öffentlichkeit die dabei
ausgezeichneten Fassaden als preiswürdig erkennt. Deshalb zeigen wir hier
Beispiele unter denen sich preisgekrönte Arbeiten befinden können - aber nicht
müssen. Machen Sie mit - mailen Sie uns Ihre Meinung: Wurden einige der
gezeigten Fassaden ausgezeichnet und wenn ja welche?
pf-verlag@t-online .de

"Deutschlands schönste
Wohnsiedlung" vom Deutschen Lackinstitut ausgezeichnet -
Dipl.-Ing. Eckhard Bendin, der Gründer
des Dresdner Farbenforums,
schreibt dazu in "Phänomen Farbe" September 2004:
Körperbetonende Sprache der Farbe
Ein kleiner Teil der großen Plattenbausiedlung im Dresdner Nordwesten, die sogenannte ‚Kräutersiedlung‘ in Dresden-Gorbitz, erregte durch eine innovative Problemlösung und gelungene architektonische Gestaltung Aufsehen. Die Bemühungen der Eisenbahnerwohnungsbaugenossenschaft, der Stadtplaner, Architekten, Farbberater und ausführenden Firmen um ein nachhaltig attraktives, durchgrüntes Wohngebiet mit Siedlungscharakter wurden zurecht gewürdigt mit der Auszeichnung „Deutschlands schönste Wohnsiedlung", den das Deutsche Lackinstitut (DLI) Frankfurt/Main erstmalig in einem Wettbewerb vergab.
Die dadurch derzeit stark ins Blickfeld gerückte Siedlung gewann in den letzten Jahren durch geschickten Rückbau einen völlig neuen Charakter und konnte durch maßstäblichere Gebäude mit individuellen Wohnformen ihre einstige Plattenbaumonotonie erfreulich weit hinter sich lassen. Aus 160 m langen, sechsgeschossigen Plattenbauzeilen der 80er Jahre wurden komplette Hauseingänge mit ihren Wohnungen abgerissen und die verbleibenden Restgebäude um zwei bis drei Geschosse reduziert. So entstanden jeweils mehrere Häuser mit maximal drei Hauseingängen. In die rückgebauten Plattenbauten wurden mit Hilfe von Betonsägen größere Fenster- und Türöffnungen geschnitten. Im Erdgeschoss ist von jeder Wohnung aus ein kleiner Garten direkt erreichbar. Die Zwei- bis Fünfraum- bzw. Maisonettewohnungen haben in den oberen Geschossen großzügige Balkone erhalten, die im 2. Bauabschnitt nicht mehr aufgeständert, sondern vom Dach aus abgehängt wurden, um den Gebäuden Leichtigkeit zu geben. Die Giebelseiten erhielten lichtdurchflutete Erker mit geschosshohen Fenstern.
Die architektonische Gestaltung der beiden realisierten Bauabschnitte folgt einem ebenso klaren und durchgehend großzügigen Farbkonzept für das Gesamtgebiet, das im Jahre 2002 durch das Büro GRAS, Gruppe Stadtplanung und Architektur Dresden und Darmstadt unter Leitung des Architekten und Städteplaners Herman Sträb erarbeitet wurde. Die daran mitwirkende Architektin Jana Windelband charakterisiert Eckpunkte des damaligen Konzeptes:
„Angesichts der Tatsache, dass in der Kräutersiedlung verschiedene Architekten zum Zuge kommen sollten, war die Festlegung von gestalterischen Leitlinien zwingend erforderlich, gleichzeitig sollte aber der Spielraum für die individuellen Handschriften der Kollegen nicht unnötig eingeengt werden. Aus dieser Überlegung heraus wurde das Konzept mit den Grundfarben für den Baukörper, Farbwechseln -nur verbunden mit architektonischem Anlass (Gliederungsfarbe)- und Akzentfarben für untergeordnete Bauteile -übrigens in enger Abstimmung zwischen Bauherrn, Architekten und Stadt- verbindlich festgelegt und konsequent umgesetzt."
Auf jener Grundlage wurde insbesondere im 2. Bauabschnitt die angestrebte Leichtigkeit der Balkone, Erker, Hauseingänge und die Dachbox durch unterschiedlich hell gehaltene, achromatische Farbbehandlungen unterstützt und vom jeweils farbig schwerer und substantiell wirkenden monochromen Baukörper abgesetzt. Jene einfache Differenzierung betont die Quaderwirkung der Baukörper. Zudem entsteht auch eine willkommene Spannung zwischen der architektonischen Kernmasse und ihrer räumlichen Auflösung durch die vorgehängten Scheiben und Winkel. Um den jeweiligen Grundkörper, der durch seine farbige Bestimmtheit und energische Ausstrahlung durchaus auch emotional „tragend" wirkt, entwickelt die Farbsprache ein spannendes, raumgreifendes Spiel von Proportionen und Richtungen. Ebenso fand die Stellung der Gebäude zur Himmelsrichtung farbkonzeptionelle Berücksichtigung durch differenziert geplanten Einsatz kalter und warmer Farben, woraus sich ein interessanter Farbrhythmus ergibt. Bei der Freiflächengestaltung wurden die baulichen Elemente (Stützmauern, Oberflächenbefestigungen) in ihrer Farbigkeit sehr zurückgenommen, um einen konkurrenzarmen, ruhigen Hintergrund für Gebäude und Grün zu schaffen.
Die angestrebte farbige Großzügigkeit brachte im Detail auch die Schwierigkeit mit sich, wo nötig benachbarten, unterschiedlichen Oberflächen (z.B. Putz, Blech und Alu-Mehrfachplatte) möglichst einheitliche Wirkungen zu geben. Bemusterungen und Probeanstriche vor Ort in intensiver Abstimmung zwischen den für Teilbereiche im 2. Bauabschnitt verantwortlichen Partnern, dem Generalunternehmer Bihler und Oberneder und dessen Bauleiter Ludwig Strobel, dem Farbberater der Firma Caparol, Herrn Eifert, und dem Dresdner Architekturbüro Rolf Zimmermann zahlten sich hierbei aus. Das Ergebnis kann sich auch im Detail sehen lassen.
Aus städtebaulicher, architektonischer und farbgestalterischer Sicht höchst bedauerlich erscheint jedoch, daß dieses durchweg gelungene Dresdner Rückbau-Beispiel nun Einschränkungen erfährt. Nach Auskunft der Wohnungsbaugenossenschaft bleibt für die von Anbeginn zum weiteren Rückbau ebenfalls vorgesehenen restlichen zwei Bauabschnitte aus finanz- und fördertechnischen Gründen inzwischen nur noch der Totalabriß, allerdings mit der Hoffnung auf mögliche Neubebauung, die dem erfreulichen Geist dieser besonderen Siedlung verpflichtet bleibt.
Apple: Farbwechsel nach Lust und Laune
Colour-europe.de . Cupertino (pte, 17. August 2004 08:15) - Apple http://www.apple.com hat sich das Konzept für ein Chamäleon-Computergehäuse patentieren lassen. Die neue wandelbare Computerhülle kann ihre Farbe je nach Lust und Laune des Benutzers wechseln. Angemeldet hat Apple dieses Patent bereits im Februar, genehmigt wurde es jedoch erst in der vergangene Woche, berichtete The Register http://www.theregister.com .
In dem aktiven Gehäuse für Computergeräte soll laut Patentschrift ein aufhellbarer Teil integriert sein. Weiters befindet sich in der Computerummantelung ein Lichtapparat zur Beleuchtung. Die Lichtquelle besteht aus roten, grünen und blauen LEDs (light emitting diodes), die sämtliche Farbtöne generieren können. Vorraussetzung ist das Speichern der Farbtöne als RGB-Wert (Red Green Blue-Value).
Weiß und Chromfarbe waren über Jahre hinweg die einzigen Farben in denen Apple Computer erhältlich waren. Möglicherweise blickt Apple nun auf die erfolgreiche Zeit der iMacs zurück, in denen die Computer in verschiedenen Farbfacetten erzeugt wurden. Mit dem neuen Chamäleon-Gehäuse kann jedoch schon ein einzelnes Gerät in jedem Farbton leuchten, den Apple anbietet.
Spezielle Farbtöne für jeden einzelnen Nutzer sind ebenfalls möglich. Diese können entweder schon beim Anschaffungsprozess ausgewählt oder auch später durch ein im Betriebssystem integriertes Bedienungsfeld eingestellt werden. Zu Musikrhythmen farblich pulsierende iPods stellen eine weitere Anwendungsmöglichkeit dar.
Phänomen Farbe 30.09.2003. Im Sommer bemalen fünf Farb-Design-Studenten von der HaWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen die Wesermühlen in Hameln. Das 500 m² Wandgemälde wurde als eigener Entwurf zusammen mit der Geschäftsleitung entwickelt und folgt der Idee einer „gläsernen Fassade". Die Fassade zeigt nun das Innenleben der hochmodernen Industrieanlage, in der LKWs computergesteuert beladen werden. Highlight des Gemäldes ist die Darstellung des futuristischen Luigi Colani-Trucks, der in das Gemälde mit eingearbeitet wurde.
Im Herbst 2002 wandte sich Franz Engelke, der Geschäftsführer der Kampffmeyer Mühlen GmbH, Werk Wesermühlen Hameln, mit einem ungewöhnlichen Wunsch an die HaWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen. Auf einem Neubau der Mühle sollte ein Wandgemälde entstehen. Bereits im Vorfeld war die Vision deutlich: Es sollte eine „gläserne Fassade" entstehen, die den Einblick in Arbeitsabläufe gewährt, die hinter dieser Fassade ablaufen.
Nach
ersten Gesprächen haben die Farb-Design-Studenten Tobias Alzmann, Lars
Conrads, Jürgen Dilpert, Alexander Nickel und Christoph
Seel einen Entwurf gestaltet, der zwei Colani-Trucks während des
Beladevorganges zeigte. Die Gesamtkomposition war in leichten Grün- und
Gelbtönen gehalten und zeigte das Innenleben der Verladeanlage in einer
schematischen Darstellung.
Dieser erste Entwurf wurde bereits bei der ersten Präsentation mit Begeisterung aufgenommen. Allerdings wurden in den weiteren Bearbeitungsschritten noch Veränderungen durchgeführt. Ein Colani-Truck wich dem traditionell gestylten AURORA-Truck und die grünliche Gesamtfarbigkeit wurde durch vergraute Brauntöne ersetzt. So entstand in wenigen kleinen Schritten der Weg zur fertigen Gestaltung, die dann im Sommer 2003 in die Realität umgesetzt wurde.
Die Besonderheit an dem Projekt ist der persönliche Wunsch von Engelke, dass Planung und Ausführung aus einer Hand erfolgen sollten. Für die fünf Studenten ergab sich so die Möglichkeit, das selbständige Berufsleben nach dem Studium zu erfahren. Dieses Vorgehen entsprach nicht den „normalen" Inhalten eines Studiums und eröffnete so neue Perspektiven, Probleme und Problemlösungen für die Gruppe.
Im Vorfeld der Umsetzung wurde bereits ein Ausschnitt aus dem Gemälde im Maßstab 1:1 zu Probezwecken umgesetzt. Die Ergebnisse dieser Übung ermöglichten, die Darstellung des Colani-Trucks für das Wandgemälde weiter zu verbessern. Während bei der Probe eine fotorealistischere Variante probiert wurde, wurde dann für die Umsetzung in Hameln eine flächigere Version favorisiert. Durch diese Entscheidung konnten die beiden dargestellten Trucks besser in das Wandgemälde integriert werden.
Maßstabgerechtigkeit und die Liebe zum Detail standen bei der zeitintensiven Umsetzung der Trucks im Vordergrund.
Ebenso wichtig war, von der Planung bis zur Umsetzung, eine Farbgenauigkeit und Farbverbindlichkeit einzuhalten. Da nahezu die gesamte Planung am Computer erarbeitet wurde, ergaben sich hierbei größere Probleme speziell bei der Ausgabe der fertigen Pläne. Ein bekanntes Problem bei der Farbenplanung am Computer stellte sich immer wieder ein: Bei den Ausdrucken änderte sich ständig die Farbigkeit.
Durch regelmäßiges Abstimmen der Computerkomponenten wurde so eine farbverbindliche Vorlage nach Brillux Scala entwickelt, die als Farbplan und als Grundlage zur Abnahme der Arbeiten diente. Zum Einsatz kam Brillux Acryl Fassadenfarbe 100, eine hoch wetterbeständige, umweltschonende 100% Reinacrylat-Dispersionsfarbe.
Im Verlauf der Ausführung wurden 200 Liter Fassadenfarbe in insgesamt 45 Farbtönen verarbeitet. Zur Absicherung des Kunstwerks wurde nach Abschluß der Arbeiten noch ein Graffiti-Schutz-System aufgebracht, um die Fassade von ungewollten Schmierereien zu schützen.
Nach Fertigstellung der Fassade wurde im September 2003 das Wandgemälde offiziell „enthüllt". Im Beisein von Vertretern der Wirtschaft und der Politik fiel ein Vorhang von der bis dahin verhüllten Fassade und als Krönung des Ganzen verließ der Colani-Silotruck der Spitzer Silo-Fahrzeugwerk GmbH, Elztal-Dallau, die Verladeanlage und sorgte so für einen weiteren Glanzpunkt des Tages.
Das
gesamte Projekt an den Wesermühlen in Hameln entwickelte sich zur Zufrieden-heit
aller Beteiligten. Allein dem Engagement des Geschäfts-leiters,
Franz Engelke, ist es zu verdanken, dass es überhaupt zur
Umsetzung gekommen ist. In Zeiten schwieriger wirtschaftlicher Verhältnisse an
eine Fassadengestaltung zu denken und diese auch zu realisieren erscheint als
purer Luxus. Die Kosten für die Arbeiten an diesem Projekt wurden zum großen
Teil von Sponsoren aus anderen Teilen der Wirtschaft übernommen. Dadurch konnte
die Finanzierung und damit auch die Umsetzung möglich gemacht werden.
Ein interessanter Aspekt, der vielleicht auch anderen Unternehmen Anreize geben könnte, eintönige Fassaden interessanter und werbewirksam gestalten zu lassen. Nickel
Gelber Blickfang im schwarz-weißen Alltag
Phänomen Farbe 19.09.2003. Beijing. Wer schon einmal da war oder Reiseberichte über das Reich der Mitte gesehen hat, der weiß: Die meisten Autos in China sind weiß oder schwarz lackiert – trotz einiger Schattierungen, die zur Auswahl stehen, nicht gerade eine üppige Farbenpracht. Ein auffälliges Gelb dürfte im gewohnten Straßenbild also durchaus Aufmerksamkeit erregen. Nicht nur aus diesem Grund setzt die Deutsche Post World Net bei ihrem Tochterunternehmen DHL auch im bevölkerungsreichsten Land der Erde auf ihr weltweit bekanntes Erscheinungsbild. www.basf-coatings.de
Kommentar:
Phänomen Farbe, 15.03.2003. Wenn Firmen wie die Merck KGaA, Darmstadt, und andere sich zu einer Zusammenarbeit mit einer Firma bekennen, noch dazu einer, die sich mit Trendinformationen für design-und moderelevante Bereiche beschäftigt, werden auch Redaktionen hellhörig. Wenn auch Designer, Stilisten, Institute, Verbände sowie Fach- und Hochschulen mit von der Partie sind, und die Firma sich selbst als führender Anbieter für modespezifische Farbkombinationen – vom international führenden Pantone Tectile Color System über den umfangreichen Service bis zur Erstellung firmenspezifischer Farbkarten bezeichnet, 60.000 Kunden bedient, mit Franchisepartnern in Europa, Südamerika und Asien sowie mit Agenten in mehr als 60 Ländern zusammen arbeitet - wir sprechen von der mode...information Heinz Kramer GmbH, Overath.
Die Lackindustrie zeigt im Prinzip vor allem in Richtung Automobil-Serie Farbtrends auf, bestimmend sind hierbei die großen Hersteller wie BASF Coatings, DPC, Akzo Nobel und andere. Die dort beschäftigten Designer zeigen in ihren „Color-Shows" der Abnehmerindustrie beeindruckende Ergebnisse ihrer Recherchen. In wie weit sie sich dabei an generellen Farbtrends orientieren, ist nicht ganz klar und sie sind auch davon abhängig, dass neue Farbtöne in der Automobilindustrie nicht nur durch die Gegebenheiten der Serie sondern auch durch die Technik (Freibewitterung usw.) einen Vorlauf von mehreren Jahren erfordern. Im Prinzip sind solche Demonstrationen als Kompetenznachweise zu verstehen und sie haben auf die Wirklichkeit der Automobilserie nur wenig Einfluss. Es handelt sich vielmehr um eine meist zukunftsorientierte angebotsbegleitende Leistungsbeschreibung.
Wenn sich die Lackindustrie auf anderen Absatz-Sektoren mit Farbe beschäftigt, so hat das meist nichts mit Trends sondern z.B.mit Farbpsychologie, -dynamik und –physiologie zu tun. Sie übernimmt die Rolle des Erklärers, neuerdings vor allem auf dem Gebiet der Architektur- und Raumgestaltung, hier vor allem für verschiedene Altersgruppen wie z.B. Kinder. Dass sich Hersteller mit diesem Aspekt profilieren können, hängt im Wesentlichen damit zusammen, dass die permanente Beschäftigung mit diesem Thema als Gemeinschaftsaufgabe für die gesamte Industrie derzeit nicht relevant sein kann. Die Fixierung auf Umweltgesetze und ihre Auswirkungen nimmt die Rolle der Lackindustrie als Meinungsführer auf ihrem ureigensten Gebiet „Farbe" zunehmend zurück. Mehr noch: Der Blick auf künftige Trends der Farbgestaltung, die Wünsche der Verbraucher und deren Veränderung, die durch die Aktivitäten anderer Branchen beeinflusst werden, verlieren damit notgedrungen an Gewicht.
Jeder, gleich in welcher Funktion, ist an Umweltschutz unmittelbar interessiert und will aktuell informiert werden. Es gibt aber zweifellos unterschiedliche Stoßrichtungen: Informationen, die in erster Linie die Tätigkeit der nationalen und internationalen Legislative beinflussen sollen, setzen detaillierte Sachkenntnis voraus. Es steht außer Frage, dass eine darauf ausgerichtete Berichterstattung genau bei dieser Zielgruppe Wirkung entfalten kann und muss. Darüber wollen natürlich die Hersteller und die Abnehmer genau so informiert sein. Gefordert ist also professionelles Riskomanagement mit all seinen Facetten. Das kostet Geld, das den Organisationen fehlt. Sie haben es noch nicht einmal für die Veröffentlichung ihrer aktuellen Pressearbeit in den Landessprachen. Vor den Konsequenzen daraus kann aber nur gewarnt werden. Zu leicht könnte der Eindruck in der Öffentlichkeit entstehen, die Industrie sehe fixiert mit Blick auf die Schlange nur noch die Umweltproblematik und befände sich zu Recht in der Defensive. Wodurch Fachkompetenz und das gesamte Image-Portfolio in Frage gestellt werden könnten.
Könnte ins Kalkül geraten: Farbe kann auch ohne chemisch-technische Aspekte eine Art Umweltverschmutzung sein und die Gesundheit schädigen, dann nämlich, wenn sie ohne Sinn und Verstand wahllos und rein geschmäcklerisch angewendet wird, ohne Bezug auf Ihre psychologischen und physiologischen Wirkungen. Dass hier die Einzelfirmen gute Hilfestellungen für den Verbraucher liefern, muss anerkannt werden. Und ohne diese Aktivitäten bliebe schliesslich der Endverbraucher ohne wesentliche Orientierungshilfen. Anderseits ist er dem Kreuzfeuer modischer Entwicklungen in seinem gesamten Umfeld relativ hilflos ausgesetzt. Wenn Hersteller, Anbieter und Händler von Textilien, Konsumgütern und Dienstleistungen sowie gewerbliche Raumausstatter, Dekorateure und Innenarchitekten mit ihrem möglichst kurzfristig angelegten Marketing kraftvoll gegen einander kooperieren, entschwindet dem Endverbraucher jeglicher Überblick. Und hier beginnt dann der Verbraucher damit, seine eigene Umwelt zu verunstalten. Die Farbgestaltung der eigenen vier Wände lässt sich nun mal nicht wie der modische Fummel vom letzten Herbst wechseln.
Nun sind Firmen wie „ mode...information" weit davon entfernt, alles so zu vereinheitlichen, dass niemand etwas falsch machen kann, viel mehr wird Wert darauf gelegt, den Partnern die jeweils am Besten für sie verwendbaren Trendinformationen anzubieten. Zumindest wird damit eine Richtung aufgezeigt, in der sich die künftige Farbgestaltung entwickeln könnte. Dazu stellt die Firma die gesamte Breite der internationalen Markt- und Trendinformationen zur Verfügung, die bei ihr zusammen laufen. Entsprechend dem Aufgabenspektrum werden freiberufliche Experten in die Aufgabenbearbeitung einbezogen. In enger Zusammenarbeit mit den Auftraggebern ermittelt die Firma diejenigen Aspekte, die für Sortiments- und Gestaltungspolitik wichtig sein können. Sie bietet darüber hinaus Seminare und Workshops, Fachseminare im Kontext zu mittel- und langfristigen Marktentwicklungen in wichtigen Konsumgüterbereichen usw. Gerade wurde vorgestellt „Perceptions No 2 – 5 Wege zum Glück". Und die mittelfristige Empfehlung wird in das kurzfristig nötige Marketing umgesetzt. Alle gegen alle
KölnMesse: Schöneres Wohnen für jeden Lebensstil
Phänomen Farbe, 15.03.2003. Die „Practical World", die gerade in Köln ihre Tore schloss, setzte vor allem deutliche Signale für ein den unterschiedlichen Wert- und Ästhetikvorstellungen noch harmonischer angepasstes Wohnen. Neue Farben, Designs und Strukturen betonten dabei die optische Komponente genauso wie konstruktive, materialbezogene und elektronische Innovationen zukunftsgerichtete technische Funktionalität demonstrieren.
Problemloses Verfugen und Feinbearbeiten von Gipsplatten ermöglichen besonders geschmeidige Spachtelmassen, die sofort aus dem Eimer einsetzbar und daher sehr verarbeitungsfreundlich sind. Ebenso unkompliziert können mit gebrauchsfertigen Füllmassen Fugen im Innen-, Außen- und Sanitärbereich ohne Pistole per bloßem Daumendruck auf die Tube abgedichtet werden. Auch das Verlegen von Feinsteinzeugfliesen wird mit heimwerkergerechten Spezialklebern, -fugenmörteln und mit Silikondichtstoffen zum Kinderspiel. Ebenfalls eigens für die Heimwerkeranwendung entwickelte Dekor-Spachtel zaubern faszinierende Oberflächenstrukturen auf jede Wand, Dekorative Akzente gehen von hoch repräsentativ über ländlich-naturnah bis hin zu jugendlich-farbenfroh.
Die Vielfalt der Möglichkeiten individueller Gestaltungsphantasien prägen auch die Innovationstendenzen bei Farben und Lacken. Neue Techniken fordern die Kreativität heraus, sichere Ergebnisse werden durch hohe Materialqualität garantiert. So lassen sich mit Effektfarben in ebenso aktuellen wie zeitlosen Tönungen gewischte, verwischte, getupfte oder gerollte Arrangements der ganz persönlichen Art verwirklichen. Nicht nur als Untergrund nostalgischer Schreibflächen, sondern auch zur besonders eigenwilligen Elementgestaltung sind tuchmatte Schultafellacke im klassischen Schwarz und Grün geeignet. Für besonders hochwertige Lackierungen auf Fenstern, Türen, Zargen, Holzverkleidungen, Geländern sowie Einbauschränken und anderen Möbeln wurden aromatenfreie, geruchsmilde Lacke unter anderem in der Trendfarbe Gletscherweiß entwickelt. Neue chemische Formulierungen von Sekundenklebern erlauben jetzt auch kurze Korrekturzeiten und erweitern damit die Einsatzmöglichkeiten ohne Beeinträchtigung der außergewöhnlichen adhäsiven Eigenschaften.
Mehr Farben, mehr Dekore: Diese hochaktuelle Forderung des Zeitgeschmacks wird in den vielschichtigen Bereichen der Innendekoration zügig umgesetzt. Passend zu jedem Wohnstil unterteilen selbstklebende Bordürensysteme mit farbenfrohen Motiven große Wandflächen und rahmen Türen, Fenster und Nischen wirkungsvoll ein. Dreidimensional wirkende Klebeelemente zur Dekoration einzelner Fliesen und Kacheln lassen in Küchen und Bädern eine ganz neue Raumoptik entstehen. Vor allem Nassräume können ganz ohne Kleber oder Unterlegmatte mit rutschfesten, weichen Vinyl-Bodenbelägen in der ganzen Palette von Blau über Grün und Gelb bis hin zum kräftigen Rot gestaltet werden
New Scientist: Schwärzer geht’s nimmer
Phänomen Farbe, 15.03.2003. Britische Forscher haben das schwärzeste Schwarz auf Erden geschaffen. Die tiefschwarze Beschichtung reflektiert zehn- bis 20-mal weniger Licht als die bislang schwärzeste Farbe, we das britische Wissenschaftsmagazin „New Scientist" berichtet. Sie soll unter anderem die Herstellung optischer Instrumente für die Weltraumforschung verbessern. Das Forscherteam nutzte eine rund 20 Jahre alte Idee, um das Super Schwarz herzustellen. Dabei wird erst ein Bauteil mit einer Nickel-Phosphor-Legierung beschichtet, in die anschließend mit Salpetersäure „Kratzer" geätzt werden. Diese Kratzer schlucken das Licht.
Spirig: Maximal-Temperatur-Aufzeichnung
Phänomen Farbe, 15.03.2003. Die CelsiStrip® temperaturregistrierenden Etiketten können auf beliebige Oberflächen, bspw wie im Bild CS-10978 gezeigt, auf den Bremssattel eines Hochleistungsfahrzeuges selbstklebend aufgebracht werden. Dieser Bremszylinder hat im mehrstündigem Testbetrieb eine maximale Oberflächentemperatur von 54°C (permanent schwarz verfärbtes Anzeigefeld) erreicht, aber sicher nicht den 60°C Wert (Anzeigefeld immer noch weiss) erreicht oder überschritten.
Wird der spezifische Temperaturwert für mehr als eine Sekunde erreicht oder überschritten, so verfärbt sich das entsprechende dreieckige, temperaturempfindliche Anzeigefeld von ursprünglich Weiss für dauernd in tiefes Schwarz.
Diese CelsiStrip Etiketten gibt es in verschiedenen geometrischen Abmessungen und Temperaturkombinationen zwischen +40°C und +260°C. Kleinste Einzelwertpunkte CelsiPoint® mit einem Aussendurchmesser von nur 5 mm sind bspw für die Überwachung von Elektronikbauteilen einsetzbar.
Material ändert bei Hitze die Farbe Einsatz bei Lebensmittelverpackungen, Kleidung und im Verkehr
Phänomen Farbe 26.8.2002.
Kingston/ Rhode Island (pte) - Chemiker und Chemie-Ingenieure der University of Rhode Island http://www.uri.edu haben einen Kunststoff (Polymer) entwickelt, der bei einer Temperatur von über 82 Grad Celsius seine Farbe von rot auf gelb ändert. Ziel der Forscher ist die Herstellung hitzeempfindlicher Polymere, die u.a. Verbrennungen, Lebensmittelvergiftungen und Verkehrsunfälle verhindern. Realistische Anwendungen sind laut dem Entwicklungsteam um Otto Gregory Feuertüren, die bei Hitze die Farbe ändern, Sporttrikots, die anzeigen, dass der Träger überhitzt ist, Straßenschilder, die durch Farbänderung eine vereiste Fahrbahn signalisieren, und Stempel auf Nahrungsmittel-Verpackungen, die verschwinden, wenn das Produkt zu lange bei Raumtemperatur gelagert wurde.Gregory und seine Kollegen Brett Lucht sowie Bill Euler arbeiten seit drei Jahren an diesem Projekt. 1999 sollte der Chemie-Ingenieur für ein Unternehmen ein Material für Kochtöpfe entwickeln, das seine Farbe im heißen Kochtopfzustand ändert. Dieser Versuch scheiterte, das Material zersetzte sich bei mehrmaliger Anwendung bei hohen Ofentemperaturen. "Das derzeitige Plastik hat allerdings keine Sicherheitsmängel mehr und birgt ein großes Schutzpotenzial", erklärte Lucht. "Durch Smart Packaging", wie Lucht die Anwendung nennt, "gibt es praktisch keine abgelaufene Milch und keine Verbrennung durch heißen Kaffee mehr."
Das Polymer kann bei einer Vielzahl von Produkten wie Plastik, Farbe, Tinte und Gummi eingesetzt werden. Anwendungsmöglichkeiten sieht Gregory auch in der Autoindustrie z.B. in Reifen und Sitzen und bei Zügen in Bremsen, die durch Farbänderung anzeigen, wenn sie abgenützt sind. Aktueller Schwerpunkt der Forschung ist die Entwicklung eines Polymers, dessen Farbe sich bei Kälte ändert, und eines Kunststoffes, der mehrmals die Farbe wechseln kann – idealerweise wird dieser bei Hitze rot und bei Kälte blau.
Ungeahnte künstlerische Gestaltungsfreiheiten dank Polyurethan-Gießharz:
Bayer: Fußböden, die es nur einmal gibt
Phänomen Farbe 26.8.2002.
Leverkusen – Wer das Business-Bistro „DAS 2" mitten in der Fußgängerzone von Singen betritt, steht unversehens mit beiden Füßen auf einem Kunstwerk: Vor den Schuhen des Gastes breitet sich ein grau-blauer Boden mit einem teils eng verschlungenen Gewirr leuchtend bunter Linien aus. „Ich wollte mit diesem individuellen Boden einen Kontrast zu dem nüchtern-sachlich gehaltenen Interieur aufbauen, um dem geschäftlichen Ambiente eine verspielt-heitere Note zu geben", charakterisiert Jeanet Hönig Ästhetik und Funktion des Bodens. Das Selbstbedienungscafé wurde von der niederländischen Künstlerin komplett gestaltet und in Zusammenarbeit mit der Firma Walo Bertschinger aus Zürich realisiert. Innerhalb kürzester Zeit hat es sich zu einem beliebten Treffpunkt vor allem für die international tätigen Geschäftsleute des zugehörigen Bürokomplexes gemausert. Böden müssen sich als dekoratives Element meist Möbeln, der Wanddekoration und anderen Wohnaccessoires unterordnen. Jeanet Hönig macht sie dagegen zum Kunstwerk - mit den Conipur-Systemen der Firma Conica Technik aus Schaffhausen: „Diese Polyurethan-Gießharze geben mir praktisch alle Gestaltungsfreiheiten, denn ich kann den Boden vor Ort genau nach meinen Vorstellungen entstehen lassen." Im Gegensatz zu Belägen aus vorgefertigter, kommerzieller Massenware – etwa Teppichböden, Laminat oder Parkett – resultiert ein unverwechselbares Einzelstück. Jeanet Hönig schätzt zudem die Verarbeitungseigenschaften des lösemittelfreien Materials. Weil es flüssig aufgetragen wird und dann aushärtet, bleiben keine störenden Nähte, Fugen oder Kanten zurück, es sein denn, sie sind gewollt. Unebenheiten im Untergrund gleicht das System aus. Ein Nebeneinander von fließenden Farbübergängen und scharf konturierten Motiven ist ebenfalls möglich. Jeanet Hönig hat sich mit ihrer „Kunst, die zu Füßen liegt" mittlerweile international einen Namen gemacht. Banken, Hotels, Ladenketten, Restaurants und Schwimmbäder zählen zu ihren Kunden. Von Anfang an, seit nunmehr sechs Jahren, hat sie mit Polyurethan gearbeitet. Sie verlässt sich dabei auf die Rohstoffe Desmodur® und Desmophen® von Bayer, die ursprünglich für die Beschichtung von Parkdecks oder Industrieböden entwickelt wurden. Nun erobern sich die Bayer-Rohstoffe auch einen Markt für dekorative, individuelle Bodenbeschichtungen.
Die „Langlebigkeit" ihrer Kunstwerke ist Jeanet Hönig sicher. Dank der Polyurethan-Rohstoffe sind die Böden UV-beständig, lichtecht und mechanisch sehr belastbar. Kratzer zum Beispiel durch Scherben oder Brandflecken durch Zigarettenkippen können wieder entfernt werden. Denn der transparente Top-Coat lässt sich schleifen und erneuern, ohne dass die darunter liegenden Motive Schaden nehmen. Sollten im Untergrund des Bodens Spannungsrisse entstehen, ist der Belag so elastisch, dass er sie überbrückt, ohne selbst zu reißen. Foto: Jeanet Hönig
Forscher knacken Farbmysterium der
Hummerschalen -
Blaues Farbmolekül löst sich durch Kochen von Protein-Untereinheit und wird
orange
Phänomen Farbe 26.8.2002.
London (pte) - Laut einem britischen Forscherteam ist es nun gewiss, warum sich die Färbung der Hummerschale von blaurot am Meeresboden zum typischen orangerot nach dem Kochprozess ändert. Hauptverantwortlich ist das Farbprotein Astaxanthin, das an ein Protein der Hummerschale gebunden ist. Strukturelle Veränderungen bestimmter Untereinheiten des Proteins bedingen einen Formwandel von Astaxanthin und somit einen Farbwechsel. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin Proceedings of the National Academy of Science (PNAS) www.pnas.org publiziert.Der Effekt des Kochens führt dazu, dass die Untereinheiten des besagtes Schalenproteins, das Beta-Crustacyanin, denaturieren. Durch die Hitze lösen sich die gebundenen Farbmoleküle aus dem Proteinkomplex und das Carotinoid Astaxanthin verändert die Farbe. In den "Fängen" des Crustacyanin-Proteins ist Astaxanthin abgeflacht und blau gefärbt. "Die Entdeckung kann zu einer neuen Verwendung von Astaxanthin als Medikamenten-Transportmedium führen. Einsatzmöglichkeiten sind auch für das Design neuer Lebensmittel-Farbstoffe gegeben", erklärte Naomi Chayen vom Imperial College www.ic.ac.uk
als eine der Forschungsbeteiligten. Die Zusammenarbeit, die zur Lösung eines rund 50-jährigen Mysteriums führte, erfolgte mit der University of Manchester und der University of London.Europa Nostra: Diplom 2001 ging nach Bochum
Phänomen Farbe 17.5.2002.
EUROPA NOSTRA zeichnet zum dritten Mal in 15 Jahren eine beispielhafte Sanierung eines historischen Objektes aus, das von Dr. Christel Darmstadt, Bochum denkmalpflegerisch und hier insbesondere bezüglich der historischen Farbigkeit beratend betreut wurde. Es handelt sich um den neobarocken Hauptbahnhof in Hamm, der 1920 eingeweiht wurde.
Modernisierungen, insbesondere der letzten dreißig Jahre, wurden beseitigt.
So wurden die Metallpaneele, mit denen man die neobarocken Stirnbände in dieser
Zeit „modernisiert" hatte ebenso beseitigt, wie die Kachel-Verkleidungen in der
Erdgeschosszone und die eingebaute Fahrkartenhalle aus den 1980er Jahren.
Die Neufassung der Fassade sowie die authentische Wiederherstellung der Bahnhofshalle erhielt im Wettbewerb 2001 ein Diplom. Diese Auszeichnung wurde in Deutschland nur noch der Sanierungsmaßnahme des Bauhauses in Weimar (1909 Architekt Henry van de Velde) zuteil.
EUROPA NOSTRA
ist ein Dachverband von Denkmalschutzorganisationen aus 35 europäischen Ländern. Ziel der Arbeit ist der Erhalt und die Pflege des kulturellen und des natürlichen Erbes in Europa. Der Verband kooperiert mit der UNESCO, der EU und hat Beraterstatus beim Europarat in Straßburg. EUROPA NOSTRA führt seit 1978 jährlich einen europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb durch, um hervorragende Sanierungsmaßnahmen zu prämieren. Im Wettbewerb 2001 wurden in Deutschland der Hauptbahnhof Hamm und das Bauhaus in Weimar ausgezeichnet.Dr. Darmstadt ist Expertin für die authentische Instandsetzung von Historismus-, Jugendstil- und Expressionismusgebäuden. 1987 wurde die Rekonstruktion der Jugendstilausmalung in der Lohnhalle der Zeche Friedrich-Heinrich in Kamp-Lintfort und 1996 die Restaurierung und ergänzenden Neufassung der Parabelkirche in Gelsenkirchen mit den gleichen Diplomen ausgezeichnet www.dr-christel-darmstadt.de
SMP: PETER CHANG - It´s only plastic
15.06.2002 – 08.09.2002 in Pforzheim
Peter Chang ist heute einer der führenden britischen Schmuckkünstler. Seit Mitte der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts ist er mit seinen Schmuckarbeiten in der Öffentlichkeit präsent. Ursprünglich als Bildhauer und Druckgrafiker ausgebildet, fließen Elemente beider Bereiche in sein Werk als Schmuckgestalter ein.
1944 geboren, wuchs Peter Chang als Sohn eines chinesischen Seemanns und einer Engländerin, in zwei sehr unterschiedlichen Kulturen auf, der britischen und der chinesischen. In den frühen 60er Jahren und Anfang der 70er studierte er in London und Liverpool Grafik und Bildhauerei. Beide Städte waren zu dieser Zeit Hochburgen der Popkultur – erinnern wie uns nur an die Beatles oder Mary Quant. Sowohl im chinesischen Erbe als auch im Lebensgefühl der 60er Jahre, sind Changs künstlerische Wurzeln zu suchen. Aber auch seine unterschiedlichen beruflichen Tätigkeiten haben ihre Spuren hinterlassen. Chang arbeitete als Grafiker für verschiedene Fernsehsender, entwarf und fertigte Möbel, ist Bildhauer und entdeckte erst Mitte der achtziger Jahre den Schmuck für sich.
Changs
künstlerische Produkte sind sowohl Skulpturen als auch Schmuck. Eindeutig
bestimmbare Objekte zu entwickeln interessiert ihn nicht. Je nach dem, was mit
diesen kleinen Kunstwerken geschieht, am Körper getragen, oder nicht - mal sind
sie das eine, mal das andere, oder auch beides zugleich.
Unverwechselbar sind die Armreifen und Broschen von Peter Chang. Wenn auch zuweilen zierlich wie kleine Insekten oder zart wie exotische Pflanzen, sind die meisten seiner Schmuckstücke sehr groß und voluminös. In ihrer auffälligen Buntheit und ungewöhnlichen Formgebung erscheinen sie wie fremdartige, wundersame Kreaturen aus unendlichen Meerestiefen oder fernen Welten.
Es ist eine ambivalente Mischung aus Natur und Technologie, ein Balanceakt zwischen Seriosität und Vulgarität. Gerade hier liegt der Reiz dieser Schmuckstücke: Sie leuchten in Farben, die wir unter anderen Vorzeichen als kitschig bezeichnen würden. Peter Chang aber gelingt es - manchmal mit einem kleinen ironischen Augenzwinkern – Anmutungen glamouröser Eitelkeit, phantastische Formen- und Farbenvielfalt und sinnlich-haptische Qualitäten so zu verbinden, dass Ideen und Visionen seiner Kunst ihren eigenwilligen Charakter - jenseits jeder modischen Attitüde - offenbaren. Bei genauem Hinsehen entdecken wir, dass sich viele seiner Stücke aus ganz alltäglichen Elementen zusammensetzen oft sind es Formsegmente, die ihre Herkunft kaum preisgeben: Wappen, Straßenlichter, Noppen von Turnschuhen oder aber tatsächliche Fundstücke wie Teile von Haarspangen oder kleine Perlen, die so in den Formen und Farben aufgehen, dass sie nicht mehr als das, was sie einmal waren zu identifizieren sind.
Mit seinem Material Kunststoff, meist Acryl, geht Peter Chang um, als wäre es nicht das Material der Massenproduktion von Alltagsgegenständen, sondern ein sehr wertvoller Werkstoff, der der intensiven Zuwendung bedarf, um seine Eigenart und Qualität ans Licht zu bringen. Oft dauert es Jahre und hunderte von Arbeitsschritten bis eines dieser farbenprächtigen Stücke fertig ist. Dann aber strahlen sie eine Geschmeidigkeit und Leichtigkeit aus, die wieder auf das Ausgangsmaterial – den anpassungsfähigen Kunststoff – verweisen.
Sicherlich ist Peter Chang derzeit der einzige Schmuckkünstler, der sich mit solch stringenter Konsequenz diesem Material widmet. In ihm hat er einen adäquaten Werkstoff gefunden um seine visuellen Imaginationen auszudrücken.
Peter Changs Werke sind in vielen bedeutenden Museumssammlungen vertreten so auch im Victoria & Albert Museum, London, dem Cooper Hewitt Museum, New York und in weiteren Museen in Edinburgh, Glasgow, Aberdeen, Montreal (CA) oder Helsinki, um nur eine Auswahl zu nennen. Seit 1989 wird Peter Chang regelmäßig mit internationalen Preisen für sein Werk ausgezeichnet.
Die Einzelausstellung im Schmuckmuseum Pforzheim wird 116 Schmuckstücke und Objekte umfassen, sie stammen aus Privat- und Museumssammlungen in Europa und den USA und aus dem Besitz des Künstlers.
Zur Ausstellung erscheint, in Zusammenarbeit mit der Arnoldschen Verlagsanstalt Stuttgart, eine repräsentative, umfangreiche Publikation mit zahlreichen Farbabbildungen.
BASF Coatings: Die Farbe Weiß – bewegte Kunst
Münster. Unter dem Motto "Die Farbe Weiß – bewegte Kunst" zeigt die BASF
Coatings AG erstmals in ihrem Kommunikationszentrum Inforum auf dem Hiltruper
Werksgelände vom 05. Mai bis 20. Oktober 2002 eine Ausstellung mit Werken
des Künstlers Ludger Hinse, Recklinghausen. Flankiert wird die Ausstellung von
einem vielfältigen Begleitprogramm, das eine Reihe von Vorträgen sowie
cineastische und musikalische Darbietungen umfasst. Alle Veranstaltungen sind für
die Öffentlichkeit zugänglich, der Eintritt ist frei. Der Veranstaltungsort
Inforum entstand aus einer der ältesten Lackfabriken im BASF-Werk Münster.
Errichtet im Jahr 1908 und stillgelegt im Jahr 1986 steht das Gebäude aus der
Gründerzeit der Industriearchitektur heute als Brücke zwischen Tradition und
Innovation. Zur Ausstellung erscheint ein 48seitiger Katalog zum Preis von 5 €.
Interessantes Begleitprogramm: Der Publizist und
ARTE-Redakteur Claus-Peter Josten unternimmt unter dem Titel "Die Summe aller
Farben" an zwei Abenden filmische Erkundungen zur Farbe Weiß. Eine
außergewöhnliche Lesung zum Thema der Ausstellung "Die Farbe Weiß" mit Texten
aus der Literatur bieten Hansgünther Heyme, Leiter der Ruhrfestspiele
Recklinghausen/Europäisches Festival, und Peter Kaghanovitch, Schauspieler in
den diesjährigen Festspielproduktionen von Daniel Caspar von Lohenstein "Ibrahim
Bassa" und "Ibrahim Sultan". "Wie das Weiß in die Welt kommt" hat Wolf-D.
Griebler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Sachtleben Chemie GmbH,
Duisburg, seinen Votrag überschrieben. Antonia Simon, Leiterin Marketing
Documenta11, Kassel, wird über "Das Weiß und die Documenta11" referieren.
Professor Andreas Hartmann, Seminar für Volkskunde/Europäische Ethnologie in
Münster, unternimmt an einem Abend einen "ethnologischen Ausflug durch die bunte
Welt der Farbe Weiß". Der Architekt Jörg Preckel, Lüdinghausen, gibt einen
Überblick über "Die Bedeutung der Farbe Weiß in der Architektur". Der
münstersche Farbwissenschaftler Werner Rudolf Cramer spricht zum Thema
"Insgesamt weiß, ansonsten schön bunt! - Optische Realitäten und Illusionen".
Und BASF-Farbdesignerin Renate Weber lenkt den Blick aufs Auto: "Why not White -
Die Farbe weiß in der Automobilindustrie" hat sie ihren Votrag betitelt.
Musikalische Aspekte der Farbe Weiß entdecken Studenten der Musikhochschule zu
Münster unter dem Titel "Debussy und Skrjabin – Klavierwerke kommentiert unter
dem Aspekt der Farbe "weiß".
Hinse: Weiß ist die Summe aller Farben: "Weiß ist
die Summe aller Farben", sagt Ludger Hinse, und "Als ich die Farbigkeit
durchschritten hatte, waren alle Farben in mir und ich konnte mich dem Weiß
zuwenden". Daß er sich in den vergangenen Jahren intensiv mit dieser Farbe
auseinandergesetzt hat, ist Ergebnis seiner künstlerischen Entwicklung, die auch
von vielen Zufällen geprägt war. Nach der Volksschule machte der 1948 geborene
Hinse zunächst eine Ausbildung bei der Post, absolviert dann die
Begabtensonderprüfung und studiert Sozialarbeit in Bochum. Von Anfang an war er
auch politisch aktiv. Nach einem Lehrauftrag an der Fachhochschule ging er als
Bildungssekretär zur IG-Metall. 1984 wurde er zum Vorsitzenden der IG Metall in
Bochum gewählt. Nebenbei entstanden Bilder "nur für mich", bis er von der
ehemaligen Direktorin der Recklinghäuser Kunsthalle entdeckt wurde. Als sie
seinen Bildern begegnete, war ihre Neugier geweckt. Sie legte ihm nahe, diese
Werke nicht länger versteckt zu halten, sondern der Öffentlichkeit zugänglich zu
machen. Es erforderte viel Überzeugungsarbeit, bis Hinse seinen Widerstand –
"Der Bevollmächtigte der IG-Metall stellt nicht aus" – aufgab. Heute ist Hinse
ein auch international anerkannter Künstler mit großen Einzelausstellungen,
darunter im MAC Museo de Arte Contemporaneo, Santiago de Chile, in der
Pinacoteca von Concepcion, Chile, im Museo Barjola, Gijon, Spanien, und in
deutschen Museen. Zahlreiche Veröffentlichungen, Bücher und Reportagen
unterstreichen die Bedeutung seiner Arbeit.
Dass Hinse als Künstler immer auf der Suche nach Neuem
bleibt, zeigt auch sein neues Experimentierfeld: Stahl als künstlerisches
Material. Mit diesem Werkstoff berühren sich bei ihm berufliche Tätigkeit und
künstlerisches Schaffen. Aus sechs Meter konisch gezogenem Stahl hat er Figuren
geformt, die sich bei Berührung unterschiedlich bewegen. Im Rahmen der
Ausstellung "Die Farbe Weiß – bewegte Kunst" werden einige dieser Arbeiten
präsentiert – allerdings anders, als man es bei klassischen Ausstellungen zu
sehen gewohnt ist. Denn die Stahlarbeiten, die den Titel "Die Bewegten" tragen,
wurden schon im März auf dem Werkgelände aufgestellt. Sie wechseln immer wieder
ihre Standorte und "wandern" langsam von den Gebäuden an den äußeren Enden des
Firmengeländes zum Inforum. "Alle Menschen bestehen aus dem gleichen
‚Material‘", sagt Hinse über sein Projekt "Die Bewegten". "Sie bewegen sich
allerdings anders, denken anders und sehen anders aus."
Das ungewöhnliche Ausstellungskonzept hat Hinse gemeinsam mit der BASF Coatings
erarbeitet. Es zeigt auch, wie sehr der Künstler die Auseinandersetzung mit
seinen Werken wünscht. Kunst ist für ihn eine Form der Kommunikation. "Man muß
die Menschen mit Kunst konfrontieren und sich selbst dieser Auseinandersetzung
stellen", ist sein Credo.
"Die Farbe Weiß – bewegte Kunst" – Werke von Ludger Hinse,
im Inforum der BASF Coatings, Münster, vom 05.05.-20.10.2002,
klaus-peter.rieser@coatings.basf.org
Bakterien produzieren Jeans-Farbstoff
Phänomen Farbe 27.3.2002. London (pte) Die blaue Farbe von Jeans könnte künftig von Bakterien stammen. Forscher des Biotech-Unternehmens Genencor International in Palo Alto http://www.genencor.com haben ein Bakterium genetisch so modifiziert, dass es permanent das Indigo-Pigment, wie es zur Färbung des Jeansstoffes verwendet wird, produziert. Das Verfahren ist darüber hinaus eine umweltfreundlichere Alternative zur chemischen Indigo-Herstellung, berichtet Nature in der aktuellen Online-Ausgabe http://www.nature.com . Genaue Details publizierten die Forscher im Journal of Industrial Microbiology & Biotechnology, March 2002, (Vol. 28, Nr. 3, 127-133) http://www.naturesj.com/jim .
Indigo, der "König der Farbstoffe", ist im reinen Zustand ein dunkelblaues, kupferrot schimmerndes Pulver, welches in Alkohol nicht und in Wasser nur schwer löslich ist. In konzentrierter Schwefelsäure löst es sich mit grüner, beim Erwärmen mit blauer Farbe auf. Die Indigopflanze enthält keinen Indigo, sondern Indican, eine gelbe Vorstufe des Farbstoffes. Erst nach einer Reihe von chemischen Umwandlungsprozessen entfaltet der äußerst lichtechte Farbstoff seine jeansblaue Farbe auf Textilmaterial. Seit 1878 wird Indigo synthetisch hergestellt. Wurden Bakterien bereits von Herstellern als "Ersatz-Indigo-Produzenten" eingesetzt trat als Nebenerscheinung ein Rotstich im Gewebe auf.
Das Team um Walter Weyler optimierte Gene des Escherichia-coli-Bakteriums, um das Rotpigment zu eliminieren. Laut Doug Crabb, Vize-Präsident von Genencor, ist die endgültige Farbe von der populären blauen und auf chemischem Weg hergestellten Jeansfarbe nicht zu unterscheiden. Außerdem verwendeten die Bakterien Zucker als Rohmaterial der Synthese und produzierten weniger Abfallstoffe. Dem Einsatz in der Industrie stehen derzeit allerdings noch Kosten und Effizienz der bakteriellen Färbung im Weg, vermuten Umweltexperten.
Ausgangssubstanz der biotechnologischen Indigo-Produktion ist die Aminosäure Tryptophan. Es wird natürlich von Bakterien produziert und ist aufgrund seiner Ringstruktur, wie diese im Kern des Indigo-Moleküls vorkommt, ideal für die Umwandlung in den Farbstoff. Chemische Veränderungen führen in der Folge zur Konvertierung in die blaue Farbe. Weyler manipulierte Bioindigo E.-coli im Vorfeld so, dass es eine hohe Konzentration an Tryptophan bildete und stattete es mit einem Gen aus, um die Bildung des roten Pigments einzuschränken. "Die Effizienz des Verfahrens muss aber noch verbessert werden", erklärt Crabb die Mängel des Verfahrens.
Jährlich werden weltweit rund 16.000 Tonnen Indigo-Farbstoff produziert. "Kein anderer Farbstoff gibt Jeans die charakteristische Farbe. Es muss Indigo sein", so der Biochemiker Philip John von der University of Reading. Er leitet ein Projekt, um in Europa als Alternative zur chemischen Synthese wieder Indigo produzierende Saaten einzuführen.
Henna-Tatöwierungen bergen Allergie-Gefahren
Phänomen Farbe 23.7.2002. München (pte) - Kurzzeitige Henna-Tatoos, so genannte Temptoos, bergen gefährliche Allergierisiken. Reines Henna wird von den meisten Menschen gut vertragen, aber die kurzzeitigen Hautbilder enthalten meist noch Paraphenylendiamin (PPD), einen schwarzer Farbstoff, der den Tätowierungen zusätzliche Farbe verleiht und für eine schnellere Trocknung des Bildes sorgt. Dieser Zusatzstoff kann lebenslange Allergien auslösen, berichtet Christoph Prinz von der Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Klinikum der Universität München http://www.klinikum.uni-muenchen.de im Informationsdienst Wissenschaft. http://idw-online.de
"Als Haarfärbemittel ist PPD seit Jahrzehnten in Deutschland verboten und lediglich für bestimmte industrielle Zwecke in einer Konzentration bis zu sechs Prozent zugelassen", so der Mediziner. "Das dekorative Bemalen der Haut mit PPD-haltigen Farbstoffgemischen unterliegt der deutschen Kosmetikverordnung Produkte aus Nicht-EU-Ländern sind an diese Vorgaben aber nicht gebunden und enthalten oft erhebliche Mengen an PPD", so der Wissenschaftler.
Einige Tage nach Aufbringen der temporären Tätowierung kann es zu ersten Reaktionen wie Juckreiz, Rötungen, Knötchen und Bläschen kommen. Einige Patienten entwickeln darüber hinaus nässende, teilweise verkrustete Hautveränderungen innerhalb der tätowierten Zeichnung. In schweren Fällen sind sogar Beinödeme an Händen und Füßen diagnostiziert worden. Die Patienten klagen über ein eingeschränktes Allgemeinbefinden. Vereinzelt sind Reaktionen wie schmerzhafte, Tage anhaltende Schwellungen von Haut und Schleimhaut (Angioödeme), Nesselsucht (Urtikaria), Rhinitis oder auch Asthma bronchiale aufgetreten. In der Regel lassen sich die Beschwerden erfolgreich mit Kortikosteroiden und zusätzlicher Antihistamingabe behandeln.
Das Auftreten einer kontaktallergischen Dermatitis nach dem Aufmalen der Temptoos ist häufig zeitlich verzögert. Oft sind die Tatoos schon vollständig verblasst, wenn der Patient die ersten Beschwerden angibt. Eine einmal erworbene Allergie begleitet den Patienten häufig lebenslang und hat weitreichende Konsequenzen.
Fachhochschule Düsseldorf realisiert Farbraumlabor für Architektur-Studenten![]() |
(RP/PF 12.02.2002) Der Fachbereich
Architektur der Fachhochschule Düsseldorf hat unter Seminarleitung des Düsseldorfer
Architekten und Dozenten Benedikt Stahl im sog. Raumlabor der FH 20 Studenten mit Farbe
pur konfrontiert. Ziel der Übung war es, den jungen Leuten ein Gefühl für Farbe
zu vermitteln Sie errichteten zuerst ein halboffene Raumkonstruktion, die dann eine Woche
lang täglich mit einer anderen Farbe (Boden, Wand und Decke) ausgestattet wurde (siehe
Abb. links). Dabei ging es nicht um Farblehre, sondern um das Erleben von Farbe. Also mal
weg von der Gestaltung am Bildschirm, hin zum Arbeiten an Modellen im
wirklichkeitsgetreuen Maßstab. Fragen stellten sich nach der Wirkung der farbigen Räume:
wirken sie je nach Farbe laut oder leide, weibkich oder männlich, welches Essen passt zu
ihnen, welche Musik? Spannend fand Stahl, die Grenzen zwischen Objektivem und Subjektivem
zu entdecken.![]() |
Digitalfotografie holt zum Farbfilm auf - Fotochip erreicht Qualität von 35 Millimeter Kamera
Santa Clara (pte, 11. Februar 02/12:53) - Das US-Technologieunternehmen Foveon bringt nach eigenen Angaben einen Foto-Chip auf den Markt, der Bilder in vergleichbarer Qualität mit einer 35 Millimeter Kamera liefert. Der Fovenon X3-Sensor ist der erste Chip, der alle drei Grundfarben Rot, Grün und Blau auf jedem Pixel erfasst. Bisher bestanden Foto-Chips aus einem Raster von Filtern, so dass die einzelnen Pixel nur eine der drei Farben registrierten. Der Sensor fasst für ein Bild vier Pixel zusammen und interpoliert daraus eine Farbe. http://www.foveon.com/press_X3_business.html
Feveon umgeht das Problem, indem es drei Schichten von lichtdurchlässigen Sensoren übereinander legt. Jede der drei in Silizium eingebetteten Schichten registriert jeweils eine der drei Grundfarben. Gegenüber der bisherigen Technologie, die bereits seit 1969 verwendet wird, erreicht der Chip eine drei Mal bessere Farbtreue und besseres Rauschverhalten sowie eine höhere Lichtempfindlichkeit für Aufnahmen in der Dämmerung. Gleichzeitig entfällt damit die Notwendigkeit für die aufwendige und fehleranfällige Farbinterpolation.
Nach Angaben des Unternehmens ist der Feveon X3 mit seinen 3,53 Mio. Pixel sowohl für Video als auch Standbilder geeignet. Als erster Hersteller will Sigma diese Technologie in seiner Mittelklasse-Kamera SA9 SLR einsetzen. Feveon plant bereits eine zweite Version des Prozessors für Kameras in der Preisklasse von 1.000 Dollar. (Ende)
Photorezeptoren unterscheiden sich in Lage und Aussehen von Stäbchen und Zapfen
Providence, Rhode Island (pte, 11. Februar 02/13:33) - Seit beinahe 150 Jahre gelten für Forscher Stäbchen und Zapfen als die einzigen Fotorezeptoren im Auge Zellen die Lichtenergie in elektrische Impulse umwandeln. Wissenschaftler der Brown University http://www.brown.edu haben nun neue Zellen im Auge entdeckt, die wie Fotoreptoren agieren und den 24-Stundenrhythmus mitzubestimmen scheinen. Die lichtempfindlichen Zellen könnten erklären, dass auch blinde Menschen ihre innere Uhr auf den Tag-Nacht-Ryhtmus einstellen. Diese regelt nicht nur Schlaf und Aufmerksamkeit, sondern auch die Körpertemperatur.
Die Zellen liegen im Gegensatz zu den Stäbchen und Zapfen tiefer in der Netzhaut (Retina) und unterscheiden sich deutlich im Aussehen. Die Einzelzelle trägt den Namen "intrinsically photosensitive ganglion cell". Die Zellen wandeln Lichtenergie direkt in Gehirnsignale um, die bei Forschern als die eigentlichen Regler des 24-Stundenrhythmus gelten. Dieser retinale Impuls hilft u.a. Reisende aus dem Jetlag.
Die neuen Zellen wurden in der Netzhaut von Ratten gefunden. Sie entsenden Nervenfasern über den Sehnerv und stellen eine Verbindung zur betreffenden Region im Gehirn her. "Diese Zellart spielt nicht nur eine Rolle im Tagesrhythmus, sondern übt vermutlich auch dort eine Funktion aus, wo das Gehirn wissen muss, wie hell es ist", erklärte Studienleiter David Berson. Das visuelle System läuft laut Berson parallel zum bereits seit Jahren bekannten. "Nun muss überdacht werden, wie die Netzhaut funktioniert und das Gehirn Abläufe in der Sehwelt versteht", so der Neurowissenschaftler weiter.
Das Team um Berson untersuchte diese Zellen, um festzustellen, warum Menschen funktionsgemäß blind sind, also ihre Stäbchen und Zapfen nicht arbeiten, und dennoch ihren biologischen Rhythmus an den Tag-Nacht-Wechsel adaptieren können. In Experimenten injizierten sie einen fluoreszierenden Farbstoff in einen kleinen Bereich des Rattengehirns, der den 24-Stundenrhyhtmus regelt. Die Farbe erreichte die neu entdeckten Photorezeptoren im Auge. Anschließend sammelten die Forscher die farbgefüllten Zellen und maßen ihre elektrische Aktivität. Es zeigte sich, dass die Zellen unabhängig, ob sie mit der Retina oder dem Gehirn verbunden waren, auf das Licht reagierten. "Somit ist die Reaktion auf das Licht direkt in der Zelle begründet. Die Wahrscheinlichkeit, dass derselbe Zelltyp auch bei Menschen vorkommt, ist sehr groß", resümierte der Forscher.
Feng Shui Beraterin mit Meisterdiplom appelliert: Feng Shui ist keine EsoterikPhänomen Farbe 1.11.2001. Wer klassisches Feng Shui verstehen und richtig anwenden will, muss die über Jahrhunderte in China entwickelten Formeln erlernen, verstehen und vor allem anwenden können. Um sich diese alte Wissenschaft anzueignen ist es notwendig, chinesische Schriftzeichen zu lernen, deren Kultur zu begreifen sowie eine Meisterprüfung abzulegen
Wie jüngst Oliva Maitra, die als Beraterin seit März 2000 den klassischen Weg des Feng Shui eingeschlagen und jetzt in Malaysia mit der erfolgreich abgelegten Meisterprüfung gekrönt hat.
Nach zwei Feng Shui-Beraterausbildungen in Berlin und Köln musste sie während des neuntägigen Intensivseminars erst weitere wichtige Formeln erlernen, um zum erweiterten Prüfungsmodul bei einem der fünf Weltbesten noch lebenden Feng Shui-Großmeistern in Malaysia zugelassen zu werden. Deshalb ist der Stolz besonders groß, dass die gelernte Tischlerin und Innenarchitektin als jüngste Schülerin unter 47 Teilnehmer aus 16 Ländern (und als einzige aus Norddeutschland) das "Diploma of Feng Shui Mastery" mit dem besten Notenabschluss aller Absolventen erhalten konnte.
Im Gegensatz zu den so genannten 'Delfinberatern', die zum Beispiel Delfine in eine bestimmte Ecke des Raumes drapieren und damit Millionärsfreuden versprechen, läuft die Beratung nach dem klassischen Feng Shui auf einer sehr persönlichen Ebene ab. Hier wird der Mensch mit seiner Umgebung und dem gesamten Grundstück eines Hauses einbezogen. Die erlernten Fähigkeiten versetzen den Feng Shui-Meister in die Lage, verantwortungsvoll mit dem Wissen über die Persönlichkeit des Kunden umzugehen und so die positiven Umstände zu schaffen, um beispielsweise Häuser in Glück bringende Richtungen auszuloten oder Einrichtungsmerkmale zu gestalten.
In Vorträgen, Workshops und Schulungen will die frisch gebackene Feng Shui-Meisterin Oliva Maitra vor dem Hintergrund ihrer mehrjährigen vielfältigen Beratungserfahrung den Kunden mit Feng Shui bei der Gestaltung des Lebensumfeldes helfen, damit "Chi", die Lebensenergie, gut fließen und positiv wirken kann.
| Oliva Maitra, Innenarchitektin und Feng Shui-Beraterin Grebenstraße 17, 27283 Verden Telefon (04231) 702121 eMail: oliva.maitra@maitra.de online: www.oliva.maitra.de
Beim 76 Jahre
alten Yap Cheng Hai, einem der fünf Weltbesten Feng Shui-Großmeister, legte Oliva Maitra
in Malaysia ihre Meisterprüfung in dieser klassischen chinesischen Wissenschaft ab.
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Tiere erkennen
mittels ultravioletter Strahlen reife Früchte
London (pte, 18. Oktober 01/08:35) - Dass Vögel im Gegensatz zum Menschen ultraviolettes Licht sehen, hat für die Tiere auch eine praktische Bedeutung. Biologen konnten jetzt zeigen, dass sie mit Hilfe von UV-Strahlen reife Früchte erkennen. Farben, die auch Menschen sehen können, sind den Vögeln bei der Suche nach schmackhaften Früchten dagegen egal, berichtet das Magazin New Scientist www.newscientist.com in seiner aktuellen Ausgabe.
Die Biologen studierten auf der Barro-Colorado-Insel im Panamakanal die Früchte von 57 Pflanzen. Dabei bemerkten sie, dass Vögel zwischen den grünen Blättern jene Früchte am besten erkennen konnten, die am meisten UV-Licht abstrahlten - sowohl in der Sonne als auch im Schatten.
In weiteren Versuchen schirmten die Biologen einige Exemplare einer niedrig wachsenden Pflanze mit Filtern gegen ultraviolettes Licht ab. Deren Früchte leuchteten darauf in denselben Farben wie zuvor, konnten aber die UV-Strahlen der Sonne nicht mehr reflektieren. Bei diesen Pflanzen bedienten sich Vögel nicht einmal halb so oft wie üblich. "Die so genannte UV-Farbe zeigt an, dass Früchte reif sind", sagte Douglas Altshuler von der Purdue-Universität in West Lafayette www.purdue.edu . Durch den UV-Schimmer, den Vögel sehen können, förderten die Pflanzen die Verbreitung ihrer Samen. (ddp)
Farbänderung signalisiert Bakterienherd
Rochester (pte, 2. November 01/17:36) - Ein neuartiger
Wundverband soll durch Veränderung seiner Farbe signalisieren, wenn ein
gefährlicher Bakterienherd entsteht. Dazu wird auf den Verband körniges
Silizium aufgetragen, das auf die Anwesenheit bestimmter Bakterien reagiert, wie
das Journal
of the American Chemical Societyhttp://pubs.acs.org/journals/jacsat berichtet. Dem
Chemiker BenjaminMiller und dem Computer-Ingenieur Philippe Fauchet von der Universität
Rochester http://www.rochester.edu sei es gelungen, Bakterien empfindliche Wafer zu
entwickeln.
Wafer sind in der Technik weit verbreitete Träger aus Silizium, die in Computerchips
Anwendung finden. Die sandkorngroßen Wafer der beiden amerikanischen Forscher ändern
ihre Farbe, sobald bestimmte Erreger anwesend sind. Die Wafer sollen in großer Menge
hergestellt werden, um damit Wundverbände zu beschichten.
Bisher sind solche Wundverbände allerdings noch nicht im Handel, da die Verfärbungen mit
dem Auge kaum zu erkennen sind. Miller und Fauchet sind jedoch zuversichtlich, dass eine
Weiterentwicklung ihrer Erfindung schon bald möglich ist. Sie wollen ein Dutzend
verschiedener Wafer entwickeln, die etwa Salmonellen, Listerien oder E-Coli-Bakterien
anzeigen. (ddp)
30.01.2005
Eilmeldung:
Großbothen muss geschlossen werden
colour-europe.de, 30.01.2005. Uns erreichte gerade die Nachricht aus
Dresden über die Schließung der Oswald-Forschungsstätte, mit dem Aufruf, deren Erhalt zu unterstützen.
Die Redaktion von colour-europe.de und "Phänomen Farbe" erklärt sich hiermit
solidarisch.
Noch ist zwar alles im Fluss. Aber es muss Fachleute schon seltsam
anmuten, wenn
die Leiterin des Referates
Universitäten im Sächsischen
SMWK, Frau Dr. Frey, das
Karl-May-Museum in Radebeul zum "Vorbild" für Großbothen
macht. Nach Meinung von Frau Dr. Frey
muss die Ostwald-Gesellschaft ein neues Konzept zur Führung der
"Gedenkstätte" entwickeln, Personalkosten
einsparen, noch mehr Eigenmittel einsetzen, eine höhere Kulturraumförderung
anstreben und die Universitäten um Beteiligung ansprechen.
Das Ministerium
signalisiert ein Interesse der Universität Leipzig an der Übernahme der
Wilhelm-Ostwald-"Gedenkstätte".
Man kann trefflich darüber streiten, ob nur die in diesem Begriff mit
schwingende Anrufung des Erhabenen Ignoranten wie Frau Dr. Frey den Zugang
zu Großbothens Bedeutung als Ort für Forschung und Begegnung versperrt. Aber
Wilhelm Ostwald ist nun nicht Karl May Wenn auch dessen ungebrochene
Popularität beneidenswert ist. FM.Albert
Und hier nun der Brief von Privatdozent Eckart Bendin aus Dresden:
„Sehr geehrte Farbkollegen und Farbenfreunde,
möglicherweise ist Ihnen noch nicht zur Kenntnis gelangt, daß der weltweit einmalige Gelehrtensitz, die Wilhelm-Ostwald-Gedenkstätte in Großbothen (bei Leipzig), ab 1. Februar 2005 der Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich sein wird. Die Schließung wird notwendig, weil für den Unterhalt der Gedenkstätte und die Aufarbeitung des wissenschaftlichen Nachlasses des Universalgelehrten Wilhelm Ostwald, des ersten deutschen Austauschprofessors und bislang einzigen sächsischen Nobelpreisträgers, keine ausreichenden Fördermittel mehr zur Verfügung stehen. Etwa 50 % der erforderlichen Fördermittel wurden bisher jährlich vom Freistaat Sachsen bereitgestellt. Das zuständige Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst des Freistaates Sachsen hat diese Unterstützung jedoch vor wenigen Wochen gekündigt. Vorgang und Sachverhalt werden auf der Website des Fördervereins, der Wilhelm-Ostwald- Gesellschaft zu Großbothen e.V., hinreichend dokumentiert: http://www.wilhelm-ostwald.de
Der eingetretene Sachverhalt erscheint höchst bedauerlich, insbesondere auch angesichts der Tatsache, daß gleichzeitig vom BMTF 13 Millionen Euro zum Einstein- Jahr bereitgestellt werden (..."um Lust auf Zukunft und Innovation zu wecken"...) und ein Jahresbeitrag zur Erhaltung des einmaligen Gelehrtensitzes in Großbothen nur etwa den zweihundertsten Teil jener Förderung ausmachen würde.Offensichtlich wird die Potenz Ostwalds auch in jener Hinsicht krass unterschätzt (siehe Infos dazu auf der Homepage der Ostwald-Gesellschaft).
Ich bitte Sie daher, sich entsprechend zu informieren und für die Erhaltung der Wilhelm-Ostwald-Gedenkstätte in Großbothen als öffentlich zugängliche Begegnungs- und Forschungsstätte einzusetzen, gleichsam als einmaligen Ort der Wissenschafts- und Kulturgeschichte, insbesondere auch in seiner hervorragenden Bedeutung als bislang dankenswert erhaltenen Kulminationsort der modernen Farbwissenschaft.
Mit kollegialen Grüßen
Privatdozent Eckhard Bendin,
im Namen der interdisziplinären Tagungs- und Publikationsreihe DRESDNER
FARBENFORUM am Institut für Grundlagen der Gestaltung und Darstellung der
Technischen Universität Dresden"
Die Wilhelm-Ostwald-Gedenkstätte Großbothen schreibt zu den Vorgängen:
Am 16. Dezember 2004 wurde der Ostwald-Gesellschaft aus dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) ohne jede Vorwarnung mitgeteilt, dass für den Doppelhaushalt 2005/2006 keine Projektförderung für die Führung des Wilhelm-Ostwald-Archivs Großbothen vorgesehen sei. Wir gehen sicher nicht fehl in der Annahme, dass damit die Einstellung jeder Art von Förderung für die Wilhelm-Ostwald-Gedenkstätte Großbothen gemeint ist.
Das Wilhelm-Ostwald-Archiv und die gleichnamige Gedenkstätte sind seit 1994 Eigentum des Freistaates Sachsen. Da sich 1990 ein Förderverein dieser früheren Einrichtung der Akademie der Wissenschaften angenommen hatte, beschritt man im Freistaat den Weg einer jährlich neu bewilligten Projektförderung, um die mit dem Eigentum übernommenen Pflichten zu erfüllen. Dem Förderverein – seit 1996 Wilhelm-Ostwald-Gesellschaft zu Großbothen e.V. – ermöglichte die kontinuierliche Bereitstellung der Mittel (jährlich 100.000 DM) eine längerfristige Planung seiner Tätigkeit. Dank mehrerer ABM- und SAM–Stellen der örtlichen Arbeitsverwaltung sowie einer zusätzlichen Förderung aus dem Kulturraum Leipziger Land konnten umfangreiche Aufgaben der Erfassung und Erschließung des Nachlasses bewältigt, der Besucherverkehr gesichert, Nachfragen aus aller Welt bearbeitet und eine Reihe anderer Aufgaben gelöst werden.
Mit der Streichung der Förderung fehlen im Budget der Gedenkstätte von einem Tag zum anderen 50% der Mittel. Da mit Hartz IV auch ABM- und SAM-Stellen der Vergangenheit angehören, bleibt für die Wilhelm-Ostwald-Gesellschaft als Konsequenz nur der Rückzug aus Archiv und Gedenkstätte.
Der Freistaat Sachsen hat bisher lediglich ein gegen Null tendierendes Interesse für den wissenschaftlichen Nachlass Wilhelm Ostwalds gezeigt. Es ist deshalb zu erwarten, dass mit dem Rückzug der Ostwald-Gesellschaft dieses unersetzliche Kulturgut entweder vernichtet, verkauft oder irgendwo eingelagert wird. Auf jeden Fall dürften große Teile des Lebenswerkes Wilhelm Ostwalds für die Wissenschaft und die Öffentlichkeit verloren gehen. Für die Wilhelm-Ostwald-Gesellschaft wären 15 Jahre Tätigkeit ausgelöscht.
Dagegen werden wir uns wehren. Wenn Sie uns dabei unterstützen wollen – worum wir sehr bitten – intervenieren Sie im Ministerium für Wissenschaft und Kunst des Freistaates Sachsen bzw. beim Petitionsausschuss des Sächsischen Landtages gegen das Aus für den öffentlichen Zugang zum wissenschaftlichen Nachlass Wilhelm Ostwalds und für den Fortbestand der in Deutschland einmaligen Gedenkstätte.
Adressen
sowie aktuelle Information zu unserem Problem finden Sie unter
unserer Sonderseite
"Die letzten
Tage"