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Quelle: u.a. X-Rite GmbH

 

 

 

 

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Absolutes Weiß - Theoretisch ist dies ein Material, das alle Lichtenergie innerhalb des sichtbaren Spektrums reflektiert. In der Praxis ist es ein beständiges Weiß, von dem die Reflexionswerte bekannt sind und das als „Weißstandard" dient. Dieser Standard stellt das absolute Weiß für die nachfolgenden Messungen dar. Beim Kalibrieren eines Spektralphotometers wird häufig eine weiße Keramikplatte als absoluter Weißstandard gemessen. (X-Rite))

Absorbieren /Absorption - Umwandlung der Energie von elektromagnetischen Wellen in andere Formen von Energie (z.B. Wärme) in Folge Interaktion mit dem beleuchteten Material; eine Abnahme von gerichteter Transmission der vorkommenden Strahlung, hervorgerufen durch die Modifikation oder Umwandlung der absorbierten Energie. (X-Rite))

Additive Primärfarben - Rotes, grünes und blaues Licht. Mischt man die drei additiven Primärfarben mit einer Intensität von 100%, erhält man weißes Licht. Werden diese drei mit unterschiedlicher Intensität gemischt, entsteht eine Vielzahl von Farben. Kombiniert man zwei dieser Grundfarben zu 100%, erhält man entweder Cyan, Magenta oder Gelb:
100% Rot + 100% Blau = Magenta
100% Rot + 100% Grün = Gelb
100% Grün + 100% Blau = Cyan
Siehe Subtraktive Primärfarben
(X-Rite))

Attribut – Charakteristische Eigenschaften eines Reizes, einer Empfindung oder einer Erscheinungsart. Farben werden häufig mit Hilfe ihrer Attribute Farbtonwinkel, Buntheit und Helligkeit beschrieben. (X-Rite))

Beobachter – Das menschliche Auge/der menschliche Beobachter, das/der einen Reiz empfängt und eine Empfindung davon ableitet. Der Reiz ist visueller Art und die Empfindung ist ein Erscheinungsbild. (X-Rite))

Beobachter standardisiert - siehe Normalbeobachter (X-Rite))

Brillanz - Das Attribut der Farbwahrnehmung, das den Abstand einer Farbe von einem Grau der gleichen Helligkeit angibt. Alle Grautöne haben eine Brillanz von Null (ASTM).
Siehe Buntheit.
C* - Kürzel für Buntheit.
(X-Rite))

Buntheit – Die Intensität oder der Buntheitsgrad eines bestimmten Farbtons, definiert als die Entfernung des Farbortes von dem neutralen Grau. Stellen wir uns vor, wir würden ein neutrales Grau mit einem leuchtenden Rot mischen. Wir beginnen mit dem Grau und geben Stück für Stück kleine Mengen Rot dazu, bis wir die leuchtend rote Farbe erreichen. Die Farbskala, die wir dadurch erhalten, stellt die Zunahme der Buntheit dar. Die Skala beginnt mit Null für farblose, neutrale Farben und hat kein einheitliches Ende. Munsell definierte zu seiner Zeit 10 als höchste Buntheit für ein zinnoberrotes Pigment und übertrug diesen Wert auch auf andere Farben. Andere Pigmente mit einer größeren Buntheit wurden entdeckt, doch die Skala blieb erhalten. Die Buntheitsskala für normal reflektierende Materialien hat einen Höchstwert von ca. 20, für fluoreszierende Materialien kann er bis zu 30 hoch sein. (X-Rite))

CIE (Commission Internationale de I’Eclairage) - Internationale Beleuchtungskommission, die wichtigste internationale Institution zur Schaffung von Farbsystemen und Farbmessnormen. (X-Rite))

CIE 1976 L*a*b* Farbraum - Ein einheitlicher Farbraum, der mit Hilfe einer Adams-Nickehrsohn-Kubikwurzel-Formel zu einer angenähert empfindungsgemäß gleichabständigen Darstellung gelangt. Der Farbraum wurde von der CIE 1976 eingeführt. (X-Rite))

CIE 1976 L*u*v* Farbraum - Ein 1978 eingeführter, einheitlicher Farbraum. der bei additiver Farbmischung, z.B. beim Farbfernsehen, oder beim Arbeiten mit zusammengesetzten Farbtönen Verwendung findet. (X-Rite))

CIE Normfarbwerte - siehe Normfarbwerte (CIE) (X-Rite))

CIE Farbdiagramm - siehe Farbdiagramm (CIE) (X-Rite))

CIE Farbkoordinaten - siehe Farbmaßzahlen CIE (X-Rite))

CIE Luminanzfunktion (V(I)) - siehe Luminanzfunktion (CIE) (X-Rite))

CIE Normalbeobachter - siehe Normalbeobachter (CIE) (X-Rite))

CIE Standardlichtarten - siehe Standardlichtarten (CIE) (X-Rite))

CIE Tageslichtarten - siehe Tageslichtarten (CIE) (X-Rite))

CIELAB (oder CIE L*a*b*) - Farbraum, no dem die Werte L*, a* und b* als kartesische Koordinaten dargestellt werden. Gleiche Abstände in diesem Farbraum entsprechen in etwa gleichen Farbunterschieden. Der Wert L* steht für die Helligkeit: der Wert a* steht für die Rot-/Grünachse, und der Wert b* steht für die Gelb-/Blauachse. Für die Messung von reflektierenden und durchscheinenden Materialien ist CIELAB ein anerkanntes Farbsystem. (X-Rite))

CMC (Colour Measurement Committee of the Society of Dyers and Colourists of Great Britain) – Diese Organisation entwickelte und veröffentlichte 1988 eine Gleichung zur Beschreibung von Farbabweichungen, die dem menschlichen Urteil näher kommt. Mit dem L*C*h*-Farbraum als Grundlage, gibt CMC ellipsenförmige Toleranzräume an. DE-Werte (siehe Delta E*) werden als Alternative zu den Rechteckkoordinaten des CIELAB-Systems angegeben. (X-Rite))

Colorimeter - Ein optisches Messgerät, das Farbe ähnlich wie das menschliche Auge erfasst - indem es reflektiertes Licht nach den drei wesentlichen Bereichen Rot, Grün und Blau filtert. (X-Rite))

Colorimetrisch - ... Werte, welche die Anteile der farbigen Lichter oder Rezeptoren - Rot, Grün und Blau – angegeben. (X-Rite))

D65 - Die CIE-Normlichtart für Tageslicht mit einer Farbtemperatur von 6504K. Das ist die Lichttemperatur die am häufigsten zur Beurteilung in Lichtkabinen/Abmusterungskabinen genutzt wird. Siehe Kelvin (K). (X-Rite))

Delta (D oder D) - Ein Symbol zur Beschreibung von Abständen oder Differenzen. (X-Rite))

Delta E* - Die Gesamtabweichung zweier Farben mit Hilfe einer Gleichung berechnet (DE* ab oder DECMC). Bei der Entwicklung von Farbtoleranzen ist DE häufig eine Kennzahl für die Pass-/Fall-Bewertung. (X-Rite))

Dreibereich - Bestehend aus drei Reizen; üblich zur Beschreibung der Komponenten der additiven Farbmischung, die benötigt werden, um eine bestimmte Farberscheinung hervorzurufen (Tristimulus). (X-Rite))

Dreibereichs-Colorimeter - Ein Messgerät zur Messung von Dreibereichswerten. Es wandelt diese Werte in Farbmaßzahlen um. (X-Rite))

Elektromagnetisches Spektrum - Das breite Spektrum von elektromagnetischen Wellen, das in unserer Umwelt vorkommt. Die unterschiedlichen Wellenlängen haben verschiedene Eigenschaften, die meisten sind für den Menschen unsichtbar - und manche überhaupt nicht wahrzunehmen. Nur die Wellenlängen zwischen 380 und 720 Nanometer sind - als Licht - sichtbar. Außerhalb dieser Wellen des sichtbaren Spektrums liegen Wärme-. Gamma- und Röntgenstrahlen, Mikro- und Radiowellen. (X-Rite))

Erscheinungsbild - Beschreibung eines Objektes oder Materials aufgrund seiner visuell erkennbaren Eigenschaften, wie Größe, Form, Farbe, Struktur, Glanz, Transparenz. (X-Rite))

Farbattribute - Eine dreidimensionale Charakteristik der Erscheinung eines Objektes. Ein Parameter definiert in der Regel die Helligkeit, die anderen beiden definieren gemeinsam die Farbigkeit. (X-Rite))

Farbdifferenz / Farbunterschied - Die Größe und Art des Unterschiedes zwischen zwei Objektfarben unter festgelegten Bedingungen. (X-Rite))

Farbe - Ein Aspekt der Erscheinung eines Gegenstandes; ein Reiz des Auges, durch Lichteinfluss hervorgerufen, bestehend aus den drei Parametern Farbton, Buntheit und Heiligkeit. (X-Rite))

Farbig / bunt - Art der Erscheinung, der ein Farbton zugeordnet werden kann, also nicht Weiß, Grau oder Schwarz. (X-Rite))

Farbkoordinaten (CIE) - Das Verhältnis der drei einzelnen Farbwerte X, Y und Z zur Summe dieser drei - bezeichnet als x, y und z. Sie werden auch Farbwertanteile genannt. Werden sie ohne zusätzliche Bezeichnung notiert, wurden sie für die Lichtart C und den 2° (1931) Normalbeobachter berechnet. Wurden die Werte für eine andere Lichtart oder einen anderen Beobachter ermittelt, muss die entsprechende Lichtart bzw. der Beobachter erwähnt werden. So sind beispielsweise x10 und y10 Farbkoordinaten für den 10° Normalbeobachter bei der Lichtart C. (X-Rite))

Farbmaßzahlen - Farbwerte. Farbkoordinaten und Luminanzwerte oder andere Farbskalenwerte. Die dazu dienen, eine Farbe durch Zahlenwerte in ein Farbsystem einzuordnen. (X-Rite))

Farbmessung - Physikalische Messung abgestrahlten, transmittierten oder reflektierten Lichtes von einem Objekt unter definierten Bedingungen und mathematische Umrechnung in standardisierte farbmetrische Maße. Diese Maße können in Beziehung zu der visuellen Beurteilung einzelner Farben zueinander gesetzt werden. (X-Rite))

Farbmittel - Substanzen, mit denen Materialien eingefärbt werden können. Oberbegriff zu Farbstoff (löslich) und Pigment (nichtlöslich) Farbordnungssysteme – Systeme zur Beschreibung von Farben in einer dreidimensionalen Anordnung. Zur Ordnung von Farben sind drei Grundlagen möglich: 1) die Erscheinung als Grundlage (z.B. eine psychologische Grundlage) mit den Parametern Farbton, Buntheit und Helligkeit; ein Beispiel ist das Munsell-System; 2) die Additive Farbmischung als Grundlage (z.B. eine psychophysikalische Grundlage); Beispiele sind das ClE System und das Oswald-System; und 3) die subtraktive Farbmischung als Grundlage, ein, Beispiel ist das Plochere-Farbsystem oder die Mischung von Druckfarben (X-Rite))

Farbenrad - Die Farben des sichtbaren Spektrums des Lichtes kontinuierlich in einem Kreis angeordnet. wobei komplementäre Farben. wie Rot und Grün jeweils sich gegenüber angeordnet sind. (X-Rite))

Farbraum - Dreidimensionaler Raum, der alle möglichen Farben beinhaltet. Die Dimensionen können in verschiedenen Geometrien beschrieben werden, dadurch entstehen verschiedene Formen des Farbraumes. (X-Rite))

Farbsystem - Eie Farbmaßskala oder ein System, das die wahrgenommenen Attribute der Farbe numerisch beschreibt. Farbsysteme finden in graphischen Computerauswertungen oder bei Farbmessgeräten ihre Anwendung. (X-Rite))

Farbtafel (CIE) - Eine zweidimensionale Graphik, welche die Farbmaßzahlen darstellt (x auf der Abszisse und y auf der Ordinate). Die Graphik zeigt die spektrale Verteilung (Verteilung der Farben entlang des sichtbaren Lichtes von 380 – 770nm). Diese Darstellung bietet Vorteile beim Vergleich von selbstleuchtenden und nicht leuchtenden Materialien. (X-Rite))

Farbtemperatur - Eine Messung der Farbe des Lichtes das ein schwarzer Körper abstrahlt, während dieser erhitzt wird. Die Messung wird in Grad Kelvin angegeben. Niedrige Temperaturen, wie 2400K entsprechen Rot, höhere Temperaturen, wie 9300K entsprechen Blau. Die Temperatur für neutrales Weiß liegt bei 6504K. (X-Rite))

Farbton - 1) Das erste Element im Farbordnungssystem, definiert als das Attribut, dass uns bei der Unterscheidung zwischen Rot und Grün, Gelb und Blau usw. hilft. Munsell definierte fünf Hauptfarbtöne (Rot, Gelb, Grün, Blau und Purpur) und fünf Zwischenfarbtöne. (Gelb-Rot), Grün-Gelb, Blau-Grün, Purpur-Blau und Rot-Purpur). Diese 10 Farbtöne (mit ihren englischen Initialen abgekürzt R, YR, Y, GY, G, BG, B, PB, P und RP) werden gleichmäßig im Kreis angeordnet und in 100 visuell gleichabständige Schritte unterteilt. Der Nullpunkt liegt am Beginn des Rotsektors. Benachbarte Farben innerhalb dieses Kreises ergeben durch Mischung fortlaufende Farbvariationen von einem zum nächsten Farbton. Die Farben dieses Kreises sind alle farbig. 2) Das Attribut, das darüber entscheidet, ob ein Objekt als Rot, Grün, Blau oder anders eingestuft wird. Weiß, Schwarz und Grau haben keinen Farbton. (X-Rite))

Farbwerte (CIE) [Normfarbwerte (DIN)] – Anteile der Komponenten in einer additiven Farbmischung von drei Farben, notwendig um Farbe zu beschreiben; im CIE-System werden sie als X, Y und Z bezeichnet. Die eingesetzte Lichtart und der Normalbeobachter müssen genannt werden; es sei denn es handelt sich um den 2° Beobachter (1931) und die Lichtart C. Die erhaltenen Werte beruhen auf der verwendeten Integrationsmethode, dem Verhältnis der Beschaffenheit des Objektes und der Möglichkeit des Messgerätes die Reflexion oder Transmission zu messen. Farbwerte sind deshalb keine Absolutwerte zur Beschreibung eines Objektes, sondern relative Werte in Abhängigkeit von der Methode mit der sie erfasst wurden. In Annäherung an die CIE-Farbwerte erhält man bei der Messung mit einem Dreibereichs-Colorimeter Werte normiert bis 100. Diese müssen dann in entsprechende CIE-Farbwerte umgerechnet werden. Diese Messungen über Filter sollten richtiger als R, G und B anstelle von X, Y und Z bezeichnet werden. (X-Rite))

Glanz – Ein zusätzlicher Parameter, der bei der Definition eines Farbstandards entscheidend ist. Neben Farbton, Helligkeit und Buntheit spielt die Oberflächenbeschaffenheit eines Materials eine Rolle, sowie Metallic- oder Pearleffekte. Glanz ist eine zusätzliche Größe, die auch in dem Munsell Farbtoleranz System auftauchen sollte. Als allgemeine Richtlinie zur Beurteilung von Glanz gilt: Je größer der Glanzanteil, desto dunkler erscheint die Farbe des Objektes. Umgekehrt erscheint das Objekt um so heller, je kleiner der Glanzanteil ist.
Glanz wird in Glanzeinheiten gemessen, die den Winkel, bei dem der Glanz gemessen wurde, und den Glanzwert beinhalten (z.B. 60° Glanz = 29,8). Eine 60°-Geometrie wird von der ASTM (American Society for Testing and Materials) Standard D523 zur Bewertung des Glanzes empfohlen.
(X-Rite))

Grauskala – Eine farblose Skala von Schwarz über eine Reihe von heller werdenden Grautönen bis hin zu Weiß. Solch eine Skala dient entweder zur Darstellung gleicher Farbabstände (ähnlich der Munsell Werteskala), oder sie wird aus anderen Kriterien, wie eine geometrische Reihe in Abhängigkeit von der Helligkeit, erstellt. Diese Skalen dienen dazu, den Abstand zweier ähnlicher Farben zu beschreiben. (X-Rite))

Helligkeit – Die Empfindung, durch die sich weiße Objekte von grauen, und hellfarbige von dunkelfarbigen unterscheiden. (X-Rite))

Kelvin (K) – Messeinheit für die Farbtemperatur. Die Kelvin-Skala beginnt bei Null, dies entspricht ca. –273° Celsius. (X-Rite))

Kolorist – Eine Person, die in der Kunst der Farbrezeptierung geschult ist und sich mit dem Verhalten der farbgebenden Substanzen in den einzelnen Materialien auskennt. (X-Rite))

Komplementärfarben – Zwei Farben, die ein neutrales Grau ergeben, wenn man sie mischt. Auf einem Farbrad liegen sich die Komplementärfarben direkt gegenüber: Blau/Gelb, Rot/Grün usw. (X-Rite))

Kontrast – Die Größe des Abstandes von hellen zu dunklen Stellen in einem Bild / Foto. (X-Rite))

Künstliches Tageslicht – Begriff für eine Lichtquelle, die mit Hilfe von Filtern versucht, die Farbe und spektrale Verteilung von Tageslicht zu simulieren. Eine etwas genauere Beschreibung der Lichtquelle ist vorzuziehen. (X-Rite))

Leucht- / Strahlungskörper – Ein Objekt das Licht abgibt. Lichtstrahlung entsteht normalerweise durch eine chemische Reaktion (Verbrennung), durch Kernfusion (Sonnenlicht) oder das Erhitzen des Glühfadens einer Glühbirne. (X-Rite))

Leuchtstofflampe – Ein Glaskörper gefüllt mit Quecksilbergas und im Inneren mit einer lumineszierenden überzogen. Wird das Gas mit einem elektrischen Impuls geladen, entsteht Strahlung. Diese aktiviert die Substanz zum Leuchten (lumineszieren). (X-Rite))

Licht – Elektromagnetische Strahlung, die ein menschlicher Beobachter durch seine visuellen Sinne wahrnimmt, ausgelöst durch eine Simulation der Retina des Auges. Dieser Anteil des Spektrums beinhaltet die Wellenlängen von 380 – 770nm. Spricht man von ultraviolettem Licht, ist dies nicht korrekt. Das menschliche Auge kann die Strahlungsenergie im ultravioletten Bereich nicht wahrnehmen. (X-Rite))

Lichtart - Mathematische Beschreibung der relativen spektralen Verteilung der Energie einer realen oder imaginären Lichtquelle - z.B. die relative Energie ausgestrahlt von einer Quelle bei jeder Wellenlänge ihres Emissionsspektrums. Häufig werden „Lichtquelle" oder „Lampe" synonym verwendet, dies ist allerdings nicht empfehlenswert. (X-Rite))

Lichtart A (CIE) - Licht einer Glühlampe, gelboranger Farbe, mit einer entsprechenden Farbtemperatur von 2856K. Dieses Licht wird im Wellenlängenbereich von 380 bis 770nm definiert. (X-Rite))

Lichtart C (CIE) - Tungsten Lichtquelle, die durchschnittliches Tageslicht simuliert, bläulich in der Farbe, mit einer Lichttemperatur von 6774K. (X-Rite))

Lichtarten D - Tageslicht Lichtquellen, definiert von 300 bis 830nm (der Anteil im UV-Bereich von 300 bis 380nm ist notwendig, um fluoreszierende Farbstoffe oder Pigmente zu beschreiben). Diese Lichtarten sind mit einem D sowie mit einem Zusatz, der die Farbtemperatur angibt, gekennzeichnet. D65 wird am häufigsten eingesetzt und hat eine Farbtemperatur von 6504K, ähnlich der Lichtart C. Die Messung der spektralen Lichtverteilung des Tageslichtes ist die Grundlage für diese Lichtarten. (X-Rite))

Lichtquelle – Ein Objekt, das Licht oder Strahlungsenergie abgibt, die das menschliche Auge erfassen kann. Die Strahlungsmenge der Lichtquelle wird über den relativen Anteil der Strahlungsenergie bei den einzelnen Wellenlängen innerhalb des sichtbaren Spektrums ermittle. So wird die Lichtquelle als Lichtart beschrieben. Die Strahlung kann auch als Farbtemperatur angegeben werden. (X-Rite))

Luminanzfunktion (V(I)) (CIE) – Ein Kurvenzug, der die relative Größe der Augenempfindlichkeit als eine Funktion der Wellenlängen zwischen 380nm und 780nm darstellt. Von der CIE 1924 erarbeitet. (X-Rite))

Messbereich – Der Bereich in dem ein Messgerät Werte erfassen kann, von der geringsten Menge, die es wahrnehmen, bis zu der höchsten Menge, die es verarbeiten kann. (X-Rite))

Metamerie – Ein Phänomen, das bei zwei Farbproben auftritt, wenn diese bei einer oder auch mehreren Lichtarten (real oder berechnet) übereinstimmen, bei anderen Lichtarten aber farblich voneinander abweichen. (X-Rite))

Munsell Farbsystem – Ein System zur Bestimmung einer Farbe mit den drei Attributen Farbton, Buntheit und Helligkeit durch den visuellen Abgleich der Probe mit dem Munsell-Farbmusterbuch. (X-Rite))

Nanometer (NM) – Ländeneinheit, entspricht 10-9 Meter (d.h.) ein Billionstel eines Meters). (X-Rite))

Normalbeobachter – 1) Ein errechneter hypothetischer Beobachter, der die 1931 für einen 2° Beobachtungswinkel ermittelten Spektralempfindungswerte besitzt. Ein alternativer Beobachter mit einem größeren 10° Beobachtungswinkel wurde 1964 eingeführt. 2) Die spektrale Antwortcharakteristik des durchschnittlichen Beobachters von der CIE definiert. Zwei dieser Datensätze wurden definiert, die Daten 1931 für ein 2° Gesichtsfeld (Abbildung auf Netzhautzentrum) und die Daten 1964 für das 10° Gesichtsfeld (Abbildung auf entsprechend größerem Bereich der Netzhaut). In der Praxis nimmt man an, dass, wenn keine näheren Angaben über den Beobachter gemacht werden, die Dreibereichswerte für den 1931 oder 2° Beobachter kalkuliert wurden. Der Gebrauch des 10° Beobachters sollte stets angegeben werden. (X-Rite))

Reflexion – Das Verhältnis der zurückgeworfenen Strahlungsmenge zur gesamten Strahlungsenergie. Im allgemeinen wird die reflektierte Strahlungsmenge im Vergleich zu der Reflexion eines definierten Standards bestimmt. (X-Rite))

Reflexion, spektral siehe spektrale Reflexion (X-Rite))

Reflexion, total – siehe totale Reflexion (X-Rite))

Schwarz – Theoretisch ist dies die komplette Absorption einfallenden Lichtes. Das Gegenteil von totaler Reflexion. In der Praxis ist dies jede Farbe, die diesem Ideal möglichst nah kommt – z.B. eine Farbe mit möglichst geringer Buntheit und sehr niedriger Helligkeit. (X-Rite))

Spektrale Energieverteilungskurve – Verteilung der Strahlungsenergie als Funktion der Wellenlängen, ausgedrückt in relativen Energiewerten. (X-Rite))

Spektrale Reflexion mit Glanz – Messung der kompletten Reflexion einer Oberfläche, sowohl des diffusen Anteiles, als auch des Glanzanteiles. Der Glanzanteil ist der Teil der Reflexion, der von eine (spiegelnden) Oberfläche unverändert, spiegelverkehrt zur Einstahlrichtung reflektiert wird. (X-Rite))

Spektrale Reflexion ohne Glanz – Messung der Reflexion in einer Art und Weise, dass der Glanzanteil ausgeschlossen ist. Es wird also nur der diffuse Anteil der Reflexion gemessen. Der Ausschluss wird durch eine 0° (senkrechte) Ansicht der Messprobe erreicht. Die Glanzkomponente wird dann zurück in das Messgerät reflektiert. Sie wird mit Hilfe eines schwarzen Absorbers oder Lichtfallen in dem glanzeinfallenden Winkel, wenn die Beleuchtung nicht senkrecht erfolgt, oder in direkter Messung in einem Winkel, der von dem Glanzwinkel abweicht, erfasst. (X-Rite))

Spektralkurve – Mit einem Spektralphotometer gemessene Kurve eine Graphik mit relativer Reflexion oder Transmission (ohne Absorption) als Ordinaten und den einzelnen Wellenlänger oder Frequenzen auf der Abszisse. (X-Rite))

Spektralphotometer – Photometrisches Messgerät zur Erfassung von spektraler Transmission, spektraler Reflexion oder relativer spektraler Lichtströme. (X-Rite))

Spektrum – Anordnung von Teilen der Strahlungsenergie in Abhängigkeit von ihren Wellenlängen oder Frequenzen. (X-Rite))

Standard – Eine Referenz, zu der die Farbmessung durchgeführt wird (lt. DIN „Bezug"). (X-Rite))

Standardlichtarten (CIE) – Bekannte Spektraldaten, von der CIE für vier verschiedene Arten von Licht eingeführt. Werden Dreibereichsdaten zur Beschreibung einer Farbe benutzt, muss die Lichtart zusätzlich angegeben werden. Diese Standardlichtarten werden anstelle von tatsächlichen Messungen der Lichtquelle eingesetzt. (X-Rite))

Strahlungsenergie – Eine Art der Energie des elektromagnetischen Spektrums, die sich mit einer Geschwindigkeit von 299,792 Kilometer/Sekunde (186,209 Meilen/Sekunde) durch ein Vakuum bewegt, und langsamer durch ein dichteres Medium (Luft, Wasser, Glas usw.). Strahlungsenergie wird anhand von Wellenlängen oder Frequenzen beschreiben. Die verschiedenen Arten von Energie umwandeln (elektrische, chemische, mechanische, atomare, thermische und Strahlungsenergie), aber Energie selber kann nicht zerstört werden. (X-Rite))

Streuung – Diffusion oder Richtungsänderung von Strahlungsenergie durch das Zusammentreffen mit Partikeln von unterschiedlichem Strahlungsindex. Streuung entsteht an jedem Medium, das an der Oberfläche oder im inneren Partikel enthält. (X-Rite))

Subtraktive Primärfarben – Cyan, Magenta und Gelb. Werden alle drei subtraktiven Primärfarben zu 100% auf weißem Papier gemischt, entsteht theoretisch Schwarz. Werden diese mit unterschiedlicher Intensität kombiniert, entsteht eine riesige Anzahl von Farben. Werden zwei dieser Primärfarben zu 100% miteinander kombiniert, entsteht eine additive Primärfarbe, entweder Rot, Grün oder Blau:
100% Magenta + 100% Gelb = Rot
100% Cyan + 100% Magenta = Blau
100% Cyan + 100% Gelb = Grün
(X-Rite))

Tageslicht Beleuchtung (CIE – Eine Reihe von spektralen Lichtverteilungskurven auf der Grundlage von Messungen des neutralen Tageslichtes, die von der CIE 1965 empfohlen wurden. Die Werte sind für die Wellenlängen in der Region von 300 bis 830nm definiert. Sie werden in Anlehnung an die Farbtemperatur beschrieben. Die wichtigste Lichtart ist D65, die der Farbtemperatur der Lichtart C (6774K) sehr nah kommt. Die Lichtart D75 ist blauer als D65 und D55 ist gelber als D65, sie werden ebenfalls genutzt. (X-Rite))

Totale Reflexion – Reflexion des Strahlenflusses über alle Winkel der Oberfläche, sowohl Glanz als auch diffuse Reflexion eingeschlossen. (X-Rite))

Transparent – Beschreibt ein Material, das Licht durchscheinen lässt, ohne es zu streuen. (X-Rite))

Ulbricht´sche Kugel – Eine Kugel, die im Inneren mit einer hochreflektierenden Oberfläche ausgestatte ist, so dass eintretendes Licht diffus verteilt wird. (X-Rite))

Unbunte Farbe – Eine neutrale Farbe, die einen Farbtonwinkel von Null hat (Weiß, Grau oder Schwarz, also kein Buntheitsmerkmal aufweist. (X-Rite))

Value – Gibt den Grad der Helligkeit oder Dunkelheit einer Farbe in Relation zu einer neutralen Grauskala an. Die Skala des Value (oder V im Munsell System zur Beschreibung von Farben) geht von 0 – Schwarz bis 10 = Weiß. Die Value-Skala ist neutral, also ohne Farbton. (X-Rite))